Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos Sony Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen8
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
8
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 17. April 2011
- Still, ein jüdisches Kind darf nicht auffallen. -

Helene und Hannelore leben gemeinsam mit ihrer Mutter, die den Unterhalt der Familie mithilfe von Näharbeiten sichert, in Leipzig. Der Vater ist schon vor einigen Jahren gestorben und Hannelore kann sich schon gar nicht mehr recht an ihn erinnern.
Als die Nationalsozialisten an die Macht gelangen, wird die Situation für die drei Frauen immer schlechter. Als der Bund (ein Zusammen- schluss verschiedener jüdischer Jugendbünde) daher den Vorschlag macht, Helene auf eine Ausreise nach Palästina vorzubereiten, stimmt ihre Mutter schweren Herzens zu. Und tatsächlich gelingt ihr der Plan und sie kann ein neues Leben beginnen. Auch Hannelore bereitet sich auf eine Übersiedlung vor und lernt in verschiedenen Einrichtungen wichtige Fertigkeiten, die sie für ihr Leben in einem Kibbutz gebrauchen kann. Als sie gerade mit anderen Mädchen auf einem Feld arbeitet, erhält sie die Nachricht, dass sie zu den Auserwählten zählt, die Deutschland verlassen können. Allerdings geht es nicht in das erhoffte Land, sondern zunächst nach Dänemark. Ihre Mutter stimmt auch hier widerwillig zu. Hannelore überlegt sogar ihrer Mutter zuliebe in Leipzig zu bleiben. Die Vernunft siegt aber und sie begibt sich schon einen Tag später zum Bahnhof, wo sich gelichzeitig mehrere Mädchen von ihren Familien verabschieden müssen. Gemeinsam bilden sie von nun an eine Schicksals- gemeinschaft und durchleben zusammen die schwersten Jahre ihres noch so jungen Lebens. Dabei gehen Hannelore, die von nun an Hanna heißt, immer wieder zwei Sätze durch den Kopf: "Still, ein jüdisches Kind darf nicht auffallen!" und "Aufgeben gilt nicht!"
Diese Aussagen oder besser Aufforderungen werden zu ihren Lebensprämissen und beeinflussen ihr Handeln, ganz egal wo sie sich befindet.

Bisher gab es für mich nur einen wirklich guten Jugendbuchautor, der wunderbar über historische Themen schreiben kann: Klaus Kordon. Doch nachdem ich nun Mirjam Pressler kennen gelernt habe, muss ich mein Urteil revidieren. Sie erzählt mit "Ein Buch für Hanna" eine wunderbare Geschichte, die von einer jungen Jüdin und ihrem Leben im Nationalsozialismus handelt. Dieses Thema wurde schon in zahlreichen Jugendbüchern behandelt und der Plot ist dabei häufig sehr ähnlich. Nicht so in diesem Werk. Die Geschichte ist völlig anders. Sie ist ruhig, mit wenigen kritischen Momenten und doch sitzt das Grauen immer hinter den eigentlichen Wörtern. Man spürt schon fast den Atem einer anderen Person im Nacken, die den Leser beobachtet, aber nicht aus ihrer Deckung tritt. Die Angst ist allgegenwärtig und trotzdem sind die Handlungen der Protagonisten meist alltäglich. Es muss erst wieder in das Bewusstsein gebracht werden wie das Leben aussehen könnte und was Hanna alles nicht machen kann. Sie erträgt ihr Schicksal mit so viel Kraft und Mut, dass man sie nur bewundern kann. Gleichzeitig hält sie sich aber für ein kleines graues Mäuschen, das nur nicht auffallen will. Ihr ist gar nicht klar was für eine Leistung sie vollbringt.
Genauso ruhig wie die Handlung meist verläuft, ist auch die Sprache der Autorin. Man fühlt sich sanft gestreichelt von den Wörtern und tief berührt. Jedes Kapitel steckt voller unterschwelliger Weisheiten und wenn sich einzelne Figuren in einer Art Brief zu Wort melden, werden die Sätze noch gefühlvoller und schmerzlicher. Das vergießen von Tränen lässt sich beim Lesen nicht verhindern und zeigt wie tief die Geschichte in die eigene Seele eindringt.
Ich habe mit Hanna gelitten, geweint, gelacht und gezittert. Und nach den gemeinsamen Stunden kann ich nur sagen: Dieses Buch muss man lesen!
11 Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Mirjam Pressler - sie kommt zur Leipziger Messe in diesem Jahr, und ich freue mich diese tolle Autorin kennen zu lernen, das erste mal kam ich durch Anne Frank mit ihr in Kontakt und nun habe ich Ein Buch für Hanna" von ihr gelesen.

