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Auf der Schwelle zum Glück: Die Lebensgeschichte des Franz Kafka (Gulliver)
Format: TaschenbuchÄndern
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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 2005
"Auf der Schwelle zum Glück" ist eine Biografie über Franz Kafka, verfasst von Alois Prinz, dem wir bereits großartige Biografien über Georg Forster, Hannah Arendt, Hermann Hesse und Ulrike Meinhof zu verdanken haben.
Nun hat sich Alois Prinz erneut daran gemacht, die Lebensgeschichte eines Suchenden aufzuschreiben. Der Autor hat sorgfältig recherchiert und erzählt auf rund 400 Seiten sehr spannend das Leben des in Prag geborenen deutschjüdischen Schriftstellers Franz Kafka. Er versteht es, die Gefühle Kafkas nachzuvollziehen, der mit seinem Beruf als Versicherungsangestellter unzufrieden war und sich stets danach sehnte, in seiner freien Zeit seiner Leidenschaft nachgehen und schreiben zu können. Nicht das Veröffentlichen seiner Werke war ihm das dringendste Anliegen, sondern vielmehr der Moment des Schreibens selbst. So machte er tatsächlich seinem Verleger gegenüber die Bemerkung: "Ich werde Ihnen immer viel dankbarer sein für die Rücksendung meiner Manuskripte als für deren Veröffentlichung."
Von der Familie, vor allem dem Vater, schlug Kafka Unverständnis entgegen, Unterstützung konnte er nicht erwarten. Kafka war hin und her gerissen. Einerseits wollte er die Erwartungen seiner Eltern erfüllen, einen Beruf ausüben, der ihm Ansehen und gutes Einkommen zusicherte, andererseits fühlte er sich nur wirklich und zufrieden beim Schreiben. Einen Freund, der seine Leidenschaft teilte und der ihn verstand, hatte Kafka in Max Brod. Zu diesem sagt Kafka einmal: "Nichts fehlt mir, außer ich selbst."
Alois Prinz zeichnet die Verhältnisse, in denen Kafka lebte, genau nach; er versteht es, den Zwiespalt, in dem Kafka sich befand, dem Leser verständlich zu machen. Jeder Mensch kennt Situationen, in denen er mit seinem Leben, das voller Pflichten steckt, unzufrieden ist. Man hat Träume, aber traut sich nicht dafür zu kämpfen; manchmal verliert man seinen Weg aus den Augen. Genau da trifft Alois Prinz den Leser ganz persönlich in seinem Leben. So lernt man in dieser hervorragenden Biografie nicht nur eine Menge über Franz Kafka, sondern auch über sich selbst. Und das ist es schließlich, was ein Buch auszeichnet. Kafka selbst war der Ansicht, "ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns". Ein solches Buch, das bewegt und zum Nachdenken anregt, hat Alois Prinz vorgelegt. Eine hervorragende Biografie, dessen Lektüre nicht nur für Kinder lohnenswert ist! Ich zumindest bin bereits gespannt, wessen Leben uns dieser Autor als nächstes auf seine ganz besondere Art und Weise näher bringen will!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2009
Zumindest eine Sache an diesem Buch ist wirklich etwas Besonderes: Die meisten Quellen zeichnen Kafka sehr düster als einen fast schon depressiven, sehr introvertierten Künstler, der niemals lachte. Das mag auch zu einem Großteil stimmen, aber Alois Prinz beschreibt fast direkt zu Beginn seiner Biographie einen herzhaft lachenden Kafka, dem dieser Lachanfall vor den Augen seines Chefs zwar hinterher hochgradig peinlich ist, aber keinerlei Konsequenzen hatte. Das ist nur eine Kleinigkeit, wenige Abschnitte lang, aber es hat mich durch das ganze Buch begleitet und die Sicht auf Franz Kafka ein wenig verändert.
Ausführlich zu erzählen beginnt Prinz im Jahre 1910, Kafkas Kindheit wird nicht weiter erwähnt, aber das darf beim Titel diese Werks auch nicht verwundern, denn erst 1910 (0der 1909, wenn man ab Kafkas erster kleinen Veröffentlichung rechnen will) stand Kafka "auf der Schwelle zum Glück". Dennoch ist man von der ersten Seite an gebannt, man fühlt sich förmlich neben Kafka hergehend, man sieht Prag vor sich, die Leute, die Umgebung, das ist großartig. Man ist leicht verstört von diesem Künstler, der es einfach nicht schafft sein Leben zu leben, der sich einen eigene Rhythmus erfinden muss, um seine Leidenschaft, oder vielmehr das, was für ihn Leben ist, nämlich das Schreiben, ausleben zu können. Das Schreiben, ja, nicht der eventuelle Erfolg, der folgen könnte, sollte etwas gedruckt werden, nein, der Vorgang des Schreibens. Aber es klappt einfach zu selten. In der elterlichen Wohnung ist es zu laut, seine Arbeit in einer Unfall-Versicherungsanstalt lähmt ihn. Und wenn dann doch mal was hervorsprießt, dann wird es schnell wieder liegen gelassen, um was Anderes zu beginnen. Somit dürfte es für niemanden ein Wunder darstellen, dass seine drei Romane Fragmente geblieben sind. Alois Prinz schafft es hervorragend uns diesen Druck verstehen zu lassen, diese innere Zerrissenheit von Kafka, immer etwas Außergewöhnliches fabrizieren zu müssen, auch in Liebesdingen wird das deutlich. Er macht zwar seiner Angebeteten zwanglos einen Heiratsantrag, er möchte so gerne Ehemann und Vater sein, warnt aber kurz darauf ihren Vater ihm bloß nicht seine Tochter zur Frau zu geben, da er sie nur unglücklich machen würde mit seinen ganzen Macken. Man mag das als übertrieben oder gar feige ansehen, aber für ihn war es ein Schutz, für sich selbst und für andere. Erst in seinen letzten Monaten scheint er in dieser Hinsicht das richtige zu tun und auch tun zu wollen. Auch diese Zeit, in der er seine schwere Krankheit als eine logische Schlussfolgerung auf sein Leben ansieht, erst resigniert, dann aber doch noch kämpfen will, wird sehr ausführlich und eindringlich wiedergegeben. Der Mensch Kafka ist meines Wissens nach selten so gut beschrieben worden. Aber auch sein Werk, und vor allem auch die Verbindung von Werk und Leben, wird nicht aussen vorgelassen. Immer wieder gibt Alois Prinz kurze Inhaltsangaben von Kafkas bekannstesten Schriften wieder. Z. B. der einzelne Mensch, der gegen eine unsichtbare Macht ankämpft, sich bemüht, aber gar nicht weiss gegen wen oder was er genau er zu kämpfen hat, der die Spielregeln nicht kennt usw. Diese Inhaltsangaben, nun mit Kafkas Leben oder zumindest mit Situationen aus seinem Leben im Hinterkopf, dürften wohl bei dem einen oder anderen für etwas Klarheit sorgen, sollte noch keine vorhanden gewesen sein. Darauf gebe ich jetzt aber keine Versicherung, denn zum einen gibt es wohl DIE Interpretation von Kafkas Werken nicht. Bis heute gibt es unzählige Deutungsansätze, politischer, psychologischer, religiöser u.a. Natur. Und zum zweiten habe ich bereits vor dieser Biographie alles von und vieles über Kafka gelesen bzw. gesehen und glaubte eigentlich schon immer ihn verstanden zu haben. Aber ich denke schon, dass es speziell für Kafka-Neulinge (auch jüngere!) einen guten Einstieg darstellt. Alle anderen dürften sich mit neuer Freude auf Kafka stürzen.
So schlängelt man sich dann also durch dieses sehr gut lesbare, da fast durchweg flüssig und leicht geschriebene Buch von dem Autor, dessen Ulrike Meinhof Biographie mich auch schon überzeugt hat. Einen ganz kleinen Minuspunkt gibt es aber, weil manche Abschnitte etwas gewollt und erzwungen klingen. So zum Beispiel im, ich glaube, 3. Kapitel, als Franz Kafka geschäftlich auf Reisen ist. Er kommt als einziger Gast in einem Hotel unter und findet morgens beim Verlassen seines Zimmers zwei Brautsträuße vor, die wohl von einer Hochzeitsgesellschaft vergessen wurden. Im Kontext klingt das, als wollte der Autor diese kleine Begebenheit unbedingt noch unterbringen. Wer allerdings auch eine solch kleine Kleinigkeit noch wissen will, der dürfte sich freuen. Auch wenn sowas Ausnahme bleibt, es wird sich schon zum Großteil auf die schwerwiegenderen Fakten konzentriert. Naja, es wird am Ende auch fast wieder gut gemacht, als erklärt wird, was mit sämtlichen Personen aus Kafkas Leben nach dessen Tod geschah. Sehr interessant.
Viel Spass jedenfalls mit dem Buch, ich werde mich jetzt wieder mal auf Kafkas Werke stürzen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2014
Wunderbar aufbereitete Fakten über einen beeindruckenden Autor und Menschen!
Alois Prinz erzählt Kafkas Lebensgeschichte unterhaltsam und spannend, während er sich an die akribisch recherchierten Fakten hält. Das Buch bietet demnach nicht nur gut recherchiertes Faktenwissen über das Leben und Werk Kafkas, sondern liest sich gleichzeitig schnell, flüssig und spannend wie ein guter Roman.
Durch den Verzicht auf geisteswissenschaftliches Fachvokabular für jedermann schnell und einfach zu lesen.
Eine bereichernde Lektüre in vielerlei Hinsicht und für jede interessierte Altersgruppe geeignet.
Alois Prinz erfüllt alle Wünsche und Kriterien, die man an eine Biographie haben kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 2013
Ein großartiger Einblick in Kafkas Leben wird einem durch dieses Buch gewährt. Ich war von Anfang an gefesselt und habe dieses Buch verschlungen. Mir ist durch Prinz' A usführungen klar geworden, warum und wie Kafka seine Werke verfasst hat. Er war ein Bessessener des Schreibens, er schrieb für sich, nicht für eine Leserschaft. Ich war immer ein Fan von ihm -gegen viele Andersdenkende-.
Dank dem Autor für diese tolle Publikation über einen großen Autor.Großartig.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2008
wer noch nichts oder nur wenig über kafka weiß, der ist mit diesem buch zum einstieg in das universum des menschen und schriftstellers f.k. sehr gut bedient. hier wird nicht trocken ein leben abgehandelt, in fakten und zahlen, sondern sehr gekonnt ein lebendiges biografisches werk vorgelegt, bei dessen lektüre man sich einen nicht nur oberflächlichen einblick in das gar traurig- schöne wunderliche leben kafkas verschaffen und sich appetit holen kann für weiteres vordringen in kafkaeske welten. ich bin von dem büchlein begeistert. es ist flüssig und verständlich geschrieben und geeignet für ein erstes treffen mit dem wunderlich- wunderbaren schriftsteller.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2006
Diese Biographie lest sich leicht lesen, ohne oberflächlich zu sein. Der Autor beschreibt Kafkas Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Vom ersten gab es nicht viele. Er beschrreibt Kafkas Freundschaft mit Max Brod, sein Hin und Her gerissen sein in punkto Ehe, wo er ständig mit sich ringt, soll ich oder soll ich nicht. Seine Krankheit nimmt ihm die Entscheidung ab. Der Vater-Sohn Konflikt, die Abneigung gegen seinen Beruf (Versicherungskaufmann) und zuletzt sein Ringen mit der Feder. Vieles wird von Kafka verworfen, weniges für gut befunden.
Also lesen. Es müssen nicht imner dicke Wälzer sein.
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am 28. März 2014
Habe dieses Buch zur Grundlage meiner GFS in Deutsch über Kafka verwendet, es wurde recht amüsant verfasst,
gibt viele wertvolle Informationen her und hat ganz am Ende noch eine kleine Zusammenfassung über Kafka,
wann er geboren wurde, wann er was verfasst hat etc.

Sehr zu empfehlen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2013
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend zu lesen und gibt einen interessanten Einblick in das Leben Kafkas und seinen Charakter. Unter dem Hintergrund dieser Biographie kann man seine Werke auch viel besser verstehen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2010
Ich musste mich, bezüglich Kafkas, auf eine Prüfung vorbereiten. Aus diesem Grund habe ich mir das Buch bestellt. Leider habe ich es nicht geschaftt es bis zu Prüfung durch zu lesen, auch weil es sich zwischendurch immer mal wieder etwas zäh liest, allerdings hat es mir trotzdem sehr geholfen. Ausserdem hat es mich zum weiterlesen animiert, obwohl ich es ja nun, zumindest schulisch, nicht mehr brauchte. Um das Werk Kafkas zu verstehen empfehle ich jedem Interessiertem dieses Buch!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. November 2012
Schnelle Lieferung, tolles Produkt.
Gelungene Kurzfassung der Lebensgeschichte von Franz Kafka.
Ich kann den Kauf dieses Produkt weiter empfehlen, nicht nur den Kafka-Fans. :-)
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