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5.0 von 5 Sternen Von Dichtertreffen vorgestern und heute
Hier lässt uns Grass auf humorige Art Teil haben an einem Treffen barocker Dichter, die die wenigsten von uns noch kennen, aber gleichzeitig persifliert er ein Treffen der Gruppe 47 damit und zeigt so die Ähnlichkeit der menschlichen und poetischen Probleme auf. Aber er macht auch Mut sich einmal mit diesen lang verblichenen Poeten zu befassen und etwas...
Vor 19 Monaten von Ludger veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gestern wird sein, was morgen gewesen ist.
Mit diesem Satz beginnt die Erzählung, ein vergnüglicher Beitrag zur Schlüsselliteratur, obwohl der Klappentext das strikt verneint. Auch wenn «Das Treffen in Telgte» nicht gerade zu den erfolgreichen Büchern von Günter Grass gehört, sagt das ja bekanntlich nichts über literarische Qualitäten aus. Schon das von ihm selbst...
Vor 11 Monaten von Borux veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gestern wird sein, was morgen gewesen ist., 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Mit diesem Satz beginnt die Erzählung, ein vergnüglicher Beitrag zur Schlüsselliteratur, obwohl der Klappentext das strikt verneint. Auch wenn «Das Treffen in Telgte» nicht gerade zu den erfolgreichen Büchern von Günter Grass gehört, sagt das ja bekanntlich nichts über literarische Qualitäten aus. Schon das von ihm selbst gezeichnete Titelbild einer Hand, die eine Schreibfeder hält, weist treffend auf die Thematik hin, es geht um die Dichtkunst in Zeiten, als man dazu noch Federkiel und Tinte brauchte. Ein Jahr vor den sehnlich herbei gewünschten Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück, die den Dreißigjährigen Krieg beenden werden, im Jahre 1647 also, lädt Simon Dach, ein Königsberger Dichter, eine Reihe von Kollegen zu einem Treffen ein, an dem auch einiger ihrer Verleger teilnehmen. Das Buch ist erklärtermaßen eine Hommage an Hans Werner Richter, Grass hat es dem Gründer und Spiritus Rector der Gruppe 47 gewidmet. Er selbst war ja ein prominentes Mitglied und hat mit einer Lesung aus «Die Blechtrommel» in diesem Kreis seinen künstlerischen Durchbruch erlebt, ihm wurde der «Preis der Gruppe 47» verliehen, ein literarischer Ritterschlag zu jener Zeit.

Kurzerhand lässt Grass in seiner humorigen Erzählung eine ähnliche Zusammenkunft einfach dreihundert Jahre früher stattfinden, als Vorläufer quasi, bei der sich eine erlauchte Schar von barocken Wortsetzern in Telgte trifft, ganz in der Nähe vom Ort der Friedensverhandlungen im westfälischen Münster. Ein Ausweichquartier, nachdem der ursprünglich geplante Tagungsort von den Schweden in Beschlag genommen ist. Christoffel Gelnhausen, rotbärtiger und blattergesichtiger Führer eines Kommandos kaiserlicher Reiter und Musketiere, bietet uneigennützig seine Dienste an und vertreibt mit einer frechen Lüge in einer Nacht- und Nebelaktion sämtliche im Gasthaus einquartierten Gäste.

Die folgenden Tage sind nun ausgefüllt mit Lesungen der mehr als zwanzig anwesenden Poeten, die ganz im Stil der Gruppe 47 in anschließenden Diskussionen die Texte bewerten. Erzählt wird all das von einem namenlos bleibenden Ich-Erzähler, der selbst nicht in das Geschehen eingreift, sich lediglich als Chronist eines wichtigen Ereignisses sieht. Ausgiebig wird von den besorgten Dichtern auch das politische Chaos jener Zeit diskutiert und die Verwüstungen ganzer Landstriche als Folge der jahrzehntelangen Kampfhandlungen beklagt. Trotzig sieht man Sprache und Literatur als über den weltlichen Niederungen stehende, autonome Instanz von bleibendem Wert, erhaben in ihrer geistigen Fülle, dem Zeitlauf im besten Fall auf ewig entrückt. Von dieser Warte aus will man einen gemeinsamen Friedensaufruf formulieren, was erst nach langwierigen redaktionellen Überarbeitungen gelingt.

