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52 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als die Summe seiner Teile
Eigentlich muss man über den "dtv-Atlas Weltgeschichte" nicht mehr viel sagen: Er informiert in handlicher, übersichtlicher Form über wesentliche historische Zusammenhänge von der Steinzeit bis zur deutschen Wiedervereinigung. Die chronologische Darstellung anhand von illustriertem und tabellarisch kommentiertem Kartenmaterial, Graphiken, Diagrammen,...
Veröffentlicht am 16. April 2007 von weiser111

versus
39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genaueres Hinsehen dämpft die Begeisterung
dtv Atlas zur Weltgeschichte, 40. Auflage, Februar 2009

Das Titelbild wirkt bereits stark deutschlandlastig, für ein Buch, das Welt- und nicht deutsche Nationalgeschichte behandeln soll.

Sehr lückenhaft ist das Namen- und Stichwortverzeichnis. Besonders was die jüngere Zeitgeschichte angeht. Eine Auswahl:

Andreotti,...
Veröffentlicht am 6. März 2010 von Michael Werner


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52 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als die Summe seiner Teile, 16. April 2007
Eigentlich muss man über den "dtv-Atlas Weltgeschichte" nicht mehr viel sagen: Er informiert in handlicher, übersichtlicher Form über wesentliche historische Zusammenhänge von der Steinzeit bis zur deutschen Wiedervereinigung. Die chronologische Darstellung anhand von illustriertem und tabellarisch kommentiertem Kartenmaterial, Graphiken, Diagrammen, Stammbäumen usw. macht vieles in kurzer Zeit anschaulich, und dank dem Register findet man schnell das Gesuchte, egal ob es sich um Personen, Ereignisse, Entwicklungen von Staaten und Staatsformen oder anderes handelt.

Außerdem wird auch die Geschichte außereuropäischer Kulturen ausführlich berücksichtigt; die Geschichte Chinas, Japans und des vor-kolumbianischen Südamerika wird ebenso informativ dargestellt wie die vorkoloniale afrikanische Geschichte -- und das ist bei Überblicks-Darstellungen ja leider nicht die Regel.

Wie gesagt: Der "dtv-Atlas Weltgeschichte" informiert über wesentliche Zusammenhänge und Entwicklungen. Tiefergehende Darstellungen und Analysen kann man in diesem Rahmen nicht erwarten, genausowenig Hinweise auf weiterführende Literatur -- oder der Band wäre fünfmal so dick...

Aber gerade wenn man sich schnell und umfassend über bestimmte Ereignisse, historische Entwicklungen, Epochen oder Personen informieren will, ist dieser "Atlas" kaum zu schlagen, und genau das ist auch die Absicht seiner Herausgeber.

