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Kundenrezensionen

14
4,4 von 5 Sternen
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Februar 2011
Das Buch enthält die meisten schon vorher in diversen Zeitungs- und Internet-Beiträgen veröffentlichen Informationen zu WikiLeaks und J. Assange, wobei hier die Professionalität der zwei Journalisten dadurch zum Tragen kommt, dass sie sich um einen übergeordneten / logischen Kontext bemühen.

Es gibt also durchaus lesenswerte Betrachtungen zum großen Thema der Informationsfreiheit versus institutionelle Sicherheit (welche wiederum inhärent auf die Möglichkeit beruht, Informationen geheim zu halten oder vertraulich weiterzugeben, je nachdem). Auch der Stil ist, den Umständen entsprechend, als gut zu bezeichnen. Das Buch ist zwar sehr leicht zu lesen, aber nicht nervig-seicht.

Wirklich neu für mich war der Abschnitt zu Lamo (Verräter von B. Manning) und dessen Umfeld, den ich sehr lesenswert fand.

Auch hilfreich: eine Zusammenfassung der Depeschen zur Deutschen Politik wird geboten, was gut ist für die Leserschaft, die keine Zeit oder Lust hatte, das damalige diesbezügliche Spiegel-Heft zu lesen.

Einige Dinge fand ich weniger gut:

1. Eine ganze Reihe von Fragmenten scheinen dem Büchlein 'Julian Assange - Der Mann, der die Welt veränderte' von Karsten Görig und Kathrin Nord entnommen zu sein, und zwar (meines Eindrucks nach, habe jetzt nicht Zeile für Zeile verglichen...) ziemlich Eins zu Eins. Sicherlich: wenn man auf dieselben (wenigen) Quellen angewiesen ist, dann kann man keine große Originalität erreichen, copy/paste ist aber auch nicht der Hit.

2. Die Autoren scheinen an tiefere Gedanken von Assange kein großes Interesse zu haben (soweit solche überhaupt vorhanden). Denn: obwohl sie ihn mehrmals persönlich getroffen haben, und sogar lange Arbeitssitzungen mit ihm verbracht haben, zitieren sie durchweg belanglose und aus dem Kontext gerissene Statements des WikiLeaks-Mannes, ohne die Oberfläche zu durchbrechen. Über ihn schreiben sie meist anhand der bekannten Videos / Sendungen / Interviews, in denen ja manches bis zum Nicht-mehr-hören-können wiederholt wurde. Immerhin wirken sie bei der Beurteilung von Assange um Objektivität bemüht und halten sich eher zurück, was für sie spricht (im Gegensatz zu Seiner Erhabenen Journalistischen Papstheit B. Keller, der den Australier voller Abscheu als übel riechenden, dahergelaufenen Lump zu portraitieren geruht).

Vielleicht gab es schlicht nicht die Zeit dafür, aber es stellt sich schon die Frage, warum sie den J. Assange nicht mal ordentlich/tiefgehend interviewen konnten/wollten, anstatt lauter Puzzle-Teile zusammenzusetzen, um ein recht löchriges Bild zu erhalten. Es hätte nämlich die Sache runder gemacht.

Fazit: lesenswertes Buch, mit vielen Infos, vor allem wenn man in den letzten Monaten nicht die Zeit hatte, die WikiLeaks-Sache zu verfolgen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Buch ist wie ein verlängerter Spiegel-Artikel geschrieben. Es ist offensichtlich unter Zeitdruck entstanden, jedenfalls gibt es ein paar Tippfehler. Es ist keine Biografie von Julian Assange, sondern soll die Organisation WikiLeaks erklären. Das gelingt nur zum Teil, weil WikiLeaks eben noch nicht etabliert ist.

Mich hat gestört, dass die Autoren zuverlässige Quellen wie z.B ihre eigenen Gespräche mit Assange vermischen mit zweifelhaften Angaben etwa über Bradley Manning. Gerade in diesem Geheimdienst-Umfeld sollten Journalisten sauber zwischen Fakten und Vermutungen trennen. Durch die Informationssperren der USA und der Einschränkung der Rechte des Angeklagten kann die Öffentlichkeit nicht wissen, was hier stimmt und was nicht. Facebook-Seiten von Bradley Manning als Quelle zu verwenden ist unseriös. Andererseits hätten die Autoren ohne solche Zutaten ihr Buch kaum füllen können.

