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TOP 500 REZENSENTam 26. Januar 2014
Der kleine Egon ist seiner eigenen Aussage nach ein “Zurückgebliebener”. Denn zurück bleiben die, die jemanden verloren haben. Egon hat seinen Vater verloren. Für immer. Wie lange ist für immer? Ewig!

Die Menschen um ihn herum verhalten sich auf einmal ganz komisch. Da sind die Flüsterer, die Grinser und die Sprachlosen. Egon mag sie alle nicht. Es ist eben schwer über den Tod zu sprechen. Doch Egon trägt immer ein kleines Stück von seinem Vater im Herzen. Er ist immer bei ihm. Für immer.

Kai Lüftner stellt die äußerst schmerzhafte Irreversibilität des Todes in einer rührenden und poetischen Weise dar. Kinder können das Konzept des “Nie-wieder-kommens” ab vier Jahren bereits relativ gut auf Tiere anwenden. Bezogen auf Personen gehen sie in dieser Entwicklungsphase aber noch davon aus, dass bestimmte Personengruppen wie z.B. die Eltern vom Tod ausgenommen sind. Erst ab sieben Jahren gelingt die Ausweitung auf alle Personen um einen herum. Bilderbücher stellen somit eine unschätzbare Hilfestellung in Bezug auf die Thematisierung des Phänomens Tod dar.

“Für immer” findet eine eigene Sprache, um das Unfassbare, Unerträgliche zu gestalten. Kai Lüftner schafft den notwendigen Raum, der zur Trauerbewältigung nötig ist, und schließt dabei Angst, Verlassenheit, aber auch Trost und die Sehnsucht nach der Zukunft mit ein. Dem dramatischen Verlust sind Ruhe und Kraft entgegengesetzt.

Durch eine kleine Rückblende sehen wir Egon im Zimmer seines kranken Vaters und können beobachten wie er dort seinen roten Drachen, der ihn durch das ganze Buch begleiten wird, baut. Sein Vater hilft ihm dabei und deutet mit einer Säge und einem Holzstiel bereits das Kreuzzeichen, seinen eigenen unvermeidlichen Tod, an.

Kai Lüftner findet kindgerechte tröstende Worte, verpackt in kurze Sätze, um das Unfassbare für Kinder verständlich zu bündeln. Die letzte Seite ist schließlich das i-Tüpfelchen. Hier bleibt garantiert kein Auge trocken. Doch auch das “Weinen” gehört zur Trauerbewältigung. Und es ist ermutigend zu sehen, dass die Schnur des roten Drachens auf der letzten Seite länger wird, auch wenn das Loslassen seine Zeit brauchen wird …
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am 26. Juli 2013
Es gibt etliche Bilderbücher, die sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Und ich ziehe den Hut vor jedem, der sich dieses schwierigen Themas annimmt.

Und doch ist dieses Buch in der Reihe der (teil hervorragenden) Bücher über Tod und Trauer ein ganz besonderes und herausragendes:
Es schaut mit aller Offenheit und Liebe auf die Gefühle desjenigen, der bleibt. Und es maßt sich nicht an, Patentlösungen zur Trauerverarbeitung anzubieten.

Hier ist es der kleine Egon, der sich selbst als einen "Zurückgebliebenen" sieht. "Zurück bleiben die, die jemanden verloren haben. Für immer", beschreibt Egon diesen Zustand.
Egon muss nicht nur den Tod des Vaters verarbeiten, sondern auch mit den seltsamen, hilflosen Reaktionen anderer Menschen zurecht kommen. Er muss zurecht kommen mit den Flüsterern, den Grinsern, der Armee der Sprachlosen. Er wächst daran und findet für sich selbst eine Lösung, mit der er als "Zurückgebliebener" weiter leben kann.

Kai Lüftner gelingt es, mit wenigen Worten einen unendlich traurigen, unendlich schmerzlichen Prozess zu beschreiben und am Ende den Leser wortlos und aus vollem Herzen tröstend zu umarmen.

Bildlich wundervoll umgesetzt von Katja Gehrmann, die den Text nicht einfach illustriert, sondern mit viel Gefühl und Individualität vielfältig anreichert.

Ein trauriges, ein schönes, ein mutiges und ein ehrliches Buch zu einem schwierigen Thema, das völlig ohne Pathos auskommt.

Meine uneingeschränkte Empfehlung.
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am 18. August 2013
Dieses wundervolle Buch ist ein Muss in jedem Bücherregal! Egal ob im Kindergarten, im Kinderzimmer oder bei den Erwachsenen. Es nimmt jeden auf eine wundervolle Weise mit in die Welt eines oft verschwiegenen Themas: der Verlust eines geliebten Menschen.
Auch die Bilder sind so einfühlsam und detailgetreu. ich würde es immer wieder kaufen und danke dem Autor für so viel Mut!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Juli 2013
Eigentlich habe ich Kai Lüftner für eine kleine Spaßkanone gehalten, weil seine Milchpiraten mich immer zum Lachen bringen und den Alltag so wunderbar auf den Kopf stellen. Daher war ich sehr neugierig über sein Buch „Für immer“, welches den Tod eines Elternteils thematisiert.

Obwohl, eigentlich ist das schon ein Fehler. Denn im Zentrum des Buches steht nicht das Ereignis an sich. Es geht viel mehr um das Gefühl, das plötzlich da ist, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat und er für immer fort ist. Man selbst bleibt zurück und muss mit dem neuen Leben zurechtkommen, in dem die Menschen einen ganz komisch behandeln. Sie werden zu Flüsterern, Grinsern oder Sprachlosen.

Dem kleinen Egon können diese Leute auch nicht helfen, weil man ja nicht wirklich etwas gegen das „Für immer“ machen kann.

Wie Egon diese Menschen wahrnimmt und wie er sich nach dem Tod seines Vaters fühlt, beschreibt Kai Lüftner mit wenigen und klaren Worten, die sich sofort einen Weg in das Herz des Lesers bahnen. Man kann gar nichts dagegen tun. Am liebsten möchte man Egon in den Arm nehmen und ihm zur Seite stehen. Doch wenn man sich die Bilder von Katja Gehrmann anschaut, merkt man schnell, dass das gar keine Hilfe für den kleinen Mann wäre. Trotz seines jungen Alters ist er nämlich viel stärker und klüger als jeder Erwachsene. Und irgendwie empfindet man Stolz für den fremden Jungen, der versucht mit der veränderten Situation klarzukommen.

Damit wird auch schon klar, dass die Illustrationen in diesem Buch nicht nur ein nettes Beiwerk sind. In vielen Bilderbüchern geben sie ja nur das wieder, was im Text berichtet wird. Lüftner und Gehrmann sind hingegen eine Art Symbiose eingegangen, die ich gar nicht richtig beschreiben kann. Die Zeichnungen sind praktisch eine Erweiterung der Geschichte und beinhalten Details, die handlungsrelevant sind, aber auch den jungen Zuhörern sofort ins Auge fallen. Man muss also einen Bezug zwischen Text und Bild herstellen. Das daraus ein tolles und nachhaltiges Leseerlebnis wird, rührt auch daher, dass beide in ihrem jeweiligen Teilbereich wirklich sehr gut sind. Schaut man sich zum Beispiel völlig unabhängig von der Geschichte die Zeichnungen an, fallen zuerst die liebevoll gestalteten Vorsatzseiten auf. Ich möchte gar nicht verraten, wie sie genau gestaltet sind. Das muss sich jeder selbst anschauen, weil es einfach eine hinreißende Idee ist. Auf den eigentlichen Buchseiten hat man dann durchgängig das Gefühl, dass jedes Bild bis ins Detail durchdacht ist und Katja Gehrmann ihr ganzes Herzblut in die Arbeit gesteckt hat. Gleichzeitig sind die Darstellungen aber nicht überfrachtet, sondern klar strukturiert.

Auch mit dem Text verhält es sich ähnlich. Ich habe schon erwähnt, dass nicht zu viele Wörter benutzt werden. Aber jedes Wort macht den Eindruck, dass es an der perfekten Stelle sitzt und direkt aus der Gefühlswelt des kleinen Protagonisten stammt. Ich hatte wirklich an keiner Stelle das Gefühl, dass hier ein Erwachsener versucht ein Kind nachzuahmen. Trotzdem spricht Lüftner aber auch Dinge an, die nicht nur für Kinder relevant sind. Denn eigentlich macht es gar keinen so großen Unterschied, ob man klein oder groß ist, wenn man einen wichtigen Menschen verliert. Aber von dem kleinen Egon kann man sich eine Menge abschauen, wenn man nicht weiß, wie man mit solch einem Verlust umgehen soll.

Fazit: Ein wirklich fantastisches Buch für Kinder und Erwachsene, das nicht nur für diejenigen gedacht ist, die wirklich gerade jemanden verloren haben.

Wenn diese Buch nicht in den kommenden Monaten ohne Ende gekauft und mit den wichtigsten Preisen belohnt wird, muss man wirklich an den deutschen Lesern und Kritikern zweifeln.
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am 11. August 2013
Ich habe das Buch für meine dreijährige Tochter gekauft und kann es nur jedem empfehlen.
Wie geht man mit Trauer um, warum stirbt jemand den man lieb hat- ein wirklich schweres Thema für Kinder aufbereitet.
Ich selbst kann das Buch nicht vorlesen, ohne dabei weinen zu müssen. Meine Tochter schaut es sich danach immer noch mal selbst durch und wir reden viel.
Wirklich tolles Buch!
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am 20. Juli 2013
Das rührendste Kinderbuch der Weltgeschichte!
Wenige Worte, wenige Bilder und doch mehr Aussagekraft als ein tausendseitiger Roman!
Den beiden ist ein Meisterwerk gelungen, welches den Tod auf eine ganz besonder Art und Weise kindgerecht thematisiert.
Es sollte in keinem Kinderhaushalt fehlen...
Alle Daumen hoch für Kai und Katja!
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am 8. August 2013
Ein wirklich schönes Buch. Sehr schön illustriert. Ich habe mich beim lesen und anschauen des Buches richtig gut in den kleinen Egon hineinversetzen können. Auch wenn das Thema an sich sehr traurig ist. Jedes Kind wird vermutlich früher oder später mit dem Thema "Tod", "Für immer weg" und den verschiedensten Reaktionen der Menschen konfrontiert werden. Ich denke, dass dieses Buch den Kindern aber auch und vor allem auch Erwachsenen dabei helfen kann, dieses Thema zu verarbeiten.
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am 1. Februar 2015
Ich biete Seminare für ErzieherInnen zum Thema "Sterben, Tod und Trauer" an. Es geht um die persönliche Auseinandersetzung mit Tod und Trauer und um den Umgang mit Kindern und Erwachsenen in der Kita. Ein Bilderbuch ist ein phantastisches Medium, um zu schwierigen Themen mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Es beantwortet Fragen, überwindet Sprachlosigkeit, bietet "Projektionsfläche" und spendet Trost oder manchmal sogar Lösungen. Es gibt eine ganze Reihe von Bilderbüchern, die sich mit dem Sterben, mit dem Tod und der Trauer befassen. Mal steht "das Praktische" im Zentrum (z.B. Beerdigung), mal geht es um das Phänomen Tod.

"Für immer" ist ein Bilderbuch über Endgültigkeit. Egon ist ein "Zurückgebliebener", sein Vater ist gestorben. Diese Tatsache wirft einen langen Schatten - einen, der "für immer" ist. In knappen, treffenden und verständlichen Worten erleben wir, was dieses "für immer" bedeutet. Egon erzählt, wie es sich für ihn anfühlt und wie die Menschen um ihn herum reagieren. Wir Lesende können "barrierefrei" mitfühlen! Den Widerspruch zwischen dem "das Leben geht weiter" und dem "nichts wird mehr so sein wie es war". Die lähmende Ohnmacht der Trauer, die Weite und Leere des "für immer".

Dieses Buch ist mein Lieblingsbuch zum Thema Trauer, weil es mit seinen einfühlsamen Bildern und den richtigen Worten berührt - und weil es so ehrlich ist. In dieser ungeschminkten Ehrlichkeit liegt ein tiefer Trost, eine wohltuende Wärme und Herzlichkeit für alle, die bereits wissen (oder zum ersten Mal verstehen müssen), was das unabänderliche "für immer" bedeutet. Doch nicht nur Trennung und Abschied sind für immer - auch Liebe und Verbundenheit sind es. Das vergisst Egon nicht zu erwähnen.

Ein Buch, das Erwachsene und Kinder zusammenschweißt, denn "für immer" ist eine Tatsache, die Menschen jeden Alters viel abverlangt!
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am 16. Juni 2014
Inhalt:

Der kleine Junge Egon ist zurückgeblieben. Vor zwei Wochen starb sein Vater nach langer Krankheit. Und nun muß Egon mit seiner Mama den Verlust, die Trauer, den Schmerz erleben.

Meinung:

Wie geht ein Kind mit dem Tod eines Elternteils um? Wie erlebt es die erste Zeit, die Trauer, den Schmerz, die Reaktionen der Mitmenschen? Mit sanften, aber dennoch eindringlichen Tönen geht Kai Lüftner diesem Thema in seinem Bilderbuch "Für immer" nach. Es ist die Geschichte von dem kleinen Jungen Egon, der seinen Vater verlor. Die Erzählung setzt zwei Wochen nach dem Tod des Vaters ein. Zu einem Zeitpunkt, als sich in Egon die Trauer, der Schmerz über den Verlust breit macht. Als er langsam beginnt zu begreifen, daß sein Papa für immer weg ist.

Für immer - diese zwei Wörter sind nicht nur titelgebend, sondern der Kern des Plots. Für immer ist Egons Vater fort - tot. Für immer wird er nicht mehr mit ihm lachen, toben, leben, freuen können. Aber was bedeutet "für immer" genau? Wie lange ist für immer? Länger als ein Eis essen? Länger als Zimmer aufräumen? "Länger als unendlich und ungefähr so lang wie ewig. Nur eben für immer.", heißt es im Buch.

"Für immer" ist kraftvoll, ist berührend, ist emotional, macht traurig und glücklich zugleich in seinen sanften Erinnerungen schon auf den ersten Seiten, ach was, schon gleich mit dem Cover. "Für immer" ist ein besonderes Bilderbuch. Es trifft alles. Den Ton, die Gefühle, die Reaktionen, die Fragen, in denen sich die Zurückgeblieben kurz nach dem Tod befinden. Die Geschichte von Egon ist so stark verdichtet, auf den Punkt gebracht, daß sie den Kindern Tod, Trauer, Schmerz sehr nahe bringt und dem erwachsenen Leser betroffen ob der eigenen Erfahrungen damit zurückläßt.

"Für immer" ist ein starkes Buch. Knapp sind die Sätze, knapp die Geschichte, die auch eigentlich nicht viel Worte braucht. Und dennoch ist sie so auf den Punkt gebracht, so prägnant, daß sie einen im positiven Sinne ein- und aufsaugt.

Katja Gehrmanns Illustrationen, großflächig, im zeichnerischen Buntstiftstil, von den vier farben Gelb, Rot, Blau und Grün im pastellnen Farbton nehmen die Kraft der Wort auf, verstärken sie und ziehen den Leser noch mehr in das Buch hinein. Dabei sind es die kleinen Gesten wie das angedeutete traurige Gesicht oder die herunter hängenden Schultern Egons und seiner Mutter, die so stark wirken.

Gehrmanns Bilder erzählen mehrere Geschichten gleichzeitig: die Erkrankung des Vaters, sein Tod, die erste Trauerzeit, das Begräbnis, der Alltag ohne Vater, die Reaktion der Mitmenschen in all ihren Facetten von Trauer, aufgesetzter Fröhlichkeit bis zu stummer Hilflosigkeit in der Begegnung mit Egon, aber auch die Zukunft, die der rote Drache symbolisiert. Ihn hat der Vater kurz vor seinem Tode im Krankenbett für Egon gebastelt und letztlich ist er - der rote Drache - der Vater selbst. Wenn Egon ihn am Ende aufsteigen läßt und dabei lacht, zeigt sich eine große Kraft für eine neue, andere Zukunft.

"Für immer" ist eines dieser Bilderbücher über Tod und Traurigkeit, das Kindern das Thema unverkrampft, aber in all seinen Facetten unverfälscht nahe bringt. Für die Kinder, die das Schicksal selbst erlebt haben, kann es ein Sprachrohr und -öffner sein. Für die Kinder, die Fragen nach dem Tod und dem "Danach" stellen, zeigt es die Realität hautnah. Absolut empfehlenswert!

Gelesen für Kinderbibliothek.blogspot
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am 14. April 2014
Der kleine Egon hat seinen Vater verloren: „Er hatte etwas Böses in der Brust, was ihm schon ein paar Jahre lang weh getan hat. Und das hat ihn tot gemacht. Vor zwei Wochen. Es ist schlimmer als damals, letztes Jahr, als mein Ferdinand für immer weggegangen ist. Viel schlimmer.“

Egon empfindet sich als ein Zurückgebliebener, wie alle, die jemand verloren haben. Für immer. Und er beobachtet seine Umwelt und die Menschen, die ihm begegnen, sehr genau. Da gibt es die Flüsterer, die sagen „Das arme Kind!“ Und es gibt die Grinser, die wollen ihn mit ihren Späßen ablenken. Egon mag sie beide nicht.

Noch mehr Menschen aber sind sprachlos. „Es ist eben schwer, darüber zu sprechen. Dabei ist es so einfach: Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer.“

Doch seine Mutter, die sicher auch voller Trauer und Verzweiflung ist, tröstet ihn und baut ihn auf: „Es wird nie wieder so sein, wie es mal war“, sagt sie zu ihm. „Aber es wird weitergehen. Auch wenn es schwer wird.“

Und der kleine Egon kann dadurch in sich etwas aufbauen, was ihm und seiner Trauer eine Sprache gibt und einen Trost:
„Papa ist immer bei mir. Nicht nur auf meinem Lieblingsfoto. Nicht nur in meinem Herzen. Ich bin selber Papa. Zumindest ein kleines Stück. Für immer.“

„Für immer“ ist ein wunderbar poetisches, trauriges und doch ermutigendes Bilderbuch über den Tod, die Sprachlosigkeit, die er hervorruft und wie Liebe sie überwinden kann.
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