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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 30. August 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Bildung, Training und Beratung: Zehn Konzepte der professionellen Erwachsenenbildung (Gebundene Ausgabe)
Handbuch Bildung, Training und Beratung
Endlich gibt es ein Buch, in dem die wichtigsten Hintergrundkonzepte in der Erwachsenenbildung zusammenfassend präsentiert werden! Unter Mitarbeit von 10 erfahrenen, bekannten Experten wird das Neueste aus der Hirnforschung, Kommunikationsmodelle, Transaktionsanalyse, Themenzentrierte Interaktion, Neurolinguistisches Programmieren, der Gestaltansatz, Psychodrama, Handlungslernen, Konstruktivismus und Systemtheorie anschaulich beschrieben. Für jedes Kapitel gibt es eine Einführung und die Entwicklungsgeschichte, die Hintergründe, Betrachtungen über Ethik und Werte und methodische Ansätze. Jeder Trainer kennt wohl einige der Konzepte, - dieses Buch bringt den Einblick in die komplexe Systeme und schafft es Klarheit über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Ansätze. Die Präsentation unterschiedlicher Methoden bei den einzelnen Konzepten ergibt einen praktischen "Handwerkskoffer" für Trainer, die sich nicht auf eine Methode festlegen wollen, sondern in jeder Situation flexibel bleiben wollen.
Susanne Maj Kirchberger
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr hilfreich zum Einlesen, 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Bildung, Training und Beratung: Zehn Konzepte der professionellen Erwachsenenbildung (Gebundene Ausgabe)
Das "Handbuch Bildung, Training und Beratung" eignet sich gut zum ersten Einlesen und Verstehen unterschiedlicher Konzepte in der Erwachsenenbildung.
Im Rahmen meines Studiums musste ich mir verschiedene Ansätze erarbeiten. Dieses Buch war das Erste was mir wirklich weitergeholfen hat. Die Wortwahl ist nicht rein fremdwörterbestimmt wie andere Bücher, die ich zu den verschiedenen Themen wie Konstruktivismus, TA, TZI oder Systemtheorie gelesen habe.
In der Prüfungsvorbereitung war dieses Buch ebenfalls sehr hilfreich. Was mir besonders gut gefällt, ist die kurze Zusammenfassung und die praxisnahen Beispiele, die in jedem Kapitel mit dabei sind.
Ein Stern Abzug für den recht hohen Preis. Dennoch habe ich den hohen Preis in Kauf genommen. Kein anderes Buch beinhaltet diese unterschiedlichen Konzepte in dieser lesefreundlichen Form.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt gebracht!, 3. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Handbuch Bildung, Training und Beratung: Zehn Konzepte der professionellen Erwachsenenbildung (Gebundene Ausgabe)
Vorab ein Szenario, gewiss überzeichnet, aber im Kern nicht ganz unrealistisch, oder? Also, mal ganz ehrlich, verehrte Kolleginnen und Kollegen in der Bildungsarbeit: wem es das noch nicht passiert, dass ein Seminar oder Training, durch ein unvorhergesehenes, ungeplantes Ereignis durcheinander gerät und 'aus der Bahn läuft'? Gut Vorbereitetes und Strukturiertes droht zu scheitern, die Bedürfnisse der Teilnehmenden sind andere als unsere, sogenannte 'Störungen' liegen quer zum eigentlich geplanten Inhalt und wir stehen vor der Frage: Und wie nun weiter? So ganz sicher sind wir vielleicht gerade nicht und kommen ins Grübeln, ein bisschen sind wir 'kalt' erwischt worden. Manchmal hilft der Weg in die Bibliothek und dort beginnt die Suche nach geeigneter Literatur: 'Ich hatte da doch mal was gelesen über Kommunikation in Gruppen.'. Also die drei Bände 'Miteinander reden' von Schulz von Thun gesucht und hektisches Blättern beginnt. Das Kommunikationsmodell hab ich grad noch vor Augen, aber wie war das mit dem 'Inneren Team' wie es der Autor nennt? Oder bei Ruth Cohns Themenzentrierter Interaktion, da finde ich doch was zum Umgang mit Störungen in Gruppen? Vielleicht ein Element aus dem Psychodrama? Also, das hab ich lange nicht mehr gemacht, da fühle ich mich grad nicht ganz sicher, um damit den Versuch des Weiterarbeitens in der Gruppe zu unternehmen. Und die Mittagspause geht auch bald zu Ende, ich müsste schnell nur noch nachschlagen können, um wieder ganz sicher zu sein. Aber das entscheidende Buch hat der Kollege gerade ausgeliehen. Doch da fällt mir ein, dass ich in meinem Büro ja ein neues Handbuch für die Erwachsenenbildung habe und gehe erleichtert dorthin. Die verbleibende Zeit der Pause wird gut ausreichen, mich noch einmal zu vergewissern. Gestärkt gehe ich wieder in die Veranstaltung und bringe sie gemeinsam mit der Gruppe gut zu Ende. In der Schlussauswertung bekomme ich ein freundliches Feedback, vor allem wegen meiner spontanen Kreativität, mit unvorhergesehenen Situationen professionell umgegangen zu sein. 'Gantenbein sei Dank' murmele ich in mich, verabschiede erleichtert die Gruppe und gönne mir eine Kaffee. Ende des Szenarios.
Was war passiert? Wie gesagt, in meinen Büro steht das 'Handbuch Bildung, Training und Beratung' von Karl F. Gantenbein und Thomas Späth. Der Untertitel schränkt den vermeintlichen Benutzerkreis etwas ein: 'Zehn Konzepte zur professionellen Erwachsenenbildung' und an der Stelle möchte der Rezensent gleich vorwegnehmen: auch die in der Jugendbildung Tätigen sollten es mindestens in Reichweite haben. Und der eben etwas salopp formulierte Dank ist ernst gemeint: Endlich gibt es ein solches Buch. Es füllt eine Lücke in den Ratgebern und Handbüchern für professionelle Bildungsarbeit.
Zehn Konzepte haben die beiden Autoren zusammengestellt, die als Grundhaltungen oder Bezugsrahmen für erfolgreiche und eben professionelle Bildungsarbeit dienen können: Hirnforschung, Kommunikation nach Schulz von Thun, Transaktionsanalyse, Themenzentrierte Interaktion, Neurolinguistisches Programmieren, Gestaltansatz, Psychodrama, Handlungslernen, Konstruktivismus, Systemtheorie. Sicher sind das nicht alle vorhandenen und gängigen Konzepte, die Autoren begründen die Auswahl aber mit ihren eigenen Erfahrungen langjähriger Praxistätigkeit als Trainer, Berater, Coachs und haben die Konzepte dargestellt, die ihnen selbst hilfreich erschienen in ihrer Arbeit.
Grundhaltungen oder Bezugsrahmen als Konzepte für Bildungsarbeit sind unverzichtbare Voraussetzung für erfolgreiche Seminare oder Trainings zu ganz unterschiedlichen Themen. Wenn das Konzept stimmt, wenn darin Sicherheit besteht, sind Themen und Inhalte gut zu bearbeiten, sind genauso auch schwierige Situationen oder sogar Gruppen leichter zu handhaben, so das Plädoyer der beiden Autoren für solche Hintergrundkonzepte. Diese sollten mehrere Dinge zugleich leisten: Klarheit liefern als Plattform für erfolgreiche Bildungsarbeit; Verbindungen schaffen zwischen inhaltlichen Einheiten und Gruppenprozessen; Beobachtungen ermöglichen als Voraussetzung für situationsgerechtes Arbeiten sowie Erklärungsmodelle anbieten für komplexe Situationen und den sicheren Umgang damit (S.15f.). Mit diesen Begründungsdimensionen wird das Buch eingeleitet. Gefolgt von einem erfreulich kurzen, aber dennoch oder gerade deswegen sehr prägnanten Kapitel zur Einordnung der Trainerrolle in die Bildungsarbeit, um sich selbst immer einmal wieder vergewissern zu können über die eigene Rolle im konkreten Seminar als Trainer, Seminarleiter, (Prozess)Berater oder Coach. Eine Einführung, die die individuelle Einordnung des Folgenden ermöglicht: Wann brauche ich als wer was? Oder: Welcher Handlungs- und Orientierungsrahmen für professionelles und souveränes Arbeiten ist in welcher Rolle in meiner Bildungspraxis sinnvoll?
Vor diesem Hintergrund erfolgt die Darstellung der zehn Hintergrundkonzepten. Gemeinsam sind diesen drei Leitkriterien, die wiederum der Praxiserfahrung der Autoren entstammen und an denen sie die Konzepte gemessen haben: sie lassen sich erstens mit den Prinzipien der humanistischen Psychologie in Einklang bringen denen ein Menschenbild zugrunde liegt, das Emanzipation und Selbstbestimmung als Leitziele hat und auf Achtung und Respekt aufbaut. Zweitens sind es in sich geschlossene und vor allem verstehbare Gedankengebäude, die Orientierung geben und es möglich machen, Bildungsveranstaltungen von der Planung bis zur Reflexion auf einer intensiveren Ebene zu beleuchten. Und drittens sind sie flexibel einsetzbar und miteinander kombinierbar, da sie sich zum Teil in ihrer theoretischen Grundlegung aufeinander beziehen bzw. Querverbindungen haben (S.28).
Das Kapitel 'Auf den Punkt gebracht' ist sicherlich der knappste Versuch, die Konzeptionen in einigen Zeilen zunächst überblicksartig vorzustellen. Den Lesenden wird es in diesem sinnvollen Handbuch sogar noch erspart, die ohnehin wenigen Seiten, die jedes der zehn Hauptkapitel des Handbuchs hat, zunächst lesen zu müssen, um das Konzept nachvollziehen zu können. Hilfreich auch für diejenigen, die sich (neu) orientieren wollen, in welches der Konzepte sie tiefer einsteigen möchten, z.B. Berufseinsteiger, ist dieser bewusst oberflächliche aber zusammenfassende Kurzüberblick. Die wesentlichsten Inhalte sowie zugrunde liegende Erklärungsmodelle oder Annahmen werden vorgestellt. Nach diesen einleitenden und zunächst hinführenden Abschnitten folgen zehn Kapitel mit der Vorstellung der einzelnen Konzepte. Alle sind nach dem gleichen Schema der Aufbereitung aufgebaut.
Mit einem geschichtlichen Abriss zur jeweiligen Entstehung und Entwicklung wird in das Konzept eingeführt. Hier werden Väter oder Mütter der Konzepte ebenso erwähnt wie Einflüsse von und Querverbindungen zu anderen Modellen.
Für ein solches, im Umfang ja auch begrenztes Handbuch, umfassend erläutert, werden in den Abschnitten 'Was steckt dahinter?' die theoretischen Hintergründe und praktischen Ansätze. Und das ist die wohl beachtlichste Leistung des Buches: in solch reduzierter, im Kern aber nicht verkürzenden Form Konzeptionen vorzustellen, die an anderen Orten zum Teil mehrere Bände füllen (siehe Schulz von Thun ' Miteinander reden 1-3). Sicherlich sind die Konzepte nicht allumfassend dargestellt, das ist aber auch nicht Auftrag eines solchen Handbuches. Es wird ein insgesamt sehr hilfreicher Überblick verschafft, ein Einstieg ermöglicht. Besonders bei den Konzepten, die eben nicht wie, um bei diesem Beispiel zu bleiben, Schulz von Thuns Kommunikationsmodelle oder auch Ruth Cohns TZI, über d a s eine Grundlagenwerk verfügen, sondern von 'verschiedenen Schulen' vertreten oder durchaus auch unterschiedliche Ansätze verfolgt werden wie Transaktionsanalyse, Neurolinguistisches Programmieren (NLP), Psychodrama, Handlungslernen, Systemtheorie, Konstruktivismus oder Hirnforschung, sind diese überblicksartigen Darstellungen der wesentlichen Inhalte sehr wertvoll und bieten viel Orientierung.
Ein weiterer Abschnitt fragt explizit nach ethischen Dimensionen und Werten in den Konzeptionen und unterzieht sie kritischen Betrachtungen. Für das Verständnis des den Ansätzen zugrundeliegenden Menschenbildes sind diese Abschnitte sehr wichtig. Natürlich ist auch die kritische Auseinandersetzung nicht zu vernachlässigen. Dennoch ist hier die einzige leicht kritische Anmerkung zum Handbuch anzumelden: die Autoren stehen einigen der vorgestellten Konzepten offensichtlich näher als anderen. Das ist natürlich legitim, ist aber bei der scheinbar nicht ganz neutralen Bewertung aller behandelten Konzepte erkennbar. Die kritische Frage bezieht sich auf die Tatsache, dass die meisten der kritischen Betrachtungen zu den Konzepten sich auf die Ebene der Ansätze beziehen und eher weniger oder unterschwellig auf die Ebene der Anwendung. Beim NLP beispielsweise sind die kritischen Stimmen, die es gegenüber dem Ansatz gibt benannt, es wird aber dann explizit verwiesen: 'Entscheidend ist immer noch ' und das wird stets so bleiben ' der Anwender' (S.145). Das gilt aber selbstverständlich für alle anderen Ansätze ebenso. Zum Kommunikationsmodell von Schulz von Thun wird kritisch angemerkt: 'Was Schulz von Thun nicht bietet, sind Interventionstechniken. Seine Modelle eignen sich für die Analyse.' (S.66). Ich verstehe das Arbeiten mit dem Modell des sogenannten 'Inneren Teams' (Miteinander reden Band 3) durchaus als einen solchen hilfreichen Interventionsansatz und auch andere Autoren haben sich dem Weiterdenken der Schulz von Thunschen Modelle angenommen (u.a. Heckel, Jürgen, 1997. 'Frei sprechen lernen'), werden aber in den Literaturliste nicht angegeben. Somit bleibt eine leicht subjektive Auseinandersetzung mit den bei allen Konzeptionen sicherlich berechtigten Kritiken erhalten, die den Gesamtdarstellungen der Ansätze eine leichte Tendenz zu den von den Haupt-Autoren Meier-Gantenbein und Späth präferierten Konzepten verleiht.
Zurück zum Wertvollen des Handbuchs. In den Abschnitten 'Methodische Ansätze' werden die wesentlichsten Inhalte, Erklärungen, Modelle, aber auch einzelne Übungen zum Theorieansatz vorgestellt, was das Handbuch zugleich zu einem kleinen aber feinen Methodenhandbuch macht. Diese Auswahl hat aus meiner Sicht zwei Vorteile. Zum einen: wer sich mit diesem Handbuch daran macht, die Konzepte kennen zu lernen oder das Basiswissen dazu zu erweitern, dem wird durch die Beigabe der praktischen Elemente die Substanz noch viel mehr verdeutlicht. Zum anderen finden die geübten Anwender einzelner Konzeptionen schnell kleine aber für den Ansatz zu. Teil sehr wesentliche Übungselemente, die die Eingangs beschriebene Situation schnell auflösen können.
Zusammenfassend werden die Konzeptionen im Abschnitt 'Essenz und Bedeutung', neben einem auswahlartigen Verweis auf primäre Literatur zu den Ansätzen, noch einmal ausdrücklich freundlich und konstruktiv gewürdigt und auch nicht verheimlicht, dass der Einsatz der Konzeptionen oder die Nutzung der sich daraus ergebenden Grundhaltung als Trainer, Berater, Seminarleiter oder Coach durchaus auch Spaß in die eigene (pädagogische) Arbeit bringen kann. Dies wiederum ist ein sich durchziehender besonderer Wert des Buches: es wird insgesamt Lust gemacht, sich mit den Konzeptionen zu beschäftigen und sie in das eigene Handeln im Seminar zu integrieren.
Wenn dies als Fazit nach der (vollständigen oder teilweisen) Lektüre eines solchen Handbuches bestehen bleibt, und dazu die oben beschriebene Mittagspause doch stressfrei bleiben kann, dann ist das ein Wert der nicht zu unterschätzen ist. Den Praktikern in den verschiedenen Feldern der Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen ist das Handbuch sehr zu empfehlen. Es bringt viele Dinge sehr gut les- und nachvollziehbar eben auf den Punkt. Es sollte in keiner Bibliothek einer Bildungseinrichtung fehlen. In diesem Sinne noch einmal sehr ernst gemeint: Vielen Dank an die Autoren Karl F. Meier-Gantenbein und Thomas Späth für dieses Handbuch!
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Handbuch Bildung, Training und Beratung: Zehn Konzepte der professionellen Erwachsenenbildung
Handbuch Bildung, Training und Beratung: Zehn Konzepte der professionellen Erwachsenenbildung von Carlos Manuel da Silva Costa Salgado (Gebundene Ausgabe - 7. April 2006)
EUR 39,90
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