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70 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jesus liegt neben Opa
Ester, Putte und der Ich-Erzähler kommen eines Tages vor lauter Langeweile auf die Idee, ein Beerdigungsinstitut zu gründen und sogleich alle toten Tiere zu begraben. Natürlich jedes Mal mit einer anständigen Feier: dazu gehören Grab, Kreuz, Grabrede und Tränen. Diese Vorgehensweise haben sie sicher aus der Erwachsenenwelt abgeschaut, und...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Gabriele B.

versus
56 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu viel "Abstand"
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es so häufig positive bewertet wurde. Als "Renner in der Hospiz-Bewegung" tituliert, dachte ich, da nichts falsch machen zu können. Tod und Sterben mit Abstand betrachtet ... Mir war es denn doch etwas zuviel "Abstand". Ich fand es eher fast schon gefühlskalt in der Sprache. Aus "Spaß" am Beerdigen zieht man in...
Veröffentlicht am 8. Februar 2009 von C. Hajer


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70 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jesus liegt neben Opa, 16. Februar 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ester, Putte und der Ich-Erzähler kommen eines Tages vor lauter Langeweile auf die Idee, ein Beerdigungsinstitut zu gründen und sogleich alle toten Tiere zu begraben. Natürlich jedes Mal mit einer anständigen Feier: dazu gehören Grab, Kreuz, Grabrede und Tränen. Diese Vorgehensweise haben sie sicher aus der Erwachsenenwelt abgeschaut, und doch geben sie jedem toten Tier besondere Gedanken mit auf den Weg.

Richtig nett finde ich, wer auf dem Friedhof begraben liegt, denn im Innendeckel des Buches findet man nicht nur die Gräber der toten Tiere, sondern auch den Opa neben Jesus. Die Bilder sind auch sehr gelungen, typisch schwedisch eben mit roten Scheunen im Hintergrund, schlicht, aber ausdrucksvoll die Gesichter.

So wird der Umgang mit dem Tod zum Spiel, das zwar die Langeweile vertreibt, doch wie Kinder so sind, sie knieen sich 'rein in dieses Spiel, betreiben ernsthaft ein Beerdigungsinstitut, sind wirklich traurig, wenn sie die kleinen Tiere beerdigen - doch alles nur für einen Tag. Danach machen sie eben etwas anderes. Toll. Fast möchte man sagen: so ist das Leben, so ist der Tod. Kann so einfach sein, denn - wie es an einer Stelle heißt - das Sterben geht schnell.