Diese Ausgabe vereinigt die beiden Bände der "Weltgeschichte", die sonst die Geschichte bis zur bzw. ab der Französischen Revolution getrennt behandelten. Die beiden Bände sind ungekürzt, also seitengleich und mit identischem Text enthalten, nur das Seitenformat ist erfreulicherweise deutlich größer.
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67 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Standardwerk in einem Band, 24. September 2006
Der dtv-Atlas Weltgeschichte gehört zu den Klassikern der Geschichtsbücher. Im Original eigentlich zweibändig, liegt das Nachschlagewerk nun auch in einem Band vor. Das Buch deckt die Menschheitsgeschichte von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit (2006) ab. Die Idee hinter dem Werk ist die Verknüpfung von Karten mit historischen Fakten, um Geschichte anschaulich wiederzugeben. So ist auf fast jeder Doppelseite links eine farbige Abbildung und rechts der dazugehörige Text, der dank sinnvoller Gliederung und Hervorhebungen übersichtlich gestaltet wurde. Die Kompaktheit ermöglicht nur die stichwortartige Aneinanderreihung von Fakten. Gewisse wichtige Ereignisse oder Situationen werden aber zusammenfassend (z.B. nach Ursachen oder Folgen) dargestellt. Das richtige Buch, um schnell etwas nachzuschlagen und Ereignisse nicht isoliert zu betrachten, sondern im weltgeschichtlichen Kontext einzuordnen.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praktisches Nachschlagewerk, 3. Januar 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Der dtv Atlas zur Weltgeschichte informiert in Band 2 in knapper, aber sachlich korrekter Form über den Ablauf der menschlichen Geschichte von der Französischen Revolution bis zur Neuzeit. Band 1 hat den Zeitraum von den Anfängen der menschlichen Geschichte bis zu der Französischen Revolution als Thema. Inzwischen sind die beiden Bände Klassiker und das zu Recht. Natürlich können diese handlichen Bücher keine tiefgehenden Analysen einzelner Epochen liefern, dafür ist die Themengebiete ja viel zu komplex. Aber um sich schnell über Details, Abläufe, Grenzverläufe und ähnliches zu informieren, sind die beiden Bände ungeschlagen. Ausführliche Register ermöglichen eine schnelle Suche und die knappen, knackigen Texte bieten einen schnellen Überblick über die entsprechenden Epochen. Interessant auch immer wieder die Einschübe zu Religion, Kultur, Staatsaufbau, etc. Es werden eben nicht nur Jahreszahlen genannt, sondern auch in kurzer Form über die Lebensumstände referiert. Wer mehr wissen will, muss dann natürlich auf weiterführende (Fach-)Literatur zurückgreifen.
Wer Band 2 erwirbt, sollte auch Band 1 in Erwägung ziehen, alle Aussagen über Band 2 gelten auch für Band 1.
Fazit: Klein, praktisch, sauber recherchiert und aufgebaut. Sehr empfehlenswert.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Historiker-Brevier, 1. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Der dtv-Atlas zur Weltgeschichte besticht durch die ausgewogene Kombination von Datenmaterial, Karten und Hintergrundinformationen. So kann sich der Leser sowohl über einzelne Ereignisse als auch über supranationale und epochenübergreifende Prozesse informieren und sich einen ersten Überblick verschaffen. Manchmal gerät die Auswahl der Einträge etwas kurz, so z.B. bei kleineren Staaten und Vorgängen abseits der großen Entwicklungslinien, selten ist die Auswahl auch ein wenig willkürlich getroffen. Zum Teil ist die Anordnung der Staaten und Prozesse (die beiden hauptsächlichen Beschreibungskriterien) etwas unübersichtlich, meines Erachtens tritt die deutsche Geschichte in einem Band über Weltgeschichte zu sehr in den Vordergrund, was vor dem Hintergrund der Benutzer-Zielgruppe (Schüler, Lehrer, Studenten der unteren Semester) jedoch verständlich erscheint. Der mehrfachen Neuauflage des Buches seit 1966 trägt sicherlich auch das Manko Rechnung, daß in der Retrospektive einige Karten (z.B. zur deutschen Teilung) anachronistisch wirken und leider nicht aktualisiert bzw. aus dem Buch herausgenommen wurden. Resümierend läßt sich jedoch feststellen, daß der Atlas zur Weltgeschichte besonders für o.g. Personen oder Amateurhistoriker ein Brevier sein kann und auf dem Weg zu räumlich und zeitlich speziellen Werken ein erster, benutzerfreundlicher weil überschaubarer Ratgeber ist.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schneller Zugriff auf Geschichtsdaten, 16. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Was wurde aus den Protagonisten der Französischen Revolution, wie umfangreich war das Napoleonische Reich in seiner größten Ausdehnung, wann lebten die Dichter des Sturm und Drang und in welchem Jahr starb Otto von Bismarck? Welche Gebiete besetzte Israel im Sechstagekrieg und wann räumte es den Sinai wieder? Diese Fragen und weitere lassan sich umgehend in diesem gut gegliederten und damit übersichtlichen, kompakten und handlichen Nachschlage- und Kartenwerk klären, wenn man an einer schnellen Einordnung von geschichtlichen Persönlichkeiten oder Ereignissen in ihre Zeit und ihr Zeitgeschehen interessiert ist. Verantwortlich dafür ist die absolut chronologische Darstellung des Weltgeschehens, der engere Zusammenschluß relativ abgeschlossener und einheitlicher Zeitepochen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Staaten Europas und der Welt, sowie das kombinierte Sach- und Personenregister. Ein großes Lob verdienen auch das äußerst umfangreiche und aussagekräftige Kartenwerk sowie die ausführlichen Erläuterungen zu Religion, Kunst, Architektur, Dichtung, Philosophie, Staatswesen und Technik der einzelnen Geschichtsepochen! Ein wirklich umfassendes und herausragendes Nachschlagewerk für Schule, Studium oder für den einfach Geschichtsinteressierten! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genaueres Hinsehen dämpft die Begeisterung, 6. März 2010
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
dtv Atlas zur Weltgeschichte, 40. Auflage, Februar 2009

Das Titelbild wirkt bereits stark deutschlandlastig, für ein Buch, das Welt- und nicht deutsche Nationalgeschichte behandeln soll.