Wenn Medien wie die New York Times sich ihren Lesern so verpflichtet fühlen würden, dass sie konsequent regierungskritische Informationen veröffentlichten, würde WikiLeaks nicht gebraucht. Im letzten Kapitel, dem m.E. stärksten des Buches, diskutieren Rosenbach und Stark diese Rolle der Medien.

Wie kann es sein, dass etwa Mastercard und Visa ohne Rechtsgrundlage WikiLeaks Spenden vorenthalten? Wie kann Außenministerin Clinton offen zur Spionage bei der UNO aufrufen? Bei der Lektüre stellen sich viele solche politischen Fragen. Die Autoren antworten darauf nur halbherzig. Sie verbreiten weiter die Illusion von einer demokratischen, offenen Diskussion unter rechtsstaatlichen Bedingungen. Diese gibt es ja auch in weiten Bereichen, aber eben nicht bei den Tabuthemen, mit denen Julian Assange aneckt. Inwieweit ist etwa der Spiegel unter Druck gesetzt worden? Die Autoren werden das genau wissen, aber sie legen das nicht offen, sonst würden sie verfolgt wie Assange.

Letztlich wird Julian Assanges Autobiographie durch dieses Buch nicht ersetzt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. April 2011
Wollte mir unbedingt ein "eigenes" Bild zu dem Thema Julian Assange und WikiLeaks machen, nachdem dieses ja die Nation, Freundschaften und Familien spaltet - diese beiden Autoren haben mir mit ihrem Buch sehr dabei geholfen:
Wirklich gut recherchiertes Material, liest sich tatsächlich so spannend wie ein guter Krimi! Wünschte alle Reportagen wären so geschrieben, ich wäre informierter!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2013
Da ich mir am 31.10.2013 die Verfilmung Inside Wikileaks gegönnt hatte, bekam ich Lust, mir meine vor zwei Jahren gekaufte, von Spiegel-Redakteuren verfasste Ausgabe Staatsfeind Wikileaks noch einmal zu Gemüte zu führen. Dieses Buch ist m.E. eher die Vorlage für den Film gewesen als Daniel Domscheidt-Bergs Buch mit dem Kinotitel.

Das Buch, dem der Film wohl auch seinen Untertitel (Die fünfte Gewalt) entnommen hat, ist informativ, beschreibt gut sowohl den Exzentriker Julian Assange wie auch Daniel Domscheidt-Berg, die Idee und das Funktionieren der Plattform, die Einbindungen der Presse (New York Times, The Guardian und Spiegel) in konzertierte Veröffentlichungsaktionen und auch die spätestens nach Veröffentlichung der Depeschen als kriegerisch empfindbaren Reaktionen der USA gegenüber Wikileaks durch Zwang bestimmter Unternehmen, die Netzneutralität und auch eigene Vorschriften zum Nachteil der Plattform zu verletzen und auch den Krieg gegen den Guerilla Assange; in ähnlicher Form verhalten sich die USA auch gegenüber E. Snowden.

Für die Sachdarstellung gibt es vier Sterne, nach meinem Empfinden sehr gelungen.

