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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der kleine Mann und der große Geheimdienst
Wenn er nicht so an seiner Tochter hängen würde, wäre er nie in diese Geschichte hineingestolpert -- aber der Staubsauger-Händler Jim Wormold hängt nun einmal an seiner Tochter Millie, und Millies Geburtstagswünsche sind nun einmal kostspielig. Das Spesenkonto für Geheimdienst-Agenten wiederum ist verlockend hoch, und so lässt sich...
Veröffentlicht am 14. März 2006 von weiser111

versus
3.0 von 5 Sternen Alter, aber immer noch aktueller Roman
Alter, aber immer noch aktueller Roman - ob als Satire oder ernst gemeint sollte jeder für sich heraus finden. Mit dem Kuba von heute hat das alles rein gar nichts zu tun - muss es auch nicht.
Vor 22 Monaten von Horst Dähne veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der kleine Mann und der große Geheimdienst, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
Wenn er nicht so an seiner Tochter hängen würde, wäre er nie in diese Geschichte hineingestolpert -- aber der Staubsauger-Händler Jim Wormold hängt nun einmal an seiner Tochter Millie, und Millies Geburtstagswünsche sind nun einmal kostspielig. Das Spesenkonto für Geheimdienst-Agenten wiederum ist verlockend hoch, und so lässt sich der liebenswürdige, naive Wormold für den britischen Geheimdienst anwerben, der von ihm neue Erkenntnisse über die Lage in seinem Wohnort Kuba erwartet -- es ist die Zeit kurz vor Castros Revolution.
"Wozu mitspielen, wenn nicht mit Leib und Seele?", denkt sich der brave Wormold irgendwann und heuert nicht nur imaginäre Unteragenten an, denen er nach ausgiebigem Studium der örtlichen Klatschpresse bemerkenswerte Biographien verleiht, und er begnügt sich nicht mehr damit, deren phantasievolle Berichte zusammenzukupfern: Seine in riesengroßem Maßstab vergrößerte Skizze des neusten Staubsauger-Modells "Atom" lässt bei der Zentrale in London die Alarmglocken schrillen und setzt eine Lawine von Ereignissen in Gang, deren Wormold bald nicht mehr Herr wird und in denen seine Phantasie-Geschichten ihr nicht mehr kontrollierbares Eigenleben in der Realität zu führen beginnen. Die Gegenspionage tritt auf den Plan, einer seiner imaginären Unteragenten wird ganz real ermordet, ein weiterer Unteragent, der nichts von seiner angeblichen Tätigkeit ahnt, wird angeschossen, und Wormold selbst soll umgebracht werden und vereitelt diesen Plan durch ein Feuerwerk an Slapstick-Szenen. Das aberwitzige Karussell dreht sich immer schneller; sein bester Freund wird erschossen, und Retter in der Not wird ausgerechnet der berüchtigte Polizeichef Havannas, der ein Zigarettenetui aus Menschenhaut besitzen soll. Die einzige echte Information, die Wormold dem Geheimdienst übermitteln könnte, wird natürlich aufgrund technischer Unzulänglichkeiten unbrauchbar -- und die Blamage für London so groß, dass Wormold nicht angetastet werden kann.
"Unser Mann in Havanna" ist viel mehr als ein witziger Spionage-Roman; hinter der hemmungslos komischen Handlung verbirgt sich eine gepfefferte Satire auf die Praktiken der Geheimdienste aller Länder, auf ihren Zynismus ebenso wie auf ihre Lächerlichkeit. Graham Greene, der selbst lange für den britischen Geheimdienst gearbeitet hatte, kannte sein Thema ganz offensichtlich.
Neben der buchstäblich phantastischen Grundidee und der ungezügelten Situationskomik überzeugt dieser Roman auch durch sein stimmiges Lokalkolorit und die plastisch gestalteten Protagonisten, die alles andere als auswechselbare Schablonen sind -- Haupt- und Nebenfiguren tragen eine dichtgewebte Biographie mit sich herum, die Guten sind keine reinen Engel und die Bösen keine reinen Teufel.
Das Buch hat nur ein (kleines) Manko: die letzten 4½ Seiten... Ohne den Abschnitt 2 vom Kapitel "Nachspiel in London" gäbe es tatsächlich nichts zu beanstanden.
Wer "Unser Mann in Havanna" gelesen hat, wird fortan seinen Staubsauger mit anderen Augen betrachten...
Übrigens: Es gibt einen neuen Verdächtigen in Sachen "Wer war Greenes Vorbild für die Figur des Wormold?" -- laut Ian Thomson von "The Times Literary Supplement" war's Peter Edmund James Leslie, der 1931 zum britischen Vizekonsul im estnischen Tallinn ernannt worden war. Leslies ungewöhnlicher Lebenslauf soll Greene sogar zu einer im Estland der Zwischenkriegszeit angesiedelten Spionagefilm-Parodie um einen vorgeblichen Nähmaschinen-Vertreter angeregt haben; der Plan zerschlug sich aus verschiedenen Gründen, und Jahre später transponierte er die Handlung ins Kuba der Vor-Castro-Ära... Das aber nur der Vollständigkeit halber.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der kleine Mann und der große Geheimdienst, 14. März 2006
Wenn er nicht so an seiner Tochter hängen würde, wäre er nie in diese Geschichte hineingestolpert -- aber der Staubsauger-Händler Jim Wormold hängt nun einmal an seiner Tochter Millie, und Millies Geburtstagswünsche sind nun einmal kostspielig. Das Spesenkonto für Geheimdienst-Agenten wiederum ist verlockend hoch, und so lässt sich der liebenswürdige, naive Wormold für den britischen Geheimdienst anwerben, der von ihm neue Erkenntnisse über die Lage in seinem Wohnort Kuba erwartet -- es ist die Zeit kurz vor Castros Revolution.
"Wozu mitspielen, wenn nicht mit Leib und Seele?", denkt sich der brave Wormold irgendwann und heuert nicht nur imaginäre Unteragenten an, denen er nach ausgiebigem Studium der örtlichen Klatschpresse bemerkenswerte Biographien verleiht, und er begnügt sich nicht mehr damit, deren phantasievolle Berichte zusammenzukupfern: Seine in riesengroßem Maßstab vergrößerte Skizze des neusten Staubsauger-Modells "Atom" lässt bei der Zentrale in London die Alarmglocken schrillen und setzt eine Lawine von Ereignissen in Gang, deren Wormold bald nicht mehr Herr wird und in denen seine Phantasie-Geschichten ihr nicht mehr kontrollierbares Eigenleben in der Realität zu führen beginnen. Die Gegenspionage tritt auf den Plan, einer seiner imaginären Unteragenten wird ganz real ermordet, ein weiterer Unteragent, der nichts von seiner angeblichen Tätigkeit ahnt, wird angeschossen, und Wormold selbst soll umgebracht werden und vereitelt diesen Plan durch ein Feuerwerk an Slapstick-Szenen. Das aberwitzige Karussell dreht sich immer schneller; sein bester Freund wird erschossen, und Retter in der Not wird ausgerechnet der berüchtigte Polizeichef Havannas, der ein Zigarettenetui aus Menschenhaut besitzen soll. Die einzige echte Information, die Wormold dem Geheimdienst übermitteln könnte, wird natürlich aufgrund technischer Unzulänglichkeiten unbrauchbar -- und die Blamage für London so groß, dass Wormold nicht angetastet werden kann.
"Unser Mann in Havanna" ist viel mehr als ein witziger Spionage-Roman; hinter der hemmungslos komischen Handlung verbirgt sich eine gepfefferte Satire auf die Praktiken der Geheimdienste aller Länder, auf ihren Zynismus ebenso wie auf ihre Lächerlichkeit. Graham Greene, der selbst lange für den britischen Geheimdienst gearbeitet hatte, kannte sein Thema ganz offensichtlich.
Neben der buchstäblich phantastischen Grundidee und der ungezügelten Situationskomik überzeugt dieser Roman auch durch sein stimmiges Lokalkolorit und die plastisch gestalteten Protagonisten, die alles andere als auswechselbare Schablonen sind -- Haupt- und Nebenfiguren tragen eine dichtgewebte Biographie mit sich herum, die Guten sind keine reinen Engel und die Bösen keine reinen Teufel.
Das Buch hat nur ein (kleines) Manko: die letzten 4œ Seiten... Ohne den Abschnitt 2 vom Kapitel "Nachspiel in London" gäbe es tatsächlich nichts zu beanstanden.
Wer "Unser Mann in Havanna" gelesen hat, wird fortan seinen Staubsauger mit anderen Augen betrachten...