Sehr lückenhaft ist das Namen- und Stichwortverzeichnis. Besonders was die jüngere Zeitgeschichte angeht. Eine Auswahl:

Andreotti, Arabische Liga, Barbie, Berlusconi, Bizone, Bohr, Brokdorf, Buback, Bundeswehr, Carstens, Chirac, Cresson, CSU, Cuno, DAF, Dalai Lama, Dallas, Dien Bien Phu, Edison, Eltz-Rübenach, Freud, Gysi, Otto Hahn, Hangö, HJ, INF, IWF, Jekaterinburg, Jom-Kippur-Krieg, Karadzic, Kassel, Klaus (Vaclav), Koreakrieg (kein eigenes Stichwort !), Krenz, Kubakrise (kein eigenes Stichwort !), Kujbyschew, Ky, Le Pen, Luftbrücke, Marconi, Marcos, MBFR, Modrow, Najibullah, Nanterre, NVA, Ponto, Princip, Reichsprotektorat Böhmen und Mähren (unklar; läuft sowohl unter "Böhmen-Mähren" als auch "Protektorat" ), das merkwürdige Schlagwort "Raketen" (? Weltraum, V-Waffen, Interkontinentalraketen ?), RSHA (nicht im Stichwortverzeichnis, aber bei "Eichmann 1961" ohne Erklärung wiedergegeben), SA, Sarkozy, Schleyer, SD, Sechstagekrieg, Semmelweis, SS, Suez-Krieg, Ussuri, WVO, Wartheland, Zapatero und so weiter und so fort.

Anders als auf Seite 354 behauptet, wurden die Streitkräfte des Deutschen Kaiserreichs nicht als "Bundesheer" bzw. "Reichsmarine" bezeichnet.

Gallipoli wird auch auf Seite 405, die Karpato-Ukraine auch auf Seite 435, Mitterrand auch auf Seite 591 erwähnt. Kim-Il-Sung auf Seite 515, nicht 415.

Seite 445: die "grausame Unterdrückung der Armenier durch die Türken 1920/21", wobei "tausende umkamen" wird erwähnt. Nicht jedoch, dass bereits ab 1915 ein Völkermord an den Armeniern im Gange war.

Seite 472: Karte, "Ausbau der Hitlerdiktatur 1930 [sic] - 1945". Die Grenzverläufe sind unstimmig. Angegliederte Gebiete (Elsaß-Lothringen, Untersteiermark usw.) weggelassen. Der Umfang des "Großdeutschen Reichs" wird nicht deutlich.

Seite 479: Zitat "nach der Selbstversenkung des Panzerschiffs "Graf Spee" vor der La-Plata-Mündung (Dezember 1939) und des Schlachtschiffs "Bismarck" (Mai 1941), dem zusammen mit dem Schweren Kreuzer "Prinz Eugen" die Vernichtung [sic] des britischen Schlachtkreuzers "Hood" gelingt"
(Zitat Ende) was sich liest, als hätte sich auch "Bismarck" selbst versenkt, dann aber noch "Hood" "vernichtet".

Die Alliierten veranstalten einen "Terrorangriff auf Dresden" sowie "Tieffliegerangriffe gegen die Zivilbevölkerung" (soll wohl heißen "systematische"), während der "V-Waffen-Beschuß" [der Westalliierten durch die Deutschen] aber nur "minimale Verluste" verursacht. Einigermaßen zynisch klingt das, angesichts mehrerer tausend Toter allein in England sowie Zehntausenden zerstörter und beschädigter Häuser dort.

Die Bombardierung Hamburgs im Sommer 1943 (bis zu 40.000 Todesopfer, das wohl schwerste Einzelereignis im europäischen Luftkrieg überhaupt) wird dagegen nicht einmal erwähnt.

Seite 483: das bei der "Reichskristallnacht" neben Sachbeschädigungen und "26.000 Verhaftungen" bereits über 100 deutsche Juden umgebracht wurden, wird nicht erwähnt. Einsatzgruppen rotten in "Russland" [richtig wäre: auf dem Gebiet der Sowjetunion] Juden aus. Der Warschauer Aufstand 1943 wird ignoriert, ebenso wie die Ausrottung der Zigeuner oder das Schicksal von Millionen UdSSR-Kriegsgefangener in deutscher Hand.

