Kundenrezensionen


16 Rezensionen
5 Sterne:
 (10)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und der damit verbundenen Veränderungen
Stefan Bollmann hat in den vergangenen Jahren mit vielen vor allem im Elisabeth Sandmann veröffentlichten Büchern die Leselust von Frauen und ihre damit verbundene „Gefährlichkeit“ beschrieben. Nun hat er seine gesammelten Erkenntnisse in einem fast 450 Seiten umfassenden Werk zusammengefasst, in dem er eine ganz besondere Kulturgeschichte des...
Vor 14 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das weibliche Leseverhalten im Wandel der Jahrhunderte
...wird hier von Autor Stefan Bollmann, keineswegs ein Neuling auf diesem Themengebiet, dokumentiert. Ein wunderschöner Band, veredelt mit Bildern und Zitaten verschafft dem Leser - oder vielmehr in den meisten Fällen wohl der Leserin - Begegnungen mit so prominenten Literaturrezipientinnen vergangener Tage wie Jane Austen, Virginia Woolf und Susan Sontag - den...
Vor 13 Monaten von Kalamaria veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und der damit verbundenen Veränderungen, 22. Oktober 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
Stefan Bollmann hat in den vergangenen Jahren mit vielen vor allem im Elisabeth Sandmann veröffentlichten Büchern die Leselust von Frauen und ihre damit verbundene „Gefährlichkeit“ beschrieben. Nun hat er seine gesammelten Erkenntnisse in einem fast 450 Seiten umfassenden Werk zusammengefasst, in dem er eine ganz besondere Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und der damit verbundenen Veränderungen vorlegt.

Denn als vor etwa 300 Jahren die Leselust zunächst nur wenige, im Laufe der Zeit dann immer mehr Frauen erfasste, da haben die Männer die Stirn gerunzelt und hinter der Lektüre nicht nur ihrer eigenen Frauen, sondern ganz grundsätzlich, etwas Aufrührerisches, Revolutionäres vermutet. So ganz Unrecht hatten sie damit nicht, wie Stefan Bollmann in seiner Kulturgeschichte einer „Leidenschaft mit Folgen“ aufzeigt.

An konkreten Beispielen von Frauen tastet sich Stefan Bollmann durch das 18., das 19. und dann durch das 20. Jahrhundert. Die jeweils beschriebenen Frauen und die Orte an denen sie lebten, sind typisch für die jeweilige Zeit. Ganz besonders beeindruckend fand ich persönlich das Kapitel „New York 1960: Lesen heißt sich erfinden. Susan Sontag“.