Inhalt:
=====

Die 14jährige Hanna lebt zur Zeit des Nazi-Deutschland. Sie muss das Land verlassen und kommt nach Dänemark. Es ist 1939 - Sommer ... Hanna liebt Hans Christian Andersen und denkt sich auf Zwischenstation in Dänemark mit Endstation Palästina, aber es kommt alles anders. Erst einmal sind die Mädchen bei Bente untergebracht und fühlen sich sicher vor den Nazis. Gemeinsam mit 8 weiteren jungen jüdischen Mädchen wird sie nach Theresienstadt deportiert. Ihre Mutter sagte immer zu ihr, dass sie - ein jüdisches Mädchen - immer im Hintergrund bleiben muss, nicht auffallen darf, um überleben zu können.

Sie hat unendliches Glück, sie überlebt diese schreckliche Zeit. Im Jahr 1948 erst kommt sie glücklich nach Palästina, nachdem sie die Hölle überlebt hat.

Was sie alles während der KZ-Zeit erlebt, durchlebt und wie ihre Gefühle sind, mit wem sie es dort zu tun hat usw. usw. - all dies wird herzzerreißend authentisch und gefühlvoll beschrieben.

Wie sie es schafft, unter diesen schrecklichen Bedingungen nicht aufzugeben, sich nicht aufzugeben, dies beschreibt Mirjam Pressler vor dem wahren historischen Hintergrund.

Meine Meinung:
============

Presslers poetischer offener und ehrlicher Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Schon bei Malka Mai konnte ich mich davon überzeugen, dass Mirjam Pressler eine begnadete Schriftstellerin ist, die die Gefühlswelt ihrer Protagonisten auf anschauliche und spannende Art und Weise ihren Lesern näher bringen kann. Sie schreibt klug, inhaltlich durchdacht und von absoluter Spannung durchdrungen. Besonders dieses Buch ist sehr offen und - leider - auch eine wahre Geschichte.

Mirjam Pressler bringt Hannas Geschichten ihren Lesern sehr nahe, sie beschreibt deren Gefühlswelt und das Drumherum, was sie erleben muss und wie sie es verarbeitet, klar, sie kann nicht wissen, wie der reale Mensch es damals schaffte, aber sie versucht, ihren Lesern nachvollziehbar vor Augen zu führen, wie man als Kind eine solche Hölle überleben kann. Diese eindrucksvollen Details und Gefühlswallungen, die Konflikte und das Zusammenhalten mit den Kameraden, all dies wird spannend, mitreißend, herzlich, ehrlich, intensiv und realistisch erzählt, sodass man sich sehr schnell in die Geschichte und deren Protagonisten hinein versetzen kann.

Man kann nicht mehr vom Buch lassen und ich denke, dass es auch sehr interessant wäre, diese Geschichte im Schulunterricht einzubauen.

ACHTUNG !!!!! Erklärungen :

2006 starb Hanna B. Vor über 30 Jahren lernten sich Hanna und Mirjam in einem Kibbuz im oberen Galiläa kennen. Mirjam Pressler erzähl das Buch für Hanna, aber es ist nicht die komplette Biografie von Hanna B, weil sie die Idee zum Buch erst nach deren Tod hatte und so nicht alle biografischen Details kannte und kennt.

