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Kundenrezensionen

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am 27. Januar 2010
Ich bin eigentlich nicht so sehr ein Leser von Biografien, und bin auch eher zufällig auf dieses Buch gestoßen (Sonderangebot...). Ich muss aber sagen, dass ich sehr angenehm überrascht bin von diesem Werk. Es ist durchweg flüssig und interessant geschrieben (deutsche Fassung), und man erfährt viele interessante Dinge über JFK's Leben - ich persönlich fand seine doch extrem angeschlagene Physis sehr interessant, ich wusste nicht, dass der Mann SO krank war.
Die Zeit seiner Präsidentschaft ist mit vielen politischen Details beschrieben. Da fehlt mir persönlich manchmal ein wenig das Private und Persönliche (z.B. über seine Familie während er Präsident war). Davon erfährt man in vorangehenden Kapiteln mehr. Aber dennoch sehr interessant, da man viel über die Entstehung einiger wichtiger Entscheidungen erfährt.
Mir gefällt auch die objektive und nüchterne Beurteilung über JFK's Leistungen als Präsident insgesamt. Erfolge wie Misserfolge werden ohne falsches Pathos erörtert. (Leider finde ich den abschließenden Satz im Nachwort etwas pathetisch.)
Der einzige Makel ist meiner Meinung nach, dass einige innenpolitische Vorgänge etwas zu wenig erklärt werden. Alles, was zu irgendwelchen Vorwahlen, Kongress, Senat usw. gesagt wird, inklusive der vielen Personen, ist manchmal ein wenig schwer zu verstehen für einen (nicht-amerikanischen) Laien. Es wird zu viel Hintergrundwissen darüber vorausgesetzt. GLeichzeitig weiß man nach einer gewissen Zeit auch oft nicht mehr so genau, wer diese oder jene Person war. Da würde ich mir ein wenig mehr Erinnerungshilfen bzw. Erläuterungen wünschen.
Was eventuelle Kürzungen in der deutschen Fassung angeht, wie hier z.T. gesagt wird, das vermag ich nicht zu beurteilen, und es fällt auch nichts auf, da alles flüssig, kohärent und gut strukturiert daherkommt. Daher beschränke ich mich auf das, was ich hier gelesen habe, und das war gut. Sehr empfehlenswert.
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am 28. September 2007
John F. Kennedy ist ein Mythos; nicht nur für die Generation die ihn selbst erlebt hat, sondern auch für spätere Generationen. Auch heute ist John F. Kennedy einer der bekanntesten Präsidenten der USA. Robert Dallek versucht mit seiner Biographie weder diesen Mythos zu widerlegen, noch ihn zu untermauern. Und gerade das macht die Biographie so gut! Dallek beleuchtet die Familiengeschichte und das Privatleben Kennedys, befasst sich aber auch eingehend mit seiner Politik und dem Weltgeschehen der damaligen Zeit. Sehr gelungen finde ich die durch Zitate untermauerten Thesen. Der Sprachstil ist flüssig und eingehend, dennoch auf ansprechendem Niveau. Diese Biographie eignet sich für jene, die häufiger Biographien lesen ebenso wie für jene, für die dieses Genre noch neu ist. Es handelt sich um ein wirklich umfassendes Werk, das informiert ohne langatmig zu werden. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen!
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am 13. September 2004
Auch wenn ich bisher noch nicht allzu viele Biographien gelesen habe, ist dieses Buch trotz seiner Länge fast nie langweilig und wirklich gut zu lesen. Natürlich könnte man behaupten, der Autor hätte das Leben JFK's vor dessen Wahl zum Präsidenten etwas kürzer darstellen können, aber gerade diese detaillierte Beschreibung macht es dem Leser möglich, sich über die Ansichten und Einstellungen Kennedys ein eigenes Urteil zu bilden. Das Buch ist nicht nur eine Aufreihung von historischen Fakten, sondern widmet sich auch dem Versuch herauszufinden, wieso John F. Kennedy so gehandelt und entschieden hat, wie er es tat. Dabei bleibt Dallek erfrischend objektiv und überlässt es dem Leser, sich seine Meinung zu bilden.
Wie meine Vorredner muss ich aber auch die Übersetzung bzw. die vielen, zum Teil sehr nervigen Rechtschreibfehler der deutschen Ausgabe kritisieren, deshalb also "nur" 4 Sterne.
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am 25. September 2003
Bei einem Verkaufspreis von €40,-- kann man eigentlich von der rennomierten DVA einen einwandfrei redigierten Text der deutschen Übersetzung erwarten. Leider strotzt dieser jedoch nur so von Rechtschreibfehlern und Auslassungen.Dies ist sehr ärgerlich bei einer so brillanten und faszinierenden Biographie.
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am 27. April 2016