Das Buch versteht sich zwar als Sachbuch, liest sich aber gut und entfaltet durch viele Geschichten und Begebenheiten einen ganz eigenen Charme. Nicht nur für leselustige Frauen, sondern auch für Männer, die ein gutes und anspruchsvolles Buch allem anderen vorziehen, ist dieses Buch eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre und im Übrigen auch für die bevorstehenden Festtage ein schönes Geschenk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das weibliche Leseverhalten im Wandel der Jahrhunderte, 10. November 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
...wird hier von Autor Stefan Bollmann, keineswegs ein Neuling auf diesem Themengebiet, dokumentiert. Ein wunderschöner Band, veredelt mit Bildern und Zitaten verschafft dem Leser - oder vielmehr in den meisten Fällen wohl der Leserin - Begegnungen mit so prominenten Literaturrezipientinnen vergangener Tage wie Jane Austen, Virginia Woolf und Susan Sontag - den meisten von uns bisher hauptsächlich als Autorinnen bekannt, aber auch mit etwas weniger bekannten wie Meta Klopstock und Caroline Schlegel. Desweiteren geht es um die Rezeption bekannter Werke im Wandel der Zeiten - hier stehen so bekannte Bücher wie "Die Leiden des jungen Werther" und "Ulysses" im Fokus, aber auch wesentlich Unbekanntere, deren Popularität dem Wandel des Zeitgeists nicht standhalten konnte.
Unterhaltsam und informativ - für die historisch begeisterte Leserin jedoch einerseits mit Längen, andererseits mit - natürlich schlecht vermeidbaren - Lücken. Was war mit den Frauen im Deutschland der Weimarer Republik, der wilden 1920er jahre? Wie rezipierten Französinnen ihre großen Autoren Zola und Proust zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Diese und viele, viele weitere Fragen stellten sich mir während des Lesens - eigentlich ja sehr positiv, denn Lesen soll zum Weiterdenken anregen.
Klug und zumeist geistreich stellt Autor Bollmann den Zusammenhang zwischen Lesen und Schreiben, zwischen Lesen und der Gesellschaft, zwischen Lesen und der Politik dar, aber eines bleibt auf der Strecke - wie verlief die Entwicklung der lesenden Frauen im Vergleich zu der der Männer? Dass ihr Anteil zunahm, dass sie differenzierter und aktiver in den Lesebetrieb eingriffen - keine Frage! Aber was war mit dem Werk unseres Freundes Joyce, dem der Autor ein ganzes Kapitel widmet, aus weiblicher Sicht eigentlich anders? So richtig kommt dieser Aspekt an einigen Stellen leider für mich nicht rüber.
Anderseits verliert sich der Autor zeitweise in Kleinigkeiten - ich zumindest musste mich immer mal wieder zusammenreißen, um am Ball zu bleiben, trotz meiner grundsätzlichen Begeisterung.
Diese schwand dann endgültig zum Ende des Buches, wo Bollmann - in der Gegenwart angekommen - zunächst ein ganzes Kapitel der Fanfiction widmete, ohne groß auf Parallelentwicklungen wie Online-Lesekreise zu den verschiedensten Themen und die dadurch bedingte neuartige Einflussnahme der Leser auf die Autoren, Open Innovation im Literaturbetrieb also, einzugehen. Desweiteren erschlossen sich mir hier die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen der Fanfiction frönenden Lesern wiederum nicht. Und zum Schluss kam es dann ganz dicke: als einziges Beispiel für die Gegenwart diente "Shades of Grey" , ein Werk, das ich mit Sicherheit niemals lesen werde und das für mich nicht charakteristisch für das Lese- und Schreibverhalten der Gegenwart ist, zumindest nicht als alleinige, isoliert stehende Darstellung.
Mein Fazit - man erfährt vieles in diesem Buch, vieles - möglicherweise noch viel mehr - erfährt man jedoch nicht. Ein roter Faden zum Leseverhalten der Frauen im Wandel der Jahrhunderte zieht sich zu meinem Bedauern nicht durch das Buch, so dass es für mich wahrscheinlich eine Momentaufnahme ohne allzugroßen Erinnerungswert bleiben wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Leseleidenschaft der Damenwelt, 16. Oktober 2013
Von 
Heike M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
Die Männer von lesenden Frauen haben es nicht immer leicht. Da kann es schon mal vorkommen, dass Frau gerade nicht ansprechbar ist, weil sie unbedingt noch das Kapitel beenden möchte, da es gerade so spannend ist, sie wissen will, ob es ein happy End gibt, oder sie schnell noch den Mörder entlarven muss. Stefan Bollmann kann darüber ein Buch schreiben und mein Mann könnte dazu sicher so ein paar leidvolle Erfahrungen beitragen.

Stefan Bollmann hat die Leseleidenschaft der Damenwelt unter die Lupe genommen. Er erzählt von Zeiten, in denen das Lesen noch eine männliche Domäne war, die in den letzten 300 Jahren nach und nach von den Leserinnen übernommen wurde. Den Stein so richtig ins Rollen brachte Friedrich Gottlieb Klopstock, der sozusagen der Erfinder der Dichterlesung war und der vornehmlich im Garten vor jungen Frauen aus seinen Werken las und als Honorar Küsse bekam. Die unterhaltsame Geschichte des weiblichen Lesens wird aber nicht nur an Fakten aus deutschen Landen festgemacht, der Autor blickt auch über den Tellerrand.

Chronologisch betrachtet der Autor in den einzelnen Teilen die Entwicklung der weiblichen Leselust in Jahrhundertschritten. So begegnen dem Leser/der Leserin unter vielen anderen der schon erwähnte F. G. Klopstock, Caroline Schlegel-Schelling, Mary Wollstonecraft, Jane Austen, Virginia Woolf und James Joyce. Aber auch die prominente Leserin steht im Focus dieses interessanten Sachbuches. Die Analyse Stefan Bollmanns zieht sich bis in die Gegenwart und ist dabei brandaktuell. Am Ende des Buches widmet er sich dem Aufstieg von "Shades of Grey" zum Bestseller. Auch die Leserinnen, die in der Medienwelt Fuß fassten, findet man in "Frauen und Bücher" wieder.

