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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gärten Venedigs und des Veneto (Gebundene Ausgabe)
Ich bin leider nicht so bewandert, was die z. Z. zwei anderen Rezensenten anbelangt.
Ich habe das Buch in einer meiner Gartenzeitschriften gesehen und da mein Mann ein totaler Venedig-/ Veneto-Fan ist, habe ich es ihm zum Geburtstag geschenkt.
Das war ein voller Erfolg!
Die Bilder sind ein Traum, die Hintergrundinformationen topp und informativ.
Das Buch bietet eine kleine Traumreise durch die beschriebenen Orte, wenn man nicht einfach mal reisen kann.
Der Fotograf hat mit viel Liebe (unterstelle ich jetzt mal !-)) wundervolle Fotos eingefangen. Einfach traumhaft schön!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Untergang des Gartens Eden, 15. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Gärten Venedigs und des Veneto (Gebundene Ausgabe)
Condie treffen musste. Zu viele Gärten hat Venetien, hat selbst Venedig, als dass man sie alle auf 218 Seiten unterbringen könnte. Noch dazu, wenn man die einladenden Fotos von Alex Ramsay auch noch kundig kommentieren will. Der reich bebilderte Band „Die Gärten Venedigs und des Venetos“ stellt nämlich nicht nur die schönsten grünen Lungen in berauschenden Bildern vor, die sie begleitenden Texte sind von einer wohltuenden Klarheit, untermauert von Wissen um die Historie ebenso wie von profunder Ortskenntnis. Condie erzählt von der Blütezeit der Stadt und ihrer Gärten, von Architekten und Gärtnern, von Adligen und Nonnen. Da liest man vom Ehepaar Eden, das Ende des 19. Jahrhunderts den Giardino Eden auf der Giudeca geschaffen hatte. Der letzte Eigentümer dieses paradiesischen Gartens war Friedensreich Hundertwasser, der 2000 starb. Seither ist das Grundstück nicht mehr zugänglich, wird aber von der Hundertwasser Stiftung gepflegt. „Die Geschichten, die ein Garten über sich erzählt, verblassen nur allzu rasch“, schreibt die Autorin dazu. „Schon nach wenigen Jahren der Vernachlässigung brechen Pergolen zusammen, Statuen verwittern, Pflastersteine lockern sich. Ganz ist der Garten Eden noch nicht untergegangen, doch es erscheint sehr zweifelhaft, dass sein alter Glanz wieder hergestellt werden könne.“ Ganz anders der – wieder hergestellte – Garten des Palazzo Soranzo Cappelo, der in die Weltliteratur geschafft hat - in Henry James „The Aspern Papers“ und in Gabriele d’Annuncios autobiographischem Roman „Il Fuoco“. Eine Szene in „Das Feuer“ ist auch im Irrgarten der Villa Pisani angesiedelt, die am Brenta Kanal liegt. Verspielte Türmchen, groteske Steinfiguren und strenge Geometrie gehen hier eine kunstvolle Verbindung ein. Weiter führt Condies grüne Reise über den Botanischen Garten von Padua und verzauberte Villengärten nach Verona und in den Giardino Giusti, der mit seinen theatralischen Inszenierungen als Meilenstein der Gartengestaltung gilt. So reizvoll die Gärten, so spannend sind die Geschichten dahinter. Ein Prachtband nicht nur für (reisende) Gartenliebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die grünen Oasen der Lagunenstadt und ihrer Umgebung, 22. September 2013
Von 
H. Gardner - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gärten Venedigs und des Veneto (Gebundene Ausgabe)
Wer heutzutage einen Aufenthalt in Venedig plant, dürfte dabei in der Hauptsache touristische Allgemeinplätze wie den Markusplatz, die beinahe vierhundert Brücken (u.a. Rialto- und Seufzerbrücke), Muranoglas, Gondelfahrten auf dem Canal Grande, das Brackwasser in den Kanälen, den venezianischen Karneval und den Dogenpalast im Kopf haben. Doch die Lagunenstadt im Nordosten Italiens hat mehr zu bieten – ihre teils gut versteckten und meist wunderschönen Gärten, von denen 21 im Buch beschrieben werden und zum Glück der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Seit Jahrhunderten legen die Venezianer Wert darauf, dass sie sich ausschließlich von den Produkten der Lagune ernähren können. Aus diesem Grund bemühte man sich schon frühzeitig darum, den Boden trotz des ständig einströmenden Salzwassers durch verschiedene Methoden nutzbar zu machen. So war es möglich, auf den sorgfältig ausgewählten und gut vorbereiteten Arealen Obst-, Wein-, und Gemüsegärten anzulegen. Auch die sogenannten "Lustgärten" der reichen Patrizierfamilien waren sehr beliebt.

