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Kundenrezensionen

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am 3. Dezember 2012
Es ist ein durchaus hartes, aber wohlbegründetes Urteil, welches die Autoren als Essenz aus ihrer fundierten und breitangelegten Recherche heraus in den Raum stellen:

Demokratien können nicht mit Geld umgehen. Die Politik beeinflusst nicht die Wirtschaft, vor allem nicht die Finanzwirtschaft, sondern umgekehrt. Und alle Regulierungen und Deregulierungen der letzten Jahrzehnte, alles Versuche der Bewältigung von Krisen, alle Ansätze, die Welt wieder auf eine „konstruktive Bahn“ zu hieven, haben nicht nur keinen wirklichen Erfolg gezeitigt, sondern diese Abhängigkeiten. Selbst wo es halbherzig gelungen sein sollte, ein Schlupfloch ein wenig kleiner zu gestalten, warten Dutzende anderer Möglichkeiten, Rendite auf Kosten der Gemeinschaft zu erzielen.

Nur so ist zu erklären, dass die Geldmenge immer größer und größer wird, das überwältigende Gros der Bewohner des Planeten im gleichen Maß aber immer ärmer werden. Zusammenhänge, die so fundiert und überzeugend im Buch vor Augen geführt werden, dass man dieses Buch fast als das „Grundlagenwerk zur Finanzkrise“ kennzeichnen kann. Kaum eine andere der vielfachen Veröffentlichungen der letzten Monate und Jahre zumindest nimmt sich der „Spielregeln“ des Finanzsystems in solch weltweiter Breite und klar verständlicher Sprache an. Mit eben dem hartem Urteil und, wenn man ehrlich ist, nur wenig wirklichen Möglichkeiten, den Ausgang aus der Geiselhaft des Geldes noch finden zu können.

Eine Geschichte der aktuellen Krise, deren Wurzeln die Autoren bis in das Jahr 1971 zurückverfolgen. Da, wo die Lehren aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Vorteil des „Geldmachens“ hinten angestellt wurden. Da, wo das kurzfristige Denken zur Aufgabe des Systems fester Wechselkurse führt. Wie seitdem in der modernen Gesellschaft immer mehr und immer schneller die Kurzfristigkeit regiert. Oft aus Unwissenheit heraus, oft genug aber mit klarem Verstand für die Folgen dieser Haltung.

Tausende Milliarden Dollar sind seit 2008 ausgegeben worden, um das strauchelnde System zu stützen und die Krise zu überwinden. Mit, nüchtern betrachtet, eher kontraproduktiven Folgen. Zu verfangen in dieser Strategie aber scheinen alle maßgeblich Beteiligten zu sein, um eine Strategie, die offenkundig die Dinge schlimmer statt besser macht, zu verlassen.

Wie das genau ist und, vor allem, warum das so ist, um das zu verstehen sei die Lektüre dieses Buches rundweg empfohlen. Wie das kommen konnte, dass die einstigen „Diener der Weltwirtschaft“ im Lauf weniger Jahrzehnte zu den „Herren der Welt“ aufsteigen konnten. Denn Schicksal oder Zufall ist das nicht sondern durchaus systemisch verankert und in den Rahmungen des Systems vorgesehen.

Eine Rückkehr zur „monetärischen“ Wirtschaftsauffassung statt der massiv vorherrschenden „keynesianischen“, das wäre vielleicht eine erster Schritt heraus aus der aktuellen Bedrängung, dem dann aber weitere, ganz andere Schritte folgen könnten und müssten. Denn auch die monetäre Auffassung hat zu Zeiten ja für Schulden mit gesorgt und ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Wichtiger aber wäre die Frage, ob die Kraft und, vor allem, der Wille reicht, das Ruder herumzuwerfen. Ob überhaupt eine Einsicht erzeugt werden kann.