Auch wenn dieses Buch ein Sachbuch ist, sollte man/frau sich davon nicht abschrecken lassen, es ist eine sehr anregende, lockere Lektüre. Viele Anekdoten und kurz geschilderte Begebenheiten sorgen für entsprechende Kurzweil und gute Unterhaltung beim Lesen. Das seitenlange Personenverzeichnis und die umfangreiche Auswahlbibliographie zeugen von der Komplexität des vorliegenden Werkes und der akribischen Recherchearbeit Stefan Bollmanns.

Mir hat "Frauen und Bücher" sehr gut gefallen. An vielen Stellen habe ich mich wiedergefunden. Ich fühlte mich erkannt in meiner Leseleidenschaft und meiner Liebe zum Buch, weiß jetzt, warum ich mich von einmal gelesenen Büchern nur ungern trenne und somit unter ständigem Platzmangel für meine Schätzchen leide. Ich wünsche diesem Buch viele Leser, nicht nur weibliche.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen als Leidenschaft, 31. Oktober 2013
Von 
Sophia! - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
„Frauen lesen, um zu leben, nicht selten auch, um zu überleben. Im Lesen riskieren sie Gefühle, versetzen sie sich in fremde Figuren und Welten, entdecken sie ihre eigene Wahrheit.“
_
„Und du gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden, und lass das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen näheren finden kannst.“
Diese Anfangsworte des Goethe'schen Meisterwerks „Die Leiden des jungen Werther“ beschreiben in treffender Weise, welch existentielle Bedeutung Literatur haben kann. Das Buch als Freund; die Protagonisten, die ebenso empfinden, wie man es eigentlich selbst tut; die Geschichte, als Heilung. Lesen ist demnach identifikatorisches Lesen, emotionales Mitempfinden.
_
Und genau hierum geht es in Stefan Bollmanns neuester Publikation. Nach Promotion und Studium der Literatur, Geschichte und Philosophie widmete sich der ehemalige Hochschullehrer der Aufgabe eines Lektors und hat seitdem zahlreiche Werke zur Leidenschaft des Lesens veröffentlicht.
Das Lesen, eine im 18. Jahrhundert in den Bereichen Tradition, Gelehrsamkeit und Religion durchweg männliche Domäne, sei mittlerweile, so seine These, restlos weiblich geworden. Somit erhält es eine Funktion, die das bloße Verständnis aneinandergereihter Worte bei weitem übertrifft. Lesen wird geistige Nahrung, Lebensglück – ja sogar zum zweiten Leben!
Dieser enorme Bedeutungszuwachs wird von der Leseforscherin Maryanne Woolf als „deep reading“ bezeichnet, eine Lektüre, die bis in die Tiefe dringt, auf das Leben einen prägenden Einfluss ausübt, die Seele berührt und sich grundlegend vom rein informativ geleiteten Lesen unterscheidet.
_
Bollmann liefert in einer Kombination aus historischem Abriss, biographisch inspirierten Darstellungen sowie den unterschiedlichsten Bedeutungsnuancen des „deep reading“ eine ebenso informative wie hochinteressante Erklärung aller Phänomene, die das Wesen weiblichen Lesens ausmachen.
Vom Frauenroman über den Briefroman, bis hin zur modernen Fanfiction; in den Blick genommen werden verschiedene Genres und daneben verschiedene “Bücherfrauen“, zu denen Jane Austen, Virginia Woolf, aber auch Marilyn Monroe gehören. Die Leserinnen – und natürlich auch die Leser - erhalten zahlreiche Hintergrundinformationen zum Thema Literatur und Leidenschaft, z.B. die Tatsache, dass niemand geringeres als Klopstock im Jahr 1750 die Dichterlesung erfand und als Lohn für seine Mühen, Küsse kassierte.
Wie gefährlich es sein kann, sich der Leidenschaft Literatur vollends hinzugeben, haben etliche Beispiele bewiesen, der prominenteste Fall sicherlich Goethes Werther. Auch hierzu findet sich ein Kapitel, dass jenes exzessive Lesen genauer beleuchtet.
_
Zeitgenössische Gemäldedrucke eröffnen zumeist die entsprechenden Themen, so etwa die Illustration zur Dämonisierung des Lesens. Auch hier hinterlässt der Band überaus lohnenswerte Eindrücke. In hochwertiger Verarbeitung und einer – unter der Schutzhülle – liegenden bronze-/gold- glänzender Bindung ist auch dieses Buch Stefan Bollmanns dazu geeignet, zu einem wahren Schatz zu werden. Ein Schatz, der in die zweite Welt der Literatur einführt. Eine Hommage an die schönste aller Leidenschaften: Das Lesen!
_
Fazit: Tief beeindruckt, bewegt, an Informationen bereichert und dankbar bleibe ich zurück. Ein Buch, das nicht nur das Herz vieler Frauen (und Männer), sondern gerade auch professionell im Bereich Literatur tätiger Menschen höher schlagen lässt. Jedem Germanist, Literat und Bücherfreund unbedingt zu empfehlen. Hervorragend!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Einblick in die Welt des Lesens...und der Frauen, 7. November 2014
Als ich dieses Buch zum ersten Mal in der Buchhandlung gesehen habe, war ich zuerst unschlüssig, ob dieser Titel etwas für mich sein könnte. Mein Bruder nahm mir diese Entscheidung allerdings und schenkte es mir wenig später. Zum Glück, wie ich heute sagen kann.