Günter Grass hat seine herrliche Geschichte in einer geradezu barocken Sprache verfasst, die einerseits seine fundierten Kenntnisse der Literatur aus jener Zeit belegt, andererseits aber auch unübersehbar ironisch wirkt durch einen ausgeprägt rhetorischen Stil, der ohne direkte Rede auskommt. Insoweit ist diese Erzählung keine leichte Lektüre, vor allem dann, wenn zitiert wird in einem damals noch keinen Duden-Regeln unterworfenem «Teutsch». Im umfangreichen Anhang sind weitere Texte der versammelten Poeten abgedruckt, die ihrerseits Zeugnis davon abgeben, in welchen mundartlichen Färbungen die gedruckte deutsche Sprache zu jener Zeit verbreitet wurde. Wer auch nur ein bisschen Geduld aufbringt, sich da einzulesen, wird zusätzlich belohnt, kommt vielleicht sogar auf den Geschmack und liest der «Simplicissimus» von Grimmelshausen, den Grass als Christoffel Gelnhausen listenreich ebenfalls in seine sehr wohl verschlüsselte Geschichte eingebaut hat, in der man auch so manchen seiner Weggenossen wiedererkennen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Dichtertreffen vorgestern und heute, 18. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Hier lässt uns Grass auf humorige Art Teil haben an einem Treffen barocker Dichter, die die wenigsten von uns noch kennen, aber gleichzeitig persifliert er ein Treffen der Gruppe 47 damit und zeigt so die Ähnlichkeit der menschlichen und poetischen Probleme auf. Aber er macht auch Mut sich einmal mit diesen lang verblichenen Poeten zu befassen und etwas über die Entwicklung unserer Sprache zu lernen. Schön, wie schon damals über die Verhunzung unserer Sprache durch allerlei Kauderwelsch geklagt wurde, aber die Entwicklung rollt darüber hinweg. Ich habe das Buch mit Genuss gelesen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Parabel über die Literatur in Zeiten des Krieges, 6. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Nach dem Ende des allzerstörenden Krieges treffen sich deutsche Dichter, uneins ob oder was für Literatur man angesichts des Schreckens machen kann, selbst gezeichnet von der großen Katastrophe. Das war die Situation der Gruppe '47. Dreihundert Jahre früher, 1647, war der Dreißigjährige Krieg 29 Jahre alt, Deutschland eine Wüste, die Dichter Chronisten des Unfaßbaren ("vnd wo wir hin nur schawn / Ist fewer, pest vnd todt / der hertz vndt geist durchfehret"). In dieser Situation siedelt Grass ein fiktives Treffen an: Literaten aller Richtungen diskutieren über den Krieg. Seiner Vorliebe für alles reich-barocke und natürlich für alles kulinarische freien Lauf lassend, tragen sich viele handfeste Geschichtchen zu in jenem Telgte, das als Treffpunkt auderkoren wurde. Reichlich Grillabende gibt es, Techtelmechtel mit Mägden, einen Brand und natürlich zahllose politische, literarische und religiöse Diskussionen zwischen den Autoren. Diese sind, zumindest zum Großteil, authentisch: Andreas Gryphius ist da, Simon Dach, Martin Opitz und Johann Michael Moscherosch. Und auch die Gespräche könnten so so oder ähnlich zugetragen haben - damals, und, mit nur geringen Änderungen, dreihundert Jahre später. Immer wieder schimmert diese Allegorie durch, aber nie wirkt sie aufgesetzt oder gezwungen. Das Buch ist ein lebendiges (und sehr kenntnisreiches!) Buch über den Barock und zeitlose Konflikte der Literatur. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe Schülerinnen und Schüler, 12. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
auch mir wurde in der Schule so manche Lektüre verleidet und ich habe ca. 20 Jahre gebraucht, um mich wieder an Schiller zu wagen! Aber dennoch: Bitte nicht aus der Schulerfahrung über Bücher urteilen. Grass ist ein unvergleichbarer Sprachmeister, der im Treffen von Telgte sein Wissen um die Barockdichter (Grimmelshausen ist einer seiner Lieblingsautoren) geschickt nutzt, um die Treffen der Gruppe 47 auf einer Metaebene zu beschreiben. Das Buch erschließt sich eigentlich erst zu vollem Genuss, wenn man die Hintergründe und die einzelnen Barockdichter wirklich kennt. Das leistet zum Beispiel das zugehörige Reclam-Heft über die Materialen. Ich habe mir seinerzeit beide Bücher gleichzeitig gekauft und die Lektüre hat Riesenspaß gemacht.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glänzend geschriebener Roman für Insider, 18. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Dies ist mit Ausnahme von Katz und Maus und der Blechtrommel eines der wenigen wirklich gelungenen Bücher Grass'. Er spielt in diesem Roman mit vielen Methoden, was den Roman so reizend macht. Dem Leser bleibt bis zum Schluss verborgen ob der Erzähler über allen steht oder einer der Beteiligten ist. Grass spielt mit der Phrase "Die Geschichte wiederholt sich ". Und unterschwellig übt er Kritik am Untergang der Gruppe 47. Denn " Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben. Diese fing vor mehr als 300 Jahren an ..." (Die Einleitung) Es ist ein Märchen von versäumten Möglichkeiten - lierarisch und national ( Fritz J.Raddatz in der "Zeit") Ich kann mich dem nur anschließen und es empfehlen.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen abstraktes Kunstwerk, 22. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
"Das Treffen in Telgete" ist von Günter Grass sehr kunstvoll dem Barock nachempfunden. Durch sorgfältige Recherchen gelingt es Grass, die Handlung nah an der Wirklichkeit zu erzählen und die Möglichkeit offen zu lassen, dass die Begegnung wirklich stattgefunden hat. Lange, verschachtelte Sätze und ungewöhnliche Adjektive sorgen für eine altertümliche Sprache und eine authentische Atmosphere. Trotz - oder vielmehr wegen - dieser sprachlichen Glanzleistung ist das Buch ziemlich schwer verständlich und somit für Gelegenheitsleser oder Schulklassen nicht zu empfehlen. Alle anderen sollten es einmal gelesen haben.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Menschen geeignet, die viel von Literatur und Geschichte verstehen., 14. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist nicht ganz leicht zu lesen. Im Prinzip eine gute Idee, dass sich die großen Dichter dieser vergangenen Zeit treffen, um gemeinsam ihre Werke zu lesen und über die deutsche Sprache diskutieren. Leider ist es nicht unterhaltsam und informativ gestaltet. Es ließt sich schleppend und steif dahin. Leider, leider... hatte mir echt mehr davon versprochen. Aber ein paar der Gedichte sind super, auch wenn sie in altem Deutsch oder Dialekt geschrieben sind!!!
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10 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur für Barockkenner geeignet!, 24. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Wer sich für die Epoche des Barock interessiert ist mit diesem Werk bestens bedient. Doch ist es leider wirklich wichtig die verschiedenen Schriftsteller des Barock und ihre Persönlichkeit zu kennen um das Werk überhaupt richtig verstehen zu können, kennt man diese so ist es ein wirklich gutes und humoristisches Werk, kennt man sie nicht, sollte man gleich die Finger davon lassen!
Grass erzählt die Geschichte eines Dichtertreffen in Telgte, auf dem die verschiedenen Characktere über die missliche Lage des 30jährigen Krieg reden und beraten. Das war es auch schon, was der Roman an Handlung bietet. Das muss nicht unbedingt schlechtes vorhersagen, doch in diesem Falle leider schon.
Fazit: Wie gesagt, nur für Barockinteressierte!
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10 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 1 Stern ist schon zuviel..., 11. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Wir lesen dieses Buch auch gerade im Untericht (13. Klasse).
Wenn ich es nicht hätte lesen MÜSSEN, dann wär es nach 5 Seiten schon in der Ecke gelandet.
Gut, wer sich für diese Literatur und Epoche interessiert, dem mag dieses Buch gefallen...
Aber mir nicht, denn die Sätze vom Herrn Grass wurden "liebevoll" verschachtelt und wenn man den Satz beendet hat, weiß man nicht mehr, worum es ging.
Außerdem ist die Thematik ziemlich langweilig: Das Treffen wird beschrieben und es ist jeden Tag der gleiche Ablauf... Und, ja das Essen wird genau beschrieben (scheint ja wichtig zu sein).
-> So was von langweilig und nutzlos!
Also, wer das Buch im Unterricht lesen MUSS: Mein Beileid!!!
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8 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einschläfernd!, 14. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock (Taschenbuch)
Ich lese dieses Buch zur Zeit im Deutschunterricht (11. Klasse) und ich muss sagen das ich noch nie ein solch schlechtes und einschläferndes Buch gelesen habe.
Die ganze Handlung dreht sich immer nur im Kreis und es sind für alle aus der Klasse einfach zu viele Menschen die darin vorkommen...
Wir haben schon den "Simplicissimus" von Grimmelshausen gelesen, er uns allen sehr gut gefallen hat, aber bei diesem Buch gibt es rein gar nichts was interessant oder ansatzweise lehrreich wäre!!!
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Das Treffen in Telgte: Eine Erzählung und dreiundvierzig Gedichte aus dem Barock
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