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am 29. November 2000
"Grün ist die Hofffnung" ist ein wirklich ironisches Werk über die Hassliebe zu sog. leichten Drogen und der Erkentniss das doch alles anders kommt als man denkt. Der Hauptdarsteller Felix gibt das Bild eines deorientierten Großstädters ab, der sich mithilfe seines dubiosen Mäzens namens Vogelsang und 2 anderen skurillen Gestalten in die scheinbare Idylle des Landlebens in den Bergen über Kalifornien flüchtet. Wo anfangs eine halbe Millionen Dollar durch Anbau holländischer Wiesen für jeden der Beteiligten rausspringen soll, entwächst später der Krampf und Kampf mit den Hinterwäldler- Nachbarn, mit dem Dorf- Sheriff, als auch mit schwelender Sommerhitze, Pilzerkrankungen, Abstinenz und schlecht gerollten Joints. Über "Grün ist die Hoffnung" mußte ich selbst morgens um 8.00 Uhr in der S- Bahn lachen. Ein Buch, daß man getrost allen Leuten, ob jung oder jung geblieben, ans Herz legen kann, die sich nicht scheuen, Konventionen zu durchbrechen oder auch einfach auf diese sture und hochnäsige Gesellschaft einen Witz zu reissen. Dazu liefert Mr. Boyle genügend Metaphern, die in ein Poesiealbum fürs Private hineinpassen würden. UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT
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am 9. Juli 1999
Ahhh ... T.C. Boyle ... möge er lange leben und von immer neuen Musen geküßt zwanghaft in die Tasten hauen, bis seine Kurzgeschichten und Romane ganze Regalbretter, was sag ich, ganze Regale füllen. Nachdem ich mittlerweile so ziemlich alle der in deutsch erschienenen Boyle-Publikationen und eine englische Veröffentlichung (Riven Rock, das neuste Buch - ich wollte nicht warten, bis es in Deutschland erscheint) gelesen habe, bin ich davon überzeugt, daß Boyle einer der herausragenden US-amerikanischen Gegenwarts-Autoren ist. Durch Gespräche mit anderen Boyle-Lesern weiß ich, daß dieser Euphorismus nicht allgemein geteilt wird, oft nur in abgeschwächter Form. Insbesondere sollte man ein Faible für Metaphern haben; mit denen Boyle gerade dieses Buch in einer Weise orniert, wie andere Menschen ihren Kaffee mit viel, viel Zucker versüßen. Mir erscheinen aber gerade viele dieser Metaphern als die Sahnestückchen bei der Lektüre seiner Werke - brillante Übertragungen, bei denen mir ein eiskalter Schauer über den Rücken läuft, meine literarischen Geschmacksknospen ins Zittern geraten. Als (unzulängliches) Beispiel ein Zitat auf der Rückseite der Taschenbuch-Ausgabe: "Romane sind wie Rockkonzerte. Entweder bringst du die Leute zum Tanzen oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf.". Boyle bringt mich zum Tanzen, aber vor allem zum Lachen, zum Weinen, zum Träumen und immer wieder zum Lesen, wenn ich eigentlich anderes tun sollte.
Die Geschichte von "Grün ist die Hoffnung" ist zeitlos - auch wenn der unmittelbare Kontext (Marihuana-Anbau, Typen aus San Francisco, Freaks etc.) noch eine 60er-Hippie-Generation-Idealisierung befürchten läßt: ein paar Typen wollen möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen, träumen von eigenem Restaurant, Yacht in der Karibik und jeder Menge easy living. Wie das bei solchen Größenphantasien oft der Fall ist, werden sie stattdessen verarscht, ausgebeutet und (ohne zuviel verraten zu wollen) über den Tisch gezogen. Trotzdem, wie ein Freund neulich meinte, ein Happy-End hat die Geschichte dann doch irgendwie. Reizvoll empfand ich vor allem die trockene Schilderung von HillyBilly-Hinterwäldlern und ihre Kontrastierung zu den großstädtischen, unstrukturierten Dope-Freaks. Den Wechsel zwischen neurotischen Anfällen und einer chillenden Laß-uns-erstmal-ne-Tüte-rauchen-Einstellung ... und, wie immer, die Rocky-Underdog-Charaktere, in denen man sich in der Regel eher wiederfindet als in irgendwelchen heroischen Lebensgewinnlern. Manchmal ärgert mich dann aber doch, daß die Rockys in Boyles Erzählungen am Ende nie so richtig laut und befreit "Adriaaaaane" rufen können, wie man sich das wünscht ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 2. Mai 2004
Es ist jetzt schon einige Zeit her seit ich diesen Roman gelesen habe, und was mich daran fasziniert ist die Tatsache, dass ich mir noch immer nicht darüber klar geworden bin, wie ich ihn zu verstehen habe. Einerseits scheint es, als wolle Boyle dem Leser zeigen, was Drogen aus seinen doch recht kuriosen Figuren gemacht haben und warnend den Finger heben.
Andererseits empfindet der Leser doch recht schnell Sympathie für diese kaputten Typen, die einfach immer nur Pech haben, und kann sich oft das Lachen nicht verkneifen.
Ich habe das Buch als Komödie gelesen und mich amüsiert über die von Boyle einfach toll erdachten Charaktere.
Auch seinen Schreibstil mag ich sehr gerne. Was er erzählt kann ich mir wirklich lebhaft vorstellen, worauf auch nicht selten gute Lacher gründen. Es passiert aber leider auch, dass er sich in Beschreibungen verliert und gelegentlich für meinen Geschmack zu sehr abschweift.
Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass das Buch sehr wohl einen ernsten Hintergrund hat, den der Autor aber durch seinen feinen Humor ad absurdum führt.
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am 31. Juli 2002
Kommt, wir machen ein Jahr Urlaub auf dem Land und bauen unser Getreide selbst an. So ungewöhnlich würde das nicht klingen, wenn das ein Blumenkind der späten 60er oder ein aktueller Aussteiger sagte. Aber hier ist alles anders: die naturverbundenen Aussteiger sind wirklich schrill-schräge Typen mit dunkler Vergangenheit, das Naturprodukt ist Marihuana, das Urlaubsdomizil eine verfallene Baracke in abgeschiedener, unwirtlicher Wildnis. Die unvermeidlich einsetzenden Zwistigkeiten, Naturgewalten und die Gefahr durch missgünstige Mitmenschen lassen das ganze Abenteuer zu einem furiosen Creszendo anwachsen. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen, die Story ist fesselnd, die "Helden" sind hervorragend beschrieben, Boyle hat einen wirklich gelungenen Actionroman geschrieben. Besonders reizvoll, weil alles anders ist als in üblichen Abenteuern, der Kauf lohnt sich.
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am 30. Dezember 2003
Für mich kann man Unterhaltungsliteratur in diesem Fall nicht besser gestalten, als der Mann, den Leute als TCB bezeichnen. Wer allerdings gerne schnell auf den Punkt kommt und ausladende und schimmernde Wörtergirlanden hasst wie der Teufel das Weihwasser, der sollte sich einem anderen Werk zuwenden.Bei mir ist kein Auge trocken geblieben, und es kommt einem vor, als hätte ein Freund einem diese Geschichte in einer gemütlichen, durchgelachten Nacht erzählt.
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am 6. November 2005
Eine abgedrehte Geschichte, ein paar kaputte Charaktere und einige scharfe Beobachtungen der Welt - die typischen Zutaten für einen Boyle-Roman kommen auch in „Grün ist die Hoffnung" nicht zu kurz. Das Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert, und zwar ausdrücklich auch für Leser, die erst noch Boyle-Fans werden wollen.
Das Schönste an Boyles Geschichte von den drei Jungs, die sich mit einem verrückten Projekt für einige Jahre sanieren wollen, ist der Schluss. Boyle ist es gelungen, den Roman auf die einzige Weise enden zu lassen, die allen und allem gerecht wird. Aber lies selbst!
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am 5. Februar 2008
Wenn T.C. Boyle in seinen Geschichten und Romanen Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen lässt, um vom großen Geld oder dem Glück zu träumen, nimmt sich das zu Anfang so aus, als wäre alles möglich, wenn man nur den Mut dazu aufbringt. Dann tauchen erste Schwierigkeiten auf. Sei es, dass man die Glückssuchenden nicht versteht, sei es, dass die Natur sich gegen einen stellt, sei es, dass das Gesetz etwas dagegen hat. In Grün ist die Hoffnung dreht sich alles ums Dope. Warum kann man friedliche Menschen, die sie sich nebenher etwas verdienen wollen, nicht einfach in Ruhe lassen? In dieser wunderbaren Burleske verschmelzt T.C. Boyle drei skurile Leben zu einem gemeinsamen Schicksal, stellt sie nie bloß und schafft es doch, dass der Leser amüsiert mit ihnen mit fiebert und ihre Naivität bewundert. Es sind die kleinen Schritte, falschen Einschätzungen, das Überschätzen, auch dass Menschen sich selbst nicht kennen und erstaunt darüber sind, wie sie sind; von alldem erzählt T.C. Boyle. Kurzweilig, spannend, witzig. T.C. Boyle halt.