In diesem Buch kann man die außergewöhnliche Geschichte von berühmten Frauen wie Jane Austen oder Virginia Woolf entdecken und viel über ihre Auffassung zum Lesen und zur Literatur lernen. Wer von uns hat sich nicht schon immer gefragt, ob Jane Austen die Bücher früher genau so verschlungen hat wie wir es heute mit ihren Werken tun? Wollten wir nicht schon immer wissen, was Marilyn Monroe gerne gelesen hat, um sich vor dem Trubel um ihre Person zu verstecken? Und wir wurden lesende Frauen zu dieser Zeit überhaupt betrachtet?
Dabei führt uns Bollmann durch die Geschichte des Lesens und beleuchtet zudem aktuelle Themen, wie die Diskussion über die Trilogie "Shades of Grey".

Dieser Titel darf in Ihrem Bücherregal auf keinen Fall fehlen, wenn sie Vergnügen an gut geschriebenen Fakten haben und dabei das ein oder andere Mal aufgrund der außergewöhnlichen Geschichte von Frauen und Büchern schmunzeln wollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Lesen und Leidenschaft, 11. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist kein Roman, aber so spannend geschrieben über die geschichtliche Entwicklung von Frauen und Büchern.
Wer von Stefan Bollmann die letzten Bildbände kennt wird hier nicht mit Bildern überflutet.Dafür bekommt man hier vom 1700 J. bis ins Jahr 2013 in vier Kapiteln erzählt und erklärt wer z.B. Klopstock ist, und er die Frauen in den Bann ziehen konnte mit Büchern und romantischen Geschichten.Caroline Schlegel- Schelling hinterlässt auch ihre Spuren als lesende und schreibende Frau die bis heute nicht vergessen worden ist. Warum Frauen zu schreibenden Frauen wurden, unter anderem auch als Vorleserinnen eingestellt worden sind, und was ein Knopfmacher ist, gibt es hierzu in diesem Buch genau die antworten dazu. Viel wurde über Goethes "Werther" geschrieben und erzählt wie das Buch auf viele einzelne Personen gewirkt hat und das mit Folgen, über die heute noch diskutiert werden.Auch hier hat Stefan Bollmann reichlich spannende Informationen hinterlassen.
Wer wirklich erfahren will wie, wer und wo Frankenstein und die Idee zu Vampirgeschichten entstanden sind sollte das Buch nicht aus der Hand legen. So ist es mir ergangen.
1789 war Paris die lesende Stadt und hat da dazu geführt das man in Parks mit kleinen Büchern aufgetaucht ist und sozusagen, Flirtdating oder Partnersuche dabei enstanden sind.
Viele kleine und grosse Geschichten stehen in diesem Buch die mich aus dem staunen nicht mehr haben kommen lassen. Ich habe das Buch mit viel Freude gelesen und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Dazu habe ich in den weiteren Kapiteln erfahren wie die berühmten Frauen und Männer in der Literatur zu ihrem Erfolg gekommen sind und ihre Werke nicht aus den Augen gelassen haben.Auch über die Biographie der einzelnen Protagonisten wird berichtet.
Der Bericht über "Shakespeare and Company" hat mir persöhnlich am besten gefallen,dazu mehr in diesem Buch.
Weiter geht es in die nächsten Kapitel in die neuere Zeit, wo unter anderem von Susann Sonntag, Shades of Grey und über Fanfiction berichtet wird.Was Fanfiction ist wusste ich vorher nicht.
Gefehlt haben mir in diesem Buch wie hauptsächlich heute gelesen wird und wo.Wie könnte die entwicklung weitergehen?
Zum Stil des Lesen zu diesem Buch kann ich nur sagen man sollte sich richtig Zeit nehmen. Es kommen viele Daten und Fakten auf einen zu, speziell im Bericht vom 1700 J und 1800 J.Es kommt aber keine langeweile auf, das kann ich dazu sagen.
Wer viel liest, und spannende, informationsreiche Geschichten übers entstehen des Lesens mag liegt hier genau richtig.
Somit vergebe ich fünf Sterne weil dieses Buch eine "Leidenschaft mit Folgen" ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Eine spannende Reise durch die letzten 300 Jahre der Literaturgeschichte, 5. März 2014
Von 
Marie - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Virgina Woolf sagt einmal: „ Ich möchte lesen, bis ich schwarz werde.“ Während Jane Austen Anfang des 19. Jahrhunderts meinte: „Ich lese nie Romane, ich habe Besseres zu tun." Caroline Schlegel-Schelling hatte Ende des 18. Jahrhunderts ein ganz anderes Problem: „Ich vertrockne seit einiger Zeit, weil alle meine Bücherquellen sich verstopfen.“ klagte sie…

