Kundenrezensionen


9 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schonungslose Offenheit
Özdemir hat ein sehr mutiges Buch geschrieben, in dem er den Problemen nicht aus dem Weg geht, sondern sie benennt. Beispiele:
- Italiener, Griechen und Spanier waren in Deutschland als Gastarbeiter erwünschter als Türken, Marokkaner und Tunesier. Das sieht man am Text der jeweiligen Abkommen.
- Das Bundesinnenministerium wehrt sich bis heute (=...
Vor 10 Monaten von Gunthard Heller veröffentlicht

versus
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Besser ein guter Politiker als ein schlechter Schriftsteller und Erzähler
Es war wohl ein Versuch... (Leider ziemlich misslungen.)
Ich hatte zuerst das Buch gelesen, um zu prüfen, ob ich es beruflich einsetzen werde. Schon beim Lesen habe ich mich über das schlechte Lektorat geärgert: Inhaltlich blieb einiges offen, Lektüre ließ insgesamt zu wünschen übrig. Was die CD betrifft, so wird das (enorm...
Veröffentlicht am 5. November 2008 von Lenny


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Besser ein guter Politiker als ein schlechter Schriftsteller und Erzähler, 5. November 2008
Es war wohl ein Versuch... (Leider ziemlich misslungen.)
Ich hatte zuerst das Buch gelesen, um zu prüfen, ob ich es beruflich einsetzen werde. Schon beim Lesen habe ich mich über das schlechte Lektorat geärgert: Inhaltlich blieb einiges offen, Lektüre ließ insgesamt zu wünschen übrig. Was die CD betrifft, so wird das (enorm gekürzte!!) Buch schlecht vorgetragen, wohl ohne jegliche Regieanweisung. Und auf die gekürzte Fassung des Buches wird nicht einmal hingewiesen. Da bleibt einem als Kunde nichts anderes übrig, als sich ziemlich zu ärgern und andere zu warnen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lose Gedankensammlung, 3. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Am meisten stört mich an diesem Buch, dass es nicht fertig ist. Der Termin der Frankfurter Buchmesse war wohl wichtiger. Die Zeit hat nicht einmal gereicht, um den Text ordentlich Korrektur zu lesen. Es strotzt vor Tipp- und Grammatikfehlern. Gedanken und Themen werden assoziativ aneinandergereiht, ohne Rücksicht auf den durch die Kapitelüberschriften vorgegebenen Inhalt. Der Autor hätte wenigstens noch ein halbes Jahr darauf verwenden sollen, seine Stoffsammlung ordentlich zu gliedern, Unwichtiges wegzulassen und Wichtiges besser zu recherchieren.
Lehrreich und zugleich unterhaltsam fand ich die Anekdoten, mit denen Özdemir z. B. die Unterschiede zwischen Sunniten und Aleviten illustriert oder dem Leser vor Augen führt, wie gefährlich es sein kann, dem "Vater der Türken" nicht den entsprechenden Respekt zu zollen. Wer sich aber eingehender und wissenschaftlich fundierter mit dem Thema Türkei beschäftigen will, dem sei das kürzlich im Helmut Buske Verlag erschienene Handbuch "Landeskunde Türkei" von Moser/Weithmann wärmstens empfohlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht angekommen!, 2. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Gut finde ich an diesem Buch, dass Özdemir versucht, transparent zu schreiben und Innenansichten seiner Ursprungskultur zu vermitteln. Dabei fällt auf, wie viele Archaismen dort fröhliche Urstände feiern. Archaismen, die nie einen Luther, einen Voltaire oder einen Freud gesehen haben und die zeigen, wie himmelweit die kulturelle Kluft zwischen Europa und Kleinasien tatsächlich ist. Hat mich geschaudert. Außerdem bezieht Özdemir in vitalen Fragen nie wirklich eine kritische Stellung! Ein ganz typischer Zug morgenländischer Prägung. So hat er z.B. kein Problem damit, wenn sich Deutsche, die eine türkische Frau heiraten wollen, der Beschneidung unterziehen sollen. Das ist für ihn selbstverständlich. Warum, Herr Özdemir, tritt denn die Dame nicht zum Christentum über, warum der Mann - aus ihrem Selbstverständnis - zum Islam? Warum diese Diskriminierung einer fremden Religion? Tut mir sehr leid, aber das ist die Haltung eines im Abendland nicht wirklich Angekommenen, vielleicht kein Wolf im Schafspelz, aber ein Gewährer mit Schere und Vorsatz im Kopf. Diesem Buch ist leider nur bedingt zu trauen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen eine neuauflage ist zwingend notwendig, 30. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
gute und einfache erklärung über die einzelne sachverhalte.....da aber in der politik, das eine und das andere sich schnell ändern kann,...müssen themen zur ethik, sowie minderheit nochmals überarbeit werden.... ( dies meine ich rein sachlich, ohne einer partei zugehörig zu sein); empfehlenswert für die, die es aus der sicht von herrn özdemir lesen wollen, leider aber veraltet, hätte eine überarbeitung als sinnvoll gefunden, diesbezüglich 3 sterne, ansonsten 5 sterne plus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt nötig, 17. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Ich finde es super, dass Cem Özdemir dieses Buch geschrieben hat, jedoch bin ich der Meinung, dass zwar alle wichtigen Themen aufgegriffen werden, aber man nicht in die Tiefe/ ins Detail geht. Ansonsten für Jugendliche, die die Türkei kennen lernen möchten, bestens geeignet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schonungslose Offenheit, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Özdemir hat ein sehr mutiges Buch geschrieben, in dem er den Problemen nicht aus dem Weg geht, sondern sie benennt. Beispiele:
- Italiener, Griechen und Spanier waren in Deutschland als Gastarbeiter erwünschter als Türken, Marokkaner und Tunesier. Das sieht man am Text der jeweiligen Abkommen.
- Das Bundesinnenministerium wehrt sich bis heute (= 2008) gegen die Einwanderung.
- Die Türkei ist ein Vielvölkerstaat. Im 19. Jahrhundert wurde der Islam von der türkischen Regierung bewußt aus machtpolitischen Erwägungen heraus betont, um Minderheiten (Kurden, Albaner, Araber) von nationalistischen Bestrebungen abzuhalten.
- Die gegenwärtige türkische Regierung leugnet den Tod von ca. 1,5 Millionen Armeniern (1915) nicht, bestreitet aber, daß er ein Völkermord gewesen sei.
- Die Grundpfeiler von Atatürks Republik (ab 1923) waren die Trennung von Religion und Staat, Volkssouveränität, staatliche Eingriffsmöglichkeit in die Wirtschaft, volksnahe Politik, Reformen und Nationalismus (auf der Basis von Islam und Sprache).
- Die türkische Sprache wurde künstlich geschaffen und den Bürgern aufgezwungen.
- Erst 1934 wurden Nachnamen eingeführt.
- Die PKK war ursprünglich die Arbeiterpartei der Kurden, bevor sie wegen der staatlichen Verfolgungen in den Untergrund ging und eine Guerillaorganisation wurde.
- Die Geheimorganisation Gladio diente ursprünglich dem Kampf gegen den Kommunismus.
- Die inneren Konflikte in der Türkei drehen sich um Kurden, Aleviten, Christen und das Kopftuchverbot.

Özdemirs Versuch, die Türkei in die EU zu tricksen, wird von ihm selbst in späteren Kapiteln zunichte gemacht. Die geforderten Voraussetzungen sind klar:
- Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte;
- Marktwirtschaft auf EU-Niveau;
- Bereitschaft zur Umsetzung von EU-Recht.

Nun Özdemirs Tricks, die insofern aus seiner Sicht einen Sinn machen, als die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen die erforderlichen Reformen in der Türkei erleichtert, so daß sie womöglich zu einem Vorbild für die Demokratisierung anderer muslimischer Staaten werden kann:
- Es gehe nicht darum, was Europa ist, sondern darum, was es einmal wird. Özdemir weigert sich, Europa über die christliche Kultur und die Aufklärung zu definieren (die ja Quelle der Menschenrechte sind!).
- Es gebe bereits 15 Millionen Muslime in der EU. (Das heißt unausgesprochen: Weitere 70 Millionen türkischer Muslime könne die EU ohne weiteres verkraften.)
- Islam und Demokratie müßten sich nicht widersprechen. Das beweise die heutige Türkei (S. 98).

Doch um diese Beweise ist es schwach bestellt:
- In der heutigen Türkei (2008) werden Christen, Juden und Nichtsunniten (v.a. Aleviten), Homosexuelle, Lesben, Transvestiten und Transsexuelle diskriminiert.
- Die Kurden werden darüberhinaus immer noch verfolgt.
- Die Mehrheitsreligion (Sunna) wird staatlich kontrolliert.
- Die gesetzliche Gleichberechtigung der Frau wird vielfach nicht umgesetzt: 68% der türkischen Frauen erleiden Gewalt von ihren Männern, d.h. sie werden körperlich mißhandelt, sexuell mißbraucht, zum Heiraten gezwungen oder um der Ehre willen umgebracht.
- Atatürks Reformen entsprachen dem damaligen (1923) europäischen Standard, doch die Mehrheit der türkischen Bevölkerung und Teile der politischen Führung waren dagegen. Die damals eingeführten Gesetze wurden lange nicht erneuert: Erst 1999 wurden Jungfräulichkeitstests verboten, erst seit 2002 sind die Geschlechter gesetzlich gleichgestellt. Hinsichtlich der Umsetzung dieser Gleichstellung rangierte die Türkei noch 2006 auf dem zehntletzten Platz von 115 Ländern.
- Die Meinungsfreiheit ist über EU-Standards hinaus eingeschränkt.
- Es wird immer noch gefoltert, obwohl es offiziell verboten ist.
- Der Natur- und Umweltschutz liegt im Argen: Es werden Atomkraftwerke trotz Erdbebengefahr geplant und riesige Staudämme gebaut, wegen denen Zehntausende von Menschen umgesiedelt werden müssen.

Andererseits wollten 2006 nur noch 9% der Türken die Wiedereinführung der Scharia (1999 waren es 21%).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Buch!, 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Das Buch hat mich restlos überzeugt! Es ist optisch wirklich gut aufgemacht, mit verschiedenen farblichen Bildern, einer guten Kapitelordnung und einen ansprechendem Äußeren. Der Inhalt, natürlich wichtiger, ist sehr gut gewählt. Am Anfang steht mehr die Geschichte der Türkei im Vordergrund. Ich fand dies anfangs sehr gut, mit der Zeit sehnte ich mich zwar immer mehr nach Informationen, die sich mehr auf heute bezogen. Mir kam also das Kapitel über die Geschichte irgendwann als sehr lang vor, allerdings habe ich es trotzdem gelesen (wobei es auch nicht langweilig war!) und es hat sich sehr ausgezahlt. Dadurch kann ich viele Zusammenhänge nun verstehen und hatte auch keine Probleme die Türkei von heute mit Vorwissen über die Geschichte sehr viel besser zu verstehen. An den geschichtlichen Teil schloss sich etwas über die Religionen in der Türkei an und auch Themen zur aktuellen Politik waren zu finden (z.B. Türkei und EU-Beitritt und Kopftuchfrage). Es wurde vieles sehr realistisch geschrieben und ohne viel Wertung, was ein großer Gewinn ist! Auch Themen, die aktuell sind, wenn man von Deutsch-Türken spricht, sind behandelt worden. Auch dies war sehr modern aufgemacht und manchmal flossen auch eigene Erfahrungen mit ein. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und verfehlt sein Ziel des besseren Verständnisses nicht! Ich kann es nur empfehlen. Ich ging praktisch ohne Vorwissen über den Islam an das Buch, doch auch das war kein Hinderungsgrund zum Verständnis. Das Buch ist geeignet für Erwachsenen und Jugendliche und vor allem auch zu empfehlen für Menschen, die erst anfangen sich für das Thema zu interessieren (was nicht heißen soll, dass das Buch nur einen groben Überblick gibt, ganz im Gegenteil).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über persönliche Geschichten die Türkei verstehen, 21. November 2008
Bis vor kurzem hatte ich nur ziemlich vage Vorstellungen über die Türkei. Ich wusste kaum etwas über die Religionen, die großen regionalen Unterschiede, die Modernisierung durch Atatürk und deren Auswirkungen, das türkische Schul- und Ausbildungssystem. Die verschiedenen Standpunkte zur Kopftuchfrage sind mir auch erst nach Hören der CD klarer geworden. Cem Özdemir erzählt ohne erhobenen Zeigefinger, beschreibt absurde Missverständnisse und macht neugierig auf Land und Leute. Besonders einprägsam sind die persönlichen Schicksale und Erlebnisse Özdemirs und seiner Freunde. Toll auch die ausführliche Zeittafel, die Begriffserklärungen und die vielen Fotos im Booklet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen bunt und differenziert, 29. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Türkei: Politik, Religion, Kultur (Taschenbuch)
Dieses Buch bietet eine zum Teil persönlich gefärbte Einführung zum Thema "Türkei".

Dabei geht es insbesondere um die Themen Geschichte, Kultur, Politik, Menschenrechte, Minderheiten, Religion, Umwelt, Tourismus und Bildung. Zur Frage des Beitritts der Türkei zur EU erfährt man u. a. Folgendes

- das Projekt der türkischen Seidenstraße (politische Kooperation der Türkei mit den turksprachigen ehemaligen Teilstaaten der Sowjetunion in Zentralasien) stagniert auf Grund von Verständigungsschwierigkeiten (unterschiedliche türkische Dialekte)
- es gibt Probleme mit Nachbarländern, z. B. Zypern
- die Türkei kann eine Brücke zwischen Europa und Asien sein; sie hat gute Beziehungen zu Israel
- der Geschichtsunterricht ist staatsideologisch verzerrt
- Minderheiten (z. B. Kurden) werden türkisiert, d. h. Namen werden in türkische umgewandelt; zudem werden ihre Kulturen und Religionen unterdrückt (z. B. Christen und Aleviten); Kurden werden "assimiliert" (S. 176)
- es gibt Probleme mit traditionellen Einstellungen (die Scharia widerspricht der Trennung von Staat und Kirche)
- seit Staatsgründung besteht ein Konflikt zwischen Demokratie, Islam, Militär und Kommunisten; deshalb kam es oft zu Militärputschen
- die Wirtschaft floriert
- es gibt Defizite bei den Menschenrechten (z. B. §301 TStGB "Verunglimpfung des Türkentums")
- Reformen waren früher nur oberflächlich und wurden "von oben" befohlen; deshalb wurden sie nur von den westlich ausgerichteten städtischen Eliten gelebt
- Reformen werden heute (wie von der EU gefordert) in Gesetze gegossen, aber nicht unbedingt umgesetzt bzw. überwacht

Ein Beitritt der Türkei zur EU würde Stabilität in die Region bringen und der Wirtschaft nützen. Wir müssen mit der Türkei in einen Dialog eintreten und Reformen und Demokratisierung fördern. Das oft beschworene Risiko einer verstärkten Einwanderung nach Europa besteht nicht; außerdem bestehen keine finanziellen Probleme. Man kann die Freizügigkeit der Türken und den Zugriff auf die EU-Finanzen (vorüber gehend) einschränken.

***

Mir hat das Buch gut gefallen. Bilder, Karten und persönliche Erfahrungen lockern den Text auf. Es werden sowohl positive als auch negative Aspekte diskutiert und die Darstellung erscheint ausgewogen.

Hinsichtlich des EU-Beitritts bin ich anderer Meinung als der Autor: Eine Mitgliedschaft in der EU ist nicht notwendig. Da das Buch von 2008 ist, kann es die aktuelle Lage (neue Verfassung, Probleme mit Israel, Annäherung an Iran) nicht mehr berücksichtigen. Diese spricht aber mit den oben angeführten Fakten aus dem Buch dazu, dass eine Mitgliedschaft aus wirtschaftlichen Gründen unnötig und aus politischen Gründen riskant ist. Wenn Demokratie und Menschenrechte gut sind, warum braucht die Türkei dazu Anreize? Sie sollte aus eigenem Interesse Reformen durchführen und endlich auch in die Tat umsetzen. Warum dürfen sich die Türken in Deutschland nicht assimilieren, wenn es doch zu Hause von den Kurden erwartet wird? Was sich der Autor unter einer vollen EU-Mitgliedschaft ohne Freizügigkeit und ohne Zugriff auf die finanziellen Mittel der EU vorstellt, ist mir unklar. Das hört sich doch fast nach der "privilegierten Partnerschaft" an?!

Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Diskussionsbeitrag und kann uneingeschränkt empfohlen werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Türkei: Politik, Religion, Kultur
Die Türkei: Politik, Religion, Kultur von Cem Özdemir (Taschenbuch - 24. September 2008)
EUR 19,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen