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Kundenrezensionen

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am 21. April 2011
Die Atomkatastrophe von Fukushima hat uns wieder einmal daran erinnert, dass unsere Welt nicht perfekt ist, dass sie uns jederzeit um die Ohren fliegen könnte. Und doch soll diese Welt auch in Zukunft bestehen. Der Wissenschaftsautor und Industriephysiker Ulrich Eberl hat sich dieses höchst aktuellen Themas angenommen und stellt in seinem Buch 'Zukunft 2050' fest, dass die Zukunft längst begonnen hat.
Dabei outet er sich als Optimist, sieht er doch trotz Klimawandels aus Ressourcen-Knappheit eine lebenswerte Zukunft: 'Wolkenkratzer werden zu vertikalen Bauernhöfen... Roboter werden zu Fensterputzern, Gärtnern und Butlern für ale Menschen.' Erneuerbare Energien ersetzen Kohle und Kernenergie ' wenn es den Forschern gelingt, die Ideen zu realisieren, wenn die Welt vor Katastrophen verschont bleibt und wenn die Menschen ihr Zusammenleben vernünftig organisieren.
Eberl liefert keine Science Fiction Träumereien, aber auch keine Patentrezepte. Er lotet nüchtern aus, welche Technologien dabei helfen könnten, die Zukunft unserer Erde zu sichern. Virtuelle Universitäten gehören ebenso dazu wie Solarkraftwerke in der Wüste, mitdenkende Fenster und die Abschaffung des Abfalls.
Das alles sind keine Spielereien. Eberl zitiert aus wissenschaftlichen Studien, aus Zeitungen und auch aus wikipedia. Motto: Alles ist machbar, man muss nur wollen. Wer wissen will, was er selbst tun kann, um unserer Welt eine Zukunft zu sichern, sollte dieses Buch lesen. Anregungen bietet es zur Genüge. Allerdings auch Warnungen. Denn, wenn wir den Umbau auf alternative Energien nicht auf friedliche Weise schaffen, könnte die Welt im Chaos versinken. Eine Warnung, die sich vor allem die Politiker zu Herzen nehmen sollten...
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am 1. Mai 2011
Dieses Fachbuch kann jeder lesen. Denn der Autor schafft auf unterhaltsame
Weise, verschiedene Fachbereiche und Fragestellungen aus Forschung und
Technik, Umwelt und Sozialem, Arbeit und Freizeit dem Leser leicht
verständlich nahe zu bringen. Dabei greift er auf den derzeitigen
"Ist-Stand" in Laboratorien, Forschungseinrichtungen und Denkfabriken
weltweit zu -- man erfährt, was eigentlich schon möglich ist bzw.
in nächster Zukunft möglich sein wird. Weiterhin stellt er anschaulich
die derzeitige Situation dar, unterlegt mit Daten und Zahlen, wobei er auch
Tendenzen positiver und negativer Art auflistet.
Der Autor entwickelt gut nachvollziehbare Zukunftsszenarien und Visionen,
die vielleicht nicht spektakulär sind, dafür aber umso wahrscheinlicher
erscheinen. Dabei stützt er sich auf (fundierte erklärte) Prinzipien und
Regularien der etablierten Zukunftsforschung samt deren Problemen und
Risiken.
Außerdem weist er darauf hin, dass die Zukunft jeden betrifft und jeder
einen Teil dazu beitragen kann, im kleinen wie im großen ist jeder
beteiligt.
Das Buch regt zum Nachdenken an -- es nimmt einem die Denkarbeit nicht ab,
indem es einen "Königsweg" vorgibt. Aber es beschreibt Möglichkeiten, bei
deren Nutzen die Welt auch in knapp 40 Jahren noch sehr lebenswert
erscheint.
Insofern kann dieses Buch nicht nur jeder lesen, es sollte auch jeder
lesen!
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am 3. April 2011
Dieses Buch in der Rubrik "Jugend-Sachbuch" einzuordnen ist eindeutig zu kurz gegriffen! In unserer Familie haben es inzwischen drei Generationen gelesen, von der 70-jährigen Oma bis zum 14-jährigen Enkel. Und alle waren so fasziniert, dass sie es nicht mehr aus der Hand gelegt haben. Der Autor versteht es meisterhaft, auch schwierige Sachverhalte und komplizierte Zusammenhänge für jeden verständlich darzustellen.

Das Buch beleuchtet alle Themen, die die Gesellschaft in der heutigen Zeit bewegen: von der privaten Freizeitgestaltung (Unterhaltungselektronik, soziale Netzwerke) über die Entwicklung der Arbeitswelt (Stichwort Automatisierung) und die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche (globale Vernetzung, Datenkommunikation, Datenschutz) bis zur globalen Ernährungssicherung der zunehmenden Weltbevölkerung und den Umgang mit Überalterung in den Industrienationen einer- und Bevölkerungsexplosion in den Entwicklungsländern andererseits.
Der eindeutig größte Bereich des Buches ist jedoch dem notwendigen Umbau des gesamten weltweiten Energiesystems gewidmet: Umstieg von immer knapper werdenden fossilen auf regenerative Energieträger, Umwelt- und Klimaschutz durch Vermeidung von Treibhausgasemmissionen, Möglichkeiten zur generellen Energieeinsparung in allen Lebensbereichen.

Das Buch bietet keine Kochrezepte und Patentlösungen, aber es schildert sehr genau, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, und was jeder einzelne dazu beitragen kann und muss, damit es auch im Jahr 2050 noch eine Welt gibt, auf der wir und unsere Kinder gut leben können!

Gerade vor dem Hintergrund der Atom-Katastrophe in Japan und der damit wieder aufgeflammten Debatte um die Nutzung der Kernenergie und den (beschleunigten) Ausbau erneuerbarer Energien gewinnt das Buch eine neue, ungeahnte Aktualität und Brisanz.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Juli 2011
'Die Gebäude und die Städte werden elektronische Nervensysteme und eine eigene Intelligenz bekommen.'
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Diese und weitere spannende Prognosen unserer Zukunft im Jahre 2050 liefert Ulrich Eberl in seinem neuesten Werk. Fernab von utopischen Illusionen im Bereich Science-Fiction oder Fantasy wird hier ganz konkret gezeigt, wie wir uns die Welt im Jahre 2050 vorstellen dürfen. Eberl verfügt über ein breites Spektrum an fundiertem Wissen über mögliche Zukunftstechnologien, woran er seine Leser teilhaben lässt. Nach seinem Studium der Physik an der TU München schrieb er als freier Wissenschaftsjournalist unter anderem zu Themen wie Nanotechnik oder Weltraumforschung. Seit 1996 ist er Leiter der weltweiten Innovationskommunikation bei Siemens.
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Anders als fiktionale, künstlerische Produkte, die die Zukunft beschreiben, beruft sich der Autor nun auf heutige Technologien und leitet daraus ein realistisches und dennoch nicht minder interessantes Bild unserer künftigen Welt ab. Dabei werden alle Bereiche des täglichen Lebens in den Blick genommen, seien es Medizin und Älterwerden, Arbeitswelt und Freizeit oder Entwicklungen der digitalen Medien. Zusätzlich werden dem Leser Wege der Zukunftsforschung präsentiert und spezielle Bereiche detaillierter beschrieben, wie etwa die sogenannte grüne Revolution oder drohende klimatische Veränderungen im Zuge des Temperaturwandels.
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Besonders interessant ist die Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologie. Demnach wird es allgegenwärtige Sensoren und Kommunikationselemente geben, die sogar Maschinen oder gar Räume zu intelligenten Apparaturen werden lassen. Der Lichteinstrom eines Fensters ist somit regulierbar und das eigene zu Hause denkt mit. Schwere Arbeiten werden von Robotern übernommen und vielleicht verfügt bald schon jeder über einen persönlichen Butler. Virtuelle Museumsbesuche, multimediale Vorlesungen oder 3D-Aufenthalte in Spielwelten gehören zum Alltagsrepertoire. Eberls Reise in die Zukunft ist bunt und vielfältig. Sie hält viele Überraschungen und neue Erkenntnisse für den Leser bereit. Zusätzlich wird darauf aufmerksam gemacht, welche Chancen und Möglichkeiten in unserer heutigen Technologie stecken. Der Text ist ansprechend gestaltet und enthält neben Illustrationen auch graphische Hervorhebungen, sodass ein optimaler Lesegenuss entsteht.
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Fazit: Völlig zurecht wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie vom Umwelt-Bundesamt unterstützt. Es ist gerade für Jugendliche und junge Erwachsene eine Bereicherung und liefert gewinnbringende Erkenntnisse. Schließlich profitiert jeder Leser von den Denkanstößen zur Zukunft, die uns alle betrifft.
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Bücher die sich mit der Zukunft unseres Planeten und mit dem Zusammenleben auf ihm beschäftigten, wurden schon immer gern gelesen. In diesem Buch erinnert der Autor daran was viele Bücher in den 60er Jahren für das Jahr 2000 vorhersagten. Danach müssten elektronische Assistenzärzte und Roboter als Haushaltssklaven heute längst Realität sein.

Deutlich wird beim Lesen wie schwer und schier unmöglich eine Beschreibung der Zukunft heute noch immer ist und von wievielen schwer zu bestimmenden Faktoren so eine Beschreibung abhängig ist. Einig sind sich Zukunftsforscher allerdings darüber, dass die Zukunft erheblich davon abhängt wie wir in naher Zukunft unseren rasant ansteigenden Energieverbrauch regeln werden. Unbedingt braucht die Menschheit neue Energiequellen, aber eine eindeutige Richtung lässt sich nicht so einfach erkennen, viele gute Ansätze werden erwähnt.

Auch an der Klimaerwärmung wird die Zukunft unseres Planaten entschieden. Sehr exakt wird dem Leser vor Augen geführt was genau geschieht wenn die Erde sich bis 2025 um nur 1 Grad erwärmt.

"In Berlin wohnen, in Hamburg arbeiten" könnte schon bald zur Normalität werden, denn Geschwindigkeiten von 450 km/h werden bereits heute von Hochgeschwindigkeitszügen bewältigt, wenn heute auch erst in China oder Spanien. Diese und viele andere angesprochenen Veränderungen, die zum Teil erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung stehen, zeigen dem Leser was heute bereits real möglich ist. Wie sich die Zukunft allerdings weiter entwickeln wird, kann heute niemand sagen, weil es davon abhängt wie und wo wir Menschen Prioritäten setzen.

Das entscheidend andere an diesem Zukunftsbuch ist: Es sagt nichts vorraus was im Jahr 2050 sein könnte, aber es nimmt den Leser von heute in die Verantwortung. Wir haben heute zu entscheiden wie wir und unsere Kinder und Enkel leben wollen. Wichtigste Erkenntnis nach dem Lesen: Wir erfinden bereits heute unsere Zukunft.
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am 14. April 2011
Die Entwicklung von Visionen für die Zukunft der Menschheit hat Tradition. Gleicht man allerdings die Voraussagen von Denkfabriken wie dem Club of Rome oder der RAND Corporation, die in den USA Politiker berät, mit der aktuellen Wirklichkeit ab, so zeigen die Hypothesen aus früheren Jahrzehnten doch erhebliche Fehleinschätzungen. Noch sind Haushaltsroboter keine Selbstverständlichkeit, gibt es keine Energiegewinnung mittels Kernfusion und keine Basis auf dem Mars.
Kann man also tatsächlich "die Zukunft erfinden", wie es der Titel des Buches von Ulrich Eberl verspricht? Ja, man kann. Von einer Welt, wie sie sich in den kommenden Jahrzehnten sehr wahrscheinlich entwickeln wird, erzählt der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist. Sein umfassender Überblick zeigt viele jener Technologien, die es uns ermöglichen, auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Dabei stellt Eberl nicht nur Visionen einer ökologisch und sozial optimierten Welt vor, sondern vor allem auch Projekte, die beweisen, dass Wissenschaftler, Industrie und Politiker in Industrie- und Schwellenländern bereits viele Verbesserungsmaßnahmen in Angriff genommen haben. Als Leiter der weltweiten Innovationskommunikation des Technologiekonzerns Siemens und Chefredakteur der Zeitschrift 'Pictures of the Future' sitzt Eberl an der Quelle zu all jenen Informationen, die er zu seiner kompakten und dennoch äußerst fundierten, dabei leicht verständlichen Darstellung verarbeitet hat. Sympathisch ist, dass er nicht nur beschönigend bereits erzielte Erfolge darstellt. Er beginnt mit einer kritischen Reflexion über die ökologischen und sozialen Defizite, mit denen wir heute noch konfrontiert sind. Doch dann zeigt Eberl auf, welche Zukunftsprojekte bereits in der Realisierungsphase sind und wie sie sich konkret positiv auf unsere künftigen Lebensbedingungen auswirken können. Interessant sind dabei nicht nur Innovationen zum Thema Umweltschutz, sondern auch zu so wichtigen Themen wie Gesundheit im Alter und Sicherheit in einer globalisierten Welt. Schließlich befasst er sich mit jenen Ideen, welche Wissenschaftler im Moment entwickeln und mit Technologien, die noch in der Erprobungsphase sind, aber enormes Potenzial versprechen.
Fazit: Das Buch bietet eine spannende Tour d'Horizon über die Möglichkeiten der Menschheit, sich aus dem Dilemma von Fortschrittsutopien und - noch - defizitärer Realität zu befreien. Dabei ist es so verständlich geschrieben, dass es von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. empfohlen wird. Unbedingt lesenswert!
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am 28. Mai 2011
Wie werden wir in 40 Jahren leben? Das weiß niemand. Aber Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen haben die Menschen trotzdem. WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, UmweltaktivistInnen, SchriftstellerInnen und alle anderen blicken dabei aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichem Hintergrund in die Zukunft.
Ulrich Ebert hat für verschiedene Themenbereiche ' zum Beispiel Energie und Strom, Medizin, Arbeit, Gesundheit, Alter, globales Dorf ' unser heutiges Bild von der Zukunft 2050 zusammengestellt.
Aber dies ist kein Roman, sondern ein Sachbuch. Der Autor reiht keine fantastischen Ideen aneinander, sondern bindet die Zukunftsvisionen immer an das an, was jetzt schon existiert, was in der Erforschung oder Erprobung oder aber geplant ist. Das Faszinierendste und häufig Überraschende an diesem Buch: Vieles, was die meisten noch für Science-Fiction halten, gibt es heute schon!
Zugegeben, noch sind Wasser für alle, Bauernhöfe in Wolkenkratzern und die Null-Energie-Stadt Zukunftsmusik. Aber vielleicht nicht mehr lange. Wie der Weg in eine lebenswerte Zukunft 2050 verlaufen könnte, das erfährt man in diesem Buch. Das außerdem noch spannend, gut lesbar geschrieben und mit vielen bunten Fotos und Grafiken aufgelockert ist.
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Zurzeit beschäftige ich mich etwas mit Zukunftsforschung. Dabei geht es mir um Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes genauso wie um die Frage, welche neue Technologien die Zukunft möglicherweise bestimmen werden. Und natürlich geht es auch um die Wechselwirkungen, die unser Verhalten und die Benutzung neuer Technologien (im Guten wie im Schlechten) für unsere Welt haben werden.