Als im 16. Jahrhundert hochherrschaftliche Residenzen auf dem Land in Mode kamen, bot sich den betuchten venezianischen Familien als idealer Ort dafür das nahe gelegene Veneto an. In diesem Landstrich Italiens, der Padua, Verona, Treviso, Rovigo und Vincenza einschließt, gewannen streng formale und bis ins Letzte durchstrukturierte Gartenanlagen, die Besuchern imponierten und sie in Staunen versetzten, an großem gesellschaftlichen Gewicht. Wechselnde Besitzer und Gartenmoden, aber auch der Zahn der Zeit führten dazu, dass die Gärten restauriert, erweitert und umgebaut wurden und teilweise tiefgreifenden Veränderungen unterlagen. Immer mehr Gartenhalter der Gegenwart sind jedoch daran interessiert, die ursprüngliche Schönheit ihrer Gärten wiederherzustellen und zu erhalten. Deshalb gibt es gerade in Venedig und dem Veneto wahre Offenbarungen der Gartenkunst zu entdecken.

Der vorliegende 224-seitige Bildband widmet sich aber nicht nur der Gestaltung, den Pflanzen, den verwendeten Materialien und dem Aufbau der einzelnen Gärten, sondern bietet eine wahre Fundgrube an Informationen über die Entstehungsgeschichte der Lagunenstadt, historische Daten und Geschichten über die jeweiligen Besitzer und Architekten (z.B. Andrea Palladio) der Gärten und dem ursprünglichen Erscheinungsbild derselben. In Bezug auf das Veneto stehen die wichtigsten Wirtschaftszweige und die landschaftlichen Besonderheiten im Vordergrund. Auch der Umgang Venedigs mit Hochwasser und die Trinkwasserversorgung in früheren Zeiten werden thematisiert.

Die Autorin und Kunsthistorikerin Jenny Condie lebt seit zehn Jahren mit ihrem Mann, einem Schriftsteller, in der Lagunenstadt. Neben ihrer Vorliebe für Gärten unterrichtet sie Kinder in englischer Literatur. Das wirkt sich auch auf den Text aus. Anstelle eines drögen Sachtextes erwarten den Leser atmosphärisch dichte, zum Teil beinahe poetisch anmutende Exkurse über kulturelle Entwicklungen in Italien, die Wirkung der Gärten auf den Betrachter und berühmte Besucher wie Goethe, Henry James, Edith Wharton, Giacomo Casanova, Jean Cocteau und Rilke. In einigen Fällen waren sogar die Halter der Gärten bekannte Persönlichkeiten. So wurde der "Giardino Eden" auf der Giudecca ("Robbeninsel" genannt) von der Schwester der englischen Gartengestalterin und –autorin Gertrude Jekyll und ihrem Mann angelegt und gehörte sehr viel später dem Künstler Friedensreich Hundertwasser. Daneben lockern ausgewählte Zitate den Text zusätzlich auf.

Die hervorragenden Fotografien von Alex Ramsay zeigen unter anderem Außenansichten der Villen, Olivenhaine, Buchsbaumhecken, Irrgärten, Seerosenteiche, Laubengänge aus Stangenholz, schmiedeeiserne Zäune, Steinmauern, alte Skulpturen und Figuren, Kieswege, Blumenrabatten, Zitrusbäume, Terrakotta-Gefäße, Zypressenalleen, Rosensträucher, Beete mit Heilkräutern, Weinranken, Brunnen etc. Fresken des legendären Malers Giandomenico Tiepolo sind ebenso abgebildet wie alte Kupferstiche. Jeder Garten hat seinen eigenen Charme und seine ganz spezielle Zusammensetzung an Pflanzen und Gestaltungselementen. Manche sind eher im natürlichen Stil englischer Landschaftsgärten gehalten, andere besitzen noch die klar vorgegebene Form, die man im Barock für französische und italienische Gärten bevorzugte. Ein paar gingen sogar in literarische Werke ein. Nur ein Garten fällt etwas aus dem Rahmen, da er zwar schon lange besteht, aber erst Anfang der 60erJahre des letzten Jahrhunderts im modernen Gewand konzipiert wurde. Ansonsten dominieren grüne Oasen mit vielen antiken steinernen Objekten.

Durch seine starken historischen Bezüge und vielfältigen Themen ist das Buch sehr viel mehr als ein gewöhnlicher Gartenbildband. Die hochinteressanten, abwechslungsreichen Texte und stimmungsvollen Fotografien werden sowohl Architekturbegeisterte, Gartenliebhaber als auch kulturell interessierte Menschen im Allgemeinen ansprechen. Eine gewisse Affinität zum italienischen Lebensstil sollte natürlich vorhanden sein. Am Ende des Buches finden sich die Adressen und Öffnungszeiten der Anlagen. Wem dieses schöne Coffee Table Book also nicht ausreicht, kann sich auch selber auf den Weg machen und die Gärten mit eigenen Augen betrachten. Es dürfte sich lohnen.
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Die Gärten Venedigs und des Veneto
Die Gärten Venedigs und des Veneto von Jenny Condie (Gebundene Ausgabe - 2. September 2013)
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