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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Poesie steckt im Detail, 29. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
"Naturgedichte von einem Großstädter für Großstädter" nennt Erich Kästner diesen Geniestreich in seinem Vorwort. Wie soll man die zwölf Monate (und den 13., den Bonustrack sozusagen) besingen, wenn das einzige Stück Natur der Blumentopf am Fenster ist und die Jahreszeiten vor allem im Wetterbericht stattfinden? -- Indem man trotzdem schreibt, und indem man die Poesie des Details entdeckt. Der Großstadtbewohner Kästner kann das wie kein zweiter.

Er lässt im Januar das noch kleine Jahr in der Wiege liegen und die genesende Sonne im März hinterm Ofen sitzen; der Mai, der "Mozart des Kalenders", fährt überschwenglich in der Kutsche übers Land, und im Oktober geht die Zeit fröstelnd spazieren -- man sieht sie förmlich, wie sie mit eingezogenem Genick und hochgestelltem Kragen durch die Straßen schnürt.

Kästner erspürt die Eigenheiten der Monate, und was er erspürte, kleidet er in Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Die Naturlyrik ist in der Neuen Sachlichkeit angekommen und betritt die Moderne auf dem Roten Teppich. Allerdings tut sie das nicht pompös, sondern gelassen und melancholisch; in Kästners Lyrik ist kein Platz für Bombast und falsche Töne. Diese 13 Gedichte sind lauter Meisterstücke, in denen Kästner sich fast unmerklich auf andere Klassiker der Naturlyrik bezieht, auf Benn ebenso wie auf Rilke oder Hölderlin, und gleichzeitig ganz neue Töne anschlägt: Freundliche Töne, sanfte Töne, skeptische auch, und vor allem zutiefst menschliche. Seine "Dreizehn Monate" sind ein Buch für die Manteltasche, damit man sie immer griffbereit hat.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein liebster Kästner, 14. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
Dieses kleine Buch ist ein Schatz. Man liest die Worte und möchte lächeln, weil die Gedankenspiele so überraschend schön und leicht sind. Dann hat man plötzlich einen Kloß im Hals und muss schlucken, weil sie doch nicht so leicht und lustig sind, wie sie zuerst schienen. Kästner ist nicht triefend poetisch. Aber durch seine amüsant-sachlich-direkte Art trifft er einen / mich Mitten ins Herz.

Es ist so ein kostbares kleines Buch über den Lauf der Zeit - unterteilt in 12 Monate plus einen Kästner-Monat. Man kann es in einem Zuge durchlesen, um gleich darauf wieder von vorne zu beginnen. Und bei jedem erneuten Lesen entdeckt man neue Gedanken und Gefühle.

Ein Schatz.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allerschönste Sachlichkeit, gepaart mit allem: Mit der Zeit., 17. April 2012
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
"Die hier gesammelten Gedichte schrieb ein Großstädter für Großstädter. Er versuchte sich zu besinnen. Denn man kann die Besinnung verlieren, aber man muss sie wieder finden. Man müsste wieder spüren: Die Zeit vergeht, und sie dauert, und beides geschieht im gleichen Atemzug. Der Flieder verwelkt um zu blühen. Und er blüht, weil er welken wird. Der Sinn der Jahreszeiten übertrifft den Sinn der Jahrhunderte."

Erich Kästners letzter Gedichtband ist ein kurzes, aber nichtsdestotrotz wunderschönes Zeugnis seines dichterischen Könnens. Und vor allem ist es ein Buch, das man immer wieder lesen kann, entweder den Text passend zur Jahreszeit, oder das ganze Büchlein, wenn man sich unglücklich oder fern jeder Magie und der Weltzusammenhänge fühlt. Es gibt nur wenige Bücher, die einem in solch einer Situation neue Flügelschläge verleihen, neue Aufwärtswinde - "Die dreizehn Monate" sind eines dieser seltenen, ausgewogenen, Lebenskraft spendenden Werke.

"Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird, es war. Es war, es wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil's zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder."
-Aus dem Gedicht 'Der Juni'-

Man mag es bedauern und ich bedaure es sehr, dass Kästner nach 1945 nur noch zwei Gedichtbände veröffentlicht hat. Aber bedauern sollte man es ja gerade nicht, denn gerade diese zwei sind mir unersetzlich geworden (Die Gedichte des anderen, die genialen Epigramme, sind mir sogar schon sprichwörtlich geworden).

Ich kann also jedem nur empfehlen Kästner als Dichter zu entdecken, sowohl in diesen beiden Spätwerken, als auch in den kritischen Weimarer Republik-Gedichten (siehe Herz auf Taille). Nicht nur besitzt seine Lyrik eine ganz eigene Art der Genialität, sie ist auch geradeheraus, munter und trotzdem filigran und nirgendwo, außer vielleicht bei Heine, hat sie eine solche Klarheit nebst formaler Heiterkeit erreicht.

"Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen
und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Doch was, nun gar,
könnten ein paar
Verse vermögen, zu sehn?
Es hatte, wieder mal und wie so oft,
das letzte Wort - ganz unverhofft
jenes kleine Wort: Trotzdem."
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und dem Dezember folgt der Januar..., 14. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die 13 Monate (Audio CD)
Der hier aufgenommene Gedichtszyklus ist in jeder Hinsicht eine Auftragskomposition. Denn nicht nur Erich Kästner schrieb "Die 13 Monate" ursprünglich über ein Jahr hinweg Monat um Monat für eine Zeitschrift. Als einige Jahre später das Fernsehen an Kästner mit der Bitte herantrat, sich um eine Vertonung der 13 Monate für eine Produktion zu kümmern, wandte er sich sofort an seinen langjährigen Freund und Komponisten Edmund Nick, der nur wenige Jahre vor seinem Tod somit die Musik zu Kästners Gedichtszyklus schuf - gleichsam sein "Abschied mit Posaunen" wie es bei Kästner im September heißt.

Kästners Texte sind dabei wie gewohnt von zahlreichen Bildern geprägt und führen in seiner einzigartigen Sprache zwischen Wortwitz und Sozialkritik Monat für Monat durch das Jahr. Mit der "Wiederentdeckung" dieser Komposition ist dem Bass-Bariton Ulrich Schütte ein wahrer Schatz in die Hände gefallen, sind die Lieder unter kompositorischen Aspekten doch wirklich sehr interessant.

Nicks Kompositionen bewegen sich zwischen einem nach Schubert-Manier komponiertem Lied und vor allem hinsichtlich Gestus und Harmonik im Rahmen der alten deutschen Chansons. An vielen Stellen bedient sich Nick musikalischer Klischees oder lässt in dezenter Subtilität musikalische Zitate in seine Lieder einfließen. Die bildreiche Sprache Kästners hat ihn dahingehend zu wirklich tollen und hörenswerten Kompositionen angeregt, in denen er diese Bilder wunderbar umsetzt.

Schütte und Huber stellen mit dieser Erstaufnahme den wirklich hörenswerten Gedichtszyklus eines beinahe vergessenen Komponisten vor. Gemeinsam gelingt es ihnen, die vielen Stimmungen der einzelnen Monate umzusetzen, vom eiskalten Januar, über den stürmischen Februar, den lächelnden Mai, den traurigen November und den schweigenden 13. Monat. Die zahlreichen Bilder von Kästner und Nick sind hörbar von Pianist und Sänger umgesetzt und es macht großen Spaß beiden zuzuhören.

Als Zugabe ist auch noch eine kleine Auswahl weiterer Lieder von Kästner/Nick auf der CD enthalten. Das Highlight der CD bleiben aber die 13 Monate. Im Booklet findet sich wider Erwarten leider nicht der Text der Gedichte, weshalb es hier eigentlich Punktabzug geben müsste. Aber weil das Booklet sehr umfangreich und informativ ist, und es letztlich um die Wiederentdeckung des Zyklus' geht, gibt's hier dennoch die volle Punktzahl für Wiederentdeckung, Komposition und Interpretation. Deshalb ergeht nicht nur an Freunde von Schuberts Winterreise und deutschen Chansons meine ausdrücklichste Empfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die dreizehn Monate, 23. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die 13 Monate (Audio CD)
Einen Teil der Kästnerlieder : "Die 13 Monate" habe ich im Rundfunk gehört,wurde neugierig, habe die Homepage von Ulrich Schütte gefunden, mir die CD gekauft - und ich bin begeistert.
Gerold Huber kenne ich als den Begleiter von Christian Gerhaher - ich schätze beide sehr!!
Die Entdeckung nun ist aber für mich der Bassbariton Ulrich Schütte, der ja wohl diese Lieder wiedergefunden hat...
Er singt mit feinem Ton, grosser Sprachgestaltung, Empfindung, aber doch genügend Distanz diese Lieder von Edmund Nick.

Man erkennt zwar den klassischen Sänger, doch findet er den Klang, der genau diesen Liedern entspricht.
Ein reiner Chanson- oder Schauspieler-Sänger wäre genauso falsch besetzt , wie auf der anderen Seite ein vibrierender Opern-Bass.
Schütte trifft es genau!
Schütte hat zudem die geforderte Tiefe, wie auch die leichte Höhe - kann aber, wenns gefordert ist, auch "zulangen".
Also reine Freude: Empfindsame Texte, ein (hier passt es genau) kongenialer Komponist - und ein Interpret, wie man ihn sich nicht idealer vorstellen könnte.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hinreißende Jahreszeitenlyrik, 24. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
Die "13 Monate" wurden von Erich Kästner als Naturgedichte eines "Großstädters für Großstädter" geschrieben. Er entwirft dabei einen Reigen der Monate und des Jahreslaufes und feiert mit hinreißenden Reimen die Natur. Die Vergänglichkeit der Zeit und des Lebens werden dabei in der raschen Abfolge der Monate dargestellt. Während im melancholischen Januar das Jahr noch in der Wiege liegt, steht der Februar bereits im Zeichen des Karnevals mit seinen Masken, Trompeten und Gitarren. Im März, am Anfang des Frühjahrs, beginnt es sich "in Baum und Krume" zu regen und der April verkündet schon die grüne Ostermelodie. Der "Mozart des Kalenders", der unvergleichliche Monat Mai, fährt mit einer Kutsche durchs Land und wird von Vögeln begrüßt. Der sehnsüchtige Wunsch "O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai" wird vom Juni übertönt, der Monat, in dem die Kirschen "reif und rot" werden, die Zeit fliegt, Gartenfeste gefeiert werden und in dem es "übernacht Sommer wird". Der Monat des Reisens ist der Juli, in dem die Landschaft den Großstädter auf der Reise "nach dem verlorenen Paradies" belächelt. Ihm schließt sich der August an, eine Zeit des Mähens, der Stockrosen, Sonnenblumen, des Duftes des Lindenbaums, einer Idylle, die vergeht und doch bleibt. Der Goldlack, die Astern, die goldenen Königskerzen und der Duft nach Mus und Gelee des Septembers machen diesen Monat zum Altweibersommer des Jahres. "Bäume bunt und blumenschön" und der Nebel des Oktobers lösen ihn ab, der Gewißheit des bevorstehenden Winters inne. Die Klage "Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor!" beschreibt den tristen Monat November, in dem die Farben sterben. Schließlich hält die Wehmut des Dezembers Einzug, eine Zeit, in der die Welt liegt "wie hingeträumt", der Nikolaus "durch jeden Kindertraum" stapft und die Stuben mit "goldgrünen Bäumen" geschmückt sind. Der Reigen der Monate wird durch einen imaginären 13. Monat abgeschlossen, ein Monat, der Elfember heißen würde, der alle Monate vereinigen und in dem die Erde zu ihrem paradiesischen Urzustand zurückkehren würde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geheimtipp!, 29. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die 13 Monate (Audio CD)
Lange Jahre waren die 13 Monate" verschollen, doch nun hat Ulrich Schütte sie wiederentdeckt und interpretiert sie mit unverwechselbarer Stimme gekonnt und leidenschaftlich. Jedem Monat ist ein vertontes Gedicht gewidmet und Ulrich Schütte versteht es, die Stimmungen der Jahreszeiten und der unterschiedlichen Situationen mit gesanglicher Interpretation und äußerst flexibler Stimme nachzuzeichnen. So höre ich im Vortrag des "Januars" den Eisregen fallen, im "April" die Osterhasen über die Wiese hoppeln und im "November" spüre ich die düstere und nachdenkliche Stimmung, die einen oft zum Ende des Jahres überkommt. Mir persönlich gefallen der "Januar" und der "Mai" am besten; der "Januar", weil die Nachwehen" von Weihnachten zu spüren sind und man die Schritte des Weihnachtsmanns im Wald verschwinden hört. Außerdem gefällt mir am "Januar" das Bild des Jahres in der Wiege (das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege"). Der "Mai" sticht hervor, weil die Kraft und Fruchtbarkeit des Frühjahrs durch Schüttes Stimme sehr deutlich werden, auch wenn man nicht auf den Text hört. Mit Gerold Huber am Klavier hat Schütte einen einfühlsamen Begleiter, der die Stimmungen der Gedichte mitträgt, so zum Beispiel die Kutsche im "Mai" rollen lässt oder die Dunkelheit und Depression des "Novembers" heraufbeschwört. Als "Bonbon" gibt es einen gesprochenen 13. Monat, ein Konglomerat und eine Utopie der vorangegangenen Monate. Es macht mir viel Spaß, die CD zu hören, da jeder Monat anders ist und nie eine Wiederholung auftritt! Nur zu übertreffen durch ein Live-Konzert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natur, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die 13 Monate (Audio CD)
Nach fast 40 Jahren werden die DIE 13 MONATE" wieder aufgeführt. Und sie sind auf CD aufgenommen worden.
Beim Hören dieser CD ist reine Begeisterung angesagt. Schütte und Huber live in conzert", welch berauschender Liederzyklus!
Den zwei Künstlern merkt man an, dass sie von dieser Vertonung überzeugt sind. Gerold Huber - schon Nick-Experte gemeinsam mit Susanne Brantl - kann hier seine reichen Fähigkeiten als klassischer Klavierbegleiter ausspielen. Mit Ulrich Schütte hat er einen Partner, der bewusst sängerische Attitüde", z.B. den weiten Bereich des pp bis ff , zurücknimmt und vom Wort her gestaltet.
Schütte, der sich ja eher mit den Klassikern des Liedes auseinander setzt, trifft in idealer Weise den Ton von Nick's genialer Mischung der klassischen Liedform mit Chanson-Harmonik". Wer den Bass Bariton als Interpret der Winterreise" zu schätzen weiß, erinnert sich an den Schubert-Zyklus beim Hören der MONATE Oktober/November/Dezember.
Hubers genaues und farbenreiches Spiel unterstützt Schütte's immer wachen, hingebungsvollen G(es)ang durchs Jahr; ebenfalls sehr gelungen sind auch die - angehängten - 5 Chansons von Edmund Nick, wieder auf Texte von Kästner. Wie eindrucksvoll klingt das Wiegenlied väterlicherseits".
Zu loben ist auch der Tonmeister Jens F. Meier. Zu Beginn, beim JANUAR, irritieren das zu laute Klavier bzw. der zu leise Sänger und auch die Halligkeit des Raumes. Aber bald stellt sich purer Hörgenuss ein.
Allerdings wünschte man sich trotz Schütte's exzellenter Sprache ein booklet mit Text.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindleedition viel zu teuer!, 3. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Kindle Edition)
Ich liebe die Gedichte von Erich Kästner. Besonders die „13 Monate“ sind nicht nur witzig, sondern auch überaus poetisch. Es bleibt mir daher nichts anderes übrig als 5 Sterne zu vergeben.
Trotzdem, kann man nur vor dem Herunterladen der Kindle Edition warnen! Der Kaufpreis, der laut Amazon vom Atrium Verlag festgesetzt ist, ist höher als die ebenfalls bei Amazon erhältliche Taschenbuchausgabe! Das ist nicht einzusehen, schließlich erspart man sich Papier, Druck und Vertrieb. Im Übrigen sind alle Gedichte auch kostenlos im Internet zu finden.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom "Mozart des Kalenders" und den anderen Schönen!, 18. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
Erich Kästner verdanken wir so viel Schönes: Seine zeitlos-wertvollen Kinderbücher, seine bis heute unerreichte Gebrauchslyrik, politisch hellsichtige Reportagen und Glossen. Wir kennen ihn als Menschenfreund, Moralisten und als liebenden Sohn, aber auch als Mahner und indifferenten, zeitweise gar zynischen Melancholiker.

Seine Jahreszeitengedichte, die von Celestino Piatti wunderschön illustriert wurden, vereinen alle Stärken Erich Kästners. Er hat Hymnen auf das Jahr komponiert, die so wunderbar durch die Schönheiten der Monate begleiten, dass sie einem immer wieder in den Sinn kommen, wenn man sich gerade bewusst des Monats erinnert, in dem man sich gerade befindet. Besonders schön sein Mai-Gedicht, in dem er dem "Mozart des Kalenders" huldigt, aber auch daran gemahnt, dass er nur darum so schön ist, weil auf jeden Mai auch wieder ein November folgt... Das soviel Schönheit, wie im Mai, nur einmal im Jahr zu ertragen ist...

Und er trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man im Dezember etwas Vergangenes abschließt und sich auf etwas Neues besinnt. Er besingt die Kapriolen der Natur und begleitet so durch ein Jahr, dessen Schönheiten sich in jedem Monat in einem neuen Kleid präsentieren.

Das ist so reizvoll, klug und von so feiner Ironie durchzogen, dass man in sich hineinlächelt und ein wenig bewusster wahrnimmt, wie sich alles in einem dauernden Kreislauf verändert!
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Die dreizehn Monate
Die dreizehn Monate von Erich Kästner (Taschenbuch - 1. Dezember 1988)
EUR 8,90
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