Wenngleich der katholische und aus einer reichen Dynastie stammende Kennedy gerade einmal zweidreiviertel Jahre im Oval Office saß, war seine Präsidentschaft von zahlreichen Krisen geprägt. Kennedy sah sich insbesondere während der Kuba-Krise im Herbst 1962 dem massiven Druck amerikanischer Generale ausgesetzt, den Konflikt militärisch zu lösen. Namentlich Curtis LeMay forderte, die in Kuba stationierten sowjetischen Raketenbasen zu bombardieren, und sah in Kennedy ein politisches Leichtgewicht. Der Leser erfährt, wie immens die Abneigung Kennedys gegenüber jedweder militärischer Lösung war. Auch mit Blick auf die schon damals schwierigen politischen Verhältnisse in Südostasien empfahl der junge Amtsinhaber Zurückhaltung; eine wie auch immer ausgestaltete US-Intervention in Vietnam lehnte er ab - aus guten Gründen. Gleichwohl war sich Kennedy der amerikanischen Führungsrolle bewusst. Die Gefahr des Kommunismus war real. Chruschtschow empfand Kennedy zunächst als unangenehm. In der eingangs erwähnten Kuba-Krise vermochten sich beide indes im Wege einer ausgeklügelten Diplomatie zu einigen, um Schlimmstes zu verhindern. Interessant auch, dass Kennedy lediglich seinem Bruder gänzlich vertraute. Mit ihm verband er alles, politisch wie menschlich. Der rhetorisch versierte Robert unterstützte schon früh Jacks Bestrebungen, ins Weiße Haus einzuziehen. Als es soweit war, wurde Robert Justizminister und zugleich engster Berater des Präsidenten. In grundlegenden politischen Fragen stimmten beide stets überein. Der Leser erhält interessante Einblicke in die Entscheidungsabläufe des Weißen Hauses. Zu seinem Kabinett pflegte Kennedy ein distanziertes Verhältnis. Die Frage, wer was macht, war nicht selten von taktischen Überlegungen geprägt. Kennedy lehnte beispielsweise einen starken Außenminister ab. Mit Dean Rusk sollte jemand diesen Posten bekleiden, der im politischen Washington eher als schwach galt. Dallek hat eine handfeste Biographie geschrieben über einen Mann, dessen Leben auf tragische Weise ein zu frühes Ende gesetzt wurde. Kennedy hatte noch viel vor. Die Vision einer friedlichen Welt war kein Hirngespinst. Dalleks Werk ist kurzweilig und spannend und daher zu empfehlen.
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am 12. Januar 2004
Der Autor liefert eine detaillierte, auf Objektivität ausgerichtete Biographie Kennedys, die sich positiv abhebt von Yellow Press Biographien der Vergangenheit. Kennedys Familie, sein Aufstieg und seine Entwicklung als Präsident werden klar und kurzweilig, dabei aber kritisch und informativ geschildert. Seinen politischen Erfolgen und Niederlagen wird ebenso ausführlich Raum gegeben wie seine gesundheitliche Situation - und damit die Frage der Regierungsfähigkeit - analysiert und seine dunkle Seite als Womanizer erhellt werden. Der Leser lernt einen intelligenten, rasch lernfähigen, charismatischen, aber mit vielen Schwächen ausgestatteten Mann kennen und vollzieht einen beeindruckenden Rückblick in die frühen sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aus der Perspektive des neuen Jahrtausends. Es gelingt dem Autor dem Leser einen durchaus neuen Blickwinkel zu einer der am meisten beschriebenen Gestalten der jüngeren Geschichte zu vermitteln, allein dafür hat er und somit das Buch Anerkennung verdient.
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am 23. März 2004
an diesem Buch. Nicht die Leistung Dalleks, sondern die des Verlages.
So steht am Anfang des Buches , dass Kürzungen in der deutschen Ausgabe vorgenommen worden sind.
Welche großen Meister haben denn da entschieden, was uns deutschen Lesern nicht vorgesetzt werden soll?
Wer sich eine Biographie über einen amerikanischen Politiker kauft, möchte doch genauso gut informiert werden, wie die amerikanischen Leser.Man fragt sich nun, was einem alles entgeht.
Ich bin mir nicht sicher, ob der deutsche Verlag für mich entscheiden kann, was unwichtig für mich ist und somit uns hierzulande nicht interessiert.
Auch fällt auf, dass eine Angabe des Übersetzers nicht zu finden
ist in der deutschen Ausgabe.
Zufall?
Und das bei dem erheblichem Preis.
Das Buch selbst in englischer Sprache ist bestimmt gelungen.
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am 25. Februar 2009
Die Vereidigung Barack Obamas zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten kann man zum Anlass nehmen, um sich mit dem "unvollendeten Leben" des 35. Präsidenten John F. Kennedys auseinanderzusetzen. Dafür bietet die Biografie des Bostoner Historikers Robert Dallek trotz einiger Kürzungen in der deutschen Ausgabe (warum eigentlich?) eine gute Grundlage.