Im Buch werden Hannas Jugendjahre zwischen dem Alter von 14 und 20 Jahren, als sie praktisch zur Frau wird, diese Jugendjahre, die ihr geraubt werden und die ihre Entwicklung beeinflusst haben - die sie aber trotzdem - man möchte es kaum glauben - oder vielleicht gerade deshalb - zu einer gefühlvollen, mutigen und ehrlichen Frau gemacht haben, einem herzlichen offenen Menschen.

Man erfährt sehr intensiv recherchierte Details aus dem damaligen Leben, aus dem Leben in einem KZ und aus dem Leben von deren Bewohnern und wie sie danach weiterleben konnten.

Die wörtliche Rede wird oft verwendet, die dazu beiträgt, dass man sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt. Auch die zahlreich Verwendung findenden bildhaften Adjektive machen dieses Buch zu einem literarischen Leckerbissen. Ich empfehle das Buch wärmstens.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2011
Hannelore S., gerade einmal 14 Jahre alt, wird mit acht weiteren jüdischen Mädchen aus einer landwirtschaftl. Ausbildung
in Ahrensdorf nach Dänemark geschickt.Dort scheint es zur Zeit für sie noch etwas sicherer zu sein.
Die Ausbildung der Mädchen sollte auf eine Auswanderung in das Land Palästina erfolgen, wobei Hanna und Ihre Weggefährten
auf das Land vorbereitet werden sollten.
Immer wieder hört Hanna die Worte ihrer Mutter, welche ihr beim Abschied nochmals eindringlich die Worte " ein jüdisches
Mädchen darf nicht auffallen " mit auf den Weg gab.
In Dänemark beginnt für Hanna eine Art Odysee und ihre Abschiede von wohlgesonnenen Menschen, die ihr begegnen, reihen
sich aneinander, doch immerhin bleiben ihr die anderen jüd.Mitbegleiterinnen erhalten.
Sie alle werden nach Theresienstadt deportiert. Hanna überlebt hier, bis sie iim April 1945 befreit wird.

Besonders beeindruckte mich, dass Autorin Mirjam Pressler nicht die tatsächliche Geschichte bzw. Autobiografie ihrer
Freundin Hanna, erzählt, sondern wie es wohl hätte sein können. Was an Hannas Geschichte real und was fiktiv sein mag, ist
unerheblich. Wichtig ist nur das, was die Geschichte dem Leser über Hannas Persönlichkeit, ihr Wesen, Ihre Ängste, ihre
Nöte und ihre Hoffnung mitteilen will.Hier wurden einem jungen Menschen die Jugendjahre gestohlen,er war furchtbaren
Grausamkeiten und Demütigungen ausgesetzt und dennoch konnte dieser Mensch sich zu einer warmherzigen und vor allem
lebensbejahenden Persönlichkeit entwickeln. Dies hat mich als Leser am meisten beeindruckt.
Hinzu kommt ohnehin die sehr schöne Sprache der Autorin,durch feine stilistische Elemente durchdrungen.Eine Autorin, die ihre
Leserschaft noch nie enttäuschte.
Dieses Buch ist einfach ein poetisches literarisches Werk einer jüd. Lebensgeschichte. Unbedingt lesen!!!!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 18. Juni 2011
Der zweite Weltkrieg und die damit verbundene Verfolgung von Juden ist ein düsterer Bestandteil der deutschen Geschichte. Damit auch die nachwachsenden Generationen diese Zeit nicht vergessen, gibt es zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, die Aufklärung leisten. Dazu zählt auch das neue Werk von Mirjam Pressler.