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am 20. August 1999
"Grün ist die Hoffnung" ist das erste Buch, das ich von T.C. Boyle gelesen habe und ich werde mit Sicherheit noch all die anderen lesen. Das Buch ist wunderbar, es ist witzig, traurig, schräg und vorallem unterhaltsam. Von Boyles berühmten Metaphern und Umschreibungen ganz zu schweigen. Ich habe es in ein paar Tagen heruntergeschlungen und ich empfehle es jedem, der sich noch den Luxus erlaubt Träume zu haben und dafür zu kämpfen.
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am 27. März 2015
Es mag sein , dass der Lesegenuss von “Grün ist die Hoffnung” nicht ganz so groß ist, wie er eigentlich sein sollte, wenn man einige später erschienene Romane von T.C.Boyle mit nicht ganz unähnlichen Inhalten wie vor allem Drop City und Hart auf Hart zuerst gelesen hat. Das Genre ist insgesamt gesehen vergleichbar, Subkultur vor allem im Hippieformat trifft auf (klein-)bürgerliche Werte- und raffinierte Businesswelt sowie eine “unbotmäßige” Natur und scheitert grandios. Aber Boyle behält sich für die verrückte “hippophile” Unterwelt, mit der er gern kokettiert, immer ein Türchen offen ! Sex, Drugs and Rock'n Roll sind so immer dabei, in “Grün ist die Hoffnung” kommt der American Dream vom ganz schnellen Geld und dem so genannten todsicheren Geschäft dazu. Es ist absehbar, dass das ganze Unterfangen nichts werden kann, doch wie das irre Vorhaben scheitert, ist des Lesens wert. Dass Boyle das Ganze im Gegensatz zu Hart auf Hart humorvoll und entspannt angeht, spricht für ihn und seine leicht und schnell arbeitende Meisterhand. Alle seine Zwischenüberschriften von “Der Boden wird bereitet” bis “Ernte” führen (natürlich) total in die Irre wie der Titel selbst, hier regiert der klassische Boyle mit enormem Wortwitz, mitreißenden Formulierungskaskaden, ironischen Volten, die in späteren Romanen von ihm auch nicht mehr ganz so opulent sind. So ist es keineswegs verkehrt, “Grün ist die Hoffnung” als sehr unterhaltsames und äußerst amüsantes Einsteigerbuch über eine ziemlich närrische Hippiewelt in einer wenig geneigten Natur zuerst zu lesen. An Aktualität hat es auf keinen Fall eingebüßt, denn der Anbau von Hanf /Marihuana ist ein Dauerbrenner vor allem in den USA , gegenwärtig zum Teil sogar legalisiert. Und Boyle ist nicht der, der moralinsauer dagegen anschreibt, er nicht. Gleichwohl hat sich die verspielte Behandlung gesellschaftlicher Randgruppen in den späteren Romanen zugunsten einer größeren Ernsthaftigkeit verschoben. Das muss aber kein Nachteil sein.

Für ein wahrhaftig witziges , intelligentes , wortmächtiges und immer kurzweiliges Frühwerk, was “Grün ist die Hoffnung” ist, kann es nur die volle Punktezahl geben.
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am 16. November 1999
Wer hat es selbst noch nicht erlebt? Da kommt ein guter Freund unerwartet auf einen Besuch vorbei und erzählt mehr scheinbar zufällig diese Idee: Mit ein bißchen Glück, kein Risiko, ich kenn einen der weiß wie, unterm Strich bleibt einen Menge für uns, kaum Arbeit usw.. Sie wissen schon. Genau die Geschichte erzählt auch T.C. Boyle in 'Grün ist die Hoffnung'. Warum sollte man so etwas noch lesen? Skepsis ist erlaubt. Doch hat man erst Mal den Entschluß gefaßt das Buch zu lesen, entwickelt sich alles ganz schnell. Man erkennt seine eigenen Erfahrungen und fragt sich: Kenn ich das nicht alles schon? Klar kennt man es schon, nur anders. Und das dürfte wohl das schlagende Argument sein, die Geschichte zu lesen. Boyle schreibt es anders, nicht irgendwie anders, sondern so, daß man nicht mehr aufhören kann weiter zu lesen. Seite für Seite schildert er mit seinem grotesken Humor die Schicksale der Leute, die ihr Glück selbst machen wollen. Ein Glück, das grün ist und dessen Blätter gezackt sind. Eine Geschichte die Glück bringen soll, zum Abenteuer wird und schließlich in dem endet, mit dem es begann...
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