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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Säufer ein Muss
König Alkohol ist m.E. Pflichtlektüre für alle, die regelmäßig mit Alkohol zu tun haben. Ich kenne keine andere Publikation, die das Thema direkter, unmittelbarer und schonungsloser darstellt. Ich hatte, als ich das Buch las, das Gefühl, mich selbst wieder zu finden. Es ist geeignet, seine eigene Sauferei zu reflektieren.
Am 10. November 1999 veröffentlicht

versus
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein erschütternder Lebensbericht
Jack Londons König Alkohol ist eine hochinteressante Mischung einerseits aus Berichten über die Abenteuer, die der Junge London, der sich schon früh völlig allein durchs Leben schlagen musste, wärend seiner Jugendjahre erlebt. Andererseits stellt dieses Buch ein erschütterndes Zeugnis über den Werdegang eines Trinkers dar...
Am 1. September 1999 veröffentlicht


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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Säufer ein Muss, 10. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
König Alkohol ist m.E. Pflichtlektüre für alle, die regelmäßig mit Alkohol zu tun haben. Ich kenne keine andere Publikation, die das Thema direkter, unmittelbarer und schonungsloser darstellt. Ich hatte, als ich das Buch las, das Gefühl, mich selbst wieder zu finden. Es ist geeignet, seine eigene Sauferei zu reflektieren.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der Suchtliteratur, 7. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
König Alkohol (engl. John Barleycorn) gehört zu den am stärksten autobiographisch geprägten Werken des Autors, neben "The Road" (Abenteurer des Schienenstranges) und "Martin Eden". Der Weg des Alkoholikers, von Anfang an mit environmentalistischem Blickwinkel geschrieben ist der zeitlose Klassiker der Suchtliteratur und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Insbesondere die fatale Befürwortung des Prohibitionsgedankens am Ende des Buches signalisiert die Brisanz des Stoffes; eine Diskussion die heutzutage im Hinblick auf Drogenkonsum neu geführt werden sollte. Noch eine Bemerkung zu Präsentation des Autors in der Amazon-Kurzbeschreibung: leider wurde hier im Autorenportrait die Kurzbiographie von Gutenberg kritiklos übernommen. Jack London beging keinen Selbstmord - in vielen Untersuchungen hinlänglich bewiesen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter Männern, 30. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
'König Alkohol' ist nicht nur ein hervorragendes Buch zum Thema Trinken, sondern nicht zuletzt auch eine großartige Schilderung der Sehnsüchte, Ängste und Vorlieben von großen Jungs: zu den "richtigen" Männern dazu gehören (und deswegen Bier trinken, das einem gar nicht schmeckt) ist und war da einfach immer ein ganz entscheidendes Thema. DESWEGEN konnten wir in unserer Jugend ganze Passagen auswendig hersagen ("Mir ein Kleines, Johnny!" etc. etc.)
Das Buch bitte nicht als Problemlektüre auffassen; es ist nicht das geworden, was London wollte, nämlich ein abschreckendes Pamphlet wider den Alkohol, sondern über lange Strecken erstklassige Abenteuerlektüre.
Ohne jede Diskussion dennoch mit Abstand Londons bestes Buch.

Malte Roeper, Traunstein
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr tiefgründig und ehrlich, 7. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Wer dieses Buch nicht gelesen hat oder es selbst erlebt hat, wird nie verstehen, wie Menschen dem Alkohol verfallen können. Da die zweite Variante nicht immer praktikabel ist, erweist sich dieses Buch als Lehrbuch für den nicht wünschenswerten Fall, daß man durch Schwäche, falsche Freunde oder großen Kummer im betäubenden Stoff seine Hoffnung begräbt. Die einzelnen Phasen des Alkoholismus werden in ihrem Elend so farbenprächtig beschrieben, daß es hoffentlich genügend abschreckend für jeden Leser sein wird. Zugleich begreift man die tiefen Leiden, die dieser Form der Abhängigkeit innewohnen. Diese autobiografische Geschichte zeigt dem Leser die Wurzeln der Seele des Autors und zeugt von seinem großen Mut, selbst elebten Schmerz mitzuteilen. Das soll als Warnung verstanden werden. Dabei möchte der Autor aber nicht den Zeigefinger erheben, sondern über die Gründe für die menschliche Niederlage Alkoholismus zeigen. Es wird dem Leser bewußt, daß nicht jeder Süchtige die Schuld an seiner Misere allein trägt, sondern daß hier auch die Ignoranz der Umgebung des jeweiligen Menschen nötig ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Jugendbuch, 14. August 2007
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Völlig zu Unrecht gerät Jack London zunehmend in den Ruf eines reinen Jugendbuchautors.
Insbesondere an Hand dieses Buchs wird jedoch sehr schnell deutlich, dass sich hierbei um eine unzutreffende und vereinfachende Spezifizierung handelt.
"König Alkohol" erzählt ungeschönt vom Lebens langen Kampf des Autors gegen seine Alkoholsucht.
Ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken, gelingt es ihm dabei den Leser zu fesseln und gleichzeitig in die Abgründe des Alkoholismus blicken zu lassen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein erschütternder Lebensbericht, 1. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Jack Londons König Alkohol ist eine hochinteressante Mischung einerseits aus Berichten über die Abenteuer, die der Junge London, der sich schon früh völlig allein durchs Leben schlagen musste, wärend seiner Jugendjahre erlebt. Andererseits stellt dieses Buch ein erschütterndes Zeugnis über den Werdegang eines Trinkers dar. Schonungslos analysiert London sein ganzes Leben, schildert ungeschönt seinen Kampf gegen die Sucht und schildert sehr eindrücklich den Weg vom Glas, das aus gesellschaftlichen Zwängen heraus angenommen wird, hin zum Gewohnheitstrinker und der totalen Abhängigkeit von der Droge. Obwohl zumindest im mittleren Teil das Buch bisweilen recht langatmig ist, London sich immer wieder in gleichartigen Schilderungen seiner Erlebnisse in der Welt der Seefahrer ergeht, so bleibt doch der große Bogen stets erhalten. Zudem wird dem Leser die Tiefe der Abhängigkeit auch erst bei der wiederholten Beschreibung der inneren Zwänge eines Alkoholikers annähernd klar. Somit sind die unverleugnbaren Längen, die das Werk enthält, nur folgerichtig und werden den Leser, der sich für die Suchtproblematik interessiert auch nicht abschrecken. Ich denke, auch wenn viele der beschriebenen Suchtfallen heute nicht mehr in der selben Form existieren, wie sie noch auf Jack London lauerten, so ist dieses Buch doch eine eindrückliche Warnung vor allem an den jüngeren Leser. Wer jedoch eine leichte, vielleicht sogar amüsante Lektüre sucht, ist mit diesem Werk mit Sicherheit falsch beraten. König Alkohol ließt sich zwar flüssig, braucht aber viel Interesse um wirklich zu begeistern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verneigt euch vor dem allmächtigen König Alkohol, 30. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Denn Alkohol kann:

Den Menschen aktiv und gesprächig machen- oder ihn in tiefe Lethargie und Depression verfallen lassen.
Die Stimmung aufhellen- oder verdüstern.
Niedergeschlagenheit vertreiben- oder verstärken.
Menschen zusammenbringen und Freundschaften knüpfen- oder sie in weniger als einer Minute durch einen banalen Anlass auseinanderbrechen lassen.
Sexuelles Verlangen wecken- oder aber den Körper lähmen.
Die Kreativität und künstlerische Arbeit erleichtern- oder die Leere im Kopf intensivieren.
Den Menschen entspannen- oder aggressiv werden lassen.

Und um all dies geht es in Jack Londons Buch.

Halb Autobiographie und halb Streitschrift zugunsten der amerikanischen Prohibition ist „König Alkohol“ anders, als alles, was London sonst geschrieben hat. Er beschreibt die himmelhochjauchzenden Höhen des Alkoholkonsums ebenso, wie seine niederschmetternden Nachteile und schrecklichen Folgen: Vom geselligen Zusammensitzen mit den Kameraden, auf dem Schiff, auf dem er als Junge anheuerte, bis hin zu seinen letzten Jahren als bestbezahlter Schriftsteller der Welt, der sich schon morgens betrinken musste, um den kreativen Schreibfluß in Gang zu bekommen, wird jede Lebensstation Londons beschrieben, das von jeher von der Sucht überschattet war.
Kurios ist dabei, dass London wieder und wieder beteuert, niemals wirklich eine Vorliebe für alkoholische Getränke gehabt zu haben, sondern lediglich durch wiederholten Gruppenzwang eine physische Abhängigkeit entwickelt zu haben, die zum Schluss sein Leben aufzehrte.