Vergleicht man die heutige von Finanz- und Wirtschaftskrise geprägte Weltlage mit der von damals, stellt man fest, dass Kennedys Amtszeit wesentlich brisanter war. Denn da ging es um die buchstäbliche Existenz der Menschheit. Ein Atomkrieg schien greifbar nahe, und wäre es nach einigen militärischen Hitzköpfen, namentlich den Joint Chiefs gegangen, wäre er Realität geworden. Man kann die Besonnenheit und das auch oft als Unentschlossenheit interpretierbare sorgfältige Abwägen Kennedys nicht hoch genug einschätzen. Manchmal erscheint sein Umgang mit dem erratischen Gegenspieler Chruschtschow als etwas zu nachgiebig. Im Nachhinein betrachtet, war das wohl richtig so.

In seinen 1000 Tagen als Präsident war er mit den außenpolitischen Krisen auf Kuba, in Berlin und in Südostasien konfrontiert. Die Unterstützung paramilitärischer Einheiten in Lateinamerika war ein offenes Geheimnis, wobei Bürgerkriege und politische Morde in Kauf genommen wurden. Die Invasion in Kubas Schweinebucht endete in einem militärischen und politischen Debakel. Welchen weiteren Verlauf das Engagement in Vietnam genommen hätte, wenn Kennedy eine zweite Amtsperiode erreicht hätte, ist rein spekulativ. Seine Intention war es jedenfalls, sich aus diesem Konflikt zurückzuziehen. Wenn man einige Kommentare damaliger Präsidentenberater liest, dass allein mit militärischen Mitteln die Herzen der Bevölkerung nicht erreicht werden könnten, denkt man unwillkürlich daran, dass diese Erkenntnis vier Jahrzehnte später immer noch nicht gegriffen hat.

Innenpolitisch lavierte er zwischen dem civil rights movement der Schwarzen und seiner Wählergunst in den Südstaaten. Ihm blieb gar nichts anderes übrig, da er bei einem uneingeschränkten Eintritt für freien Hochschulzugang und für das Wahlrecht der Schwarzen im Süden der angeblich "ältesten Demokratie der Welt" seine Wiederwahlchancen zugunsten eines Hardliners wie Barry Goldwater erheblich gefährdet hätte.

Trotz seines Kriegsheldentums und seiner scharfen Intelligenz hätte JFK nie dieses höchste Staatsamt erreicht, wenn nicht Papa Joe mit seinem Beziehungsgeflecht und seinen Millionen nachgeholfen hätte. Dass zu Beginn der 1960er Jahre ein Katholik Präsident werden konnte, war genau so sensationell wie heute die Kür eines Schwarzen zum Staatsoberhaupt.

Dallek liefert eine sehr nüchterne und sachliche Beschreibung von Kennedys unvollendetem Leben. Erstmal konnten Quellen verwendet werden, die detaillierte Auskunft über die Krankengeschichte des Präsidenten geben. Die Skandale des Weiberhelden werden nicht verschwiegen, wer allerdings Details dazu lesen will, muss sich der Yellow Press bedienen. Verschwörungstheoretiker hinsichtlich der Ermordung Kennedys werden ebenfalls enttäuscht sein. Es wird lediglich die schon damals erwogene Möglichkeit eines Zusammenhanges mit Kuba bekräftigt.
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am 8. Mai 2004
Kennedy bleibt eine überdurchschnittlich anziehende Gestalt der jüngeren us-amerikanischen Geschichte, richtig. Das Buch ist gut lesbar, auch richtig. Und man lernt eine ganze Menge neuer Dinge, über JFK, seinen Bruder, den Kalten Krieg usw., ebenso richtig. Was gefällt mir also nicht? Vielleicht ist es nur meine Sicht als Deutscher, die mir das Buch ein wenig mühsam machte. All diese Details - über Personen, Wahlkämpfe, Innenleben des Weißen Hauses, Krankheitsgeschichte - , meine Güte wozu nur? Für Amerikaner ist das möglicherweise hochspannend, ich fand es auf die Dauer schlicht uninteressant. Das Buch ist einfach um 250 Seiten zu lang geraten. Also: für Spezialisten genau das Richtige, ansonsten, na ja...
Ach ja: natürlich nur in der Originalfassung lesen, die naturgemäß nicht unter diesen barbarischen Fehlern der deutschen Version leidet, von denen in anderen Rezensionen hier die Rede ist.
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