Dieses Buch widmet sich vor allem der Frage, welche Veränderungen absehbar auf die Menschheit zukommen werden. Dabei wird deutlich, dass man tatsächlich von einer Zeitenwende sprechen kann. Warum? Nicht nur, weil der Klimawandel vor der Tür steht, sondern auch weil wir beispielsweise die Energieversorgung unseres Planeten auf eine neue Basis stellen müssen – weil herkömmliche Rohstoffe zuneige gehen, aber auch aus ökologischen Gründen. Das alles bedeutet große Herausforderungen für Politiker, Wissenschaftler und Ingenieure, aber auch für uns als Privatmenschen … Doch der Wandel der Zeit und die Nebenwirkung unserer Zivilisation bedeuten auch neue Chancen: technische und wirtschaftliche Entwicklungen können – wenn sie richtig eingesetzt werden – positive Nebenwirkungen, wie ein komfortableres, nachhaltigeres und längeres Leben, bedeuten.

Ich fand es sehr spannend, zu lesen, auf wie vielen Gebieten unseres Lebens sich welche (technischen wie wirtschaftlichen) Innovationen in den nächsten Jahrzehnten möglicherweise auswirken werden. (Stichworte sind bspw.: Digitalisierung, Kommunikation, Klimaschutz etc. – wobei der Schwerpunkt vor allem auf der Umstellung auf erneuerbare Energie liegt.) Der Autor untermalt dies alles mit einer Vielzahl an Daten und Fakten. Dabei ist der Grundtenor des überaus versierten Autors bei aller Skepsis und trotz der Beschreibung aller möglichen Risiken grundsätzlich optimistisch. Trotzdem formuliert er auch klare Warnungen und plädiert dafür, die positiven Möglichkeiten neuer Technologien auch offensiv zu nutzen und politisch wie wirtschaftlich zu unterstützen (Stichwort „regenerative Energien“!). Doch Warnungen wie diese sollten sicher nicht nur Politiker und die Industrie ernst nehmen, sondern auch wir selbst. Denn auch unser Handeln und Denken – so macht dieses Buch deutlich – bestimmt, wie die Welt von morgen aussieht …

Offensichtlich versteht dieser Wissenschaftsautor viel von der Materie und beherrscht sein Handwerk sehr gut. Er zeigt, dass die Horrorszenarien des Klimawandels und der Naturzerstörung auch ein heilbringendes Änderungspotenzial bergen: eine grüne Revolution (zusammen mit neuen Produkten, Berufsfeldern und Chancen für alle Menschen) ist möglich. Ob dies nur eine unrealistische Utopie bleibt, oder ob die grüne Revolution tatsächlich weltweit Realität wird, werden die kommenden Jahrzehnte zeigen.

Meine Zusammenfassung: Keiner kann wirklich wissen, was die Zukunft bringt. Und auch der Autor dieses Buchs ist kein Hellseher. Aber er zeigt sehr überzeugend, wohin die Reise hingehen könnte, und welche Entwicklungen möglicherweise wegweisend für die Zukunft sein könnten. Ulrich Eberl widmet sich dem hochaktuellen Thema differenziert und ausführlich. Die Visionen und Zukunftsszenarien, die Ulrich Eberl hier zeichnet, sind jedenfalls interessant. Auch beweist er, dass er ein sehr weites Spektrum an Zukunftsmöglichkeiten und Technikinnovationen mit nachvollziehbaren Spekulationen verbinden kann. Das alles fand ich überzeugend dargestellt, und es wirkte auf mich gut recherchiert. Mich hat das alles zum Nach- und Weiterdenken angeregt. Was mir gefehlt hat, war eine kritischere Auseinandersetzung mit dem spekulativen Charakter jeder auch noch so fundiert unterfütterten Zukunftsforschung. Auch wenn der Autor durchaus reflektiert, dass er nur „mögliche“ Zukunftsszenarien aufzeigt, hätte ich mir eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Aspekt gewünscht. Trotzdem ist das ein lesenswertes Buch, das seinen Preis wert ist.
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am 1. Mai 2011
Dem Autor Dr. Ulrich Eberl ist mit dem Buch "Zukunft 2050: wie wir schon heute die Zukunft erfinden" ein wahres Meisterwerk geklückt: Übersichtlich aufgebaut, mit ansprechenden Illustrationen und in prägnanten sowie verständlichen Worten gelingt es dem Autor den Leser neugierig zu machen und über die wichtigen Themen der Zukunft zu informieren. Ob alt oder jung: von der Energieversorgung bis zur Gesundheitsvorsorg, das geht jeden an und trifft den Nerv der Zeit. Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen und freue mich schon auf ein hoffentlich erscheinendes Nachfolgewerk.
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am 24. Mai 2014
Der Mensch hat sich im Laufe seiner Evolution immer weiter entwickelt. Der erste Mensch ( Homo sapiens idaltu ) lebte vermutlich vor ca. 160.000 Jahren in Äthiopien, was Knochenfunde belegen. Seitdem hat der Mensch die ganze Welt bevölkert, und ihr Gesicht völlig verändert.

Mindestens ebenso interessant wie die Vergangenheit ist auch die Zukunft des Menschen. Der Autor Ulrich Eberl ist Physiker und Wissenschatfsjournalist. In diesem Buch macht er sich Gedanken, wie wir Menschen in naher Zukunft leben könnten - unter dem Einfluß von Klimaveränderungen und Rohstoffknappheit. In einem Werbespot des B.U.N.D. habe ich einmal folgenden Satz gehört: "Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur" .Was also können wir tun!? (Stichwort: Nachhaltigkeit).Der Autor meint, wir brauchen eine"grüne Revolution", eine Energiewende, weg von fossilen Brennstoffen.

Dazu sind neue Technolgien notwendig, wie bspw. Windräder, Fahrzeuge, die mit Wasserstoff statt mit Benzin betrieben werden und und und... Und wie bekommen wir den Treibhauseffekt in den Griff, bzw. wie gehen wir mit dem CO₂ um, das ihn auslöst!? Was ist in naher Zukunft in der Medizin möglich? Wie erzeugen wir morgen Energie!? Brauchen wir wirklich noch große Kraftwerke, die Strom aus Kohle oder Atomkraft erzeugen!? Oder erzeugen wir im Jahre 2050 unsere Energie mit Mini-Kraftwerken im Keller selbst, und speisen sie in ein öffentliches Netz ein!?

Wird es im Jahr 2050 noch papierne Bücher geben, oder lesen wir dann unsere Tageszeitung, unsere Lieblingsbücher nur noch auf elektronischen Displays!?

Eberls Gedankengänge sind keineswegs "phantastisch". Wenn aber das eintrifft, was er in diesem Buch "angedacht" hat, dann haben wir Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Eberls Ideen sind keine Science Fiction, sondern durchaus nahe an der Realität. Unsere Wissenschaftler und Ingenieure "tüfteln" heute schon fleißig an Ideen für eine Welt von morgen. Und einige Ideen (wie bspw. elektronische Bücher) sind heute sogar schon Realität, aber noch entwicklungsfähig. Eberl gibt auch einen kleinen Einblick, wie sich die Menschen der Vergangenheit ( "Delphi-Studie" von 1964) die Zukunft des Jahres 2000 vorgestellt haben.

Alles in allem ein interessantes und lesenswertes Buch.
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