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4.0 von 5 Sternen treffender Buchtitel, 7. Oktober 2012
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Rezension bezieht sich auf: Zwiespalt der Seele. Roman (Taschenbuch)
Wird die Buchrückseite betrachtet dann springt besonders der Satz "Besonders faszinierte Greenes Fähigkeit, atmosphärisch dicht und mitreißend zu erzählen" ins Auge. Diesem Satz kann ich nach lesen des Romans durch und durch beipflichten. Obwohl die Geschichte an sich (Junger Schmuggler verrät Komplizen; verliebt sich in ein Mädchen; macht durch sie eine Zeugenaussage vor Gericht, will Mädchen vor den verratenen Kollegen beschützen) sich nicht wirklich spektakulär anhört; ist es doch die mitreißende Art des Erzählsstils welcher die Geschichte dementsprechend würzt und interessant macht. Des Weiteren bekommt man einen sehr guten Eindruck in die Gefühlswelt des Hauptprotagonisten Andrews, da Greene sehr bildhaft und detailliert beschreibt. So ist Andrews ständig im Kampf mit sich selbst und sein innerer Kampf (-> daher vermutlich der Buchtitel) liest sich sehr flüssig und auch spannend, da der Leser eigentlich nie weiß wie Andrews sich weiters entscheiden und welche Taten er setzen wird.
Greene zeichnet den Charakter des Andrews sehr detailliert was jedoch nur dadurch möglich ist, da er relativ wenige Charaktere und Figuren in die Geschichte einwebt und sich die Handlung eigentlich in einem sehr kleinen und knappen Rahmen abspielt. So gibt es nur eine Hand voll von Schauplätzen und die Geschichte dreht sich eigentlich hauptsächlich um drei Personen (Andrews, Carlyon, Elizabeth). Trotz der Unspektakularität der Grundgeschichte liest sich "Zwiespalt der Seele" flüssig und leicht und das Buch ist eigentlich im Nu durchgelesen.
Das Ende ist wirklich erschreckend, wenngleich dieses Ende mit der Grundstimmung und dem Tenor der Geschichte irgendwie völlig im Einklang steht und irgendwie im nachhinein betrachtet auch völlig logisch ist. Von daher hat mich der Ausgang der Geschichte nicht wirklich überrascht, obwohl er doch irgendwie erscheckend ist, da man als Leser für Andrews hofft, dass sich doch alles noch zum Guten wendet. Wenngleich auch die dahinterliegende Story irgendwie der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ist, existiert in dieser Geschichte nicht das absolute Böse und Niederträchtige, denn selbst die Bösewichte (Schmuggler) haben auf eine gewisse Art und Weise etwas sympathisches und menschliches an sich. So ist die Charakterzeichnung ausgewogen und einfach ... hm, ich würde Sagen durch und durch menschlich. Ich glaube auf diesen Aspekt hat Greene sehr viel Wert gelegt, da es auch im realen Leben nur Schattierungen von gewissen Wesenszügen gibt (selbst bei Mördern und Verbechern). Aus diesem Grund ist das Werk auch sehr realitätsnah und keineswegs nur pure Fiktion.
Mir persönlich hat das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen und es liest sich wirklich flüssig und leicht. Mit seinen rd. 250 Seiten hat es auch die nötige Länge um niemals langatmig oder gar kurzweilig zu werden. Graham Greene hat also alles richtig gemacht. 4 von 5 Sternen für ein gutes und solides Buch.
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Zwiespalt der Seele. Roman
Zwiespalt der Seele. Roman von Graham Greene (Taschenbuch - 1. November 1992)
EUR 6,54
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