Woher ich diese Informationen habe? Aus diesem wunderbaren Buch. Stefan Bollmann, Düsseldorfer & Germanist hat schon einige Bücher zum Thema Frauen und Literatur verfasst. Unter anderem „Frauen die lesen bzw. die schreiben sind gefährlich“, die im Elisabeth Sandmann Verlag erschienen sind und sich auch sehr großer Beliebtheit erfreuen.

Frauen und Bücher also. Es ist ja längst bewiesen, dass Frauen die „größeren“, leidenschaftlicheren & ausdauernderen Leser sind. Denn wer kennt es nicht: Man muss noch eben schnell die Seite beenden, kann den Thriller nicht aus der Hand legen und fiebert bei einer romantischen Liebesgeschichte mit, sodass alles andere egal ist und der Haushalt schon mal liegen bleibt. Ich kann ein Lied davon singen.

Der Titel „Frauen & Bücher“ verrät auch eigentlich schon alles: Hier geht es um Frauen und ihre Leidenschaft, das Lesen. Stefan Bollmann hat das Buch chronologisch aufgebaut und spannt einen bunten Bogen über insgesamt 300 Jahre Leseleidenschaft: Es beginnt mit einem gewissen Herrn Klopstock, der zwar ein Mann war, aber die Frauenwelt im 18. Jahrhundert auf den Kopf gestellt hat: Er hat die Dichterlesung erfunden und ließ sich seine Darbietungen mit Küssen bezahlen. Interessant finde ich auch, dass es immer wieder Gegenüberstellungen zur heutigen Zeit gibt: So wird zum Beispiel vom sogenannten Werther-Effekt erzählt, der auf Goethes Werk zurück zu führen ist. (Anm. Es wird über einen Selbstmord in den Medien berichtet und die Suizidrate steigt rapide an = Identifikation mit der Hauptfigur Goethes) Neben bekannten Schriftstellerinnen wie Jane Austen und Virginia Woolf kommen auch berühmte Leserinnen vor wie Marylin Monroe zum Beispiel. Und dass der Autor kein trockener Germanist ist, sondern auch noch am Puls der Zeit lebt, beweist das letzte Kapitel in dem es um die berühmt-berüchtigten Shades of Grey Romane geht.
Die einzelnen Kapitel werden mit Fotos, Zeichnungen, Stichen (kurz gesagt: Kunst) eingeleitet und kurz zusammengefasst: Das weckt die Neugierde.
Besonders erwähnenswert finde ich auch den Anhang: Wie es sich für ein perfekt recherchiertes Sachbuch gehört, findet man hier eine alphabetische Sortierung aller Personen & Werke.

Stefan Bollmann hat ein faszinierendes Sachbuch über schillernde und weniger schillernde Personen geschrieben, die die Literatur und die Liebe zum Lesen geprägt haben. Es ist kein trockenes, wissenschaftliches Sachbuch, sondern ein bunter Schatz aus Biografien, Geschichten, Anekdoten und voller Wissen, welches man so nebenbei aufnimmt. Als „lesende Frau“ habe ich mich oft wiedergefunden, wissend genickt und mich einfach wunderbar unterhalten gefühlt. Denn was gibt es schöneres für einen leidenschaftlichen Leser (bzw. Leserin) als ein Buch zu lesen in dem es um genau das geht:

Die Liebe zur Literatur und guten Büchern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Eine Zeitreise der besonderen Art!, 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
In Frauen und Bücher erlebt man als Leser eine Zeitreise der besonderen Art. In vier Teilen erzählt der Autor Stefan Bollmann informativ über die Entwicklung des Leseverhaltens der Frauen und ihre Gründe und entführt uns in verschiedene Epochen. Man bekommt beispielsweise einen guten Einblick in die Dichterlesungen des 18. Jahrhunderts und durch den erzählerischen Schreibstil befindet man sich als Leser beinahe selbst in den Lesegemeinschaften dieser Zeit.

In jedem Jahrhundert pickt sich der Autor verschiedene Persönlichkeiten und erzählt von ihren Leidenschaften. So erfährt man z.B. das Goethes Werk Die leiden des jungen Werthers Leseexzesse und Tränen ausgelöst hat, das Jane Austen bereits in ihrer Zeit mit ihren Romanen viele Menschen begeistert hat, selbst aber nie die große Liebe gefunden hat. Oder das Marilyn Monroe eine begeisterte Leserin war, obwohl niemand es von ihr erwartet hätte.

Mich hat dieses Buch wirklich überrascht. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, nur Informationen aufzusaugen, sondern es war, als würde ich eine Geschichte lesen. Eine Geschichte die mich durch verschiedene Zeiten geführt hat und in der ich unterschiedliche Persönlichkeiten kennen lernen durfte.

Zwar ist dieses Buch sehr informativ und enthält sehr viele Namen und Daten - manchmal auch etwas zu viel, meiner Meinung nach - aber durch den lockeren Schreibstil des Autors hat man nicht das Gefühl, als würde man in der Schule sitzen und ein Geschichtsbuch durchblättern.

Mir haben besonders die verschiedenen Zitate gefallen, die in diesem Buch immer mal wieder auftauchen und von damaligen Briefen stammen. Dadurch spürt man, wie viel Mühe sich der Autor mit diesem Werk gemacht hat und wie viel er recherchiert haben muss. Für mich war es sehr interessant, mehr über das Leseverhalten der Frauen zu den verschiedenen Zeiten zu erfahren und wie sich dieses weiterentwickelt hat. Durch die Schilderungen der verschiedenen Romane der jeweiligen Zeiten bekam ich oft selbst Lust, das geschilderte Buch zu lesen.

Jedoch fand ich manche Passagen und Themen auch etwas in die Länge gezogen. Meiner Meinung nach sollte man dieses Buch langsam und Stückchenweise lesen, denn ansonsten ziehen einige Informationen einfach an einem vorbei. Auch hat mich etwas gestört, dass ständig zwischen dem Erzählten gewechselt wurde. Mal wurde von einer Person erzählt, doch plötzlich ging es dann wieder um eine ganz Andere. Das war dann doch sehr verwirrend.

Die Aufmachung des Buches finde ich wirklich beeindruckend. Das Cover gefällt mir mit seiner Schlichtheit unglaublich gut und auch ohne Cover hat das Buch einen goldschimmernden Einband. Schwarzweiß-Bilder und Zitate machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

FAZIT:
Stefan Bollmanns Frauen und Bücher ist ein wunderbares Werk über das Leseverhalten der Menschen, insbesondere Frauen, und deren Gründe. Durch den erzählerischen Schreibstil bekommt man als Leser einen informativen Blick in die Entwicklung des Lesens und welche Macht und Magie ein Buch letztendlich hat. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch gelesen haben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Literatur- und Zeitgeschichte der Frau, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
... oder wie die Leserinnen das Blatt gewendet haben.

