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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial, 29. November 1999
Von Ein Kunde
Klaus Kordons Roman "Monsun oder Der weiße Tiger" ist ein empfehlenswertes Buch für Jugendliche. Der Autor stellt den indischen Subkontinent auf einprägsame Art und Weise dar. Nichts wird verklärt, die Realität siegt. Dem Leser / der Leserin wird das Land sehr nahe gebracht, vor allem die vielfältigen Probleme und sozialen Ungerechtigkeiten, und der Alltag, der ganz normale Alltag von Millionen von InderInnen. Das Buch prangert nicht an, es stellt einfach dar. Und - ganz wichtig - es regt an zum Nachdenken. Es ist eines der Bücher, welches mich zu Jugendzeiten extrem beeinflusst hat - mittlerweile habe ich mehrere Jahre in diesem unwahrscheinlichen Land verbracht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittere, spannende Pille der achziger Jahre Indiens, 21. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
5 Sterne für diesen Roman sind das mindeste! Die Geschichte ist durchweg spannend und es vergeht nicht eine Seite die wegen Langatmigkeit queergelesen werden müsste.
Klaus Kordon liefert hier ein sehr verzweifeltes Bild Indiens ab, im Prinzip entsteht ein Kette nichtendender Unglückssituationen zwischen deren Zeilen jedoch immer noch ein Mindestmass an Hoffnung pulsiert. Das Buch scheint laut Metadaten von 1980 zu sein. Seit meiner ersten Reise 1993 hat sich dort viel verändert, die Massen bettelnder Menschen hat sich für unsere Augen deutlich reduziert, Wasser und Elektrizität soll weitestgehend auch in den riesigen Notunterkunftslagern der Städte vorhanden sein. Der Ellbogenbetonte Charakter des Raubtierkapitalismus tobt jedoch immer noch unerträglich in Indien. Jedes Wort dieser Geschichte ist von einer tiefen Ehrlichkeit und Echtheit durchwoben, nie erscheint es aufgesetzt oder zusammengesponnen, alle Achtung an den Schriftsteller. Die Story muss jeden Leser in ein tiefes Mitgefühl für die dritte Welt bringen, eben jener Welt auf deren Rücken sich unser Wohlstand begründet. Unaufhaltsam beschreibt das Buch Personen die im Mangel sind, sei es Geld, Freunde, Unabhängigkeit, Essen. Der alte Mangar jedoch, der ruhte in sich und kannte keinen Mangel mehr, weil er etwas wichtiges vestanden hatte.
Die fratzenhafte abgründige Ungerechtigkeit Indiens ist erschreckned dargestellt. Weshalb jedoch dieses Buch als Kinderbuch verkauft wird ist mir ein Rätsel, dazu ist es deutlich zu finster, zu negativ, zu brutal, gerade dort wo es um von Aasgeiern zerfressenen Gesichtern geht, um den Missbrauch von Dienstangestellten, und und und, ja, es ist viel Grausamkeit in dem Buch und Kindern unter 13 Jahren würde ich das Buch nicht zumuten wollen, jedoch für alle älteren jeden Alters auf jeden Fall. Natürlich hat dieses Buch eine ganz deutliche, soziale Botschaft von gerechter Verteilung nicht nur in Indien. Fazit: allerbester Pageturner von praller Erzälkunst und sozialem Angagement, ein absolut tolles Buch !******
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tauchen sie in eine andere Kultur ein!, 24. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver) (Taschenbuch)
Klaus Kordon schafft es mit diesem Buch auf höchst unterhaltsame Art und Weise uns in eine andere Kultur eintauchen zu lassen. Auf den vielen hundert Seiten dieses wirklich herrvoragenden Buches vermittelt er uns das Denken und den Glauben der Menschen im heutigen Indien. Er zeigt uns den krassen Gegensatz zwischen arm und reich und die nur sehr langsam durchgedrungene Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in diesem von Armut und der Angst um das Überleben bestimmten Land. Dennoch kommt wie in jedem seiner Romane nie ein Funken von Langeweile auf und es ist so als ob man sich selbst mitten im Geschehen befindet. Das Buch regt zum Denken an, lehrt und ist deswegen eine wirklich lohnende Anschaffung nicht nur für Jugendliche!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolles Jugendbuch, 1. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver) (Taschenbuch)
In einfachen und doch eindrucksvollen Worten schildert Klaus Kordon die Geschichte des jungen Gopu und zeichnet damit einen faszinierenden Querschnitt durch die indische Gesellschaft aus der Sicht eines Kindes, das, in der großen Stadt auf sich allein gestellt, lernen muss, erwachsen zu werden.
Ein wundervolles Buch, das nicht nur überrascht, sondern auch wirklich Spaß macht zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Monsun oder der weiße Tieger, 15. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver) (Taschenbuch)
In dem Buch „Monsun oder der weiße Tieger“ von Klaus Kordon geht es um einen indischen Jungen, der Boy eines reichen Jungen wird. Als er unschuldig ins Gefängnis kommt flieht er und lebt bis zu seiner Rückkehr zu den Eltern unter Obdachlosen.
Das Buch ist ein Abenteuerroman und eher ein Jungenbuch. Und obwohl die Erzählung in Indien spielt – wo Kultur und Religion ganz anders sind wie bei uns – kann man gut mit den Hauptfiguren mitfühlen, sich in sie hineinversetzen. Das Buch ist für die Altersgruppe ab 12-13 Jahren zu empfehlen. Der Autor verwendet viele indische Begriffe und erklärt diese. Daraus schließe ich, dass er für das Buch gut recherchiert hat. Ich fand das Buch fesselnd und gut und verständlich geschrieben. Für alle Indien-Fans ein Muss!
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5.0 von 5 Sternen Ein intensives Buch, das wachrüttelt, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver) (Taschenbuch)
Gopu wächst in armen Verhältnissen auf und muss schon als Kind als Straßenverkäufer arbeiten, um seiner großen Familie zu helfen. Beim Verkauf lernt er den reichen Bapti kennen, der ihn als Boy anheuert und Gopu somit die Chance seines Lebens bietet. Aber die Lebensvehältnisse und das Verhalten im Haus der reichen Familie erscheint Gopu völlig unverständlich. Er flieht vor dem, was er nicht versteht. Bapti findet seinen Freund wieder, doch dann kommt der Monsun und die Jungen sind in Gefahr.
Monsun oder der weiße Tiger ist eine Geschichte von einer großen Freundschaft, aber gleichsam die Zeichnung von Leben und Überleben in Indien. Während Bapti als Sohn eines Textilfabrikanten alles haben kann, was er will, muss Gopu mit seiner Familie ums Überleben kämpfen. Als die beiden sich begegnen wünscht sich Bapti einen Freund in dem dreizehnjährigen Straßenverkäufer Gopu und stellt ihn als persönlichen Diener ein. Um für die verarmte Familie Geld zu verdienen, verlässt Gopu seine Heimat Bombay und geht als Baptis Boy mit der reichen Familie nach Madras. In dem riesigen Haus passieren jedoch Dinge, die Gopu nicht erträgt und er läuft davon. Er schließt sich einer Gruppe Obdachloser an, die ihn in ihren Kreis aufnehmen. Bapti jedoch sucht seinen Freund, aber dann beginnt die Regenzeit und das bedeutet meist den Tod für Obdachlose. Die Kinder müssen zusammenhalten, um zu überleben.
Das Bild, das der Autor von Indien zeichnet, ist rau und fast schon erschreckend verzweifelt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier scheinbar unüberwindbar und erinnert an längst vergangene Zeiten. Dieses ehrlich gezeichnete Bild der Gesellschaft vermischt sich gekonnt mit der fiktiven Geschichte von Gopu und Bapti. Durch den Schreibstil und die intensiv beschriebenen Umstände wirkt die Geschichte sehr realistisch. Sie ruft beim Leser alle möglichen Gefühlsregungen hervor und lässt ihn ein wenig verstört zurück. Man schämt sich fast ein wenig für die eigenen Lebensumstände beim Lesen, da es in Indien an allem zu Mangeln scheint: an Geld, Essen und auch an Menschlichkeit.
Es ist ein sehr intensives Buch und beschreibt eine düstere, brutale und grausame Welt, die den Leser wachrüttelt. Dementsprechend ist es allerdings kaum für Kinder geeignet. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben, hinterlässt jedoch einen leichten bitteren Nachgeschmack. Dabei scheint das Anliegen des Autors auf der Hand zu liegen: Er wünscht sich eine sozialere und gerechtere Gesellschaft, wohl nicht nur in Indien. Trotz der Tatsache, dass "Monsun" schon 1980 veröffentlich wurde, ist es ein sehr aktuelles Buch und regt den Leser zum Nachdenken an. Es ist einfach beeindruckend geschrieben und in jedem Fall empfehlenswert.
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Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver)
Monsun oder Der weiße Tiger (Gulliver) von Klaus Kordon (Taschenbuch - 1. Januar 2001)
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