Seite 485: der "Angriff auf Leningrad" wird "abgebrochen". Kein Wort zu der weiteren, jahrelangen Belagerung einer Millionenstadt und den Verlusten.

Seite 491: mit dem "Erlass über die Behandlung feindlicher Landeseinwohner" vom 6.5.1941 und dem "Kommissar-Erlass" vom 13.5.1941 sollen wohl der "Kriegsgerichtsbarkeitserlass", allerdings vom 13.5.1941, und der "Kommissarbefehl", allerdings vom 6.6.1941 gemeint sein. Sorgfalt ?

Seite 496: "2.8 Millionen deutsche Ziviltote" [des 2. Weltkriegs] sind mehr als zweifelhaft. Ebenso wirken einige Angaben zu den "verlorenen Soldaten" [sic; wohl Tote gemeint]: "UdSSR 19 Mill., Deutschland 3.5 Mill."

Ein Sprung von ca. 13 Mill. toten Sowjetsoldaten (ältere Auflagen) auf nun 19 Mill. ist jedenfalls aufgrund aktueller Fach-und Forschungsliteratur nicht so recht nachvollziehbar. Auf welche Quellen die Redaktion des "dtv Atlas" da wohl zurückgegriffen haben mag, fragt man sich ja öfter. So war bereits vor 50 Jahren Stand der Forschung, dass mindestens 4 Millionen deutsche Soldaten im 2. Weltkrieg ums Leben gekommen sind (vgl. Weltkriegs-Ploetz, Würzburg 1960).

Fragwürdig ist auch die wertende und tendenziell verharmlosende Formulierung "geringere Verluste" für die gefallenen Soldaten anderer Länder.

Außerdem wurden Länder wie Polen, Italien, Rumänien usw. hier gleich ganz weggelassen. Ignoriert wurden die Verluste des britischen Empire/Commonwealth [!]. Die britischen Gesamtverluste stellten sich auf nahezu 400.000 Soldaten und überstiegen die im dtv-Weltgeschichtsatlas genannte Zahl somit deutlich.

Seite 499: "Ca. 2 Mill. [Deutsche] kommen dabei [bei der Vertreibung ab 1944/45] um". Diese Zahlenbehauptung war real nie nachvollziehbar. Es handelt sich um das Resultat grober Bevölkerungsbilanzrechnungen, die von westdeutscher Seite in den 1950-er Jahren angestellt wurden. Ein verbliebener Rest an "ungeklärten Fällen" wurde umstandslos als "tot" gewertet. Also ein reines Rechenresultat, das nur partiell von belegbaren Einzelfällen abgedeckt ist. Abgesehen vom schiefen Sammelbegriff "Vertreibungstote" für die Umstände, unter denen ost- und volksdeutsche Zivilisten Ende des Zweiten Weltkriegs umkamen (Kriegsverbrechen, Kampfhandlungen, Fluchtumstände wie Kälte, Hunger, Katastrophen, Zwangsarbeitsverschleppung in die UdSSR usw.).

Seite 510: "Rote Armee" [in Ungarn 1956] hieß bereits ab 1946 "Sowjetarmee"

Seite 518: Die Zahlenangaben für das "US-Landheer" und das "UdSSR-Landheer" 1965 (4.9 bzw. 5.8 Millionen) sind abwegig, um jeweils mehrere Millionen überzogen. Nicht mal mit Berücksichtigung der "Landheere" ihrer Alliierten wäre diese Stärke erreicht worden.

Seite 519: "UdSSR-freundliche Politik" [des US-Außenministers Dulles, 1957] ist schon eine etwas merkwürdige Formulierung

Seite 526: Karte "Deutschland nach dem Zusammenbruch 1945", Originalton 1950-er Jahre

Seite 547: der Algerienkrieg 1954-62 wird in seiner Dimension nicht deutlich (eines der größten Kriegsereignisse nach 1945, Verluste, um 1960 ca. 500.000 Angehörige der französischen Armee im Einsatz)

Seite 554: Kräftevergleich NATO-Warschauer Pakt: "Artillerie NATO 5.3 Mill." gegenüber "Artillerie Warschauer Pakt 6.0 Mill." - ?

