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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen69
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am 11. Januar 2006
Giorgio Basiles Brechen der Omertà zeigt offen das unberechenbare Leben in der "Unterwelt". Freunde denen man vertraute,die man brüderlich liebte, werden schnell zu skrupellosen Konkurrenten in der Organisation oder zu "Problemen die beseitigt werden müssen". Dass es den Ehrenkodex nur dann gibt, wenn er den Klanführern passt und dieser sie schützt erkennt Basile zu spät. Sein Leben ist scheinbar das eines "ehrenwerten Mannes" ,sowie sich die Organisation auch versteht.

Der Autor Andreas Ulrich öffnet dem Leser die Augen über das System des organisierten Verbrechens. Die Mafia, die so weit weg zu sein scheint, ist auch hier in Deutschland aktiv. Viele italienische Unternehmer sind auch heute noch abhängig von den, meist süditalienschen, Banden und wenn mal "zufällig" ein Brand in einer Pizzeria ausbricht so ist dies nicht immer auf einen technischen Defekt zurückzuführen...

Ein absolut spannendes Buch indem man sich immer wieder neu bewusst machen muss, dass hier das wahre Leben beschrieben wird. So grausam und rücksichtslos die Hauptfigur auch agierte, sein Bekenntnis ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das organisierte Verbrechen.
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am 19. November 2006
Unglaublich wie mich dieses Buch gefesselt hat.Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich genossen.Ich gebe zu das ich auch ein anderes Bild von der ehrenwerten Gesellschaft hatte durch die vielen Filme,etc.

Aber nach diesem Buch ist das alles ins Wanken gekommen und man lernt das in diesem Geschäft mit Ehre nicht viel zu holen ist.Im Gegenteil man lernt niemanden zu Vertrauen nicht einmal seinem besten Freund oder Ziehvater.

Um das unverblümte Gesicht der Mafia kennenzulernen sollte man dieses Buch lesen.
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am 5. Juli 2008
Es ist das erste Buch, welches ich über die Strukturen der Mafia gelesen habe. Den Film "Der Pate" o. ä. habe ich nicht gesehen, ging also unbelastet an das Buch. Man bekommt einen guten Eindruck, wie es in dieser Parallelgesellschaft läuft, von der sich unsereins keine Vorstellung macht. Von ehrenwert, Ehrenwort, Vertrauen untereinander - nichts! Ich dachte bisher immer, daß die Clans sich gegenseitig umbringen, aber nicht, daß in einem Clan so eine wirre Struktur herrschen kann, wo es letztendlich doch jedem um sich selber geht und dann brutalst gemordet wird.
Leider kommt nicht wirklich heraus, daß die Mafia sich auf Kosten der Kleinen bereichert (Drogen, Schutzgelder), es geht einzig und allein um das Schicksal Basiles.
Erschreckend fand ich, wie korrupt es zugeht, und das bis in die höchsten Stellen der italienischen Politik, den Ärzten, Rechtsanwälten... Um eine Wahl zu gewinnen, Geld zu verdienen, Macht zu erreichen, Drogen zu bekommen, dafür scheinen viel mehr Leute alles zu tun, als man meint.
Genauso erschreckend fand ich, daß anscheinend viele Pizzarien und Eisdielen hier Schutzgelder abführen müssen (um die 70 % oder auch mehr), und das sind nur die Italiener. Da gibt es dann ja noch die Russen, die Chinesen... Ich werde wohl nie wieder unbelastet eine Pizza essen gehen können!
Der Schreibstil läßt allerdings sehr zu wünschen übrig und ist manchmal etwas mühsam.
Wer bisher noch nicht viel über die Mafia weiß oder gelesen hat, bekommt hier sicher einen guten und spannenden Eindruck.
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am 27. Dezember 2005
Dieses Buch hat Spaß gemacht. Innerhalb weniger Tage wurde es förmlich aufgesogen. Vor allem, weil der Mafiosi seine Wurzeln mitten im Ruhrpott hat, konnte man immer wieder Bezüge zu Orten oder Diskotheken herstellen, die man selber kannte. -Wirklich empfehlenswert, auch wenn die vielen (üblichen) Verpflechtungen und Namen hin und wieder verwirrend erschienen, konnte man sich gut in die (wahre) Story einfinden.
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am 1. Mai 2008
Hab das Buch in 2 Tagen durchgelesen.
Bin absolut kein Bücherwurm,..im Gegenteil.
Das Buch wurde mir allerdings von einem Freund ans Herz gelegt der ebenso abgeneigt von Büchern war wie ich.
Bin selbst Italiener, und bin in Oberhausen aufgewachsen. Mülheim ist also direkt nebenan. DIe Straßen, Diskotheken, Häuser die in diesem Buch genannt werden kenne ich zum großen Teil und das hat mir ziemliche Gänsehaut bereitet.
Das Buch ist leicht zu verstehen, gut und authentisch geschrieben. Die Struktur der 'Ndrangheta wird ausführlich beschrieben. Bin ein echter Fan dieses Buches geworden. Hätte zu gern die Spiegel Reportage zum Buch im TV gesehen.

ALs nächstes werde ich die Geschichte der Cosa Nostra, die Mafia die in meiner Heimat Sizilien, "regiert" lesen.
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am 20. September 2009
Nachdem ich das sehr gute Gomorrha von Saviano gelesen hatte, war ich neugierig auf weitere Bücher aus dem Umfeld der "Mafia". Bin über die Empfehlungen hierauf gestossen.
Gleich am Anfang des Buches ist mir der etwas naive reisserische Schreibstil des Autors etwas negativ aufgestossen. Zum Teil dachte ich ein Kinderbuch in den Händen zu haben. Auch die Vermarktung auf dem Buchrücken ist etwas irreführend: Dort wird mit etwa 30 Toten geprotzt, die angeblich auf die Kappe des Killers gehen. Im Buch beschrieben sind aber nur eine Handvoll Morde, die dirket von ihm ausgeführt wurden. Der Rest sind vielleicht indirekt durch seine Herrschaft (was aus dem Buch aber nicht hervorgeht oder sich nach dem Geschilderten maximal auf eine Handvoll Opfer beziehen kann) bewirkt oder aber reine Spekulation.
Es wird durch den Titel ("Die Geschichte eines Mafia-Killers aus Deutschland") auch vorgetäuscht, dass Basile ein Deutscher wäre, in Wirklichkeit ist er aber ein Italiener, der lange in Deutschland gelebt hat.

Wenn man darüber hinweg sieht, ist ein ganz interessanter Lebenslauf beschrieben, der Einblicke in die Ablaufe einer verbrecherischen Organisation geben. Schon erstaulich mit welcher Selbstverständlichkeit und Abgebrühtheit da regelmässig Drogen, Geld und Waffen quer durch Europa befördert wurden. Deutlich wird auch die Zwickmühle in die die Beteiligten regelmässig geraten: Um die eroberte Position und den Respekt aufrecht zu erhalten müssen anscheinend regelmässig Kontrahenten aus dem Weg geräumt werden. Gleichzeitig ist immer die Gefahr da, selber zum Ziel zu werden.
Gefängnisaufenthalte gehören wohl auch selbstverständlich dazu. Vielleicht ein guter Aspekt des Buches, dass als Credo bleibt: Die Beteiligung an einer solchen verbrecherischen Organisation ist absolut nicht erstrebenswert.
Es überrascht auch wie simpel die Organisation zum Teil aufgebaut und die Abläufe in dieser sind. Vielleicht liegt das aber auch daran, das Basile nicht selbst schreibt, es sich vielleicht doch anders zugetragen haben mag und er Dinge verschwiegen oder verfälscht berichtet hat. Das ist ein weiteres Problem des Buchs: Man schwimmt zu sehr distanziert an der Oberfläche und ist zu weit weg vom Geschehen. Die versuchten Annäherungen gelingen nicht wirklich.

Ein paar Fotos, Bildtafeln und Karten geben zusätzliche Eindrücke.

Das Buch ist absolut kein Tophit, es ist ok. Kann es eigentlich nicht empfehlen. Nur für Leser geeignet, die Einblicke in einen Teil der Ndrangheta erlangen möchten und über den schwachen Stil hinwegsehen können.
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am 12. Juni 2012
Ich habe dieses Buch empfohlen bekommen und da ich aus der näheren Umgebung des Heimatortes von Giorgio Basile in Deutschland komme, war es mir ein Bedürfnis dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, das gleich vorweg. Kapitel enden (meiner Meinung nach) "eindach so", aber daran hatte ich mich schnell gewöhnt, es ging dem Autor vermutlich darum, die Ereignisse zu schildern, ohne dabei Cliffhanger entstehen zu lassen. Ansonsten fand ich das Buch sehr interessant, da man einen Einblick in das organisierte Verbrechen bekommt. Die Tatorte waren teilweise ganz nah an meinen damaligen Lebensmittelpunkten, von daher war ich doch etwas schockiert. So nah und doch so weit....Selbst wenn man sich eine Pizza bei ihm gekauft oder die Diskothek besucht hätte, wäre man doch weit weg gewesen, obwohl sich ganz nah Dinge abgespielt haben, die man ansonsten nur aus dem Fernsehen oder Kino kennt. Die Skrupellosigkeit schockiert natürlich und ich habe mich ständig gefragt, wie wohl die Ehefrauen damit klarkommen?! Eine Sache ist ganz tief hängen geblieben....Schweinefleisch betrachte ich nun aus einer GANZ anderen Sicht... Für mich eine Leseempfehlung!!!
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am 30. August 2009
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist sehr gut zu lesen und wie ich finde, spannend. Man fragt sich immer wieder wie geht es weiter und kann das Buch kaum aus den Händen legen. Es ist schockierend was und wie die Mafia arbeitet und vor allem mitten in Deutschland. Ich selbst komme aus Duisburg und kann mir gut denken, nicht erst nach den Morden bei Da Bruno das die Mafia mitten unter uns ist. Aber zurück zum Buch, mich hat es etwas entsetzt, daß ich auf der einen Seite lesen muß wie Giorgio Menschen umbringt, vor allem seinen langjährigen Kumpanen Mimmo, und auf der anderen Seite habe ich zum Schluß Mitleid mit ihm, und hoffe für Ihn, daß er nie gefunden wird und es seiner kleinen Familie gut geht. Man ist im Zwiespalt mit seinen Gefühlen, da man solche Morde nicht gut heißen kann, anders denkt man, er ist in die falschen Kreise geraten und ehe man sich versieht, kommt man nicht mehr raus. Und wenn man damit aufwächst und fest daran glaubt, kann man das nicht mal direkt verurteilen, aber verstehen können wird man das nie wirklich. Also jeder den das Thema Mafia neugierig macht, sollte sich das Buch durchlesen, man wird es nicht bereuen!
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am 1. Mai 2006
Gerade dass dieses Buch von einem Mafiakiller diktiert wurde macht es so erschreckend. Dem Leser wird ohne Verblümung klar, dass es nicht schwer ist (mit der entsprechenden Herkunft) in die Kreise des organisierten Verbrechens hineinzurutschen. Der neutrale und emotionslose Erzählstil ernüchtert und macht klar, dass es gerade die Ignoranz aller ist, die dazu führt, dass das organisierte Verbrechen mehr als stark auf dem Vormarsch ist. Wenn man Hintergründe aus der Mafia-Welt erwartet, ist man hier genau richtig.
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am 25. November 2011
Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die noch immer dem Irrglauben aufsitzen, die italienische Mafia sei ein rein italienisches Problem.
Der Autor Andreas Ulrich beschreibt anhand des Schicksals des Top-Mafiosos Giogio Basile
sehr nachvollziehbar, in welcher Weise und in welchem Umfang die einzelnen Mafiaorganisationen von Deutschland aus operieren. Auch wenn sich der eine oder andere über die demonstrativ zur Schau gestellt Passivität der deutschen Behörden wundern mag, gibt es doch eine Erklärung für diese Verhaltensweise: Da die Mafia Milliarden illegaler Gelder in Deuschland wäscht, profitieren natürlich unsere Finanzämter. Also hält der Staat, soweit vertretbar, die Füße still.

Das Buch ist flüssig und auch spannend geschrieben und beleuchtet dieses Thema einmal aus erster Hand. Inhaltlich ist das Buch in meinen Augen glaubwürdig. Empfehlung!
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