Mirjam Pressler erzählt die Geschichte der damals 14jährigen Hannelore, die als Jüdin 1939 aus Deutschland nach Dänemark fliehen kann. Unter ihrem neuen Namen Hanna lebt sie glücklich in Kopenhagen bei einer netten jüdischen Familie bis Hitler 1940 in Dänemark einfällt. Von Kopenhagen wird sie auf die Insel Fünen gebracht, wo sie wie andere jüdische Flüchtlinge auf einem Bauernhof unterkommt. Für Hanna eine glückliche, aber auch schwere Zeit, die mit einem dramatischen, nächtlichen Abtransport ins KZ Theresienstadt endet. Hier muss sie, zusammen mit ihren Freundinnen, ums nackte Überleben kämpfen. Ein Kampf den nicht jede gewinnt.

Mit einem kleinen Vorwort stimmt Mirjam Pressler den Leser auf dieses bewegende Schicksal ein. Sie möchte mit ihrer kleinen Einleitung aufzeigen, dass es sich keineswegs um eine fiktive Geschichte handelt, sondern die Erinnerungen und Erlebnisse einer realen Person sind. Mirjam Pressler lernte die 2006 verstorbene Hanna vor über 30 Jahren in einem Kibbuz kennen. Dort freundeten sich beide an und nach dem Tod von Hanna kam der Autorin die Idee, die Erlebnisse von Hanna für die Nachwelt festzuhalten. Es ist daher keine exakte Biographie, aber gibt im Großen und Ganzen die Jugendjahre zwischen 14 und 20 von Hanna wieder.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf wird das Buch mit ganz anderen Augen gelesen, denn stets ist dieser biographische Aspekt gegenwärtig. Das Buch beginnt mit dem Bescheid, dass Hannelore ihre Sachen packen darf, um nach Dänemark auszuwandern. Auf den ersten Blick eine unpassende Stelle, die sich aber mit einigen Rückblenden und Anmerkungen schnell aufklärt. Trotzdem kommen zuerst die Fragen auf, warum eine Jüdin nach Dänemark auswandern will, im welchen Jahr man sich aktuell befindet und wer genau diese Hannelore ist, schließlich war vorab nur von Hanna die Rede. Wer sich informieren will und nicht blindlings in die Handlung gestoßen werden will, findet am Ende des Buches eine Zeitleiste, welche die groben Jahreszahlen und wichtigen Ereignisse noch einmal zusammenfasst. Dort befindet sich auch das Glossar mit den wichtigen Erklärungen von jüdischen Begriffen.

Trotz einiger Fragen kommt der Leser schnell in die Handlung hinein. Die groben Züge sind bekannt und die restlichen Informationen werden zügig geliefert, sodass Hannelore, die später zu Hanna wird, bald ein lebendiges Bild entstehen lässt. Mirjam Pressler lässt eine für diese Zeit authentische Hanna entstehen, die der Leser nachvollziehen kann und sofort ins Herz schließt. Nach rund 60 Seiten sind alle Fragen geklärt. Man befindet sich in Dänemark im Jahre 1939 und kennt die Familiengeschichte von Hanna.

Dabei verwendet die Autorin einen faszinierend, einfachen und doch authentischen Stil. Die Bedenken, die viele Leser und Nicht-Leser solcher Werke haben, dass hier auf die Tränendrüse gedrückt wird, kann ich komplett zerstreuen. Mirjam Pressler legt, wie ich finde, einen bildhaften, aber fast sachlichen Stil an den Tag. Emotionen, Ängste, Situationen und Gedanken werden glaubwürdig vermittelt ohne das unnötige Details es ausschmücken oder in die Länge ziehen. Man fühlt das Gewicht ihrer Worte, ohne dass sie viel sagen muss.

Durch diesen interessanten Stil merkt man gar nicht, wie die Zeit vergeht. Wäre nicht stets die Gefahr durch Hitler gegenwärtig, könnte man Hanna für ein ganz normales Mädchen halten. Sie verliebt sich, lernt den ersten Herzschmerz kennen, muss hart arbeiten, aber hat auch zahlreiche schöne Erlebnisse. Auch an diesen Dingen erkennt der Leser, dass es keinesfalls auf Tränen und Mitleid ausgelegt ist. Erst als es ab Seite 170 ins KZ geht, realisiert der Leser das gesamte Ausmaß. Auch dort schockiert Mirjam Pressler auf eine sachliche Art. Sie selbst hat es nicht erlebt und die wahren Gefühle, ohne Mitleid zu erwecken, kann nur ein Betroffener schildern. An einigen Stellen, wie zum Beispiel der Zusammentrieb im Kessel, sind mir persönlich etwas zu nüchtern geschrieben. Ich erfahre was passiert, kann die Emotionen erahnen und mit fühlen, aber nicht lesen. In einigen Momenten, wie in diesem, fehlt es mir dann doch.

Unterbrochen wird die Handlung regelmäßig von kleinen Zitaten, die sich mit den Märchen von Christian Andersen beschäftigen. Nicht nur Zitate, sondern auch kurze Inhaltsangaben werden regelmäßig von Hanna, die die Märchensammlung als einziges Buch aus Deutschland bei sich hatte, eingebaut. Sie zeigen, wie sehr sich ein teilweise 17jähriges Mädchen, an solch glückliche Geschichten klammert. Auf der anderen Seite wirken sie manchmal recht kindlich und wirft die Frage auf, warum auch andere Leute in ihr eher das Kind, als die Frau sehen. Neben den manchmal überflüssigen Märchen melden sich auch andere Personen, wie die Mutter oder eine Freundin zu Wort. Aus der Perspektive dieser Person wird in kursiver Schrift die aktuelle Situation beschrieben. Wenn man bedenkt, dass einige Personen verstorben sind und nicht jede die Autorin kannte, sind dies eher fiktive Ideen, die zwar die Situation verständlicher machen, aber auch fehlen dürften.

Durch den eigenen Stil eignet sich das Buch sowohl für junge als auch ältere Leser. Aus diesem Grund kann ich das Buch auch für Schulen empfehlen. Es zeigt eine jüdische Verfolgung, die nicht in einem Kellerloch beginnt oder im KZ endet, sondern sachlich verschiedene Perspektiven aufzeigt, die sich teilweise von den Berichten polnischer oder niederländischer Juden unterscheiden. Ich empfand dieses Buch trotz der Märchen und des manchmal zu sachlichen Stils als sehr lehrreich. Man erfährt genügend über die geschichtlichen Fakten, die damalige Zeit und die Menschen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2011
Ich kann mich den positiven Bewertungen für dieses Buch nur anschließen.

Hannelore (später Hanna genannt) ist 14 Jahre alt, als sie Nazi- Deutschland verlassen darf. Ihre Schwester Helene konnte bereits fliehen, so nun auch sie. Ihre Mutter muss sie leider zurücklassen. Gemeinsam mit anderen deutschen Mädeln (ebenfalls Juden) reist sie nach Dänemark, dort soll man sicher sein vor den Nazis. Die Mädchen fühlen sich wohl und relativ sicher. Sie erhalten in Dänemark eine landwirtschaftliche Ausbildung, um für die geplante Reise nach Palästina vorbereitet zu sein, denn es gilt ein Land aufzubauen. Leider währt die Sicherheit nicht ewig und mit einem Mal finden sich die Freundinnen im KZ Theresienstadt wieder. Die Mädchen erleben das Unbeschreibliche und kämpfen Tag für Tag ums Überleben. Nicht jede von Ihnen wird es schaffen.

Mirjam Pressler schildert die von ihr frei erfundene Geschichte sehr glaubhaft, so oder so ähnlich werden sich einzelne Schicksale deutscher Juden abgespielt haben. Besonders anzumerken ist das Vorwort der Autorin, dass sie eine Hanna kannte und sich ihr gewidmet dann die Geschichte ausgedacht hat.

Die Geschichte an sich ist sehr tiefsinnig und bewegt. Man erfährt viel aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, was ich so bisher noch nicht aus Jugendbüchern kannte. Besonders über die Rolle Dänemarks während dieser Zeit.

Vor dem Lesen des Buches empfehle ich jedem fürs bessere Verständnis sich die Zeittafel am Ende des Buches und die verschiedenen Begrifflichkeiten im Glossar anzuschauen, dies erleichtert das Verständnis des Buches (vor allem wegen der vielen jüdischen Begriffe).

Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin Passagen aus den Märchen von Hans Christian Andersen in das Buch eingebracht hat, die perfekt zu den einzelnen Lebenssituationen passen.
Auch sehr einfallsreich sind die Erzählungen/ Schilderungen vereinzelter Personen zwischen den Kapiteln zu Hanna und den jeweiligen Vorkommnissen.

Fazit: Ein sehr bewegendes Buch über ein Schicksal, dass viele zu der Zeit des 2. Weltkrieges ereilt hat. Ich kann das Buch nur wärmsten empfehlen. Besonders für Jugendliche ab 14, aber auch Erwachsene werden davon berührt sein. Ich war es zumindest.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2011
Dieses wunderbare Buch hat die Schriftstellerin Mirjam Pressler geschrieben für ihre Freundin über dreißig Jahre, Hanna B., eine Überlebende des Holocaust, die sie seit drei Jahrzehnten in einem Kibbuz im oberen Galiläa fast jedes Jahr besucht hat. Als Hanna B. 2006 starb, konnte Mirjam Pressler, wie sie in einem Vorwort schreibt, nicht aufhören, an diese tapfere und aufrechte Frau zu denken. Gerne hätte sie ihr ganzes Leben beschrieben, aber dazu hatte sie zu wenig mit ihr über ihr Leben gesprochen. Und so hat sie sich letztes Jahr entschlossen, ein "Buch für Hanna" zu schreiben, in das einiges von Hanna B.`s Leben eingeflossen ist, das ansonsten aber eine Fiktion ist.

Eine Geschichte, die zeigen möchte, wie eine junge Frau, nach allem, was sie als Jüdin auf der Flucht vor den Nazis, im KZ und nach der Befreiung auf dem jahrelangen mühevollen Weg bis nach Israel, der "Heimstatt aller Juden" erlebt hat, eine so ungewöhnliche Frau werden konnte, "freundlich und sanftmütig mit einem guten, mitfühlendem Herzen", a mentsch eben.

Mirjam Pressler erzählt die Geschichte eines jüdischen Mädchens aus Deutschland, Hanna, das zusammen mit anderen in Kursen sich vorbereitet auf die Ausreise nach Israel. 1936 schon hat ihre Schwester Helene diesen Schritt gewagt. Doch die Bedrohung durch die Nazis wird immer schlimmer, und eine ganze Gruppe von Mädchen wird nach Dänemark in Sicherheit gebracht, wo sie zunächst in einer Art Camp zusammenleben, um sich dort weiter vorzubereiten und zu lernen, und, als es auch dort zu gefährlich wird, bei dänischen Familien versteckt werden. Denn Hitler hat nach Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg, auch Dänemark und Norwegen überfallen. Während die Norweger sich lange wehren, kapituliert der dänischen König sofort, was für die dänischen Juden zunächst eine Entlastung bringt.

Doch Hanna und ihre Freundinnen, alle von Mirjam Pressler zart und einfühlend geschildert, werden irgendwann verhaftet und nach Theresienstadt gebracht. Dort erleben sie die Hölle. Die robuste Mira, die über Jahre die Mädchen immer wieder zum Durchhalten aufgefordert und damit nicht unwesentlich zu ihrem Überleben beigetragen hat, stirbt an einer Lungenentzündung.

Doch auch Hanna, die seit ihrer Kindheit die Märchen von Hans Christian Andersen liebt, gelingt es immer wieder, sich an die Märchen erinnernd und Teile davon erzählend oder für sich selbst memorierend, andere aufzumuntern und sie zu trösten.

Mirjam Pressler fügt die Geschichte Hannas ein in viele historische Tatsachen. Sie lässt sie Menschen begegnen, etwa dem Rabbiner Leo Baeck, deren Aufenthalt in Theresienstadt dokumentiert ist. Auch ihre Entlassung aus dem KZ zusammen mit 500 anderen dänischen Juden noch vor Kriegsende ist angelehnt an ein tatsächliches Geschehen.

Wie können Menschen ein solches Leid, wie können sie eine solche Erniedrigung und Schändung ihrer Menschenwürde ertragen und dennoch Menschen bleiben, die das Lieben nicht verlernen und die Solidarität miteinander nicht vergessen?

Dies ist das geheime Thema eines bewegenden, mit bewundernswerter literarischer Empathie geschriebenen Romans, der auf das Beste geeignet ist, mit Hilfe einer Protagonistin, deren Leben zwischen dem 14. und dem 20. Lebensjahr beschrieben wird, eine gestohlene Jugend, wie die Ärztin sagt, die Hanna nach der Befreiung in Dänemark behandelt, heutigen Jugendlichen, die immer weniger wissen, von dem was nach 1933 mit den Juden in Deutschland geschehen ist, etwas davon zu vermitteln.

Mirjam Pressler schafft es, bei allem Bösen, was sie schildern muss, das Gute, die Liebe und die Solidarität als menschliche Werte zu beschreiben, die auch für uns heute eine Bedeutung haben. Der Roman fesselt seinen Leser von der ersten Seite an, er lässt mitfühlen und leiden, zeigt aber auch etwas von jenem Geheimnis, dass die historische Hanna B. " a mentsch" werden ließ.

Ich kann das Buch für alle Jugendlichen ab 14 Jahren, aber auch jedem Erwachsenen nur empfehlen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2012
Das Buch war sehr hilfreich denn es vermittelte einen guten Einblick in ein realistisches Leben einer Jüdin zu Zeit des des 2.Weltkriegs. Hannas Geschichte die damit anfing ,wie sie als Flüchtling nach Dänemark auswanderte,aber schließlich doch mit ihren Freundinnen von den Nazis gefangen genommen wurde und zusammen mit ihnen in das KZ Theresienstadt verschleppt wurde ist sehr fesselnd. An der Stelle des Buches, in der Hanna in Theresienstadt ist, bekommt man einen guten Eindruck von dem Leben in einem Konzentrationslager, von dem alltäglichen Hunger ,der Angst davor auf einer der Listen für den Transport in das Ungewisse zu stehen oder dem Elend dem man ausgesetzt ist wenn man keine Freunde hat. Schließlich wird sie aber doch gerettet trotzdem ist natürlich nichts mehr wie vor dem Krieg.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Dezember 2012
"Ein Buch für Hanna" ist ein Buch über das Mädchen Hannelore und ihre Geschichte zur Zeit der Nazidiktatur. Als gerade einmal 14-Jährige erhält sie 1939 die Möglichkeit mit anderen Jugendlichen Juden das Land zu verlassen und nach Dänemark zu gehen. Wie es ihr in Dänemark ergeht und wie sie dann deportiert wird, erzählt die Autorin auf eine wunderbare Art und Weise. Der Erzählstil an sich ist ein einfacher, jedoch schafft sie es mit mit verschiedenen Mitteln Hannas Leidensgeschichte sehr einfühlsam und doch stark zu erzählen.
Ich lese viele Bücher zu diesem Thema, jedoch ist dies eins der sehr wenigen, die es schaffen, dass ich lächeln musste und Tränen in den Augen hatte. Ich bin so begeistert, dass mir etwas die richtigen Worte fehlen.
Trotz des Themas der erzählten Geschichte, ist es ein einzigartiges Buch, das man nicht aus den Händen legen möchte. Es ist überwältigend und lässt mcih kaum los.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden