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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch würde ich mir gerne unters Kopfkissen legen, um davon zu träumen!, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Boys Don't Cry (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Dante ist 17 und hat endlich die Ergebnisse seiner Abschlussprüfungen in der Hand. Er hat bestanden. Nun kann sein Traum von einem neuen Leben weit weg an der Universität und einer besseren Zukunft beginnen. Doch schnell hat ihn die Realität eingeholt, als seine Ex Melanie bei ihm auftaucht und dem total verwirrten Dante seine kleine Tochter Emma dalässt. Anfangs kann er mit diesem kleinen, so wenig zur Kommunikation bereiten Menschen, nichts anfangen und sucht verzweifelt einen Ausweg, seine ursprünglichen Pläne wiederaufzunehmen. Doch je mehr er sich um Emma kümmert, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Und Emma betört nicht nur ihn. Dante muss sich fragen, was genau ihn so an seinem zu Hause störte, warum er unbedingt wegwollte. Er erkennt, dass es gar nicht so schlecht ist. Zu spät merkt er, in welch großen Schwierigkeiten sich sein Bruder Adam befindet. Und dann werden sie alle von einem riesigen Schicksalsschlag eingeholt und Dante kann nur noch beten, dass ihre Familie nicht auseinander bricht.

Meine Meinung:
Zuerst fand ich den Titel "Boys don't cry" und die Covergestaltung nicht besonders toll. Auch der Klappentext konnte mich nicht überzeugen und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch normalerweise niemals gelesen hätte. Doch da ich bereits eine sagenumwobene Trilogie von Malorie Blackman gelesen habe, hoffte ich auf das Beste.
Ich wurde reicher belohnt, als es mir nach meinen Vorurteilen zugestanden hätte.
Voller Skepsis war ich mir sicher, mich niemals mit einem 17-jährigen Vater identifizieren zu können. Letztlich konnte ich es doch, viel besser als sonst, doch darum geht es auch gar nicht vordergründig. Es geht um den Rausch dieser beeindruckend gefühlvollen Geschichte, um die so alle Illusionen beiseite wischenden Worte und die bebenden Gefühle, die mich beim Lesen übermannten.
Eine sehr intensive Geschichte über das Leben. Genauso könnte es sich zugetragen haben. Es ist nicht nur das Problem eines Teenagervaters, das Malorie Blackman in ihrem wirklich besonderen Jugendbuch anspricht. Sie webt einen weiteren Konflikt in die Geschichte ein: Homosexualität. Dante und Adam sind Brüder und liegen nur ein Jahr auseinander, dennoch sind sie extrem unterschiedlich und haben beide ihre eigenen Probleme und Sorgen, mit denen sie sich durch ihr Leben mühen. "Boys don't cry" hat mich total berührt. Es gibt so einige emotionale Momente, bei denen mir das Wasser in die Augen schoss und irgendwann ist das Fass wohl übergelaufen.
Doch noch mehr habe ich lächeln müssen. Denn Malorie Blackman beschreibt auch, wie magisch und kostbar die Liebe zu einem Kind und wie einzigartig so ein Kind sein kann.
Dieses Werk war wirklich auf eine ehrliche, sich auf mehreren Ebenen abspielende Weise, eine Geschichte, die ich mir am Liebsten unters Kopfkissen legen würde, um von ihr zu träumen. So wenig dort alles rosarot ist, ist es echt, denn das Leben ist nicht nur fair und bunt und schön. Die hässlichen Seiten braucht es ebenso, denn wie sagt man?: "Wo Licht ist, ist auch Schatten". Genau das trifft auf "Boys don't cry" zu und am Ende habe ich etwas wunderschönes aus diesem Buch mitgenommen: Die Hoffnung!

Mein Fazit:
Ein tolles Buch über eine herzzerreißende Familie, die es in sich hat. Zwei Brüder zwischen dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und den Konfliktkonfrontationen im wahren Leben. Ein junger Mann, der den Schock überwinden muss, plötzlich eine beinahe einjährige Tochter zu haben und ein anderer junger Mann, der seine Homosexualität zwar selbst akzeptiert hat, doch in seinem Umfeld keine Unterstützung in diesem Punkt erfährt.
Ich bin richtig vernarrt in diese Geschichte und auch der Titel "Boys don't cry" ist nicht mehr nur einfach ein Titel. Da steht ein tragender Sinn dahinter und so wünsche ich diesem Buch so viele LeserInnen wie nur möglich.
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5.0 von 5 Sternen Harte Realität trifft weiche Gefühle, 1. Juni 2013
Von 
J. Weier "Schule Wegenstetten" (Wegenstetten, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Boys Don't Cry (Gebundene Ausgabe)
Melanie H. (12 Jahre), Zeiningen

Mir hat an diesem Buch besonders gut gefallen, dass Dante sich immer wieder durchgesetzt hat und Adam öffentlich dazu stand, dass er schwul ist. Toll fand ich auch, wie Dantes Dad ihm mit Emma geholfen hat.
Nicht so gefallen hat mir, dass auch heute Schwule noch so diskriminiert werden. Die Szene mit der Schlägerei hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wie Dantes Dad teilweise mit ihm umgeht, gefällt mir auch nicht gut.
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5.0 von 5 Sternen Eine Familiengeschichte der etwas anderen Art zum lachen und zum nachdenken, 21. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Boys Don't Cry (Gebundene Ausgabe)
Dante hat gerade die Schule beendet und träumt von einem Leben fernab seiner Familie an der Uni. Völlig überraschend steht jedoch seine Ex-Freundin mit einem Baby vor der Türe und Dante erfährt, dass er Vater geworden ist. Unter einem Vorwand verschwindet sie und lässt ihn mit dem Baby alleine. Anfänglich kann Dante gar nichts mit dem Baby anfangen, für ihn ist es bloß ein 'es' oder das 'Ding'. Doch er wächst in seine Rolle hinein und das Baby, Emma, gewinnt nicht nur sein Herz, sondern auch das seines Bruders und Vaters.

Malorie Blackmans Schreibstil hat mir von Anfang an gut gefallen. Ich hatte sofort einen Zugang zu der Geschichte und den Protagonisten. Die Protagonisten werden sehr gut dargestellt, und waren mir stets sympathisch, weil sie sehr menschlich und real auf mich wirkten. Doch auch Situationen und Gefühle werden von der Autorin sehr toll dargestellt, so dass ich mich häufig gefühlt habe, als sei ich als stumme Beobachterin mitten im Geschehen dabei. Dadurch ist es mir auch nicht schwer gefallen, das Buch in einem Rutsch durchzulesen.

Besonders gut hat mir an der Geschichte gefallen, dass sie die Thematik 'alleinerziehende, junge Eltern' einmal aus einem anderen Blickwinkel zeigt. Meist zeigen solche Geschichten ja eher das Leben der Mutter. Im Vordergrund steht hier das Thema Verantwortung, denn als Dante so plötzlich zum Vater wird, muss er erst lernen, was es überhaupt bedeutet, für einen anderen Menschen die Verantwortung zu übernehmen. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich Dante weiter, was von der Autorin sehr authentisch dargestellt wird. Neben Dante und Emma spielt auch Dantes Bruder eine wichtige Rolle und der Leser erhält Einblick in die Probleme, mit welchen er zu kämpfen hat. Bevor Emma in das Leben der Familie kam, war der Familienzusammenhalt nicht besonders gut, doch durch Emma gelingt es den dreien, sich wieder anzunähern und ein Wir-Gefühl zu entwickeln. Auch diese Entwicklung wird von der Autorin sehr authentisch und an keiner Stelle kitschig oder unrealistisch dargestellt.

Bei vielen Jugendbüchern kritisiere ich den lockeren und verantwortungslosen Umgang mit Sexualität. Auch Emma entstand durch eine Nacht mit viel Alkohol und schnellem, ungeschütztem Sex. Malorie Blackman beschreibt diese Tatsache und zeigt die Konsequenzen eindringlich, jedoch ohne dabei mit dem moralischen Zeigefinger zu wedeln. Dies hat mir gut gefallen, zudem halte ich es auch für jugendgerecht.

'Boys don't cry' ist eine Familiengeschichte der etwas anderen Art, welche mich zum lachen, aber auch zum nachdenken gebracht hat. Nachdem ich den letzten Satz gelesen hatte, war ich etwas traurig, denn ich hätte die Entwicklung der Protagonisten sehr gerne noch weiterverfolgt.
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5.0 von 5 Sternen Emotional, anrührend, schockierend, schön, 8. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Boys Don't Cry (Gebundene Ausgabe)
KLAPPENTEXT:
Ich ging ins Wohnzimmer, trat vor den Buggy und blickte auf das Wesen hinunter, das angeblich mein Kind war ' meine Tochter. Das Wort löste ein Erdebeben der Stärke 10 auf der Richter-Skala in mir aus.
Dante hat gerade die Schule hinter sich und schmiedet große Pläne für die Zukunft. Da steht seine Exfreundin mit einem Baby vor der Tür ' und eröffnet ihm, dass er der Vater ist. Doch es kommt noch schlimmer. Melanie verschwindet und von einem Tag auf den anderen muss Dante (fast) alleine klarkommen ...

ZUR AUTORIN:
Malorie Blackman, 1962 in London geboren schreibt in erster Linie Kinderbücher. Sie hat bereits über 50 Bücher veröffentlicht für die sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Sehr bekannt ist ihre 'Himmel und Hölle'-Trilogie, die ebenfalls im Boje Verlag erschienen ist.
EIGENE MEINUNG:
Noch so jung und schon ungewollt Eltern ' eine Situation wie sie wohl häufig geschieht und deswegen auch in einigen Jugendromanen thematisiert wird. Ein Thema das abgegriffen ist? Keinesfalls, denn auch in der Realität ist es nicht abgegriffen und in einem Buch wird es dann noch mal richtig interessant, wenn man das Thema aus einer anderen Betrachtungsweise angeht. Wenn nicht das werdende Elternpaar im Vordergrund steht und sich damit auseinandersetzen muss, dass demnächst jemand da ist, für den sie sorgen müssen, sondern ein junger Mann, dem sein Kind vor die Nase gesetzt wird und der ganz plötzlich nicht nur vor einer neuen Verantwortung steht, sondern sich auch damit auseinandersetzen muss, dass es nun einen Menschen gibt, der ihn bedingungslos liebt und vertraut.
Dante weiß genau was er will. Schon lange hat er sein Ziel im Blick. Wichtig ist für ihn vor allem von seiner Familie wegzukommen und ein besseres Leben führen zu können, als es bisher möglich war. Doch dann steht plötzlich Melanie vor ihm. Seine erste richtige Freundin, für die er jedoch gar nicht so viel empfunden hat und mit der er nur ein einziges Mal Sex hatte. Und das auch noch betrunken. Das Kind kann also gar nicht von ihm sein. Deshalb begegnet er nicht nur Melanie mit Ablehnung sondern auch ihrem Kind, der kleinen Emma. Doch Melanie beteuert, dass die Kleine nur von ihm sein kann und bittet ihn nur kurz darauf aufzupassen. Doch sie kommt nicht wieder. Denn sie ist müde und braucht Ruhe und Abstand...
Erzählt wird wie immer in Malorie Blackmans Romanen aus mehreren Perspektiven. Hier sind es Dante und sein Bruder Adam, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Dante ist eher ruhig und verschlossen, ein bisschen kühl, während sein Bruder gefühlvoll und emotional ist. Doch auch Adam hat sein Päckchen zu tragen und das lastet ganz schön schwer auf ihm.
Malorie Blackman ist es mal wieder gelungen ein Buch zu schreiben, das bedrückt, berührt und mich zum Weinen bringt. Sowohl, weil es traurig ist, aber auch, weil es so wunderschöne emotionale Stellen gibt. Wie in ihrer 'Himmel und Hölle'-Reihe thematisiert sie auch hier Diskriminierung und Vorurteile, mit denen besonders Adam, aber auch Dante als alleinerziehender so junger Vater zu kämpfen hat. Wie immer geht sie dabei schockierend brutal mit ihren Protagonisten um und lässt sie allerhand durchmachen. Mal wieder ist es ihr gelungen mich mit einem ihrer Romane emotional zu fesseln.