Ein wunderbares Bilderbuch mit einfachen Texten, die es durchaus in sich haben - nicht nur für Kinder geeignet.
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52 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne jede falsche sentimentalität, 9. September 2006
habe im urlaub zufällig eine tv-rezension gesehen. nach hause gekommen war gerade der zwerghase meiner nichte gestorben, da fiel mir dieses buch ein, das dann von meiner nichte sehr aufmerksam und nachdenklich gelesen wurde. ein absolut empfehlenswertes, wunderschönes kinderbuch ohne jede falsche sentimentalität, sehr genau am schonungslosen fragen der kinder, was tod und sterben betrifft, etwas traurig, sehr heiter, wunderbar illustriert.
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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Erwachsene und Jugendliche geeignet, 4. Juni 2007
Die schönsten Beerdigungen der Welt ist ja zur Zeit ein "Renner" auf dem "Hospizmarkt". Mir gefällt dieses Buch sehr, ich halte es aber hauptsächlich für Erwachsene und Jugendliche geeignet. Diese Erfahrungmache ich innerhalb meiner Praxis Lacrima- Trauerbegleitung mit dem Schwerpunkt Kinder/Familie, erhalte diese Rückmeldung aber auch von pädagogischen Fachkräften in meinen Seminaren.
Kinder verstehen den Humor anfangs nicht, da es ihre Welt ist-im Grunde amüsiert man sich über die kindlichen Gedanken und Handlungen von Kindern, weil man sich selber darin wieder erkennt.
Was man an dem Buch gut deutlich machen kann: Eltern haben oft Angst, ob der Tod für ihre Kinder nicht "zuviel" ist. Das Buch macht deutlich, wenn die Kinder sich mit dem Tod beschäftigen, wachsen sie hinein,-und über sich hinaus.
Auf einmal hat der kleine Junge keine Angst mehr vor dem Tod, weil er Mitleid mit der Amsel fühlt und mitfühlend reagiert. Ein sehr berührender Moment, wo überhaupt keine Angst spürbar ist. Dieses "Hineinwachsen" wünsche ich allen Familien und Begleitern.In den Ausbildungskursen von Lavia-Familientrauerbegleitung hat es seinen Platz.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beerdigung als Spiel, 25. November 2006
Eine unbefangene Einstellung zu Tod und Sterben zeichnet das Leben von Kindern aus. So manches Kind hat Oma oder Opa durch den Tod verloren, und Fragen nach dem woher und wohin bewegen die lieben Kleinen.
In diesem wunderschön illustrierten Buch spielen Kinder Beerdigung.
Angefangen bei der toten Hummel, über die Maus bis zu einem toten Hasen,-- alles wird zur Feier von Beerdigung und Trauerritual gesucht und der Feierlichkeit unterzogen.
Abgelauscht der Erwachsenenwelt wird gesungen, gedichtet, beerdigt und mit Holzkreuz und Namen versehen , wie sich das gehört, für alles, was da so kreuchte und fleuchte und nun tot ist und auf die Beerdigung wartet.
Mit dieser Geschichte kann sowohl die Angst ausgesprochen werden, als auch die Benennung von Trauer und Tod geübt und gespielt werden.
Kinder haben eine ausgewogene Einstellung zu Tod und Sterben und was heute noch traurig macht, das ist morgen vergessen und das Leben geht weiter.
Die Kinder sind sehr lebendig dargestellt in ihrer Phantasie, mit der sie das Beerdigungsspiel betreiben. Sie eigenen sich damit spielerisch etwas von der täglichen Realität unseres Lebens an.
Dieses Buch ist sehr geeignet für Kinder ab 6 Jahren.
Kleinere Kinder hielte ich für überfordert, zu begreifen, was dieses Buch uns sagen will.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der tod gehört eben dazu, 20. November 2006
ich bin über eine zeitungsrezension darauf gestossen - und weil ich eigene bestattungszeremonien von ameisen, toten schmetterlingen und überfahrenen igeln noch ganz gut in erinnerung hab (und die mutter meines patenkindes neulich total pikiert reagierte, als der kleene einen marienkäfer unter die erde brachte) wollt ich das buch sofort haben - und es ist wirklich wunderbar liebevoll gezeichnet, ganz ohne falsche betroffenheit, sehr natürlich und mit so schön eigenwilligen kindercharakteren, die das thema über unterschiedliche wege zugänglich machen. freu mich jetzt darauf, es zu verschenken und bin neugierig...
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes Kinderbuch, 1. Dezember 2006
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Sicher erinnert sich der eine oder andere wie er als Kind im sorglosen Umgang mit dem Tod einmal seinen geliebten Kanarienvogel oder sein Meerschweinchen beerdigt hat. Schmerzvoller war da sicherlich die Beerdigung des vierbeinigen Hausfreundes.

Erste Begegnungen mit dem Tod und dem Abschied werden in diesem Buch nicht nur humorvoll von Ulf Nilsson beschrieben, sondern komplettiert durch wunderbare, stimmungsvolle Bilder der schwedischen Künstlerin Eva Eriksson.

Alles fängt an einem langweiligen Tag mit einer toten Hummel an, die der Ich-Erzähler, und seine Freunde Ester und Putte auf einer Fensterbank entdecken. Sie tun sie in eine Streichholzschachtel, begeben sich mit ihrem Toten auf einem geheimen Pfad und begraben die Hummel auf einer Lichtung im Wald. Der erste Grabspruch für den der Protagonist zuständig ist lautet:“ Ein kleines Leben in der Hand, plötzlich weg, tief, tief im Sand“. Dann finden sie eine tote Maus, finden Gefallen an dem Job und gründen ein Beerdigungsunternehmen. Sie besorgen Latten für Kreuze, Kartons als Särge und Blumen. Sie bestatten alles was auf Gottes schöner Erde sonst nur verrotten würde.

Ester ist fürs Schaufeln zuständig, der kleine Putte soll weinen und der Ich-Erzähler schreibt die Grabreden, zum Teil holprige Verse über Leben und Tod. Und so wird alles schließlich zu einem ernsthaften Spiel um Tränen, Trauer und Wehmut. Alles was lebt muss irgendwann sterben und zerrinnt zu Nichts

Und morgen werden sie sich den Nachmittag mit einem anderen Spiel vertreiben.

Ein schönes, spielerisches Bilderbuch über die „großen“ Fragen des Lebens.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die besten Beerdigungen der Welt, 7. März 2009
Von 
S. Lang "Buchfan" (Hof; Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich bin von diesem Buch begeistert! Es eignet sich für Kinder ebenso wie für Jugendliche und Erwachsene. Das Thema Tod wird in einer solch lebensnahen Erzählung, liebevoll und behutsam von verschiedenen menschlichen Charakteren beleuchtet. Ich kann es wärmstens empfehlen für Vorschulkinder, Jugendgruppen, Erwachsenentreffen und für das Altenheim.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiges Begräbnis für jede Hummel, Fliege oder Maus, 31. März 2009
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Achtundzwanzig Gräber für Tiere hat die Firma Beerdigungen AG angelegt, jedes mit einem sorgfältig bemalten Feldstein, einem Grabkreuz und liebevoller Bepflanzung. Da Hummeln und Fliegen selten Vornamen haben, werden die toten Tiere zuerst feierlich getauft, damit alles seinen korrekten Gang gehen kann. Anschießend werden sie von Ester, Putte und dem Icherzähler, der kurze Hose und Fliege trägt, beigesetzt. Alles fing damit an, dass Ester eine tote Hummel fand, während der Kurzhosige gelangweilt auf der Küchenbank lümmelte. "Ich war klein ... und hatte Angst vor dem Leben und auch vor dem Tod. Ich kannte nicht mal jemand, der tot war." Ester hat natürlich keine Angst vor einer toten Hummel, sie schreitet entschlossen zur Tat und greift zum Spaten, während der Kurzhosige ihr mit Zettel und Stift folgt. Kleine Jungen in kurzen Hosen soll man nicht unterschätzen. "Ich" kann ausgezeichnet dichten und sorgt so für eine würdige Beerdigung der toten Hummel.

"Jemand muss nett sein und sich um all die toten Vögel, Schmetterlinge und Mäuse kümmern" beschließt Ester. Esters kleiner Bruder Putte darf mit auf die Suche nach toten Tieren gehen. Putte ist zwar so klein, "dass er nicht zählte", aber fortan für die Gefühle und die Tränen zuständig. Putte macht das sehr geschickt. Wenn er stirbt, werden Mama und Papa traurig sein, wird zu Puttes persönlichem Schlachtruf, während er beklommen die Hände zum Kinn führt. Ester ist der Boss, Ester telefoniert in der Nachbarschaft herum, ob die Dienste der Beerdigungen AG dort benötigt werden und Ester trägt als Respektsperson von nun an sehr professionell einen schwarzen Mantel. Das florierende Beerdigungsunternehmen benötigt einen Werkzeugkoffer mit Hammer, Holzlatten, Blumensamen und einem Vorrat an runden Steinen. Putte sorgt sich währenddessen, ob er auch einmal etwas Schönes mit in den Sarg gelegt bekommen wird. Ester muss zugeben, dass kleine Brüder doch zu etwas gut sind: "Du schreibst echt saugute Gedichte" lobt sie Putte. Bisher hatten die Kinder die Tiere stets tot erlebt, doch einmal werden sie Zeuge, wie eine Amsel verunglückt und vor ihren Augen stirbt. Der Kurzhosige vergisst seine Angst und Ester muss zum ersten Mal in der Geschichte weinen. Und wem das alles viel zu traurig scheint, der kann sich damit trösten, dass die Kinder am nächsten Tag "etwas ganz anderes" machten.

