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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenhaftes aus Schamis Damaskus
Salim aus Damaskus war früher Kutscher. Nun ist er alt geworden, seine geliebte Frau ist gestorben, und er versüßt sich den Lebensabend damit, regelmäßig ein paar Männer aus der Nachbarschaft zu treffen. Doch eines Tages passiert ihm etwas Sonderbares: Ihm erscheint seine Fee, seine Muse, könnte man sagen, und diese erklärt ihm,...
Am 7. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Märchen, auch zum Vorlesen!
Dieses Buch ist sehr schön geschrieben und das Lesen macht Spaß. Der Leser taucht ein, in eine märchenhafte Welt und kommt so heraus aus seiner alltäglichen Umgebubg.
Salim, ein begnadeder Erzähler, wird plötzlich stumm und sein Freunde glauben ihm helfen zu können, indem sie selbst beginnen Geschichten und Märchen zu...
Am 5. Mai 1999 veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenhaftes aus Schamis Damaskus, 7. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Gulliver) (Taschenbuch)
Salim aus Damaskus war früher Kutscher. Nun ist er alt geworden, seine geliebte Frau ist gestorben, und er versüßt sich den Lebensabend damit, regelmäßig ein paar Männer aus der Nachbarschaft zu treffen. Doch eines Tages passiert ihm etwas Sonderbares: Ihm erscheint seine Fee, seine Muse, könnte man sagen, und diese erklärt ihm, sie habe ihn nun lange begleitet, er habe dank ihrer Hilfe viele schöne Geschichten erzählen können, doch nun sei sie alt und könne nicht mehr bei ihm bleiben. Er habe noch ein paar letzte Worte, dann würde er stumm. Zunächst weiß der alte Kutscher nicht, was er davon halten soll, dann aber versammelt er die Freunde um sich, berichtet ihnen von der Fee, von seinem drohenden Verstummen und daß er nur eine junge, frische, neue Fee bekäme, wenn ihm sieben gute Dinge widerführen. Dann verstummt er tatsächlich. Die Freunde denken sich vieles aus, schließlich kommen sie auf die Idee, ihm Geschichten zu erzählen, jeder eine. Und so treffen sie sich nachts, um zu erzählen: schöne und traurige, witzige und märchenhafte Geschichten...
Rafik Schami läßt eine Welt aufleben, die sich wie eine Mischung aus "1001 Nacht" und dem arabischen Kulturkreis zur Zeit des Nasser-Regimes ausmacht. Zeitlich situiert wird die Handlung allein dadurch, daß immer wieder in den Gesprächen auch die Angst vor dem Geheimdienst deutlich wird und über die Politik geschimpft wird. Dies ist aber nur Rahmen, wenn er natürlich auch zum Lokalkolorit dazu gehört und das Buch insgesamt auch bereichert.
Wunderschön für Leute, die sich gern von Märchen verzaubern lassen, auch zum Vorlesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ganz genau liest, dem wird noch mehr auffallen, 1. September 2011
Nicht nur ein wenig erinnert Rafik Schamis "Erzähler der Nacht" an gediegene Rahmenerzählungen, an Hauffs Märchenalmanache vielleicht, vor allem aber an "Tausendundeine Nacht", und zwar im positiven Sinne: Eine Sammlung verschiedenster Erzählungen, die ihrerseits zusammengehalten werden von einer Rahmenerzählung, die es auch schon in sich hat.
Dem altehrwürdigen Kutscher Salim, einem begnadeten Geschichtenerzähler, erscheint eines Nachts seine treue Fee, die ihm Unheil ankündigt. Diese Fee ist nämlich auch nicht mehr die jüngste und wird demnächst pensioniert (respektlos formuliert) -- mit der Konsequenz, dass dem guten Salim ab sofort nur noch 21 Wörter bleiben. Hat er die gesprochen, wird er stumm sein für alle Zeiten. Und diese 21 Worte hat er schnell gesprochen... Aber wie's so üblich ist im Märchen, gibt es doch noch einen allerletzten Ausweg: Erhält der traurig Verstummte "sieben einmalige Geschenke in den nächsten drei Monaten, dann wird eine junge Fee" den Job übernehmen, und Salim wird weiter Geschichten erzählen können... Jetzt wird's natürlich spannend: Was für Geschenke sind da nur gemeint? Salims sieben Freunde haben so einige Ideen, doch auf die richtige Spur kommen sie natürlich erst im allerletzten Moment: Sieben Geschichten soll er erzählt bekommen! Bereits bei der allerersten kurzen Vorstellung der sieben Freunde ahnt man: Allein deren Biographien wären abenteuerlich genug. Was werden sie zu erzählen haben! Um's kurz zu machen: Einiges.