Vorsicht: Kann Spuren von Klopstock, Richardson, Goethe, Caroline Schlegel, Mary Wollstonecraft, Mary Shelly, Flauberts, Woolf, Joyce, Susan Sontag, Marilyn Monroe und vielen mehr enthalten.

Als ich in der Schule Klopstock und Goethe lesen musste ähh... durfte, wurden wir Schüler brutal in die Werke hineingeworfen - ohne Rettungsring oder Schwimmflügel! Also passierte, was passieren musste: Wir gingen unter- mit Mann und Maus! Und wir hassten die literarisch so kostbaren Werke dafür!

Als ich nun ein Jahr später die Chance darauf bekam, es noch einmal mit der Literaturgeschichte zu versuchen, ging ich ohne Vorkenntnisse, ohne Erwartungen mit nur einem bekannten Werk (Iphigenie), dass ich nicht nur zu Ende gelesen, sondern auch noch verstanden hatte an den Roman von Stefan Bollmann heran.

Kurzum lohnt sich die Lektüre für alle, die
- sich stark für Bücher und Literaturgeschichte interessieren
- ihre Sicht auf alte Klassiker entstauben wollen
- den Werther und Co. Aus nicht-schulischer Sicht kennenlernen wollen
- ihre Leselust (oder Lesewut) wieder wecken oder erhalten wollen
- lesende Frauen sind

Auf sprachlich hohem, aber leicht verständlichen Niveau führt Stefan Bollmann uns durch die letzten Jahrhunderte, in denen die Frau nicht nur als Leserin und Autorin, sondern auch als Rezensentin, Verlegerin oder Buchhändlerin einen wichtigen Beitrag geleistet hat.
Anekdoten aus dem Leben der weiblichen Berühmtheiten und die lebendige Sprache des Autors machen dieses gut recherchierte und detaillierte Buch zu einem Lesevergnügen.

Vom Buchdruck bis zu Themen wie E-Books und Fanfiction bietet dieses Buch eine weite Sicht auf das weibliche Lesen".

Fazit: Ein rund um gelungenes Buch über das Lesen damals und heute, über mutige Frauen, tragische Liebesgeschichten und literarischen Werke die daraus entstanden sind!

~ buecher-gartne.blogspot.de
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Über die besondere Beziehung zwischen Frauen und Büchern, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt

Stefan Bollmann zeigt in den unterschiedlichsten Geschichten die Liebe von Frauen zu Büchern auf. Durch einzelne Portraits erfährt man nicht nur mehr über die Frauen, sondern auch über die Bücher, die sie geschrieben bzw. gelesen haben. Und so erfährt man mehr über Jane Austen, die zwar wunderbare Liebesromane schrieb, aber selber nie die große Liebe erfahren hat. Oder, dass Marily Monroe eine große Leserin war, was wohl kaum jemand weiß und für möglich gehalten hätte. Aber er geht auch zu dem Jahr 1750 zu den Dichterlesungen zurück, erzählt von dem Beruf einer Vorleserin oder aber auch, wie Virginia Woolf in ihrem Wohnzimmer ihre Bücher selber gedruckt hat.

Meine Meinung

Stefan Bollmann hat ein wunderbares Werk geschaffen, welches mich als Buchliebhaberin auf unterhaltsame und lebendige Art informiert und teilweise sogar auch überrascht hat. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor nicht staubtrocken sein Wissen vermittelt, sondern eher in einer Art Plauderton von den lesenden Frauen berichtet hat.

Auch die Auswahl der Geschichten fand ich überwiegend gut gewählt. Lediglich den letzten Teil über den Bestseller und damit verbundenen Hype zu "Shades of Grey" hätte ich nicht gebraucht.

"Frauen und Bücher" zeigt sehr gut auf, welche Faszination und Magie Bücher auf den Leser ausüben und wie sehr sich das Lesen über die Jahre verändert hat.

Fazit

"Frauen und Bücher" kann ich uneingeschränkt jedem empfehlen, der Bücher liebt und ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass auch Männer Spaß an dem Buch haben werden
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen
Frauen und Bücher: Eine Leidenschaft mit Folgen von Stefan Bollmann (Gebundene Ausgabe - 8. Oktober 2013)
EUR 22,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen