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am 20. Juli 2012
Im Rahmen seiner Lesereise zum o.g. Buch besuchte Ladilaus Löb, emeritierter Professor für deutsche Sprache und Literatur in Brighton, auf Einladung des Fritz-Bauer-Instituts am 16. September 2010 die Universität Frankfurt. Der mittlerweile 77-jährige Löb, der fließend Englisch, Deutsch und Ungarisch spricht, erzählt - ohne irgendwelche schriftlichen Notizen - von seiner Rettung, die für ihn untrennbar zusammenhängt mit der mutigen Tat des jüdischen Anwalts Rezsö Kasztner.
Rezsö Kasztner war ein Anwalt aus Klausenburg, der nach dem am 19. März 1944 erfolgten Einmarsch der deutschen Truppen in Ungarn, 1700 ungarische Juden vor der Deportation nach Auschwitz bewahrte, indem er - man mag es kaum glauben - direkte Verhandlungen mit Eichmann und Becher aufnahm, um Juden gegen kriegsnotwendige Güter freizutauschen. Himmler soll - so berichtet es auch Löb - Eichmann angewiesen haben, über geeignete Kanäle den Westallierten das Angebot zu machen, 1 Millionen Juden für 10.000 LKWs, die dann ausschließlich im Osten eingesetzt würden, auswandern zu lassen. Die Westallierten lehnten sofort ab. Kasztner verhandelte dann trotzdem mit Eichmann, um wenigstens so viele Menschen wie möglich zu retten.
Am 7. Dezember 1944 rollte ein Zug mit 1670 ungarischen Juden über die deutsche Grenze in die Schweiz, die - so Löb - angesichts der sich abzeichnenden Niederlage des Deutschen Reichs, ihre rigide Abweisungspolitik (ca. 30.000 Juden wurden zuvor ab- bzw. ausgewiesen) veränderte.
Ladislaus Löb kam als 11-jähriger Junge in die Schweiz, absolvierte einen Sprachtest (in Schwitzerdütsch), wurde Schweizer Bürger, besuchte das Gymnasium und ging 1963 nach England. Rezsö Kasztner, der dies mit seinem Verhandlungsgeschick ermöglicht hatte, indem er dem SS-Obersturmbannführer Becher dafür zwei Millionen Dollar übergab, ging nach Israel, löste wegen seines Geschäfts mit den Nazis eine moralische Debatte aus und wurde dort bald wegen Kollaboration vor Gericht gestellt und für schuldig befunden. Kurze Zeit später, 1957, wurde er von drei jüdischen Extremisten auf offener Straße erschossen.
Bis heute entzünden sich an Kasztner, der inzwischen rehabilitiert wurde, hitzige Debatten. Löb, dem es in seinem Werk um die endgültige Rehabilitation eines mutigen Mannes geht, dem er sein Leben verdankt, hat bis heute keinen israelischen Verlag gefunden, der sein Werk auf Hebräisch herausbringen will.
Löb beschreibt auf nachfühlbare Weise seine Jugendjahre in Klausenburg, den aufkommenden Antisemitismus in Ungarn und die - wie er es nennt - noch vergleichsweise erträglichen Schikanen durch die ungarischen Behörden. Dann die Flucht mit seinem Vater aus dem Ghetto in Klausenburg, die Aufnahme ins "Kasztner-Asyl" in Budapest, die Fahrt über Linz nach Bergen-Belsen sowie die fünf entbehrungsreichen Monate als Sondergefangene (ohne gelben Stern) im KZ Bergen-Belsen.
Dieses Buch ist ein wichtiges Stück "Oral-History"; die Verknüpfung seiner eigenen Rettung, die er nie als erzählenswert erachtete, mit der Tragödie Kasztners macht dieses Buch so spannend, lesenswert und aktuell.
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am 13. November 2012
Der Großteil meiner Familie wurde Dank Kasztner in den sicheren Tod geschickt. Kasztner und mein Großvater waren sich bekannt und hatten auch professionell miteinander zu tun. Die Intrigen von Kasztner, seine kaltblütige Ausnutzung seiner Bekanntschaft mit Eichmann und anderen SS-Größen, seine verlogenen Versprechen und sein Handeln, der viele Geld und Sachwerte einbrachten, führten dazu, dass meine Familie Ungarn nicht rechtzeitig verlassen hat. Danach blieb ihnen nur der die "Reise" mit dem Viehtransporter in den Gas- und Feuerrachen von Auschwitz, während der Judenrat und bestens vernetzter Zionist Kasztner und seine Bande komfortabel mit hunderten von begüterten und elitären Juden im Personenzug dem Holocaust aus dem Wege fuhren.
Der Autor unternimmt sehr viel, um die Geschichte zu verdrehen. Daraus wurde ein Buch, das am besten zum Recycling auf ein Kompostierhaufen gehört.
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