Eva Eriksson und Ulf Nilsson haken mit ihrer Geschichte der Beerdigungen AG an dem Punkt ein, an dem auch viele Eltern zum ersten Mal mit ihren Kindern über den Tod sprechen - wenn sie ein totes Tier finden und gemeinsam mit den Kindern begraben. Wer erinnert sich nicht an ein liebevolles Hamster- oder Vogel-Begräbnis in seiner Kindheit. Das Ritual des Taufens, Begrabens und Gedicht-Schreibens bietet Kindern Sicherheit, Trost und die Gelegenheit über Ängste und Gefühle zu sprechen. Die Autoren behandeln ihr ernstes Thema mit viel Fingerspitzengefühl und Humor. Augenzwinkernd lassen sie uns ganz nebenbei die besondere Geschwister-Beziehung zwischen großer Schwester und kleinem Bruder miterleben. Nur wer "Ich" ist, muss jeder Leser selbst raten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eher für grössere Kinder zum Selberlesen, 7. Dezember 2011
Also für die Kleinen ist das nichts. Zu abstrakt ist da noch der Tod. Meine 9jährige Tochter hingegen findet das Buch richtig, richtig gut. Sie mag auch die grosse, selbstsichere Ester mit ihrer sagen wir mal authentischen Sprache (nein, unter Kindern geht's auch beim Thema Tod nicht zimperlich zu und her).
Das Buch hat vielleicht aus der Sicht von Erwachsenen eine gewisse Distanz zum Tod und der Trauer; aber es ist ja ein Kinderbuch. Und Kinder sehen das halt anders - ganz ohne Kitsch, Verklärung und Sentimentalität. Als wir unser Baby beerdigen mussten hab ich gelernt, dass Kinder kein distanziertes Verhältnis zum Tod haben, sondern ein dermassen total unverkrampftes, dass uns Erwachsenen zuweilen der Mund offen stehen bleibt. Und gleichzeitig können wir hier so viel von den Kleinen lernen!
Am Ende des Buches erleben die Kinder mit, wie ein Vogel, der eben noch fröhlich durch die Luft geflogen ist, auf einmal tot im Gras liegt. Und da weint sogar die ruppige Ester dicke Tränen. Das ist dann etwas anderes und die Kinder erleben eine Ahnung von echter Trauer. - Und am nächsten Tag spielen sie dann was anderes.
Irgendwie ist das ein Buch für alle und doch nicht für jedermann...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwicklungsstufen sehr treffend dargestellt, 29. November 2009
Entwicklungsstufen im Verständnis von Leben und Tod
dargestellt anhand des Bilderbuchs 'Die besten Beerdigungen der Welt'

Am Beispiel der drei Hauptpersonen in dem Bilderbuch 'Die besten Beerdigungen der Welt' von Ulf Nilsson und Eva Eriksson (Moritz-Verlag) lassen sich sehr gut alterstypische Entwicklungsstufen im Todesverständnis des Kindes erkennen.

Putte, ca. 4 Jahre
Das Thema Tod ist zunächst noch gänzlich unbekannt. Erst die Konfrontation mit toten Tieren führt zu einer Auseinandersetzung mit dem, was totsein bedeutet.
Dabei hat Putte noch keine Vorstellung von der Endgültigkeit des Todes oder davon, dass er selbst einmal sterben muss. Schließlich ist sein Zeitbegriff sehr eingeschränkt.
Beim Anblick des toten Hamsters sagt er: 'Schläft vielleicht nur.' 'Wenn es Nuffe besser geht, graben wir ihn wieder aus.'
Tod ist also etwas Vorübergehendes. Der Gedanke an den eigenen Tod wird mit Abwesenheit, Trennung von den Eltern gleichgesetzt: 'Aber dann sind Mama und Papa traurig!' Bei dem Gedanken, dass Mama traurig ist (wenn Putte tot ist), muss er auch weinen. Trennungsängste treten auf.
So wie die alten Ägypter will auch er selber Kissen, Kuscheldecke, Nahrung und sein Haustier mit ins Grab nehmen. Er kann sich nicht vorstellen, dass der Tod eine Zäsur bedeutet, für ihn geht das Leben immer weiter. Kinder in diesem Alter denken auch, dass man ewig lebt, wenn man es nur geschickt anstellt.

Ich-Erzähler, ca. 7 Jahre
Die Auseinandersetzung mit Tod und Leben geschieht in philosophischen Gedanken. Kinder in diesem Alter zeigen die größte Offenheit gegenüber dem Phänomen des Todes. Alles, was mit Beerdigung, Sarg, Grab, Leichnam zu tun hat, regt ihr Interesse an. Sie können sich bereits einfühlen, mitfühlen und Anteilnahme zeigen.
In seinen Versen tastet sich der Erzähler an das Rätsel des Todes heran: 'Ein kleines Leben, plötzlich weg.' Fragen treten auf: 'Ob es weh tut? Ist man einsam? Hat man Angst?'
Manche Gedanken haben eher spielerischen, humorvollen Charakter: 'Leb wohl, du liebes Schweinchen Dick. Wir wünschen dir im Tod viel Glück.'
Angesichts der sterbenden Amsel verliert er seine anfängliche Berührungsangst vor dem Tod. Der Moment, wo er die Amsel an seiner Brust birgt, gehört zu den bewegensten des Buches. Der Ich-Erzähler beschreibt hier eine Transzendenzerfahrung am Übergang vom Leben zum Tod. Hier sind die Kinder existenziell betroffen: 'Auf der Lichtung war das Grün wie das Gewölbe einer Kirche.' 'Wir wurden alle von einer großen Heiligkeit ergriffen.' (S. 34)
Dass aber alles noch ein Spiel ist, zeigt der überraschende letzte Satz des Buches:
'Am nächsten Tag machten wir dann etwas ganz anderes' (S. 36)

Ester, ca. 11 Jahre
Sie ist ein forsches, impulsives Mädchen voller Tatendrang und gelegentlich derber Sprüche.
Tote Tiere sieht sie zunächst ganz nüchtern und sachlich ohne Berührungsängste. Ihre Anteilnahme erscheint zunächst nur gespielt. Der Tod ist ein Naturgesetz, tote Tiere müssen beerdigt werden. Sehr ernsthaft und kompetent, aber auch zunehmend obsessiv verrichtet sie ihr Geschäft als Bestatterin. Dabei ahmt sie Rituale der Erwachsenenwelt nach.
Nebenbei wird ihr kleiner Bruder Putte schonungslos über den Tod aufgeklärt.
Gefühle und tiefere Gedanken werden erst allmählich durch die anfangs verspotteten Dichtkünste des Erzählers geweckt. Bei der Beerdigung der Amsel zeigt sie echtes Mitleid und weint. Sie hat ja miterlebt, wie schnell der Tod eintreten kann!
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Die besten Beerdigungen der Welt
Die besten Beerdigungen der Welt von Ulf Nilsson (Broschiert - 14. Januar 2015)
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