Ein Stern Abzug, wegen des zähen zweiten Drittel des Buches, das Londons Seereisen beschreibt. In diesen Kapiteln beschreibt er lediglich seine verschiedenen Anlegeplätze, die häufig in wüste Trinkgelage ausarteten, die sich aber vom Ton oder der Erkenntnis her, kaum voneinander unterscheiden.

Trotzdem ist „König Alkohol“ ein wirklich faszinierendes Buch, das einem besser als andere, verständlich macht, wie erwachsene, reife Menschen der Sucht zum Opfer fallen können. Man erlebt den Alkoholismus aus der Sichtweise des betroffenen Jack London- bestbezahlter Schriftsteller der Welt und weitgereister Mann und doch derselbe Alkoholiker wie der Bettler von der Straße.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend!, 12. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
"Eine leise Ahnung ergriff mich plötzlich, daß ich durch die Ebbe entführt würde. Ich hatte nie an Sterben gedacht. Selbstmordgedanken lagen mir fern. Und als sie jetzt kamen, erschienen diese mir als eine prachtvolle, glänzende Apotheose, als die Krönung meiner kurzen, aber strahlenden Laufbahn. Ich, der ich nie die Liebe eines Mädchens, die Liebe einer Gattin oder die Liebe von Kindern kennengelernt, der ich nie auf den weiten sonnigen Gefilden der Kunst gespielt, nie die sternkalten Zinnen der Philosophie erklommen und noch nicht mehr als einen Stecknadelkopf von der gewaltigen Welt vor Augen gesehen hatte - ich stellte fest, daß ich alles konnte, alles gesehen und erlebt hatte, was überhaupt erlebenswert war und daß es jetzt Zeit sei, zu verschwinden. Das war der Streich, den König Alkohol mir spielte!" (Seite 59)

Dieses Zitat stammt aus Jack Londons "König Alkohol", in dem er seine lebenslangen Erfahrungen mit dem Alkohol schildert. Er erzählt, wie er mit fünf Jahren das erste Mal aus Neugierde Bier trank, wie er mit sieben Jahren aus Todesangst soviel Wein trank, dass er mehrere Tage lang in einem Delirium gefangen war und so weiter. Doch trotz allem wurde er erst als Erwachsender vom Alkohol abhängig. Dies führte schließlich so weit, dass er ohne den Alkohol keinen einzigen Satz zu Papier bringen konnte........

Zuerst einmal möchte ich erklären wie es dazu kam, dass ich - als 16-jährige - ein Buch über einen Alkoholiker lese: Dieses Jahr habe ich mich für einen Praktikumsplatz in der Psychatrie beworben und bekam einen Platz in der Station für Suchttherapie und Entwöhnung zugesprochen. Dabei habe ich Alkoholabhängigen geholfen wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Ich war davon so begeistert, dass ich mich seitdem für jede Literatur über bzw von Alkoholikern interessiere. Jack Londons "König Alkohol" war das erste Buch dieser Art.

Und es war großartig! Bereits nach ein paar Seiten war ich so begeistert, dass ich mir sicher war, dass dieses Buch fünf Sterne verdienen würde. Zuerst einmal hat Jack London einen tollen Schreibstil; zwar beschreibt er die Ereignisse seines Lebens, die auf den Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind, sehr sachlich, doch trotzdem sind diese schockierend.

Gleich zu Beginn bittet er den Leser darum, dass dieser Verständnis für seine Taten zeigen möge. Und dies sollte man auch tun, denn letztendlich wird ein Alkoholabhängiger nicht einfach so zu dem was er ist oder wird gar als solcher geboren, sondern er wird durch seine Lebensumstände abhängig. Dies ist eine von zwei Kernaussagen des Buches. Die andere, die auch mehrmals stark von London betont wird, lautet, dass der Alkohol in unserer Gesellschaft verboten werden sollte, da er zu viele ehrenwerte und gute Menschen zugrunderichtet. Dieser Satz sei einfach so dahingestellt.