Die Schwäche des Buches findet sich im Mangel der Selbstreflexion der Verfasser in Bezug auf ihre Tätigkeiten im Vergleich zu dem, was Wikileaks getan hat und wofür es steht, nämlich die grundsätzlich unbearbeitete Veröffentlichung der Plattform zugespielter Dateien. M.E. verkennen die Verfasser, dass eine Institution wie Wikileaks einen Part, der der Presse einmal vorbehalten schien, übernommen hat, nämlich den der primären Faktenvermittlung mit nachfolgender Bewertung. Die Presse, jedenfalls hier in Deutschland, versteht sich nicht mehr aufklärerisch, kritisch, als tatsächliche vierte Gewalt, die bereit ist, objektiv die Fakten zusammen zu tragen und zu bewerten und ohne Rücksicht auf Verluste zu veröffentlichen. Unsere Presse bedient nach meinem Empfinden neuerdings nur noch die politische Korrektheit, sie betreibt daran orientiert Meinungsbildung und ordnet den Meinungen die Fakten unter. Wer meint, diese Aussage ginge zu weit oder sei nicht belegbar, mag sich die Frage stellen, warum in der Finanzkrise EU- und Eurokritisches kaum zu lesen war (auf Bitten der Kanzlerin), dieses Thema aus dem letzten Wahlkampf herausgehalten wurde, kein medialer, dauerhafter Aufschrei durch die Presse ging, als Snowden seine Erkenntnisse hinsichtlich der Überwachung erstmalig präsentierte, die Presse unisono mit den Beschwichtigungen und Beendigungserklärungen eines Innenministers bzw. Kanzleramtsministers das Überwachungsthema ad acta legte; auch ein Blick in den Presskodex bringt Erstaunliches über Vorgaben zur Selbstzensur von Verlagen und Journalisten zu Tage. Deswegen, also weil sich faktisch nicht mehr von einer freien Presse sprechen lässt, werden Plattformen wie Wikileaks zur Verbreitung von Informationen bevorzugt Insoweit teile ich nicht im Ansatz die im Epilog dazu von den Autoren vertretene Auffassung, die Presse sei, weil sie selektiere und auch nachrecherchiere und bei Bedarf auch anonymisiere doch eigentlich der bessere leaker. Die Autoren weichen dieser sich aufdrängenden Frage nach dem Warum Wikileaks und nicht wir, bewusst aus; darin liegt die Schwäche der ansonsten guten Darstellung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nicht einmal die mächtigsten Regierungen oder staatlichen Organisationen der Welt hätten
bis vor Kurzem gedacht, dass geheimnisvolle Dokumente von einer Gruppe von Online-
Enthüllern an die Öffentlichkeit gelangen würden. WikiLeaks, für viele eine der umstrittensten
und gefährlichsten Webseiten der Welt, hat es zum Beispiel geschafft, die Wahrheit über die
Grausamkeiten von US-Kommandos bei zahlreichen Angriffen in Irak gegen mutmaßliche
Terroristen zu enthüllen, die in vertraulichen Militär-Akten versteckt waren.

Die Spiegel-Journalisten Marcel Rosenbach und Holger Stark schreiben in diesem Buch über
das Leben von Julian Assange, Gründer und Gesicht von WikiLeaks, seine schwierige Kindheit,
die Anfangszeit als Hacker, sein hektisches Leben, seine ersten Triumphe als Enthüller von
Geheimdokumenten und seine Krise als Angeklagter wegen Vergewaltigungsvorwürfen.

In diesem Buch haben die beiden Autoren zahlreiche Interviews geführt, u.a. mit Mitarbeitern
von WikiLeaks wie zum Beispiel Daniel Domscheit-Berg, Mitgründer und Programmier der
Internet-Plattform. Domscheit-Berg würde sich später nach heftigen Diskussionen mit Assange
von der Organisation distanzieren und sein eigenes Buch über seine Beteiligung an WikiLeaks
veröffentlichen.

Das Buch ist wie ein Kriminalroman geschrieben, der versucht jede Handlung der Charaktere
so präzise wie möglich zu beschreiben. Besonders interessant finde ich die Anfangszeit von
Julian Assange als Hacker und die Darstellung des Gründers von WikiLeaks, als er rund um
den Globus reist, um ein gigantisches Netzwerk aufzubauen.

Mit diesem Durchbruch gelang Julian Assange, in kürzester Zeit von einer unbekannter
Person zu einem Weltstar zu werden. 'Eine Geheimorganisation des Volkes' soll Assange
gesagt haben. Für viele ist Julian Assange aber auch ein Verräter, manchmal wird er als
Terrorist und Helfer von Terroristen beschimpft, insbesondere durch Regierungsbeamte der
Vereinigten Staaten. Für andere ist der Australier ein wahrer Held. Doch Julian Assange
muss heute noch gegen die schwedische Justiz kämpfen, die seine Auslieferung aus England
reklamieren, da er angeblich zwei Frauen vergewaltigt hat.

