|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
6 Rezensionen
|
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
|
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Kein Standardwerk,
Von Cenodoxus "dinjun" (Bibliothecosibirsk) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Vergleicht man dieses Lexikon mit der Propyläen Weltgeschichte (nach wie vor die Referenz), so hat man dort eine abschreckende Bleiwüste, die man gerade deshalb kaum mal zur Hand nimmt, hier nun ein ansprechendes und zum Lesen motivierendes Buch, das möglicherweise nicht im Regal verstauben wird, sondern tatsächlich dazu anregt, dass man es verwendet - und sei es nur, um darin zu blättern und die ein oder andere Abbildung nebst Beschriftung zu lesen. Insofern macht schon dieser erste Band wirklich Lust auf mehr.Auf den Hauptteil (hier auch mit Exkurs "Steinzeit heute? - Die Naturvölker der Gegenwart") folgt ein sehr ZEIT-spezifischer Teil, die sog. "ZEIT Aspekte". Hierunter verbirgt sich eine Sammlung ausgewählter Artikel aus der ZEIT zu den Themen dieses Bandes. Dies ist eine schöne Idee und macht durchaus Freude, v.a. auch, wenn man sich an Artikel erinnert, die man möglicherweise auch einmal aufgehoben hat. Andererseits ist dieser Teil aber auch serh problematisch und bei aller Hochachtung für die ZEIT muss man sich doch fragen, ob alle ihre Artikel sozusagen sub specie aeternitatis (in einer "Menschheits"enzyklopädie) Gültigkeit haben können. Dies will ich besonders für den Artikel über den Ötzi vom 7. August 1992 bezweifeln. Zu diesem Zeitpunkt war bei weitem noch nicht genügend Wasser aus den Gletschern ins Tal geflossen, geschweige denn der Fund ausreichend wissenschaftlich ausgewertet. Man muss man anerkennen, dass namhafte Vertreter ihres Faches als Autoren des ersten Bandes auftreten. Den Beginn macht Egon Boshoff über das Thema "Was ist Geschichte", ein ausgewisener Kenner des Mittelalters, vor allem der Salier. Er gibt einen Überblick darüber, wie die menschliche Geschichtsbetrachtung etwa seit den Griechen entstanden ist, dies sachkundig und sicher, aber für meinen Geschmack leider auch etwas zu kursorisch. Wichtige Unterscheidungen moderner Geschichtsbetrachtung, etwa die Kategorien von "kalter und warmer Erinnerung" oder des individuellen und kollektiven Gedächtnisses nach Cl. Lévi-Strauss, Maurice Halberwachs bzw. Jan Assmann bleiben leider ganz außen vor, so dass man hier wenig mehr findet als Elementarwissen, aber kaum eine wirkliche Einführung in die philosophische oder auch anthropologische Reflexion über das Fach Geschichte. Wie vieles ist also auf der Strecke geblieben? Will man das den ZEIT-Lesern nicht mehr zutrauen? Die Idee Zitate wichtiger Denker wie Ciceros oder Rankes neben dem Text hervorzuheben, ist sicherlich löblich, allerdings wenn es in derartiger Verkürzung geschieht wie hier (dies gilt leider für alle Teile des Lexikons!) bringt das eigntlich gar nichts und ist letztendlich nicht mehr als verzierendes Beiwerk. Auch die jeweiligen Quellen werden nirgends angegeben, was leider auch für den gesamten Text gilt. Nirgends gibt es Hinweise auf die verwendete oder wenigstens auf weiterführende Literatur! Zudem gibt es trotz aller betonten Mühe um Anschaulichkeit m. E. zu wenige wirklich veranschaulichende Abbildungen wie Karten oder Stammbäume. So fehlt mir etwa dringend eine Karte über die Ausbreitung der jungsteinzeitlichen Wirtschaftsform. Auf Anhieb bin ich z.B. ratlos, wo genau ich mir das türkische Catal Hüyük denken muss. Ein abschließendes Urteil zu finden fällt nun schwer und ist nach einem Band auch kaum möglich. In Zeiten von wikipedia, in denen viele aus den Augen verlieren, was verlässliche Informationen von unverlässlichen unterscheidet, hätte ich mir eine wesentlich stärkere Orientierung an den Grundsätzen von Wissenschaftlichkeit gewünscht. Andererseits steht fest, dass hier ausgewiesene Fachleute geschrieben haben und dass man tatsächlich nicht alten Wein in neuen Schläuchen erhält, sondern durchaus Informationen aus