FAZIT:
'Boys don`t cry' ist ein sehr bewegender Roman, in dem eine Familie, die fast schon zerfallen war, über schwere Schicksalsschläge wieder zusammen findet. Emotional, anrührend, schockierend und schön. Ein echter Blackman und damit absolut lesenswert.
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4.0 von 5 Sternen Kritisch Bewusstsein schaffen ohne Moralpredigt, 22. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Boys Don't Cry (Gebundene Ausgabe)
Malorie Blackman ist im deutschen Sprachraum vor allem für ihre "Himmel & Hölle"-Reihe bekannt. Im Sommer ist nun auch eines ihrer neuesten Werke in deutscher Sprache erschienen - und durfte dabei sogar seinen Originaltitel behalten. Das Cover wurde zwar neu gestaltet, orientiert sich aber stark am englischen Original. Angesichts der "Übersetzungs-Pfuscherei", die sich in den letzten Jahren bei deutschen Verlagen eingebürgert hat, kann ich hier nur sagen: Beide Daumen hoch! Titel und Cover passen perfekt zum Inhalt.

Bei der Lektüre von "Boys don't cry" hatte ich seit langem wieder das Gefühl, dass mir durch ein Buch die Augen für bisher nicht bedachte Themen geöffnet wurden. Malorie Blackman beleuchtet die Seite eines jungen Vaters, der sich mit der Situation, plötzlich für ein Kind sorgen zu müssen, von dem er noch nicht einmal wusste, sichtlich überfordert fühlt. Das ist bestimmt nicht so häufig wie der klischeehafte Fall einer Mutter im Teenageralter und vermutlich hat mir Dante als Protagonist das Einlassen auf's Buch sehr erleichtert.

Warum ich mich Dante so nah gefühlt habe, hat den einfachen Grund, dass er von Anfang an wie aus dem Leben gegriffen scheint. Vom einen auf den anderen Tag platz seine nicht einmal einjährige Tochter Emma in sein Leben und fordert Aufmerksamkeit. Dabei fand ich die ganze Palette an Dantes Gefühlen absolut nachvollziehbar - angefangen bei seiner anfänglichen Scheu, Emma auch nur hochzunehmen, bis hin zum Vaterstolz, den er mit der Zeit völlig unbemerkt von sich selbst entwickelt.
Außerdem gesteht sich Dante seine Schwächen ein. Er weiß, dass er nicht alleine mit seiner Situation zurecht kommen kann. Trotzdem braucht es einiges an Überwindung, um um Hilfe zu beten. Malorie Blackman beschreibt sein tägliches Kämpfen und sich Bemühen so realistisch, dass ich ein paar Mal wirklich vor Anteilnahme schlucken musste.

Zudem schafft die Autorin Bewusstsein für einen klassischen "Jugendfehler" - Sex nach übermäßigem Alkoholgenuss, klassischer geht's fast nicht - ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln oder eine Moralpredigt zu halten.
Dabei behilflich ist Blackmans klarer Stil, der mit unkomplizierten Formulierungen auskommt und gerade heraus zu sagen vermag, worum es wirklich geht.

Natürlich, Bücher über Teenagerschwangerschaften und die Zeit, die darauf folgt, gibt es haufenweise. Wenn ich eines lesen wollte, ich könnte mich beim besten Willen für keines entscheiden. Das impliziert, dass ich noch keines dieser Bücher gelesen habe und trotzdem stelle ich mir jetzt hier her und behaupte frei heraus: "Boys don't cry" ist doch ein bisschen anders als alle anderen, das fängt schon damit an, dass der Protagonist des Buches ein Junge ist und daher ein völlig anderer Zugang zum Thema "Baby" entsteht.
Ich jedenfalls kann das Buch nur empfehlen! Und zwar völlig uneingeschränkt.

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Malorie Blackman beweist erneut, dass sie zum Erzählen geboren wurde. Besonders beeindruckt war ich von ihrem Protagonisten Dante, der ein wahres Gefühlschaos durchmacht und trotz Selbstzweifel die richtigen Entscheidungen trifft. "Boys don't cry" ist kein Selbstratgeber und keine Moralpredigt - genau so müssen kritische Themen angegangen werden.
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Boys Don't Cry
Boys Don't Cry von Malorie Blackman (Gebundene Ausgabe - 19. August 2011)
EUR 14,99
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