Doch trotz aller Geschehnisse und auch obwohl er weiß, dass der Alkohol ein falscher Freund ist, der einem nur verspricht und nichts gibt, bleibt Jack London abhängig. Dies zeigt, dass Alkoholabhängigen geholfen werden muss, da sie nicht von allein davon loskommen und dass man nicht mit dem Finger auf solche Leute zeigen sollte, da es jedem einzelnen von uns so ergehen kann.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierender Inhalt/Schlechte Übersetzung, 9. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Selten habe ich ein Buch gebannter gelesen. Aufgrund der interessanten Thematik und den lebendigen Beschreibungen vom Autor zu diesem Thema gönnte ich mir sogar zweimal den Genuß. War ich beim ersten Mal so fasziniert, daß ich den Inhalt verschlingen mußte, so fielen mir beim zweiten Mal die sehr schlechte Übersetzung und die häufigen Rechtschreibfehler auf. Ich empfehle daher die englische Version. Den Alkohol gebe ich nun zwar nicht auf und werde auch nicht für die Prohibtion stimmen - wie es Herr London vorschlägt, ich gehe jetzt aber tatsächlich bewußter damit um.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Lektüre, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: König Alkohol: Roman (Taschenbuch)
Ein Zitat aus diesem Roman hat mich schwer beeindruckt und so möchte ich es als Anregung für die Lektüre erwähnen:

"Meine Anklage gegen König Alkohol ist schwer und wuchtig. Denn gerade die guten Kameraden, die wertvollen, die Burschen mit der Schwäche allzu großer Kraft, die geistreichen, feurigen und von prachtvoller Tollheit entflammten, gerade die verdirbt und verführt er am liebsten. Selbstverständlich vernichtet er Schwächlinge; aber mit denen beschäftigen wir uns hier nicht. Ich behaupte, daß es gerade die besten von uns sind, die König Alkohol vernichtet. Und der Grund, daß diese besten vernichtet werden, ist der, daß König Alkohol an jeder Straße und jedem Wege mit offenen Armen unter dem Schutze der Gesetze und achtungsvoll von der Polizei gegrüßt steht, daß er jeden anspricht und ihn an der Hand dorthin führt, wo die guten Kameraden und die verwegenen Burschen sich treffen und stark trinken. Räumte man König Alkohol aus dem Wege, diese waghalsigen Burschen würden dennoch geboren, und dann würden sie Großtaten verrichten, statt wie jetzt zu Grunde zu gehen."

Jack London schreibt in einem unheimlich schönen Stil, der sehr lebhaft und realistisch anmutet. Außer "Wolfsblut" (und das war in der Schulzeit) habe ich noch kein weiteres seiner Bücher gelesen und trotzdem muss ich sagen: Beeindruckend. London nimmt kein Blatt vor den Mund und scheut keine noch so abschreckenden autobiografischen Erzählungen. Er lässt uns in seine tiefste Seele blicken und ist extrem ehrlich, was ihn meiner Meinung nach sehr sympatisch macht. Beim Lesen hat man stets das Gefühl, auf irgend eine Weise sein Freund und Begleiter für die Dauer der Erzählung zu sein und leidet, lacht und freut sich mit ihm. Das bringt einem die Bedeutung des Buches, die er dem Leser vermitteln will, noch näher, als dies vielleicht ein anderer Autor mit einem anderen Schreibstil und ohne jeglichen Bezug zum Erzählten, getan hätte.

Als "Abschreckung" für Erwachsene ist dieser Roman sicherlich sehr gut geeignet, ich finde jedoch, dass - entgegen Londons ausfrücklicher Empfehlung für "die Jungen seiner Zeit" - Jugendliche es nicht unbedingt lesen sollten. Im allergrößten Teil des Buches wird nämlich äußerst positiv über den Konsum von Alkohol geschrieben und wie London durch ihn zu vielen Freunden und Erlebnissen gekommen ist. Man gewinnt den starken Eindruck, dass er eigentlich nichts gegen Alkohol hat und ihn teilweise sogar als notwendig für soziale Bindungen hält, und das, so denke ich, sollte man Jugendlichen und Heranwachsenden nicht eintrichtern. Auch am Ende fasst er den Entschluss, nie wieder alleine und in großen Mengen zu trinken, sondern nur noch in Gesellschaft, denn er habe so schöne Erfahrungen sozialer und kameradschaftlicher Art mit dem Alkohol gemacht, dass er ihn für solche Zwecke nicht mehr entbehren könne. Andererseits sagt er aber, dass es notwendig ist, die vollständige Prohibition einzuleiten und somit die kommenden Generationen von König Alkohol fernzuhalten. Trotzdem, wie gesagt, für Jugendliche nicht zu empfehlen, da man es auch komplett falsch verstehen könnte, vor allem, wenn man das Buch nicht zu Ende liest.
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König Alkohol: Roman
König Alkohol: Roman von Jack London (Taschenbuch - 1. Mai 1973)
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