Übrigens: Es gibt einen neuen Verdächtigen in Sachen "Wer war Greenes Vorbild für die Figur des Wormold?" -- laut Ian Thomson von "The Times Literary Supplement" war's Peter Edmund James Leslie, der 1931 zum britischen Vizekonsul im estnischen Tallinn ernannt worden war. Leslies ungewöhnlicher Lebenslauf soll Greene sogar zu einer im Estland der Zwischenkriegszeit angesiedelten Spionagefilm-Parodie um einen vorgeblichen Nähmaschinen-Vertreter angeregt haben; der Plan zerschlug sich aus verschiedenen Gründen, und Jahre später transponierte er die Handlung ins Kuba der Vor-Castro-Ära... Das aber nur der Vollständigkeit halber.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich und einfach ganz anders, 17. August 2009
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
als man erwartet.

Wormold ist Staubsaugervertreter auf Kuba und lebt ein recht ruhiges Leben, bis ein britischer Geheimagent auftaucht und ihn für den Geheimdienst anwerben will. Wormold nimmt das Angebot an, aber nur weil er hofft mit diesem Engagement seiner Tochter ein besseres Leben finanzieren zu können. Schon bald verlangt London Ergebnisse und er soll Unteragenten anwerben. Der neue 'Mann in Havanna' erfindet kurzerhand einige Agenten, darunter einen immer besoffenen Piloten und eine nackte Tänzerin, und streicht ihre Gehälter mit ein. Auch erfindet er Pläne von Militäranlagen und fälscht Wirtschaftsberichte. Die hohen Herren in London schlucken den Köder und schicken immer mehr Leute zu ihm, die im helfen sollen. Als dann plötzlich der besoffene Pilot erschossen und die dünne Tänzerin entführt wird, liegt allmählich ein Problem in der Luft ...

Graham Greene erweist sich in diesem Roman als Meister des Belanglosen im Gewand des Spektulären (oder umgekehrt?) und gleichzeigt schafft es das Buch, viele Aspekte einzubauen und keinen davon ernsthaft zu vernachlässigen. Philosophie, Liebe, Vater-Tochter Beziehungen, der Staat Kuba, Alkohol und vor allem Witz und Spannung geben sich von Szene zu Szene die Klinke in die Hand. Auch die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und vor allem der Protagonist ist liebenswert und hat einen trockenen, hintergründigen Humor.

Feinste Unterhaltung, vor allem für die, die mal einen etwas anderen Kriminal- oder Abenteuerroman lesen wollen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Leseerlebnis!!!, 15. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
"Unser Mann in Havanna" ist eine Spionagekomödie vom Feinsten! Der britische Staubsaugervertreter Mr. Wormhold ist völlig überrascht über das plötzliche Interesse des britischen Geheimdienstes an seiner Person. Da ihm der finanzielle Aspekt der Sache nicht gerade ungelegen kommt, beschließt er, in die Dienste des Geheimdienstes zu treten - und ist damit eingetlich völlig überfordert. Als typischer "Otto Normalverbraucher" hat er keine Ahnung vom Spionagegeschäft. Da die britische Regierung nun aber Ergebnisse von ihm erwartet, bastelt er sich mangels tatsächlicher Beweise fiktive Informanten und Theorien zusammen. Der Geheimdienst ist über die gute Arbeit des Manns in Havanna hocherfreut! Auch für Mr. Wormhold läuft alles gut - jedenfalls bis seine Informanten und Theorien beginnen ein Eigenleben zu führen.
Mit Mr. Wohmhold hat Graham Greene einen wunderbaren Charakter geschaffen. Der Staubsaugervertreter ist auf eine so sympathische Weise mit der intriganten Welt der Spionage überfordert, daß man ihm den Betrug am Geheimdienst gerne verzeiht. Als dann plötzlich seine fiktiven Informanten reale Persönlichkeiten werden und Mr. Wormhold auf einmal von einer hochbrisanten Situation in die nächste stolpert, was bis hin zu einem Mordanschlag der Gegenseite führt, zittert man als Leser eifrig mit.
Für einen "normalen" Spionageroman ist das Buch einfach viel viel zu lustig. Graham Greene hat es meisterhaft geschafft, einen Roman zu schreiben, der mit Witz und Ironie gespickt ist ohne das Genre des Spionageromans ins Lächerliche zu ziehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Staubsaugervertreter zum Top-Spion, 16. März 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Neben "Der dritte Mann" ist "Unser Mann in Havanna" vielleicht das bekannteste Werk Graham Greenes, wenngleich auch ein weniger ernsthaftes, das sich mehr als Parodie auf Spionageromane versteht.

Der verwitwete Staubsaugervertreter James Wormold und seine Tochter Milly leben in Havanna, wo Wormold sich bemüht seiner Tochter ein möglichst komfortables und luxuriöses Leben zu bieten. Doch die Liebe zur Tochter ist ein Fass ohne Boden, da diese scheinbar gar keine Beziehung zu Geld hat und Wormold einmal mehr in finanzielle Sorgen bringt als sie ein Pferd kauft, das sie sich eigentlich gar nicht leisten können, denn am Vorabend der kubanischen Revolution laufen die Geschäfte für den Staubsaugervertreter mehr als schlecht.

Doch schon bald bietet sich eine Gelegenheit an, die sich Wormold nicht entgehen lassen will, als er vom britischen Agenten Hawthorne in einer Bar-Toilette als Spion für ihre Majestät angeworben wird und für diese Tätigkeit, sowie die Rekrutierung von Hilfsagenten finanzielle Unterstützung erhält. Im Gegenzug erhofft sich der Geheimdienst durch seine Kontakte als Staubsaugervertreter, der diese auch kubanische Behörden verkauft, schlussendlich Zugang zu geheimen Informationen über die Vorgänge auf Kuba. Fast schon mit Begeisterung macht sich Wormold an die Arbeit, nur um bei seinem ersten Rekrutierungsversuch kläglich zu scheitern. Erst sein alter Freund Dr. Haselbacher bringt ihn schließlich auf die zündende Idee, er könnte doch auch einfach alles erfinden, denn es kann ja niemand kontrollieren...

Graham Greene war nicht nur der Autor von zahlreichen teils sehr zynischen Spionageromanen sondern auch einst selbst britischer Spion und so verwundert es nicht, dass sich hinter der parodistischen Elementen von "Unser Mann in Havanna" eine handfeste Kritik am System der Geheimdienste steckt, die auch heute noch auf gut Glück Spione rekrutieren und diese mit Geldmitteln ausstatten, um im Gegenzug Informationen fragwürdiger Qualität zu erhalten, während die Gelder meist zu anderen Zwecken genutzt werden als vorgesehen. Aber wie in allen Werken Greenes blitzen auch in "Unser Mann in Havanna" ernsthafte moralische Fragen auf, allerdings ohne dem Buch dadurch Spannung oder das ironisch-kritische Element zu nehmen, auch wenn das Spiel mit dem Feuer in letzter Wirkung dazu führt, dass sich Wormold die Finger verbrennt und der Witz gleichsam mit der moralischen Konsequenz zum tödlichen Ernst wird.

Fazit:
Eine sehr pointierte Geheimdienstparodie, die selbst im 21. Jahrhundert immer noch ihren Charme entfalten kann und an deren Kernaussage sich womöglich nicht viel geändert hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Fricke, 17. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die vielleicht witzigste von Greene erfundene Geschichten-Konstellation, - äußerst liebenswert und so gelungen verfilmt mit dem berühmten Herrn (Vorname Alec) der vorne auf dem Einband als Foto zu sehen ist.
Sehr zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative Agentenposse..., 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
... auch 54 Jahre nach dem Erscheinen. Graham Greenes erster Roman hat mittlerweile Hunderte von Ablegern gefunden. Doch das Original versprüht noch immer diesen Charme und Witz, der dem Genre "unschuldiger, naiver Mann gerät in die Fänge des Geheimdienstes" so unnachahmbar anhaftet. Wie Greene seine Figuren aufbaut und sie gegeneinander aufmarschieren lässt, das zeugt auch heute noch von großer schriftstellerischer Klasse und ist schlichtweg wunderbar unterhaltsam.

Jim Wormold ist britischer Staubsaugerverteter in Havanna. Die Geschäfte laufen schlecht und das 17jährige Töchterchen Milly kommt dem Vater ziemlich kostspielig. Milly möchte ein Pferd, wickelt den Papa um den Finger und bändelt dann auch noch mit dem Geheimpolizisten Segura an. In einem schwachen Moment lässt sich Wormold von dem undurchsichtigen Agenten Mandrill für den britischen Geheimdienst anwerben. Zunächst ist Wormold überrumpelt, aber dann spielt er mit, denn: Es gibt Spesen. So erfindet Wormold Agenten, kassiert für sie Gehälter und meldet erfundene, abenteuerliche Geschichten. Lediglich seinem Freund Dr. Hasselbacher weiht er halbherzig in seinen neuen Job ein. In London wird man schnell auf "unseren Mann in Havanna" aufmerksam. Die Karibik scheint zu brodeln. Es dauert nicht lange und ein wahrer Geheimdienstkrieg tobt in Havanna. Als Wormolds erste Bekannte das Zeitliche segnen, wird ihm klar, dass er dieses Spiel irgendwie beenden muss...

Ein wunderbarer Roman. Klasse geschrieben, nahtlos in der Entwicklung und perfekt ans Ende gebracht. Greene war ein Meister seines Fachs. Auch heute noch macht es Spaß, diesen Stoff zu lesen. Als kleiner Tipp zum Schluss: Sollten sie irgendwie an das Hörspiel zum Buch, mittlerweile auch schon ziemlich alt(erschienen 1962) kommen, schlagen sie zu. Das ist genau so gut wie das Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Agententhriller mit viel verstecktem Greene'schen Humor - Ein Engländer auf Kuba, 19. Juli 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
Der englische Staubsaugervertreter Wormold arbeitet auf Kuba und wohnt dort gemeinsam mit seiner Tochter Milly. Der alleinerziehende Vater wird eines Tages von London angeheuert Agent zu werden und ein karibisches Agentennetz aufzubauen. Wormold hat natürlich keine Ahnung und Erfahrungen, doch dennoch versucht er sich darin. Mit der Zeit werden seine Aktionen und der Kontakt zu London jedoch immer undurchsichtiger und gefährlicher, er muss auf sein Tun acht geben, um nicht noch weitere Menschenleben zu gefährden...

Graham Greene schrieb diesen Agententhriller mit viel hintergründigem Humor, der sich jedoch bei aufmerksamem Lesen eindeutig erkennen lässt und so ist es schon möglich, dass man als Leser ab und zu über Greenes Fingerspitzengefühl aus seiner Feder schmunzeln muss. "Unser Mann in Havanna" ist also ein lockerer Thriller, der nicht unbedingt durch blutige Morde und mysteriöse und dunkle Aktionen überzeugt, sondern durch seine Einfachheit und der Atmosphäre der kubanischen Gassen, die man förmlich um sich spürt. Will man einen packenden Thriller haben, so sollte man Ken Folletts "Die Nadel" lesen. "Unser Mann in Havanna" bietet einen gemütlichen Lesenachmittag und die Entführung in ein exotisches Land, in dessen Mittelpunkt ein Europäer steht, in den man sich prima hineinversetzen kann aufgrund seiner Unwissenheit in Geheimdienstgeschäften.

~Bücher-Liebhaberin~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimdienstsatire im Kuba der 1950er Jahre, 8. Juli 2011
Nachdem ich zunächst die ersten Seiten des Buches mit ein wenig Skepsis gelesen hatte und dachte, dass ein Krimi mit mäßiger Spannung und vorhersehbarer Handlung vor mir liegt, wurde ich sehr bald vom Gegenteil überzeugt.
Graham Greene entfaltet mit den detailreich ausgearbeiteten Figuren eine vortreffliche Kriminal-Satire, die sich kurzweilig und frisch und spritzig durch das ganze Buch zieht.
Bereits die Grundkonzeption mit einem Staubsaugervertreter, der den selbstgefälligen und völlig mit sich selbst beschäftigten Britischen Geheimdienst an der Nase herumführt und entlarvt kann schlicht als brilliant bezeichnet werden. Neben den detialreich und dicht ausgearbeiteten Figuren entfaltet sich eine spannende Handlung, die das Buch zu einem Lesevergnügen machen. Ganz nebenbei wird dann auch noch ein einzigartiges Bild von der Karibik und insbesondere Kuba der 1950er Jahre beschrieben. Daher ein absolut lesenswertes Buch.
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5.0 von 5 Sternen bestes Buch aller Zeiten, 5. Dezember 2014
Von 
Sambs "sambs" (münchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Havanna. Roman (Taschenbuch)
Reich-Ranicki war manchmal ein fürchterlicher Kritiker. Er verdiente jedenfalls mehr Geld am Tag damit als ein Staubsaugervertretender Agent im ganzen Jahr. Aber hier liegt er nahe an der Wahrheit. Denn ein Roman ohne Längen mit soviel Leichtigkeit ist fast so selten wie ein Mann in Havanna. Man muß ihn relativ langsam lesen, da in jeder Zeile und jedem Dialog Poesie, Spannung oder Witz liegt.

Offenbar kann man so eine schwarzhumorige Agentensatire mit ein wenig politischem Beiwerk trotzdem mißverstehen. das mit dem brutalen Batista-Polizeichef is natürlich reichlich tiefschwarzhumorig. Aber so sind die Briten und die Österreicher - was fast dasselbe ist.
In die Reihe der besten Romane gehört dieses Buch bestimmt.
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Unser Mann in Havanna. Roman
Unser Mann in Havanna. Roman von Graham Greene (Taschenbuch - 1. Juli 1995)
EUR 8,90
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