Es ist ein sehr interessantes, gut strukturiertes Buch, das uns zeigt, wie viele Netzwerkaktivisten
ihre Energien aufwenden, um Kontakte auf der ganzen Welt herzustellen, mit der einzigen
Absicht, die Grauzonen der Geheimdienste ans Licht zu bringen. Doch wie im Buch detailliert
beschrieben ist, kann die Überschreitung dieser Grauzone eine gefährliche Konsequenz haben.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich interessiere mich wie so viele nach den Enthüllungen im letzten Jahr für WikiLeaks. Dieses Buch hat mir wieder einige neue Aspekte gezeigt, gerade über die Anfänge der Organisation und auch über die Zusammenarbeit mit dem Spiegel.

Die Neutralität der Dokumentation ist hilfreich, um sich eine Meinung über WikiLeaks zu bilden, aber gleichzeitig auch das Einzige, das mich beim Lesen ab und zu gestört hat: Es kam mir so vor, als wären die Autoren sehr darauf bedacht, Julian Assange und seine Organisation nicht zu positiv darzustellen. Als könnten sie damit jemandem auf die Füße treten. Auf jeden positiven Kommentar folgt sofort ein negativer Satz oder eine Relativierung, das war beim Lesen oft nervig und anstrengend.

Außerdem erhält Julian Assange wie so oft in den Medien einen paranoiden Touch, der mich gestört hat. Ich bin nicht dafür, ihn auf ein Podest zu stellen, aber wer in den amerikanischen Medien offen über Forderungen liest, die CIA solle ihn liquidieren und ihn mit Bin Laden auf eine Stufe stellt, der darf doch ruhig mal etwas paranoid werden, wenn z. B. ein Koffer mit 3 WikiLeak Laptops auf einem Flug verschwindet und nie wieder auftaucht, oder?

Trotzdem würde ich das Buch jedem empfehlen, der sich mit WikiLeaks und den Ideen dahinter auseinandersetzen möchte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Oktober 2011
Für mich persönlich ist diese Buch das beste das es gibt. Es zeigt perfekt die Lage der Welt ohne zu lügen. Es zeigt WikiLeaks mit seinen Schwächen und Stärken. Für jeden Menschen der das wahre Gesicht der Welt sehen möchte, empfehle ich dieses Buch.

Es ist super geschrieben, selbst für junge Leute einfach zu lesen, und trotzdem äußerst informativ, und witzig. Von der Spannung möchte ich nicht reden, jeder Krimi der Welt ist Kindergarten gegen dieses Buch, den diese 336 Seiten handeln von der (meist traurigen) Wahrheit von den Menschen der Modernen.

Ich würde noch 20 weitere Sterne geben, wenn es noch welche gäbe.

wikileaks.org <-- Als Vorgeschmack ;)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2011
Die Geschichte ist rasant und flott erzählt und das Fazit umso ernüchternder. Doch ich greife vor.
Ich habe kaum etwas über J. Assange oder WikiLeaks gewusst und deshalb war dies wohl ein perfektes Buch um ein wenig in die Materie vorzudringen. Die beiden Autoren beschreiben leicht leserlich aber doch interessant die Entstehungsgeschichte der Seite und die Eigenarten des Gründers. Sie versuchen seine Biographie in den Kontext einzubauen und so das Projekt verständlicher zu machen. Seine liberale Erziehung und Einbindung in die australische Hackercommunity erklären seine Hauptmotive und machen sie auch verständlich. Auch die internen Probleme, die solch eine Persönlichkeit hervorruft werden thematisiert. Alles in allem ein doch stimmiges Bild.

