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5.0 von 5 Sternen "Romeo und Julia einmal anders: Radikalisierung, eine große Liebe und allerlei Probleme"
Inhalt:
Romea und Julian können unterschiedlicher nicht sein: Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten. Trotzdem verlieben sich beide, denn ihnen fehlt ein eindeutiger Halt im Leben. Während beide zueinander wachsen, nimmt sie immer mehr der Sog der Salafisten mit. Bis es keinen Rückweg mehr gibt …

Geschichte 4.5/5...
Vor 11 Monaten von Bücherfresser veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Wie wird ein westlicher Jugendlicher zum Gotteskrieger?
Julian Engelmann will das Kaufhaus Alexa am Berliner Alexanderplatz in die Luft sprengen. In seiner neuen Identität als Abdel Jabbar will er es den Ungläubigen zeigen und mit seinem Selbstmordattentat ins Paradies eingehen. Doch kurz bevor er den Zünder drückt, sieht er Romea. Die wunderschöne grünäugige Romea, in die er so verliebt war...
Vor 10 Monaten von Daniela U. veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Romeo und Julia einmal anders: Radikalisierung, eine große Liebe und allerlei Probleme", 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Djihad Paradise: Roman (Kindle Edition)
Inhalt:
Romea und Julian können unterschiedlicher nicht sein: Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten. Trotzdem verlieben sich beide, denn ihnen fehlt ein eindeutiger Halt im Leben. Während beide zueinander wachsen, nimmt sie immer mehr der Sog der Salafisten mit. Bis es keinen Rückweg mehr gibt …

Geschichte 4.5/5
Spannung 5/5
Charaktere 4.5/5
Thematik 5/5
Tiefgang 4.5/5

Meinung:
„Djihad Paradise“ ist ein neuer Jugendroman vom Beltz & Gelberg Verlag. Der Roman stammt von Anna Kuschnarowa, die schon einige Jugendromane veröffentlicht hat. Bei ihrem neuen Jugendroman geht es vor allem um Halt, um eine wahre Liebe und um den Weg von einem normalen Jugendlichen hin zum radikalen Islamisten.

Der Roman spiegelt eine absolut aktuelle Problematik wieder: den Kampf mit dem Terrorismus. Allerdings schildert die Autorin diese Problematik von einer anderen Seite. Es geht um zwei Jugendliche. Beide kommen zwar aus unterschiedlichen Mileus, aber sie verlieben sich ineinander. Sie finden Halt und wachsen immer mehr zusammen. Und dann rutschten sie ab in eine radikale islamistische Szene. Alles verändert sich schleichend, ihre Leben, ihre Einstellungen, ihre sozialen Kontakte. Und plötzlich scheint kein Weg mehr zurück. Die Autorin schildert absolut authentisch ein Problem wieder, das in den Medien lange Zeit untergegangen ist: Das junge Deutsche konvertieren, radikalisiert werden und in den Djihad ziehen, in den Kampf gegen den Westen im Glaube Allah (Diese Interpretation ist die Art und Weise der Islamisten mit dem Djihad umzugehen, in der Realität steht dieser Begriff eher für den eigenen Weg zum Glauben).

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Meine superkluge Freundin. Abhauen. Wie das klang? Überraschend klang es und viel zu gut, um klappen zu können. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren. Alles war besser als Berlin.
(Seite 95)

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Die Hauptrolle spielen Julian und Romea. Sie sind eine Art Romeo und Julia, nur eine sehr moderne Interpretation. Beide kommen aus unterschiedlichen Milieus. Beide verlieben sich, beide teilen ein ähnliches Schicksal. Und für eine moderne Romeo und Julia Adaption passt auch das Ende sehr gut. Da die Geschichte aus beiden Perspektiven abwechselnd erzählt wird, gelangt der Leser auch sehr gut in die Geschichte hinein und kann so den Lebensweg der beiden authentisch mit verfolgen. Beide Charaktere haben ihre sympathische Seite, oft versteht man aber auch nicht wie es so weit kommen konnte. Anzeichen dafür gibt es schon zu Beginn der Geschichte, doch obwohl der Roman authentisch und realistisch erzählt wird, bleibt alles so ungläubig. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie naiv und „dumm“ man eigentlich sein kann, um solch eine Gehirnwäsche über sich ergehen zu lassen. Aber genau da spielen die Probleme beider Protagonisten eine große Rolle.

Obwohl das Thema sehr heikel und politisch ist, bleibt die Autorin aber durchweg auf der Jugendschiene. Die Sprache ist dem angepasst, es geht zudem vor allem um die Probleme von Julian und Romea und weshalb sie so einfach in die radikale islamistische Szene abdriften konnten. Hierbei spielt auch ihre Liebe zueinander eine ausschlaggebende Rolle.

Da ich mich selbst auch in der Uni tiefer mit dem Thema beschäftigt habe, war die Thematik in dem Roman für mich keinerlei Neuland. Für Jugendliche, die sich mit dem Thema nicht direkt auskennen, ist „Djihad Paradise“ sicherlich eine spannende Lektüre, die aber auch ihre harten Seiten hat. Es gibt den Tod und keine rosa Wolken. Allerdings fehlt mir irgendwie eine kleine Einleitung, ein Nachwort oder ein minimaler Informationstext, damit Jugendliche mit dem Inhalt des Romans nicht einfach stehen gelassen werden. Das fehlt mir eindeutig, denn die Autorin kritisiert vor allem mit einer guten Portion Ironie diese jungen Islamisten mit deutschen Wurzeln, die in diese radikale Szene abtauchen. Ansonsten bleibt der Roman recht neutral, man muss selbst die Moral und das Bildungsniveau der westlichen Welt haben um die negativen Aspekte genau rauszufiltern. Das finde ich für junge Menschen etwas sehr naiv gedacht …

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Aber als wir in der darauffolgenden Woche noch einmal vorsprachen, da hieß es, Omar seit tot. Eine Woche bevor er ins Ausbildungslager gehen wollte, starb er. Lungenkrebs. Austherapiert. Exitus. Es war einfach nicht zu fassen.
(Seite 302)

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Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wirkt sehr jugendlich und flapsig, ist daher aber auch sehr einfach zu lesen. Der unterschiedliche Schreibstil spiegelt auch gut die beiden unterschiedlichen Hauptcharaktere wieder.

Das Cover ist hübsch und auffällig durch die Ornamente, aber auch die Gestaltung im Inneren ist richtig hübsch. Zu den unterschiedlichen Abschnitten gibt es passend gewählte Zitate, sowie Kapitelüberschriften mit dem Anfangsbuchstaben der erzählenden Person.

Fazit:
„Djihad Paradise“ erhält von mir 5 Sterne. Die Geschichte ist authentisch, spannend und spiegelt eine aktuelle Problematik wieder: Den fehlenden Halt von Jugendlichen, die so leicht zum Opfer radikaler Szenen wie den Islamisten werden. Allerdings ist das Buch nichts für weiche Seelen. Was mir allerdings fehlt ist eine kurze Einleitung, Nachwort, Informationstext zu diesem Thema, um Jugendliche nicht nach dem Ende stehen zulassen (Dafür würde ich glatt einen Stern abziehen wollen …).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein 0815 Buch!, 18. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Djihad Paradise: Roman (Taschenbuch)
Ich muss zugeben, dieses Buch hat mich überrascht, und zwar im positiven Sinne. Es hat mir sehr gut gefallen, wie dieses Buch mit einem solch heiklen Thema, wie religiösem Fanatismus umgeht und wie dies auch für Jugendliche stark umgesetzt wurde. Die Geschichte von Julian Engelmann zeigt einen realistischen Fall, wie junge Menschen zu radikal religiösen Organisationen finden. Oft hört man davon, dass sich Jungen im Nahen Osten in Terrorcamps zu Djihad Kriegern ausbilden lassen und fragt sich, warum junge Menschen, die doch noch ihr ganzes Leben vor sich haben, so wild darauf sind, als Selbstmordattentäter zu sterben. Djihad Paradise ist eine mögliche Geschichte hinter einem solchen Attentäter. Oft habe ich beim Lesen gedacht: "Ja, das könnte wirklich jemandem so passiert sein.", obwohl es mir manchmal an einigen Stellen ein wenig unglaubwürdig vorkam. Aber wer weiß auch schon, wie es wirklich in solchen Terrorcamps zugeht? Auf jeden Fall hilft das Buch, zu verstehen, auf welchen Wegen sich Menschen dem religiösen Fanatismus zuwenden und was das mit ihnen macht.
Die Liebesgeschichte zwischen Julian und Romea, eine moderne Romeo und Julia Version, kommt auf keinen Fall zu kurz, sondern ist durchgängig Thema. Sie macht das Buch noch ein wenig mitreißender und für Jugendliche ansprechender.
Außerdem ist noch zu erwähnen, dass das Buch abwechselnd aus Julians sowie auch Romeas Perspektive geschildert ist. Das hat mir besonders gefallen, da man so keine einseitige Sicht auf die Dinge bekommt. Es hätte bei solch einem Buch auch leicht passieren können, dass der Islam in ein ganz schlechtes Licht gerückt wird. Dadurch aber, dass Romea sich dem Glauben aus einer anderen Richtung nähert, werden sowohl positive, wie auch negative Seiten beleuchtet, was ich gut und sehr wichtig finde.
Was mir an dem Buch nicht so gefallen hat, war zum einen die Jugendsprache. Die Meinungen teilen sich zu diesem Thema ja. Aber ich kann mich mit Jugendsprache in Büchern einfach nicht anfreunden, weil ich es oft einfach unglaubwürdig finde und es mich nervt, wenn ich ständig "Arschloch" und "s******" lesen muss.
Zudem hat es mir ein wenig an Spannung gefehlt. Ich hatte nicht ständig das unbedingte Bedürfnis weiter zu lesen und konnte das Buch auch mal getrost zur Seite legen. Jedoch muss ich auch sagen, dass es mich auf keinen Fall gelangweilt hat.
Insgesamt kann ich euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen! Es ist eine tragische Geschichte, die einen nicht kalt lässt. Sicherlich kein 0815 Buch! Es ist eins der Bücher, deren Geschichte ich nicht so schnell wieder vergesse. Es hat etwas, das hängen bleibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, 1. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Djihad Paradise: Roman (Kindle Edition)
Unglaublich spannend und hochinteressant bis zu allerletzten Seite. Es geht um 2 eigentlich ganz verschiedene Jugendliche, die sich lieben und in den Sog einer islamistischen Vereinigung geraten. Gut geschrieben, abwechselnd aus Sicht der jungen Frau und des jungen Mannes. Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil es hier in Bad Harzburg den Jugendliteraturpreis bekommen hat, das Harzburger Eselsohr.
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3.0 von 5 Sternen Wie wird ein westlicher Jugendlicher zum Gotteskrieger?, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Djihad Paradise: Roman (Taschenbuch)
Julian Engelmann will das Kaufhaus Alexa am Berliner Alexanderplatz in die Luft sprengen. In seiner neuen Identität als Abdel Jabbar will er es den Ungläubigen zeigen und mit seinem Selbstmordattentat ins Paradies eingehen. Doch kurz bevor er den Zünder drückt, sieht er Romea. Die wunderschöne grünäugige Romea, in die er so verliebt war und mit der er sein ganzes Leben teilen wollte. Kann er seinen tödlichen Auftrag jetzt noch durchführen?

Das Buch beginnt mit dem geplanten Anschlag, springt dann aber zurück und schildert ausführlich, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Immer abwechselnd aus den Perspektiven von Romea und Julian wird ihr Kennenlernen beschrieben und wie sich das ungleiche Paar ineinander verliebt. Julian ist der Sohn eines arbeitslosen Alkoholikers, die Mutter hat sich aus dem Staub gemacht, er ist schon von diversen Schulen geflogen und betätigt sich nebenbei als Möchtegern-Gangster-Rapper und Kleinkrimineller. Romea ist die Tochter wohlhabender Eltern und gelangweilt von der täglichen Tretmühle. Auf den ersten Blick passen die beiden überhaupt nicht zueinander, und doch entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen ihnen. Romeo und Julia waren einmal, das Traumpaar hier heißt Julian und Romea.

Doch dann geht alles schief. Julian wird verhaftet und im Gefängnis wird er von seinem Zellengenossen an den Islam herangeführt. Die Religion gibt dem orientierungs- und zukunftslosen Jungen einen Halt und eine Gemeinschaft, in der er sich akzeptiert und aufgehoben fühlt. Romea ist anfangs entsetzt, doch aus Liebe zu Julian beschäftigt auch sie sich näher mit dem Islam. Doch die beiden sind ausgerechnet an radikale Splittergruppe geraten und die „Salafiyya Bruderschaft“ nimmt einen immer größeren Raum in ihrer beider Leben ein.

Anna Kuschnarowa beschäftigt sich in ihren Jugendbüchern immer wieder mit aktuellen und ernsthaften Problemen. Faszinierend finde ich, wie tief sie hierbei geht. „Djihad Paradise“ schildert einen durchaus vorstellbaren und nachvollziehbaren und daher umso erschreckenderen Weg eines westlichen Jugendlichen hin zum Gotteskrieger. Sie lässt dieser Entwicklung auf knapp 400 Seiten reichlich Zeit, an einigen Stellen wurde es mir allerdings fast zu ausführlich, vor allem gegen Ende hin was Julians Ausbildungszeit betrifft. Auch die vielverwendete jugendliche Umgangssprache fand ich teilweise anstrengend zu lesen, bin aber der eigentlichen Zielgruppe ja auch schon ein paar Jahre entwachsen.

Insgesamt kann ich das Buch aber nur allen empfehlen, sie sich schon immer gefragt haben, wie und warum Jugendliche sich zu Selbstmordattentätern instrumentalisieren lassen. Dieses Buch gibt zumindest eine mögliche Antwort auf diese Fragen.
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Djihad Paradise: Roman
Djihad Paradise: Roman von Anna Kuschnarowa (Taschenbuch - 2. September 2013)
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