Sieben Nächte bleiben, jede Nacht für eine Geschichte... der eine Freund erzählt ein feines, zeitloses Märchen, der nächste eine Schnurre, der übernächste erzählt aus seinem abenteuerlichen Leben. Manche Erzähler lassen die Tatsachen für sich sprechen und erzählen fast schon unorientalisch-spartanisch, andere legen großen Wert auf die Details -- auf ergreifende ebenso wie auf komische. Ich sag nur: "Kühe mit Flügeln"...
Manche Erzähler haben viel Talent zum Erzählen, andere eher weniger: Der ehemalige Minister beispielsweise glänzt durch unfreiwillige Komik, wenn er eine komische Geschichte ankündigt, die nicht nur nicht komisch ist, sondern deren mögliche Pointen der gute Mann auch noch mit Bravour versemmelt. Dagegen bezaubert der frühere Geographielehrer ein herzzerreißendes Märchen, das bereits ein ganzes Märchenbuch in sich birgt. Ein anderer, der lange Zeit in den USA gelebt hat, will seine Erlebnisse in der Ferne mitteilen, wird aber von den anderen kopfschüttelnd als erzählender Luftikus betrachtet: Das kann es doch alles garnicht geben! Und so weiter... Jeder der sieben Freunde erzählt, manche unterbrechen ihre Geschichten und unterhalten sich dazwischen mit den Freunden. Und jeden Tag erlebt man des stummen Salims Vorfreude auf den Abend, dazu seine Vorbereitungen, seine Erlebnisse und neuen Erkenntnisse, und nach und nach bekommen auch seine sieben Freunde immer mehr Profil. Eine Rahmenerzählung der besten Sorte eben.
Wer ganz genau liest, dem wird auffallen: So ganz zufällig sind die einzelnen Erzählungen bereits thematisch nicht gewählt. In jeder Erzählung geht es in irgendeiner Form um das Wesen der Sprache: Mal geht's um das Wort und darum, wie es seine Bedeutungen erhält, mal darum, was alles als Sprache verwendet werden kann. Und öfters geht's auch darum, was wichtiger ist für eine Geschichte: ihr Inhalt oder ihre Form? Nicht nur Tumas, Farids und Leilas Erzählungen weisen je auf ihre Art drauf hin: Das "Wie" einer Erzählung entscheidet mehr als ihr "Was" darüber, ob sie als gute Erzählung gilt.

"Erzähler der Nacht" schwebt bei alledem nicht im freien Raum: Die Geschichte findet in einem Altstadtviertel von Damaskus 1959 statt -- kein Zufall: 1958 schlossen sich Ägypten und Syrien vorübergehend zur Vereinigten Arabischen Republik zusammen; Demokratisierung bedeutete das freilich nicht. Nicht nur die plötzliche Furcht vor dem allgegenwärtigen Geheimdienst ist in der Rahmenerzählung ebenso wie in den einzelnen Erzählungen direkt oder indirekt gegenwärtig. Für uns heutige Leser widerspiegelt "Erzähler der Nacht" außerdem eine Art doppelte Vergangenheit: Das damalige, auch nicht ideale Damaskus, seine Bewohner verschiedenster Religionen und Herkunft sowie deren Kommentare zur damals jüngsten Vergangenheit -- all das kommt uns auch schon vor wie Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Zusätzliche Spannung ist garantiert.
Wer "Erzähler der Nacht" allerdings als politische Nachhilfe interpretieren will, denkt zu kurz und dürfte enttäuscht sein. Zum Glück! In erster Linie ist der ganze Band nämlich -- zum Glück! -- ein zeitloses Prachtstück. Außerdem beweist "Erzähler der Nacht" auch, dass eine Literaturform, die man eher mit der Literatur des 19. Jahrhunderts verbindet, hervorragend in die Gegenwart passt. Vorausgesetzt, ein Könner schreibt. Und hier schrieb ein Könner.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Träumen, 21. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Taschenbuch)
Mein erstes Buch von Rafik Schami und schon bin ich süchtig. Schami erzählt eine einfache Geschichte so, dass man sich in 1001 Nacht versetzt fühlt.
Der Kutscher Salim ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, aber seine Erzählfee will in den Ruhestand und der König der Feen möchte für eine neue Fee eine Gegenleistung und das binnen drei Monaten. Salim erzählt seinen Freunden davon und verstummt danach. Die kommen auf alles mögliche, um ihm zu helfen, jedoch sind es am Ende Geschichten, die sie als Geschenke machen sollen. Also werden sieben verschiedene Geschichten erzählt. Man verliert sich in den sieben erzählten Geschichten, aber auf angenehme Weise.
Es ist ein Buch zum Abtauchen in eine andere Welt und zum Vergessen des Stresses.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Erzählkunst des Orients, 13. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Gulliver) (Taschenbuch)
Dieses Buch eignet sich optimal , um der Welt des Alltags hier in unserer westlichen Gesellschaft zu entfliehen, um in die blumige, übertreibende, duftende und liebenswerte Erzählwelt des nahen Ostens einzutauchen. Die Geschichte besteht aus einer Rahmenhandlung, die erzählt, wie der Geschichtenerzähler Salim aus Damaskus seine Stimme verlor. Sie berichtet von den Bemühungen seiner Freunde, ihn zu heilen. Zu diesem Zwecke erzählen sie , wie könnte es anders sein, Nacht für Nacht Geschichten, die natürlich auch dem Leser zuteil werden. Aufgrund dieser Einteilung des Buches, eignet es sich auch hervorragend als Vorlesebuch. Ein wirklicher Schatz an zauberhaften Märchen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ganz genau liest, dem wird noch mehr auffallen, 1. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Gulliver) (Taschenbuch)
Nicht nur ein wenig erinnert Rafik Schamis "Erzähler der Nacht" an gediegene Rahmenerzählungen, an Hauffs Märchenalmanache vielleicht, vor allem aber an "Tausendundeine Nacht", und zwar im positiven Sinne: Eine Sammlung verschiedenster Erzählungen, die ihrerseits zusammengehalten werden von einer Rahmenerzählung, die es auch schon in sich hat.
Dem altehrwürdigen Kutscher Salim, einem begnadeten Geschichtenerzähler, erscheint eines Nachts seine treue Fee, die ihm Unheil ankündigt. Diese Fee ist nämlich auch nicht mehr die jüngste und wird demnächst pensioniert (respektlos formuliert) -- mit der Konsequenz, dass dem guten Salim ab sofort nur noch 21 Wörter bleiben. Hat er die gesprochen, wird er stumm sein für alle Zeiten. Und diese 21 Worte hat er schnell gesprochen... Aber wie's so üblich ist im Märchen, gibt es doch noch einen allerletzten Ausweg: Erhält der traurig Verstummte "sieben einmalige Geschenke in den nächsten drei Monaten, dann wird eine junge Fee" den Job übernehmen, und Salim wird weiter Geschichten erzählen können... Jetzt wird's natürlich spannend: Was für Geschenke sind da nur gemeint? Salims sieben Freunde haben so einige Ideen, doch auf die richtige Spur kommen sie natürlich erst im allerletzten Moment: Sieben Geschichten soll er erzählt bekommen! Bereits bei der allerersten kurzen Vorstellung der sieben Freunde ahnt man: Allein deren Biographien wären abenteuerlich genug. Was werden sie zu erzählen haben! Um's kurz zu machen: Einiges.

Sieben Nächte bleiben, jede Nacht für eine Geschichte... der eine Freund erzählt ein feines, zeitloses Märchen, der nächste eine Schnurre, der übernächste erzählt aus seinem abenteuerlichen Leben. Manche Erzähler lassen die Tatsachen für sich sprechen und erzählen fast schon unorientalisch-spartanisch, andere legen großen Wert auf die Details -- auf ergreifende ebenso wie auf komische. Ich sag nur: "Kühe mit Flügeln"...
Manche Erzähler haben viel Talent zum Erzählen, andere eher weniger: Der ehemalige Minister beispielsweise glänzt durch unfreiwillige Komik, wenn er eine komische Geschichte ankündigt, die nicht nur nicht komisch ist, sondern deren mögliche Pointen der gute Mann auch noch mit Bravour versemmelt. Dagegen bezaubert der frühere Geographielehrer ein herzzerreißendes Märchen, das bereits ein ganzes Märchenbuch in sich birgt. Ein anderer, der lange Zeit in den USA gelebt hat, will seine Erlebnisse in der Ferne mitteilen, wird aber von den anderen kopfschüttelnd als erzählender Luftikus betrachtet: Das kann es doch alles garnicht geben! Und so weiter... Jeder der sieben Freunde erzählt, manche unterbrechen ihre Geschichten und unterhalten sich dazwischen mit den Freunden. Und jeden Tag erlebt man des stummen Salims Vorfreude auf den Abend, dazu seine Vorbereitungen, seine Erlebnisse und neuen Erkenntnisse, und nach und nach bekommen auch seine sieben Freunde immer mehr Profil. Eine Rahmenerzählung der besten Sorte eben.
Wer ganz genau liest, dem wird auffallen: So ganz zufällig sind die einzelnen Erzählungen bereits thematisch nicht gewählt. In jeder Erzählung geht es in irgendeiner Form um das Wesen der Sprache: Mal geht's um das Wort und darum, wie es seine Bedeutungen erhält, mal darum, was alles als Sprache verwendet werden kann. Und öfters geht's auch darum, was wichtiger ist für eine Geschichte: ihr Inhalt oder ihre Form? Nicht nur Tumas, Farids und Leilas Erzählungen weisen je auf ihre Art drauf hin: Das "Wie" einer Erzählung entscheidet mehr als ihr "Was" darüber, ob sie als gute Erzählung gilt.

"Erzähler der Nacht" schwebt bei alledem nicht im freien Raum: Die Geschichte findet in einem Altstadtviertel von Damaskus 1959 statt -- kein Zufall: 1958 schlossen sich Ägypten und Syrien vorübergehend zur Vereinigten Arabischen Republik zusammen; Demokratisierung bedeutete das freilich nicht. Nicht nur die plötzliche Furcht vor dem allgegenwärtigen Geheimdienst ist in der Rahmenerzählung ebenso wie in den einzelnen Erzählungen direkt oder indirekt gegenwärtig. Für uns heutige Leser widerspiegelt "Erzähler der Nacht" außerdem eine Art doppelte Vergangenheit: Das damalige, auch nicht ideale Damaskus, seine Bewohner verschiedenster Religionen und Herkunft sowie deren Kommentare zur damals jüngsten Vergangenheit -- all das kommt uns auch schon vor wie Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Zusätzliche Spannung ist garantiert.
Wer "Erzähler der Nacht" allerdings als politische Nachhilfe interpretieren will, denkt zu kurz und dürfte enttäuscht sein. Zum Glück! In erster Linie ist der ganze Band nämlich -- zum Glück! -- ein zeitloses Prachtstück. Außerdem beweist "Erzähler der Nacht" auch, dass eine Literaturform, die man eher mit der Literatur des 19. Jahrhunderts verbindet, hervorragend in die Gegenwart passt. Vorausgesetzt, ein Könner schreibt. Und hier schrieb ein Könner.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise zwischen Nacht und Morgen, 3. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Taschenbuch)
Rafik Schami ist ein begnadeter Geschichten- und Märchenerzähler! Auch ich bin inzwischen -seit langem- süchtig und "liebe" ihn, bzw. seine Bücher! Mein absoluter Hit ist das Buch "Reise zwischen Nacht und Morgen". Hier beschreibt er in unnachahmlicher Weise die Welt eines alternden Zirkusdirektors, der fast resignierend, durch die Einladung eines alten orientalischen Freundes und durch die Liebe, wieder ins Leben mit all seinen Höhen und Teifen, zurückfindet.
Aber Schami lesen und ihn live zu erleben ist noch einmal ein ganz großer Unterschied. Ich hatte das Glück, ihn bei der Vorstellung seines Buches "Die dunkle Seite der Liebe" zu hören und ihn persönlich kennenzulernen! Rafik Schami ist nicht nur ein Meistererzähler - er lebt seine Geschichten! Nicht umsonst, daß er in seine Heimatstadt nicht zurückkehren kann.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Märchen,sondern ein Funken Hoffnung!, 19. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Gulliver) (Taschenbuch)
"Erzähler der Nacht", allein schon der Titel ist wunderbar. Und Wunder geschehen auch in diesem Buch.Ein alter Mann läßt sich die Lebensgeschichten seiner Freunde erzählen und zeigt uns damit, daß das einzige was wir brauchen ein guter Freund und die Teilnahme an dessen Leben ist um nicht allein zu sein und zu verstummen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schmuckstück in meiner Büchertruhe., 30. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erzähler der Nacht (Gulliver) (Taschenbuch)
Rafik Schami schreibt seine Bücher so, wie man sich typische arabisch-orientalische Erzählungen vorstellt: liebevoll ausgestaltet und mit einer unglaublich bildhaften, blumenreichen Sprache. Man versinkt in der Handlung, kaum daß man das Buch aufgeschlagen hat; man wird sozusagen Teil der Erzählrunde rund um den Kutscher Salim, sitzt mit ihm und seinen Gesellen am Tisch, wenn sie ihre Geschichten erzählen und fiebert mit, ob den die Guten und Gerechten der Märchen den Kampf gegen ihre Widersacher gewinnen. Ein unglaublich schönes Buch, nicht nur für Kinder, sondern genausogut auch für Erwachsene, die beim Lesen mit der Faszination an schillernden Geschichten ein Stück Kindheit wiederfinden. Eben ein Schmuckstück in meiner Büchertruhe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erzählkünstler am Werk, 31. Dezember 2011