erster Hand und auf dem Stand der Wissenschaft (abgesehen von den doch zu kurzlebigen ZEIt Aspekten, die aber durchaus ihren Reiz für sich haben). Ein Standardwerk wird das nicht werden. Dafür bietet die ZEIT "Welt- und Kulturgeschichte" dem ersten Anschein nach doch leider weniger als man erwartet hätte. Ich werde sie mir nicht anschaffen und weiterhin zum Bewährten greifen: Siedlers Deutsche Geschichte, der Gebhard, Oldenbourg Grundrisse, Propyläen, Fischer Weltgeschichte... und daneben zu Monographien. Aber das ist durchaus Geschmackssache. Unter dem Strich scheint es jedoch so, als sei alles v.a. eine große Marketing-Kampagne und auch hier gilt: The media is the message (Marshall McLuhan). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Mäßiger Start einer 20-teiligen Serie,
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Am 03.11.2005 startete die Zeit nach dem finanziellen Erfolg ihres allgemeinen Lexikons mit einer 20-teiligen Serie über die Welt- und Kulturgeschichte. Band 1 behandelt die Vor- und Frühgeschichte sowie Ägypten als erste Hochkultur. Positiv fällt mir auf, dass die Bände durchgehend farbig gestaltet sind und auch durch viele Fotos glänzen. Die zahlreichen Infokästen sind hingegen ein eher zweischneidiges Schwert, da sich der Inhalt oftmals nicht nur wortgetreu, sondern auch mehrere Sätze lang im Fließtext wiederfindet. Das Lesen von Beidem wird einem folglich verleidet. Ich vermisse ein größeres Diagramm über die Entwicklung in der Früh- und Vorgeschichte. Begründet wird dies indirekt: Der damit implizierte lineare Ablauf der Menschheitsentwicklung in den letzten 3 Millionen Jahren wird von den Autoren abgelehnt. So entsteht hingegen ein Orientierungsvakuum. Einen Überblick erhält also nur derjenige, der den Text komplett liest. Ob diese Herangehensweise für ein Nachschlagewerk sinnvoll ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Highlight des Buches sind die Zeit Aspekte. Diese sind weniger eine Ansammlung von Fakten als eine weitergehende Beschreibung einzelner Ereignisse oder Situationen. Insbesondere der Artikel über die suboptimale Bergung und die weitere Vorgehensweise bei der Untersuchung von Ötzi ist herrlich. Dies zeigt allerdings auch auf, wie vergleichsweise trocken die 500 Seiten davor geschrieben sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
DAS ÜBLICHE AUF DEM NEUESTEN STAND,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Wiedereinmal wurde Weltgeschichte geschrieben, diesmal unter der Redaktion des bekannten Blattes DIE ZEIT, allerdings läßt bereits der erste Band vermuten, daß hier keineswegs Epoche gemacht wurde. Eine Menschheitsgeschichte in 20 Bänden aus diesem Hause verspricht eine kompetente Darstellung und informative Faktensammlung auf dem aktuellsten Stand, außerdem sieht das Ganze beim ersten Durchblättern sogar recht geschmackvoll aus.Von weiteren ästhetischen Beweggründen abgesehen, etwa um ein Wohnzimmer zu schmücken, sollte solch eine Ausgabe wohl zwei Zwecke bedienen. Einmal muß es zum Nachschlagen taugen und dabei in möglichst kurzer Zeit das Wichtigste aus sich herausholen lassen; zum Anderen sollte es auch diese seltsame Minderheit befriedigen, die die Gegenwart nicht für wichtiger nimmt, als die übrige Zeit, und die durchaus bereit ist, solche Werke zu lesen. Dabei geht es weniger um Fakten, als um das Einfühlen in vergangene Welten. Hier liegt ein Schwachpunkt. Viele Autoren verderben den Text, vielleicht wird daraus einmal eine alte Wahrheit. Jedenfalls reihen sich hier gesichts- und geistlose Zusammenfassungen aneinander, die dem Leser das Gefühl geben, er befinde sich schon wieder im verhaßten Geschichtsunterricht. Das muß nicht sein. Zum Beispiel unternahm vor etwas längerer Zeit der Historiker Will Durant den Versuch, die gesamte Kulturgeschichte in einem Guß vorzulegen. Etwas sehr Seltenes ist darin zu finden: Inspiration. Die Fakten lassen sich irgendwo nachschlagen, aber die Begeisterung und die Erhabenheit, die von Geschichte ausgehen können, scheinen den meisten