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Kinshasa Dreams: Roman (Gulliver)
Format: TaschenbuchÄndern
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am 21. Februar 2013
Inhaltsangabe:
Als Jengo auf die Welt kommt, herrscht in seinem Dorf ein schlimmer Gewittersturm.. Vieles wird überflutet.. Ein Weg in ein Krankenhaus, unmöglich.. Jengo wird zu Hause geboren.. Bei seiner Geburt ist seine Großmutter im Haus anwesend, die jedoch das Zimmer, in das seine Mutter ihn gerade gebährt, absperrt.. Sie will bei dieser Geburt mit keinem Handgriff helfen.. Großmutter ist ziemlich abergläubisch, und sieht den starken Gewittersturm am Tag der Geburt ihres Enkels als ein schlechtes Omen.. 16 Jahre später ist aus Jengo aus junger Mann geworden, der nur einen Traum hat.. Boxer zu werden.. Viele Steine werden ihm in den Weg gelegt.. Er verliert die wichtigsten Menschen in seinem Leben, die die ihm immer zur Seite standen.. Was bleibt ihm noch? Er sieht nur einen Ausweg: Aus seinem Land zu flüchten.. Sein Ziel: Europa.. Über Ägypten und Libyen gelangt er nach Frankreich.. Jengo verliebt sich das erste Mal und findet Unterschlupf in der Halbwelt des Boxen.. Er lebt illegal in Frankreich, das heißt er darf sich nirgendwo lange aufhalten, schon gar nicht auffallen.. Er ist immer getrieben von der Angst und bleibt es auch.. Der Angst, entdeckt zu werden..
*
Meine persönliche Meinung:
Wie ihr euch denken könnt, zog mich dieses Cover sofort in seinen Bann, als ich es das Erste Mal gesehen habe.. Ein Buch im Zebra Look fällt mir natürlich immer sofort ins Auge.. Als ich den Klappentext laß, merkte ich auch sofort, dass dies keine leichte Lektüre ist.. Ein Buch, dass in Afrika spielt lässt mein Bücherherz erst recht höher schlagen.. Somit musste ich es einfach haben und hab es auch prompt, bei meinem Glück derzeit, gewonnen..

Schon die ersten Kapitel des Buches ließ mich desöfteren schlucken.. Man ist gleich mitten im Geschehen und erlebt die Geburt des kleinen Jengo.. Eine furchtbare Geburt, wie man sich selbst wohl nie wünschen würde.. Die Großmutter will von ihm nichts sehen und nichts wissen.. Laut ihm ist er ein Hexenkind, da er an einem ganz schrecklichen Tag, geplagt von vielen Unwettern, das Licht der Welt erblickt.. Die Mutter gebährt Jengo somit ganz alleine.. Der Vater des kleinen Jungen ist unterwegs.. Er muss das Geld nach Hause bringen.. Sie haben es nicht leicht.. Die Großmutter hat ihre eigene Tochter im Zimmer eingesperrt.. Als am nächsten Tag der Vater nach Hause kommt, tritt er die Türe ein und sieht seine Frau bewusstlos.. Sie hat sehr viel Blut verloren.. Jengo schreit wie am Spieß.. Wäre er nicht rechtzeitig nach Hause gekommen, wären die beiden gestorben..

Und so erleben wir auch schon wie Jengo aufwächst.. Seinen ersten Tag in der Schule erlebt, und seinen Traum fürs Boxen entwickelt.. Jengo wird in der Schule gemobbt.. Er ist anders als alle anderen.. Für alle ist er nur das Hexenkind..

Schon während dieser Zeilen hat man ein großes Herz für Jengo entwickelt.. So erging es jedenfalls mir.. Ich wollte ihn so oft einfach in den Arm nehmen, ihn über den Rücken streicheln um ihn Mut zuzusprechen.. Er verliert mit jungen Jahren zwei ganz wichtige Menschen in seinem Leben.. Nun ist er praktisch auf sich allein gestellt.. Er versucht zu fliehen, um seinen Traum zu verwirklichen..

Viele Hürden muss er überwinden.. Nicht immer schafft er seinen Plan, den er sich perfekt zurecht gelegt hat.. Er erlebt viele Niederschläge, hat es im Leben als erwachsener junger Mann nicht einfach.. Er ist ein Flüchtling und lebt ständig mit der Angst entdeckt und gefangen zu werden.. Doch seinen Traum will er um nichts aufgeben..