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Dieses Buch ist voll von Erzählkünstlern, allen voran der Autor Rafik Schami. Wie er das Syrien der späten 50er Jahre einfängt, ist unübertrefflich. Man kann die Gewürze fast riechen, fühlt sich als Teil des wimmelnden Basars, geht mit den Figuren durch die engen Gassen. Schami beschreibt ein Damaskus, das es heute nicht mehr ganz so gibt, das aber in seiner Erinnerung so lebhaft ist, als würde er gerade mittendrin sein. Und, wie gesagt, den Leser zieht er mit hinein in seine Erinnerung. Am wichtigsten ist ihm neben dieser Atmosphäre die Erzähltradition in seinem Heimatland, die durch den Einfluss westlicher Lebensart ihren Rückzug genommen hat. Schami ruft sie hier zurück, will sie wieder erwecken. Sinnbildlich wird dieser Prozess dadurch dargestellt, dass seine Hauptfigur, ein alter Kutscher und Geschichtenerzähler, seine Stimme verliert. Eine Fee teilt ihm mit, dass ihm sieben Freunde sieben Geschenke machen müssen, und nach einigen Fehlgeschenken kommen die Freunde darauf, dass der Kutscher von jedem von ihnen eine Geschichte hören muss. Und so treffen sie sich jeden Abend, die Erzähler der Nacht, versuchen, das Beste aus sich herauszuholen, ihren Freund mit ihren Geschichten zu verzaubern und seine Stimme, und damit seine Erzählkunst, zurückzuholen. Eine magische Reise der Phantasie beginnt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kranz von Geschichten verpackt in einer Geschichte, 4. Dezember 2011
Rafik Schamis "Erzähler der Nacht" ist ein Glanzstück und Loblied auf die Kunst des Geschichtenerzählens, aber auch auf die Wirkung von Geschichten selbst. So beschreibt bereits der Beginn des Klappentextes den Wert einer guten Erzählung:
"Seltsam genug, Kutscher Salim der beste Geschichtenerzähler von Damaskus verstummt plötzlich. Nur sieben besondere Gaben können ihn erlösen. Seine sieben Freunde finden allmählich heraus, welche Gaben gemeint sein könnten - die schönsten, die es gibt: Geschichten!"

Die Geschichte des Kutschers Salim dient dabei zwar als Rahmenhandlung für die weiteren Einzelgeschichten, ist aber doch auch weit mehr. Während der Beschreibung der Vorgänge bei Salim und seinen Freunden mischen sich die "Ereignisse, Gerüche, Stimmen und Farben der Geschichten mit dem Leben und Treiben im alten Viertel von Damaskus." Wer Geschichten mag, sich gerne einmal für einen kurzen Moment hinsetzt um ein Buch zu lesen der kann sich mit diesem Buch in die Welt des alten Damskus versetzen und verzaubern lassen.
Wer etwas genauer hinschaut, wird dabei auch die Kritik bzw. die Situationsbeschreibung der Politischen Lage von Ägypten und Syrien im Jahre 1959 finden. Die allgegenwärtige Furcht vor Spizeln des Geheimdienstes taucht immer wieder auf. Dennoch und meines Erachtens zum Glück ist dieses Buch kein politisches, sondern ein wahres Meisterwerk der Erzählkunst.

Zur Verarbeitung des Buches:
Diese Neuauflage der "Erzähler der Nacht" ist gebunden und macht einen ordentlichen Eindruck. Im Gegensatz zu meiner alten Version (von 1992) ist leider kein Einband mehr dabei, sondern direkt das Hardcover zu sehen. Die Illustrationen auf dem Einband sind schön anzusehen und haben mir im Vergleich zu allen anderen Auflagen immer am Besten gefallen.
Die Schrift ist gut lesbar und die Dimensionen des Buches sind ideal zur Mitnahme geeignet.

=> Volle fünf Sterne und absolute Kaufempfehlung.
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Erzähler der Nacht
Erzähler der Nacht von Rafik Schami (Taschenbuch - 1. September 1994)
EUR 8,90
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