Historikern entweder abhanden gekommen zu sein oder der Vermittlung nicht wert. Wenn es erlaubt ist, die Konzeption des ersten Bandes auf das gesamte Werk hochzurechnen, läßt sich leider diese Weltgeschichte auch nicht als Nachschlagewerk empfehlen. Im Text werden Dinge (z.B. Zeitangaben/Stammbäume) unterschlagen, die mit einer einfachen Graphik hätten ergänzt werden können. Chronologische Übersichten muß man sich mühevoll aus verschiedenen Kapiteln zusammensuchen und die Infoboxen variieren lediglich den unpräzisen Textlauf. Die angehangenen ZEIT-Aspekte mit Artikeln aus den letzten Jahren sind offenbar in beiderseitiger Unkenntnis vom Haupttext geschrieben, stilistisch zumindest etwas motiviert, aber im Grunde nur für Leute relevant, die Wissenschaft in einer Zeitung suchen. Der Lesefluß im Ganzen wird empfindlich durch die Illustrationen, Randbemerkungen und allerlei Kästchen gestört. Vielleicht liegt hier aber auch eine Stärke, denn als Bilderbuch zum Schmökern taugt es durchaus und manchmal liegt darin der Anfang einer langen Leidenschaft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Viel Wind um wenig,
Von Peter Schneider (Region Stuttgart, Baden-Württemberg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Die Zeit startet ein neues 20 bändiges Werk. Hilfestellung gibt wiederum der BrockhausVerlag. Helmut Schmidt hat ein packendes Vorwort geschrieben. Aber das Produkt bleibt doch einfach enttäuschend. Ich habe die ersten beiden Themen gelesen. Es handelt sich um aneinandergestückelte Artikel, die auch nicht so ganz richtig aneinander passen. Leider ist auch eine der ersten Bildunterschriften fehlerhaft. Der abgebildete Stuttgarter Königsbau beinhaltet seit einigen Jahren nicht mehr die Börse sondern demnächst ein "profanes" Kaufhaus. Diesem dient es als monumentales Eingangsportal. Die Ausstattung des Buches ist mager. Es sollte also mindestens ein Lesebändchen enthalten. Die Papierqualität ist ordentlich. Das Werk wird wohl ein guter Schmuck für den Bücherschrank. Zumindest bei demjenigem, dem so etwas gefällt. Gibt es einen Grund ein 20 bändiges Werk hinzustellen, wenn ich in einem Brockhaus "Einbänder" das Thema Geschichte ähnlich gut aufbereitet finde?Daher nur einen Stern. Nach dem enttäuschenden Lexikon nun ein enttäuschendes Geschichtswerk. Schade. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine kurze Geschichte der Geschichte,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Über Wochen lag der erste Band in der Ecke. Aber dann hat er seine Chance bekommen. Und sie genutzt. Sobald man über die ersten Klippen (teilweise fehlerhafte Beschriftung der Bilder; überflüssige Infoblöcke; wenig aufeinander abgestimmte Forschungsberichte der einzelnen Autoren) hinweg kommt, zeigt sich mir ein hervorragender Bericht zum Stand z.B. der Erforschung der Anfänge der Menschheit. Zu einem günstigen Preis. Wer nicht gleich eine Monographie lesen will, der ist bei dieser Geschichte gut aufgehoben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Anschauliche Überblicksdarstellung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten (Gebundene Ausgabe)
Einige Kommentare kann ich nicht verstehen. Diese Reihe ist eine gut strukturierte und anschauliche Überblicksdarstellung der Welt- und (gerade das ist hervorzuheben) Kulturgeschichte.An Geschichte interessierte Leser erhalten eine umfangreiche Darstellung geschichtlicher Prozesse und Entwicklungen, die weit über eine alleinige Vorstellung der politischen Geschichte hinausgeht. Kunst, Literatur, Religion etc. ist ebenso enthalten und macht deutlich, dass die menschliche Entwicklung auch deutlich von diesen Dingen geprägt war und in zunehmendem Maße auch heute weiterhin ist. Die Kritik an der mangelnden Übersicht und dem Problem, bestimmte Sachverhalte schell zu finden kann ich nicht nachvollziehen: Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 01. Anfänge der Menschheit und Altes Ägypten von Tratschke (Gebundene Ausgabe - 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
| ||