Eine so fesselnde und packende Geschichte, die einem die Tränen kullern lässt, Gänsehaut verursacht, die Luft zum atmen nimmt, und einem auch nachdenklich zurück lässt.. Trotz dieser schweren Geschichte ein wunderbares Buch, das meiner Meinung nach, eine perfekte Schullektüre fr Jugendliche wäre.. Mobbing, das Thema Ausländer zu sein, eine schwarze Gesichtsfarbe zu haben, und aus einer ärmlichen Gegend zu kommen, spielt hier eine sehr große Rolle.. Man erlebt das Leben eines Flüchtlings der einfach nur ein normales Leben und glücklich sein will, wie all die anderen Europäer.. Wie mit ihm umgegangen wird, ist schrecklich, aber es öffnet einem die Augen..

Das Buch ging mir sehr zu Herzen, da ich am Tag darauf eine Sendung bei Galileo sah, wo es ebenfalls um Flüchtlinge ging.. Mich schockt es immer wieder, wie solche Menschen leben müssen.. Eine große Familie, zusammengepfercht in einem kleinen Raum.. Keine Toilette zu haben, die kleinen Kinder im kalten Wasser zu waschen, am Boden schlafen zu müssen, kein richtiges Essen zu haben.. Ich denke auch heute ist es noch vielen nicht bewusst, wie gut es uns eigentlich geht..
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2013
Kinshasa Dreams - Anna Kuschnorowa
Kurze Inhaltsangabe:
In einer katastrophalen Sturmnacht wird Jengo Lengomba geboren. Da seine Großmutter die Geburtsnacht als sehr schlechtes Zeichen wertet, läßt sie ihre Tochter fast verbluten und nimmt in Kauf, das der neugeborene Junge stirbt. Doch der kleine Junge ist zäh. Jahre später hat Jengo nur noch einen Wunsch - er will Boxer werden. Als er 16 ist, flieht er aus Kinshasa und landet in Kairo. Sein Leben ist mehr als schwer und langsam aber sicher vergißt Jengo - trotz vieler Aufmunterungen seines Freundes Jaques - seinen großen Traum. Als Jaques eines tages geht, wacht Jengo langsam wieder auf und sich auf den Weg nach Europa, um endlich ein Champ zu werden. Wird er sich seinen großen Traum erfüllen können?
Schreibstil:
Die Story ist sehr authentisch und fesselnd erzählt. Die geschichte des kleinen Hexenkindes, die Armut, die Flucht und das Leben als Illegaler reißt einen echt mit. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend und fällt wirklich nie ab und das von Anfang bis zum Schluß. Der Erzählstil ist sehr gut und die beiden Erzählstränge finden nahtlos zueinander. Das Thema wird in Büchern ja nicht so oft aufgegriffen, aber hier schafft es die Autorin eine Thematik zu beschreiben und sie interessant zu verpacken, so daß man sich als Leser wirklich nie überfordert fühlt, sondern das Buch einfach gerne liest.
Eigene Meinung:
Ich gebe ehrlich zu, daß ich dem Buch anfangs skeptisch war. Die Thematik der illegalen Einwanderer ist komplex und oft sehr unschön. In bin überrascht, wie gut die Autorin über dieses Thema schreibt, ohne zu beschönigen und es trotzdem Spaß macht, das Buch zu lesen. Ich bin wirklich begeistert und kann Kinshasa Dreams guten Gewissens weiterempfehlen. Ich gebe 5 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
„Kinshasa Dreams“ erzählt die Geschichte von Jengo Longomba.
Jengo Longomba, geboren in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, während eines Gewittersturms, den seine abergläubische Großmutter als ein böses Omen deutet. Und so hält sie den Säugling auch Zeit ihres Lebens für ein „Hexenkind“. Ohnehin ist er in ihren Augen eine Schande, entspringt doch ihr erstgeborenes Enkelkind der Liebe ihrer Tochter zu einem „Wolof“, zu einem muslimischen Senegalesen. Auch in Afrika gibt es Rassismus, lautet die (auf den ersten Blick erstaunliche, dann aber eigentlich logische und banale Erkenntnis, denn wo gibt es den schließlich nicht) Erkenntnis, und wegen seines Aussehens wird Jengo von seinen Mitschülern als „Rattennase“ verspottet.
Doch der Junge gibt nicht auf, er kämpft und er hat einen Traum: Boxer möchte er werden, ein großer und berühmter Boxer, wie sein Vorbild Muhammad Ali.
Jengos Großvater, ein gebildeter und warmherziger Mann, liebt den Jungen, er erzählt ihm von der Geschichte des Landes und zeigt ihm die Stadt Kinshasa, so dass die Leserin und der Leser en passant vieles Wissenswerte über den Kongo erfährt.
Der Junge lernt Boxen und der Sport wird seine große Leidenschaft.
Jengos Vater arbeitet im Osten des Landes, im Bürgerkriegsgebiet, nur gelegentlich kommt er zu Besuch, bis er irgendwann nach einem Streit mit seiner Frau ganz fernbleibt und später beim Beschuss seines Wagens durch Rebellen getötet wird.
Dann verschwindet von einem Tag auf den anderen seine Mutter, und Jengo muss mit den Geschwistern zu einem Onkel und einer Tante ziehen.
Für Jengo gibt es ohne das Geld des Vaters, ohne seine Mutter und ohne eine berufliche Perspektive keine Zukunft mehr in Kinshasa, und gemeinsam mit seinem Freund Jacques flieht er im Frachtraum eines Flugzeugs nach Kairo. Dort landet er in einer Koranschule, schlägt sich als Bäckergehilfe durch und wagt schließlich die gefährliche Überfahrt auf einem kleinen Fischkutter nach Europa. Doch die italienische Küstenwache bringt das Boot auf, er wird zurück nach Libyen gebracht und muss wieder sparen für den nächsten Anlauf.
Diesmal gelingt die Flucht und er schlägt sich nach Frankreich durch, wo er illegal in einem Boxklub lebt, trainiert und in aussichtlosen Kämpfen gegen ihm weit überlegene Boxer antreten muss.
Jengo geht nach Berlin, auch hier findet er einen Boxklub und einen Manager, und er kämpft. Er kämpft für einen legalen Aufenthaltstitel, für Geld, das er seinen Geschwistern in Kinshasa schicken will, für Anerkennung und um sein Leben.
Anna Kuschnarowa schreibt packend, sie schildert anschaulich und bildhaft die Nöte und Härten des Lebens eines Illegalen in Europa, von denen wir uns gemeinhin keine Vorstellungen machen, sie lässt uns teilhaben an den Kämpfen und den Niederlagen Jengos und sie lässt uns mit ihm bangen und hoffen, kämpfen, verlieren und wieder aufstehen. Dabei erspart sie ihren Lesern auch die harten, die schmutzigen und die traurigen Fakten nicht, und doch ist es ein kraftvolles, ein optimistisches Buch, das der Leserin und dem Leser die Frage nicht erspart, wie sie oder er unter diesen oder jenen Umständen handeln würde.
Das sorgfältig recherchierte Buch ist spannend und lehrreich, ohne je belehrend zu sein, es ist klug, witzig und mitreißend. Ein Buch, das erfreulicherweise ohne jede billige Exotik auskommt und mit einem genauen Blick aufs Detail zeigt, wie das heutige Leben im Kongo aussieht und wie es sich lebt in der Illegalität Nordafrikas und Europas. Ein ganz herausragendes Buch, das uneingeschränkt empfohlen werden kann für junge, aber auch für Leser aller anderen Altersklassen, die neugierig sind auf die Welt und die guten und spannenden Geschichten in ihr!
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lüchtlinge gibt es sehr viele auf dieser Welt. Menschen, die aus ihrem Land oder ihrer Region fliehen müssen, weil dort Krieg herrscht oder sie aus verschiedenen Gründen verfolgt werden. Sogar sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge sind aktuell Gesprächsthema. Trotzdem wird dieses Thema im Alltag leider allzu oft totgeschwiegen. Kaum jemand sieht die Menschen hinter diesen Flüchtlingen, die wir oft nur als Asylbewerber betrachten. Doch es sind Menschen, mit Gefühlen, Wünschen und Träumen.
Einer dieser Menschen wird hier nun in all seinen Facetten beleuchtet. Jengo hat seinen größten Kampf vor sich. Er ist Boxer und nun lässt er gewissermaßen sein bisheriges Leben an sich vorbeiziehen. Das ist erst einmal für mich überraschend gewesen, denn ich hatte erwartet, dass es mehr um diese Situation des großen Kampfes gehen würde. Tatsächlich erzählt Jengo uns seine Geschichte aber von seiner Geburt an. Dies macht er auf eine sehr sympathische Art und Weise und immer wieder mit einem Augenzwinkern. Dadurch ist man zwar immer noch sehr betroffen, aber der Leser hat auch Auszeiten von diesen sehr starken Gefühlen.
Wir haben es hier nicht nur durch den jugendlichen Protagonisten mit einem Jugendbuch zu tun, sondern auch durch die gut angepasste jugendliche Sprache. Gewöhnen muss man sich ein wenig an die oft relativ kurzen Sätze, die aber gleichzeitig auch Jengos Gefühlswelt darstellt, der sich selbst kaum zu Recht findet, ausgestoßen wird. Der abgehackte Stil lässt diese Gefühle schnell auf den Leser übergehen, sodass man sich in Jengo einfühlen kann.
Trotzdem konnte Jengo mich nicht vollständig packen. Ich kann dafür leider nicht einmal einen genauen Grund nennen und befürchte fast, dass es die falschen Vorstellungen und die falschen Erwartungen waren, die dann zwischen mir und dem Buch standen. Die Geschichte seines Lebens ist nämlich durchaus interessant und auch spannend.
Gerade um Jugendliche an dieses sensible Thema heranzuführen, ist das Buch gut geeignet. Es wird sicher auch Jungen ansprechen, da es sich um einen männlichen Protagonisten handelt und Boxen seit jeher eher ein Männersport ist. Die Autorin verzichtet außerdem auf den erhobenen moralischen Zeigefinger, von dem sich (nicht nur) Jugendliche oft schnell genervt fühlen und trotzdem wird das Bewusstsein geschärft, ohne dass man sich dagegen wehren könnte. Damit ist dieses Buch auch als Schullektüre durchaus geeignet.

Fazit: Ein Buch, das auf ansprechende Weise ein heikles Thema anspricht, das einfach viel zu oft totgeschwiegen wird. Der Autorin gelingt es das Bewusstsein für die Problematik der Flüchtlinge zu schärfen und dabei trotzdem auf einen störenden mahnenden Zeigefinger zu verzichten. Auch besonders als Schullektüre zu empfehlen.
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am 22. November 2012
Inhalt:
Jengos Geburt stand schon unter keinem guten Stern. Er kam bei einem heftigen Unwetter zur Welt in Kinshasa und seine Großmutter ist der festen Meinung er ist ein Hexenkind. Nur seinem Großvater hat er es zu verdanken das er nicht wie viele andere sogenannte Hexenkinder ausgesetzt wurde.
Mit 6 geht dieser mit Jengo zu einem Boxclub und Jengo weiß sofort er möchte mal Boxer werden. Als er zehn ist bekommt er von seinem Großvater einen Gutschein und fängt das Boxen an. Leider stirbt sein Großvater bald drauf und auch sein Vater bleibt für immer weg, als dann auch noch seine Mutter verschwindet und ihm etwas schlimmes angedroht wird hält ihn nichts mehr in Kinshasa und er macht sich auf die Suche nach seinem Glück ...

Meine Meinung:
Kinshasa Dreams ist ein Buch ab 14 und ähnlich einen Drama, aber auch ein Buch was Mut macht und zeigt man muss sich nur durchbeißen dann kann man fast alles schaffen. Als ich die Mail bekam ob ich dieses Buch rezensieren möchte, klang die Geschichte so interessant das ich gerne zusagte. Nun habe ich es ausgelesen und kein Stück bereut.

An den Schreibstil in diesem Buch musste ich mich anfangs erstmal ein wenig gewöhnen. Er wirkte etwas holprig und abgehackt, aber das mag auch an meinem momentanen raschen Bücherwechsel liegen. Als ich diesen Schreibstil verinnerlicht habe hatte ich keine Probleme mehr.
Der Leser wechselt stetig von der Gegenwart in der Jengo sich auf seinen großen Kampf vorbereitet zur Vergangenheit, in der Jengo von seinem Groß werden berichtet. Von Geburt an liest man so was er schon alles mitgemacht hat. Von seinen Höhen und Tiefen und obwohl es "nur" eine Lebensgeschichte ist und eigentlich kaum Spannung vorhanden ist, kann man nicht aufhören zu lesen. Es ist ein wenig so, als wenn Großeltern von ihrer Jugend erzählen. Die Übergänge sind sehr flüssig geschrieben und außerdem noch durch verschiedene Schriftstärken kenntlich gemacht.

Jengo ist ein Hexenkind dass das Glück gehabt hat bei seiner Familie bleiben zu dürfen. Trotzdem ist er nicht immer glücklich. Er lebt in einer Großfamilie und fühlt sich trotzdem oft alleine, auch weil er von der Großmutter und auch von seiner eigenen Mutter nicht so behandelt wird wie seine Geschwister. Zu seinem Großvater und seiner Schwester Amali hat er ein sehr inniges Verhältnis und seinen Vater liebt er abgöttisch. Sein großes Idol. Was wohl auch daran liegt das dieser immer nur zu Stippvisiten da ist.
Jengo ist ein sympathischer Kerl, der auch auf seiner Flucht nach Europa ehrlich bleibt und nicht vergisst was sich gehört. Er geht nicht über Leichen, wie es viele andere in der Situation tun und hat immer sein Ziel vor Augen. Oft hatte ich Mitleid mit ihm, weil er sich so abmühte und dann doch wieder zurück geworfen wurde, aber er gibt nicht auf.

Am Ende dann kennt der Leser Jengo und seine Lebensgeschichte. Als er diese erzählt ist er Mitte zwanzig und steht vor seinem großen Kampf. Dieser Kampf ist dann auch der Abschluss des Buches. Ich hätte an der Stelle allerdings noch weiter lesen können, aber das ist ja oft bei guten Büchern so und alles muss ja mal ein Ende haben ;-)

Eins fand ich erschreckend. Jengo gibt es so nicht. Er ist eine erfundene Person, aber genau so jemand könnte es geben. Denn in manchen Teilen der Welt herrscht noch der Aberglaube. Menschen glauben dort zum Beispiel an Hexen und so werden Kinder einfach ausgesetzt und sich selbst bzw. dem Tod überlassen.

Mein Fazit: Kinshasa Dreams ist ein Buch ab 14 Jahren allerdings finde ich sollten es auch viele Erwachsene lesen vor allem die die farbige schief anschauen und nie hinter die Fassade eines Menschen schauen, denn ich denke es gibt viele Jengos von denen wir gar nichts wissen.
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am 31. Januar 2013
Jengo weiß schon früh, daß er weg muss aus dem Kongo. Seine Familie ächtet ihn als Hexenkind, seine Schulkameraden beschimpfen ihn als Bastard und als sein Großvater stirbt, wird sein Leben noch härter. Als Jengo sein Land verlässt, ist er noch ein Kind.... dieses spannende Jugendbuch handelt von Jengos Kindheit im Kongo, den Jahren der Flucht nach Europa, seinem Leben als Illegaler und dem großen Wunsch, Boxchampion zu werden.
Der Autorin ist es dabei sehr gut gelungen, den Lesern die brutale Wirklichkeit eines fiktiven afrikanischen Flüchtlings nahezubringen, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Sie beschönigt nichts, wenn sie die Situation illegaler Einwanderer schildert, ohne aber die Hoffnung zu nehmen, daß alles noch gut ausgeht. Ich hätte mir für ein Jugendbuch nur eine stärkere Warnung vor Drogen und Alkohol gewünscht, wobei der erhobene Zeigefinger natürlich total uncool wäre und zu diesem Buch mit seiner Jugendsprache sicher nicht passen würde. Außerdem ist es nicht das Thema. Ansonsten ist die Geschichte spannend und öffnet den Blick für ganz andere Welten.
Das Ende ist offen und ein Happyend wird nahegelegt, was vielleicht nicht realistisch ist, aber tröstlich. Es zeigt, daß man alles erreichen kann, wenn man dafür kämpft. Fazit : ein außergewöhnliches Jugendbuch über ein sensibles Thema
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