Seite 591: wortwörtlich "Diskussion über den Asylantenstrom 1986". Der Tod von Franz Josef Strauß [1988] wird im Gegensatz zu früheren Auflagen nun nicht mehr erwähnt. Der von ihm 1983 eingefädelte Milliardenkredit an die DDR ohnehin noch nie.

Gorbatschow wurde im Juni 1988 "von der Bev.der BR Dtl. begeistert empfangen". Das war zwar ein Jahr später, aber nach so vielen Fehlern wundert man sich kaum noch.

Fazit: der Leser sieht sich fast nach "wikipedia-Art" zur Mitarbeit aufgefordert. Denn der angeblich so guten Redaktion entgeht ja offensichtlich einiges. Über ein verwahrlostes Lektorat braucht man sich zwar in der heutigen Zeit nicht mehr zu wundern, vgl. Stichwortverzeichnis. Aber ein bisschen mehr Mühewaltung, inhaltlich, wäre doch anzuraten. Die schönen bunten Grafiken und Kärtchen allein machen zwar einen netten Eindruck, auf den ersten Blick, aber bei genauerer Hinsicht wirkt das überreich gespendete Lob, das immer neue Auflagen des dtv-Atlas ernten, mitunter doch ein bisschen voreilig.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das historische Nachschlagewerk schlechthin, 20. August 2007
Von 
Michael Weber "plodriges" (Nisterau, Westerwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Da Geschichte nun einmal nicht ohne Chronologie auskommt, ist der DTV-Atlas nach wie vor neben dem Ploetz das unverzichtbare Kompendium für alle, die in irgendeiner Form mit Geschichte zu tun haben, sei es nun als Schüler, Student, Lehrer oder auch interessierter Laie. Wie alle Bände der DTV-Atlanten-Reihe stößt der DTV-Atlas Geschichte da an seine Grenzen, wo ein Thema vertieft erarbeitet werden soll. Insofern erspart auch er nicht das Lesen zusammenhängender Texte in dickeren Büchern. Besonders hervorzuheben ist schließlich die Tatsache, dass es den DTV-Atlas Geschichte als Nachschlagewerk seit einiger Zeit in einem Band (Von den Anfängen bis in die Gegenwart) gibt, was die schnelle Orientierung und Handlichkeit erheblich verbessert hat. Aufgrund der durch die Chronologie vorgegebenen Struktur des Werkes ist die Informationsbeschaffung mühelos und mit wenig Zeitaufwand verbunden. Warum also "nur" 4 Sterne für diesen Klassiker? Das Problem liegt gelegentlich bei den historischen Karten zu den einzelnen Themenfeldern: Insbesondere Schüler haben zum Teil Schwierigkeiten mit der Interpretation der nicht immer übersichtlichen und mitunter auch mit Details überladenen Karten. Hier gibt es als Alternative durchaus Besseres. Es exisitieren historische Atlanten zu den unterschiedlichsten historischen Themen, welche allerdings nicht immer preisgünstig, aber auch nicht zu teuer, zu haben sind (z.B. der Historische Atlas Deutschland). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedoch bei dieser Ausgabe in einem Band insgesamt völlig in Ordnung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, 23. August 2008
Der dtv-Atlas Weltgeschichte" ist eindeutig als gelungen anzusehen, führt man sich vor Augen, dass immerhin eine ganze Weltgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart", wie der Untertitel wirbt, auf gut 660 Seiten untergebracht worden sind. Dementsprechend gestalten sich die Einschränkungen, denen der chronologische Abriss unterworfen ist: Die Einträge geben stichwortartig die wichtigsten historischen Ereignisse und Situationen wieder und beschränken sich auf eine Aneinanderreihung von Fakten, doch wurde so etwas wie ein roter Faden der Geschichte nicht links liegen gelassen. Für die Geschichte folgenschwere Begebenheiten werden mitsamt ihren Ursachen und Konsequenzen - soweit es im Rahmen der Seitenanzahl möglich ist - dargestellt. Neben politischer und Militärgeschichte fanden auch andere Bereiche der Historie Zugang zum dtv-Atlas": Für die (Welt-)Religionen entscheidende Momente der Geschichte werden ebenso behandelt wie Kunst und Literatur, Agrarwirtschaft und Bergbau, Erfindungen und Entdeckungen. Karten zeigen dem Leser den prozentuellen Anteil der Juden an der europäischen Bevölkerung des 19. Jahrhunderts, das sowjetische Satellitensystem im Europa nach 1945 oder die innenpolitischen Verhältnisse Südamerikas 1966-2004, Organigramme zeichnen einen kompakten Abriss des römischen Prinzipats oder der deutschen Verfassung vom 16. April 1871.

Sehr erfreulich: Das Wort Weltgeschichte" im Titel des Atlas stellt keine leere Versprechung dar. Der Fokus entledigt sich der Fesseln einer eurozentristischen Sichtweise, womit der Leser auch Karten und Informationen etwa zum südostasiatischen Raum des 16. Jahrhunderts oder zum postkolonialen Afrika einsehen kann. Leider weist dieser Überblick schmerzliche Lücken auf: Die Pazifik-Region bleibt ebenso größtenteils auf der Strecke liegen wie das präkolumbische Amerika, die Geschichte der Mayas, Azteken und anderen eingeborenen Völker wird aufs Allerwesentlichste zusammengefasst. Den Gipfel im negativen Sinne bilden Australien und Neuseeland: Bis auf eine Erwähnung im Kapitel zum Zeitalter der Entdeckungsfahrten und weiteren äußerst knapp gehaltenen Informationen zur neuzeitlichen Geschichte fehlt vom Down Under jede Spur.

Dennoch: Alle Mängel können nur in geringem Maße enttäuschen, denn für einen historischen Atlas der Durchschnittsklasse ist der dtv-Atlas Weltgeschichte" einfach zu gelungen. Das Kartenmaterial überrascht mit einer angenehmen Balance zwischen Detailverliebtheit und Übersichtlichkeit und der ergänzende Text punktet mit nachvollziehbarer Gliederung und sinnvollen Hervorhebungen. Die Handhabung des Werkes geht aufgrund seiner chronologischen Struktur und eines nützlichen Registers positiv auf. Eine Symbiose, die ihrem Titel Weltgeschichte" nicht vollkommen zu 100 Prozent gerecht wird, aber unbestritten zu DEN Standardwerken unter den historischen Atlanten zählt und nicht umsonst bei Geschichtsstudenten, Lehrern und historisch Interessierten beliebt ist. Der äußerst günstige Preis von 17,50 Euro tut sein Übriges, um die in dieser Rezension formulierte Kaufempfehlung zu unterstreichen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideal für den schnellen Durchblick, 27. März 2005
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Eigentlich muss man über den "dtv-Atlas Weltgeschichte" nicht mehr viel sagen: Er informiert in handlicher, übersichtlicher Form über wesentliche historische Zusammenhänge von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (genauer gesagt: ca.1990). Die chronologische Darstellung anhand von illustriertem und tabellarisch kommentiertem Kartenmaterial, Graphiken, Diagrammen, Stammbäumen usw. macht vieles in kurzer Zeit anschaulich, und dank des Registers findet man schnell das Gesuchte, egal ob es sich um Personen, Ereignisse, Entwicklungen von Staaten und Staatsformen oder anderes handelt.
Außerdem wird auch die Geschichte außereuropäischer Kulturen ausführlich berücksichtigt; die Geschichte Chinas, Japans, Indiens oder Afrikas wird ebenso informativ dargestellt -- und das ist bei Überblicks-Darstellungen ja leider nicht die Regel.
Abstriche gibt es nur bei der allerjüngsten Geschichte -- inzwischen sind 15 Jahre seit 1990 vergangen, sodass man durchaus aktualisierte Darstellungen erwarten kann...
Dennoch gilt: Gerade wenn man sich schnell und umfassend über bestimmte Ereignisse, Epochen, politische Systeme oder Personen informieren will, ist dieser "Atlas" kaum zu schlagen, und genau das ist auch die Absicht seiner Herausgeber; tiefergehende Darstellungen und Analysen kann man in diesem Rahmen nicht erwarten, genausowenig Hinweise auf weiterführende Literatur -- oder der Band wäre fünfmal so dick...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gut austarierte Balance, 1. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Hilgemann und Kinder gelingt in den beiden Bänden zur Weltgeschichte eine wohl austarierte Balance zwischen Kartenwerk, geschichtlichen Tabellen und darstellenden Erläuterungen. Was jedoch eindeutig zu kurz kommt sind die kulturellen Errungenschaften, deren Darstellung auch nicht in das Konzept beider Teilbände passt. Dennoch bleibt als Fazit eine mehr als positive Wertung: Eine gute Ergänzung für das heimische Regal.
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dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart
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