Auch die technischen und strukturellen Herausforderungen und die späteren Auseinandersetzungen vor allem mit der US-Regierung nehmen einen großen Teil des Buches ein. Die Argumente der Kritiker werden erklärt und man bekommt einen kleinen Einblick in den langen Konflikt zwischen Pressefreiheit und nationaler/persönlicher Sicherheit bzw. der Unterwürfigkeit weiter Teile der Presse. Dazu gibt es aber bessere Bücher wie zum Bespiel Die Kriegsverkäufer - US-Propaganda 1917-2005.
Gegen Ende werden auch noch einige Beispiele aus dem geleakten Material vorgestellt, die sehr brisant sind. Gemeinsam mit dem Fazit das die Auswertung des Materials durch Journalisten unbedingt nötig ist und unreflektiertes Publizieren teils unverantwortlich ist. Auch sei die persönliche Recherche schwer und ich gebe zu das stimmt alles . Aber was soll man von einem Buch halten, das Staatsfeind WikiLeaks heißt, aber kaum über konkrete Beispiele verfügt und in dieser Causa auch über nichts Neues berichtet wird. Der Interessierte erfährt nicht wie er weiter mit diesem Datenschatz umgehen kann, sondern es wird auf die etablierten Medien verwiesen, denen wie selbstverständlich die Interpretationshoheit zufällt.

Als Fazit bleibt für mich, dass dies ein sehr interessantes Buch für Neueinsteiger zu dieser Thematik ist, aber auch ein irgendwie plumper Versuch sich selbst Pfründe abzustecken. Denn selten haben die Worte "Die Geschichte hat gezeigt, dass nur wir den Job machen sollten" positive Langzeitauswirkungen. Wahrheitsgehalt hin oder her.
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TOP 50 REZENSENTam 22. Januar 2011
Von Wikileaks und seinen Enthüllungen hat in den letzten Monaten wohl jeder gehört. Doch wer oder was ist diese Organisation, die ein solches Medienecho auslösen konnte? Das Buch beschäftigt sich mit den Anfängen von Wikileaks und seinem kometenhaften Aufstieg. Im Jahre 2006 hatte Julian Assange eine kleine Gruppe um sich gescharrt, die man als Abenteurer bezeichnen könnte. Die Freunde träumten von einer weltweiten Bewegung von Informanten, die die Mächtigen bloßstellen sollten - es erschien ihnen die effektivste Möglichkeit, politischen Einfluss zu nehmen.

In jenem jahr formte sich auch der politische Charakter der Gruppe, der sich bis heute kaum verändert hat.Wikileaks ist keine Organisation im herkömmlichen Sinne, mit festen Orten und Strukturen, sondern eher ein Netz von Einzelpersonen rund um die Welt, deren Aktivitäten am Computer stattfinden und die sich über Mails und Chaträume absprechen. Persönliche Treffen sind nicht vorgesehen und eher selten. Dies verstärkt den Eindruck einer geheimen Macht im Internet, welche den eigentlich Mächtigen in Politik und Wirtschaft das Fürchten lehrt.

Im Buch wird das Für und Wider der Enthüllungspraktiken von Wikileaks erläutert. Natürlich schadet die Offenbarung von Staatsgeheimnissen einer Regierung und ihrer aktuellen Arbeit, und vielleicht dauert es eine Weile, diesen Schaden wieder zu reparieren. Aber auf mittlere Sicht führt sie auch zu Reinigungsprozessen und einer Neujustierung von Politik. Sie kann eine Demokratie zwar kurzfristig schwächen, langfristig aber auch stärker machen.

Fazit: Das Buch beleuchtet gut die Ursprünge von Wikileaks, seine Struktur und zeigt, dass Wikileaks eine Bereicherung und Bedrohung zugleich ist - auf jeden Fall etwas, dass es so noch nie gegeben hat.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. März 2011
Gut geschrieben, inhaltlich sind kritische Züge vorhanden. Ob einen das Buch weiterbringt ist schwer zu sagen. Jedenfalls ist das Buch ein Gegenwartsbuch das verstehen hilft, warum es so wichtig ist sich von Staaten nicht vereinnahmen zu lassen. Wer das Buch liest bekommt den, latent sowieso vorhandenen, Eindruck, das auch in der sogenannten freien Welt massiv manipuliert wird. Ob man jetzt mit Herrn Assange so ganz einig sein muss ist individuell zu betrachten, aber immerhin kämpft er deutlich und aktiv für eine Welt, in welcher die Staatsmacht auch durch den Staat, nämlich durch die Bürger, ausgeübt werden muss ( nicht soll ). Jeder kann aus dem Buch entnehmen wie er selbst die Sache sehen möchte... und sich einbringt. In sofern war das Buch eine Bereicherung.
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