„Die Balance zwischen Staat und Markt ist durch vier Jahre Finanzkrise empfindlich gestört“ Nunmehr drängen die Finanzmärkte auf eine Absicherung ihrer Forderungen einerseits und zudem noch die Aussicht auf Profite und Rendite durch das Wachstum der „entmündigten Staaten“. Eine Würgegriff, der, sollte er nicht in absehbarer Zeit aufgehalten werden, die Demokratie zerstören wird. Eine Demokratie, deren Politiker auf europäischer Ebene immer noch weitaus mehr damit beschäftigt sind, Partikularinteressen und Vorteile erbittert zu schützen, statt gemeinsam die Kraft aufzubringen, den gordischen Knoten zu zerschlagen.

Diese politische Egozentrik, gepaart mit der Ohnmacht aufgrund der erstickenden Schulden, hier verorten die Autoren das eigentliche Problem der Finanzkrise. Als Symptom eines umwälzenden Transformationsprozesses zwischen „altem“ Wirtschaften und der Einsicht, dass gravierende Veränderungen mit damit einhergehenden Verlusten an Wohlstand nicht zu vermeiden sein werden. Eine Transformation, die nur „nach vorne“ hin ausgerichtet sein kann. Auf eine echte, politische Union hin in Europa und die Kraft für massive Schuldenschnitte mit all den Verwerfungen, die dies mit sich bringen würde.

Ein überzeugendes, fundiertes und wichtiges Buch.
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Diesen Satz überliest man vielleicht auf Seite 213 dieses Buches, aber in ihm steckt eine tiefe, wenn auch nicht besonders sympathische Wahrheit über menschliches Handeln, die genau aus diesem Grund nicht gerne ins Rampenlicht gerückt wird. Wenn es um die Finanzkrise geht, dann stellt man in der öffentlichen Wahrnehmung lieber die Gier böser Banker in den Mittelpunkt. Das ist einfacher, griffiger und trifft Leute, die sowieso nicht besonders beliebt sind.

Der Satz stammt aber von einer amerikanischen Mittelstandsfamilie, die dachte, man könne ohne großes Eigenkapital Häuser kaufen, nebenbei auf großem Fuß leben und durch ewig steigende Häuserpreise sorglos reich werden. Die ökonomische Wirklichkeit kann man vielleicht eine Weile verdrängen, doch sie ist unbarmherzig und holt früher oder später jeden ein, der glaubt, sich ihr entziehen zu können.

Im "Billionenpoker" werden Aspekte der Finanzkrise durch die Brille von Reportern des "Spiegel" betrachtet. Leser dieser Zeitschrift brauchen es nicht zu kaufen, denn es enthält in vier Kapiteln bereits bekannte Spiegel-Artikel. Zunächst geht es um eine Beschreibung, wie Finanzmärkte angeblich reagieren. Dann werden die Eurokrise und insbesondere das griechische Problem geschildert. Der Entstehung der US-Kreditblase ist das dritte Kapitel gewidmet. Und schließlich befasst sich der letzte Artikel mit der Frage, warum die Kreditblase die Demokratie ruiniert.

Das Buch besitzt eine Vielzahl von Autoren, was seine Qualität gewissen Sprüngen aussetzt. Gelegentlich kommen einige dieser Autoren den wirklichen Zusammenhängen dicht auf die Spur, in anderen Fällen werden hingegen die richtigen Fragen leider einfach nicht gestellt oder Zusammenhänge ausgeblendet.

Statt sich beispielsweise mit einem hochgespielten, aber bedeutungslosen Streit zwischen Angebots- und Nachfrageökonomen zu beschäftigen, hätten sich die Autoren besser mit Frage auseinandersetzen sollen, warum inzwischen die Großbanken ganze Volkswirtschaft dominieren können. Hier liegt nämlich eine Ursache aller Finanzprobleme der letzten Jahre. Wohlfahrtsstaaten und Banken brauchen einander, um Schuldorgien durchziehen zu können. Und nirgends ist so deutlich wie in den USA, dass inzwischen auch eine offene personelle Verflechtung zwischen Staat und Banken existiert. Sie macht eine Zombie-Wirtschaft erst möglich, in der die Steuerzahler ungefragt für ökonomisches Versagen und Zockerei zur Kasse gebeten werden.

Im ersten Kapitel versuchen die Autoren ihren Lesern zu schildern, wie die Finanzmärkte angeblich funktionieren würden. Dazu besuchten sie einige Tage vor einem EU-Gipfel einen Hedgefond in Texas, die Bundesbank, Aktien- und Anleihehändler, die BaFin und einen Devisenhändler. Durch einen aufgeregt hin und her springenden Reportagesalat versuchen sie die hektischen Reaktionen der Finanzmärkte zu simulieren. Tiefer gehende Einsichten vermittelt das jedoch nicht.

Einzig der besuchte Hedgefondmanager kommt mit wirklich treffsicheren Aussagen zu Wort. Doch an seinem wirtschaftlichen Realismus hängt man das Adjektiv "eiskalt", was überrascht, denn bisher kannte man nur eiskalte Verbrecher, aber keine eiskalten Realisten. Den dauerhaften Rettungsschirm EFSF hält jener Manager für "eine sagenhaft dumme Idee". Er findet es witzig, dass verschuldete Staaten einen Fond gründen, um ihre Schuldenprobleme zu lösen. Und die Pointe wäre, dass der am höchsten verschuldete Industriestaat (Japan) sich sofort daran gemacht habe, Anteile zu kaufen.

Der gesunde Menschenverstand sollte uns doch sagen, dass man Schulden nicht durch neue Schulden beseitigen kann. Gerade das aber ist die geniale Strategie hinter all diesen Rettungs- und Stimulierungsprogrammen. Immerhin kommen einige der Autoren dahinter, dass damit nur eine Blase nach der anderen fabriziert wird, bis das Drama so groß geworden ist, dass es nicht nur an die finanzielle Substanz geht, sondern auch allgemein akzeptierte Vorstellungen, wie moderne Industriegesellschaften funktionieren sollten, über den Haufen geworfen werden. Damit befasst sich insbesondere das letzte Kapitel.

Der beste Teil schien mir jedoch der Abschnitt über die Eurokrise zu sein, weil dort eindeutig klar gestellt wird, dass mit dem Euro von Anfang an politische Ziele verfolgt wurden, für die Vertragsbrüche oder das permanente Kappen wesentlicher Stützpfeiler der ganzen Währungs-Konstruktion in Kauf genommen wurden, weil sie in Wirklichkeit nur zur Verschleierung des eigentlichen Ziels existieren. Am Beispiel Griechenlands kann man das hervorragend erläutern. Und das tun die entsprechenden Autoren auch.

Auch im Kapitel über die US-Kreditblase zeigen sich beim genauen Lesen die politischen Hintergründe dieser Katastrophe. Nicht die immer vorhandene menschliche Gier, sondern eine völlige Deregulierung von Märkten, ungehemmtes Geldschöpfen der Notenbanken, planwirtschaftliches Manipulieren an Zinsen, und der fast schon religiöse Glaube, man könne das eigene Risiko anderen unterjubeln, mussten einfach bereits einzeln aber in der Summe erst recht zu extremen Verwerfungen führen.

In diesem dritten Kapitel werden auch die völlig irren Verbriefungs- und Versicherungsmechanismen für Kredite sehr gut erläutert. Im Kleinen wie im Großen gilt eine einfache Weisheit: Was man nicht versteht, sollte man nicht handeln. Warren Buffett, dessen Namen man im Buch beharrlich falsch schreibt, ist genau mit diesem Leitspruch mehr als reich geworden. Was geschieht, wenn man eine solch einfache Weisheit missachtet, wird im dritten Kapitel an zahlreichen Beispielen vorgeführt.

In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass besonders die staatlich kontrollierten Landesbanken in Steueroasen Schattenbanken gründeten, um unbeaufsichtigt an der großen Illusion teilhaben zu können. Das sind nun aber genau die Stichworte, bei denen jene Politiker, die damals diese Banken zu kontrollieren hatten, heute große Worte schwingen.

Ohne Schuldenschnitt wird es keine Lösung aller aufgehäuften Probleme geben. So lautet im Buch das nüchterne Fazit der vier Artikel. Doch statt der Wahrheit ins Auge zu blicken, kauft man lieber Zeit und verschleiert die Tatsachen. Die in diesem Buch gesammelten Texte tragen wenigstens partiell dazu bei, dass man nicht allzu überrascht ist, wenn demnächst irgendwann abgerechnet wird.

Diese Rezension erschien zuerst auf gold.de.
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am 27. März 2013
Wer sich mit den Hintergründen der Eurokrise beschäftigen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum. Es erzählt anhand anschaulicher Geschichten die skandalösen Machenschaften um und hinter dem Euro. Lesen !
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am 25. Oktober 2013
Wie die meisten Spiegel-Bücher ausgezeichnet recherchiert. Spannend wie ein Krimi. Doch man sucht ein Motiv. Geschieht dies nur so, als Resultat zufällig gleichgerichteten Handelns oder gibt es Absprachen die Welt in den Ruin zu treiben. Irgendwie erinnert mich das an Parasiten, die wie eine Made im Speck leben aber am Ende mit dem Wirtstier verenden.
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am 15. Dezember 2012
Mir ist durch die Lektüre dieses Buches vieles klarer geworden bezüglich der Finanz-und Eurokrise. Kurzweilig und gut zu lesen.
Die Rolle des führenden deutschen Geldhauses, der Deutschen Bank, sehe ich nach diesem Buch noch kritischer als vorher eh schon. Das sind keine ehrenwerten Bankiers mehr, sondern eher skrupellose Zocker im "Casino global".
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am 8. Februar 2013
Ich möchte mich kurz fassen: Das Buch ist ein MUSS für alle Interessierten! Gut recherchiert, viele Fakten, alles ordentlich begründet und angenehm geschrieben. Klare Kaufempfehlung meinerseits, damit kann man nichts falsch machen.
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am 27. Dezember 2013
Das buch ist verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Die verschiedenen wechselnden Blickwinkel in dem Tagebuchstil machen es einfacher die wirkenden Mechanismen zu erklären.
Sehr gutes Buch.
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am 25. Mai 2013
Das Buch enthält nur allgemeines Blabla, was täglich auch in den Nachrichten steht/stand. Keine Hintergrundinformation, keine Recherche etc. Das Lehman-Zertifikate verkauft wurden und die Leute damit Verluste gemacht haben ist nicht wirklich was neues. Auch nicht, dass einige die Wirtschaftskrise vorhergesehen haben. Das einzige positive an dem Buch ist, dass es sich flüssig lesen lässt. Und wo die Reise hingeht, weiß sowieso keiner. Auf der Umschlagtitel "wie die größte Kreditblase die Demokratie ruiniert" wird im Buch nicht weiter eingegangen. Persönlich glaube ich eher, dass es bei der Eurokrise andersherum war: durch die Vorgaben der Politik (!) "Kein Eigenkapitalunterlegung von EURO Staatsanleihen bei Banken" wurde die Eurokrise erst richtig angefeuert. Sollte eher lauten "Wie korrupte Politiker sich durch Schulden ihre Wähler kauften und dabei die Wirtschaft ruinierten".
In Summe ist das Buch sein Geld nicht wert.
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am 21. Juni 2013
gute Recherche, verständlich erklärt, zum Gruseln ist die Ohnmacht des kleinen Mannes und unser schwer verdientes Geld wird weiter versickern.
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am 20. Dezember 2012
Erweitert das Hintergrundwissen um die "Märkte" und ist flüssig zu lesen als auch für Laien leicht und gut zu verstehen
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