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am 15. März 2014
KURZFAZIT: Schlecht geschrieben; kaum recherchiert; vollkommen unwissenschaftlich; alles durch die Brille einer billigen Faschismuskritik betrachtet; hochideologisch; ohne Gefühl und Verständnis für Zeit und Epoche; Wiederverwertung von Spiegel-Resten; selbst der Wikipedia-Artikel zu „Germanen“ ist besser.

Wenn Spiegel-Autoren schreiben, ist Hitler nie weit weg. So auch hier. Alles, was mit Germanien und den Germanen zu tun hat, wird hier aus dem Blickwinkel der Kritik am Nationalsozialismus gesehen. Alle Wege führen beim Spiegel nach Auschwitz – natürlich auch die aus der Antike.

Im ersten Kapitel („Traumbild der Ahnen“ S. 17-27) werden alle Leute, die sich in den letzten 1800 Jahren mit den Germanen beschäftigt haben, als Nationalisten, Geschichtsverdreher, Wirrköpfe und Vorläufer der Nazis kräftig abgewatscht - von Montesquieu bis Kleist, von Fichte bis Heinrich Böll. Der Hauptschuldige aus Spiegel-Sicht ist Publius Cornelius Tacitus, ein römischer Politiker und Geschichtsschreiber, der das erste größere Werk über Germanien und die Germanen geschrieben hat.

Wer von Tacitus noch nie etwas gehört hat und nur die Darstellung der Spiegel-Autoren kennt, der müßte zu dem Schluß kommen, daß dieser Römer ein früher Rassist, ein antiker Blut-und-Boden-Autor gewesen sei, der 1800 Jahre vor den Nazis ihr Denken vorweggenommen hat. Ein ums andere Mal heißt es „Tacitus hatte keine Ahnung“ (S. 50), wird der große römische Autor der Unwissenheit, Verfälschung, groben Entstellung von Tatsachen geziehen und die Germania als „Werkchen“ (S. 144) abqualifiziert. Ein kompletter Unsinn!

Wer hier keine Ahnung hat, das sind die Spiegel-Autoren (19 Journalisten, kein Historiker, niemand vom Fach), denen überhaupt nicht bewußt ist (oder die das absichtlich unterschlagen), daß Tacitus zu den größten Historikern und Schriftstellern der Antike zählt, ein Mann, der wegen seines glänzenden Stils, seiner weitgespannten Interessen und seiner unbestechlichen Einstellung seiner Zeit gegenüber einer der besten Köpfe der römischen Kaiserzeit war.

Seine „Germania“ ist die erste ethnographische Untersuchung in der Weltgeschichte, ein Werk, das auf knappstem Raum eine Fülle interessanter und richtiger Details über die germanischen Stämme liefert - Details, die durch spätere Autoren und archäologische Ausgrabungen immer wieder bestätigt wurden.

Aber eine zutreffende Darstellung der Vergangenheit und die Vermittlung echten Wissens interessiert die Spiegel-Autorenüberhaupt nicht. Hier geht es um Ideologiekritik, hier wollen selbsternannte Ministerium der Wahrheit dem Leser die politkorrekte Lesart der Geschichte eintrichtern.

Und wie sieht die Wahrheit über Germanien und die Germanen nun aus? Ungefähr so: Germanien hat es nie gegeben. Germanien ist eine Erfindung nationalistischer und rassistischer Autoren, die in Jahrhunderten eine Nebelwand aufgebaut haben. Die haben Ideologen des Nationalsozialismus sich dann zunutze gemacht, um die Welt mit Krieg zu überziehen und dabei sechs Millionen Juden umzubringen.

Und überhaupt: Die Germanen waren weder groß noch stark noch rotblond noch blauäugig (wie Tacitus schreibt) noch sonstwas, sie waren auch kein Volk, nein, sie waren lediglich ein Haufen kleiner Viehzüchter und Bauern, die in langen Ställen aus Holz zusammen mit ihrem Vieh hausten.

Daß diese kleinen Viezüchter während der Völkerwanderung in nur 50 Jahren die bedeutendste Militärmacht der Antike und das größte Reich, das die Welt bis dahin gesehen hatte, in den Untergang trieben und in seinem Westteil danach jahrhundertelang vollständig beherrschten, muß den Spiegel-Leuten über der ganzen Ideologiekritik doch komplett entgangen sein.

Das übliche Spiegel-Interview („Wir danken Ihnen für dieses Gespräch“) darf auch nicht fehlen, und hier kann man einmal schön sehen, wie sich ein deutscher Geschichtsprofessor zum tumben Stichwortgeber düpieren läßt. Auf die Frage: „Gab es die Germanen überhaupt“ fällt ihm nur ein: „Schwierige Frage“ (S. 28) und: "Cäsar hat die Germanen erfunden." (S. 30). Ach ja! Danach behauptet der Professor noch vollkommen wahrheitswidrig, Volksversammlungen (Thing) würden von Tacitus nur in einer „winzigen Stelle“ (S. 29) erwähnt, obwohl sich doch die Kapitel 11 bis 13 der Germania ausführlich eben damit befassen (Germania Kap. 11: "Über weniger wichtige Angelegenheiten entscheiden die führenden Männer, über die bedeutenden ALLE, jedoch so, daß auch die Fragen, ÜBER DIE DAS VOLK BEFINDET, von den führenden Männern vorbehandelt werden.") Mein Tip: Einfach wieder mal in die Quellen reinschauen. Das erfrischt und bildet!

Überhaupt die Fakten: Finden sich inmitten der Faschismuskritik ab und zu ein paar Informationen, dann sind die garantiert abgeschrieben – und zwar ohne Literaturangabe. Die Autorin des Kapitels über die Hunnen bezieht ihre Informationen über den asymmetrischen Bogen der Hunnen (S. 171) aus dem Standardwerk „The Fall of the Roman Empire“ von Peter Heather, wo der hunnische Bogen („The Golden Bow“) auf den Seiten 154-58 ausführlich beschrieben und genau wie im Spiegel-Buch mit dem der Skythen verglichen wird - nur die Länge hat sie nicht richtig abgeschrieben.

Fazit: Ein unwissenschaftliches Buch, mies geschrieben, schlecht recherchiert, das die Geschichte einer faszinierenden Kultur absichtlich entstellt und verfälscht und alles unter dem kleingeistigen Blickwinkel einer vermeintlich antifaschistischen Ideologiekritik über denselben Kamm schert.
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am 3. Mai 2016
Die meisten Informationen in diesem Buch sind nicht neu, weder neu geschrieben noch neu entdeckt. Vieles ist in irgendeinem Spiegel-Sonderheft irgendwann mal gedruckt worden und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vermisst man ebenso wie eine ausreichende Quellenlage. Es sind allesamt Journalisten, die mitschreiben und die, wie man weiß, qua Amt Ahnung von allem haben, zumindest sich bis zum nächsten Redaktionsschluss in ein Thema einarbeiten können.
Trotzdem trifft dieses Buch natürlich den Zeitgeist, der uns veranlasst, überall mitreden zu müssen. Da liefert dieses Buch — und deshalb auch drei Sterne — einen Fundus, der einen Überblick über germanische Geschichte und Kultur gibt, der durchaus zur Allgemeinbildung beiträgt und daher noch brauchbar ist. Die Form, in kurzen Artikeln einzelne Aspekte zu beleuchten, ist sicher auch geeignet, dem geschichtlich interessierten Themengebiete nahezubringen.
Zum Abschluss halte ich es mit Karl Valentin: "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen."
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am 22. Juni 2015
Sehr informative und gut recherchiert. Endlich einmal die ganze Geschichte. Ich bin auf weitere Bücher dieser Art gespannt. Vielen Dank.
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am 5. November 2013
Das Buch vermittelt neueste Erkenntnisse und hält sich an gesicherte Fakten. Besonders schön ist, daß sich für jedes Teilgebiet der dafür zuständige Spezialist äußert.
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am 20. Oktober 2013
Altbekanntes unterhaltsam verpackt.
Nur,leider keine eueren Erkenntnisse oder Hypotesen in dem Band.
Trotzdem.....einfach zum wegschökern ist es nicht das Übelste.
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am 24. Oktober 2013
für jeden, der dieses ebenso interessante wie stets aktuelle Thema der Deutschen Geschichte vertiefen möchte ist dies ein wirklich sehr informatives und sehr lesenswertes Buch. Keine Bange, wir sind nicht so, wie wir glaubten zu sein. Gibt Mut.
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2013
Das Buch erfüllte meine Erwartungen vollkommen, sehr anschaulich beschrieben. Das Buch kann ich nur empfehlen und würde es jederzeit wieder kaufen.
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