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Nachdem sich timediver® bereits mit dem 2012, ebenfalls in der Reihe C.H.Beck Wissen erschienen Band "Die Merowinger" von Martina Hartmann auseinandergesetzt hatte, habe ich nunmehr mit die "Die Karolinger" gewissermaßen die "Fortsetzung" der historischen Ereignisse gelesen.

Dem Münchner Verlag C.H.Beck ist es mit dem Prof. Karl Ubl (Jahrgang 1973) auch diesmal wieder gelungen, eine Koryphäe für die Autorenschaft zu gewinnen. Nach verschiedenen Gastprofessuren lehrt der gebürtige Österreicher seit dem Wintersemester 2011/2012 als Professor für mittelalterliche Geschichte mit Schwerpunkt Früh- und Hochmittelalter an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Zu seinen Forschungsprojekten gehören u. a. Forschungsprojekte die "Lex Salica im Frankenreich", „Die Welt des Strafens in der Karolingerzeit“. Ubls derzeitige Forschungenzu den "Kapitularien der Karolinger im Rahmen der Monumenta Germaniae Historica" werden von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste gefördert.

Ubl hat sein Traktat in sieben Kapitel untergliedert, wobei er im ersten "Eine Dynastie macht Geschichte"“ zunächst auf die historischen Rahmenbedingungen und Einzelaspekte eingeht welche dies erst ermöglichten. Hierbei setzt er sich auch kritisch mit dem Postulat auseinander, dass die Karolinger, insbesondere der Namensgeber der Dynastie als Gründerväter Europas bezeichnet werden. Für Karl "den Großen", seine Zeitgenossen und Nachfolger war Europa ein geografischer Begriff, der (später) bestenfalls den Mythos einer christlichen Einheitskultur suggerierte. Als krasses Gegenteil der kulturellen und religiösen Mannigfaltigkeit des heutigen Europa ist eine Rückbesinnung auf sie beim europäischen Einigungsprozess jedoch ebenso ungeeignet, wie jene, die auf der christlich-katholisch gefärbten Europaidee des 20. Jahrhunderts basiert. Eine herausragende Besonderheit gewann unter den Karolingern der Einsatz multi-ethnischer Verbände, denen neben Franken auch Thüringer, Friesen, Langobarden, Slawen, Bayern und Sachsen angehörten, in - und das war neu - christlich-religiös legitimierten Kriegszügen gegen sogenannte Heiden. Der Sachsenschlächter Karl sollte die "heilige Sache" so inbrünstig und gründlich erledigen, dass er im Jahre 1165 sogar heiliggesprochen wurde. Kapitel zwei befasst sich mit der Herkunft und dem Aufstieg der Familie, die aus einer Verbindung der "Pippiniden" mit den "Arnulfingern", aus welcher der "maior domus" Pippin von Herstal, landläufig als der mittlere bekannt oder II., der Urgroßvater Karls des Großen hervorgehen sollte. Eine besondere Rolle nimmt der aus einer "Friedelehe" Pippin d. M. stammende Karl Martell ein, da er im Oktober 732 zwischen Tours und Poitiers ein muslimisches Invasionsheer unter der Führung des umayyadischen Statthalters von Al-Andalus, Abd ar-Rahman, vernichtend vernichtend schlagen konnte.

Die entscheidende Schritte zur Herrschaft der später als Karolinger bezeichneten Dynastie werden im dritten Kapitel geschildert: Die Absetzung des letzten Merowingers Childerich III. im Jahre 751 der mit einem folgenden schweren Handel zwischen Pippin d. J. (III.) Und dem Papst einhergehen sollte, wobei sich ein Angelsachse namens Wynfreth, heute besser bekannt als Heiliger Bonifatius besonders hervortat. Als Gegenleistung für die päpstliche Legitimation des Usurpators Pippin habe dieser dem "Heiligen Stuhl" eine Gebietsschenkung in Italien gemacht. Diese wissenschaftlich zweifelhafte Donation, von der es keinen Originaltext gibt, wird noch heute zur Begründung des Kirchenstaates, mit d dem der Papst weltliche Macht erlangte, bemüht. Den Bock abgeschossen hat dann aber erst Pippins ältester Sohn Karl "der Große", der sich zuerst der Mitherrschaft seines Bruders Karlmann entledigte und dann mit einem Gesamtpotential von 100.000 Krieger beinahe alles niedermachte, was sich ihm in den Weg stellte. Im vierten Kapitel erfährt der Leser, was der Enkel Karl Martells, der selbst noch ein Kirchenräuber gewesen war, unter christlicher Nächstenliebe verstand: Erpressung von Treueeiden, Strafgerichte wenn diese (angeblich) gebrochen in Gestalt von Blutbädern a la Verden an der Aller oder Begnadigung zum Klosteraufenthalt bei Verlust aller Güter, wie im Falle seines Cousins, dem Bayernherzog Tassilo III. Ein Schmusekurs mit dem vom römischen Volk misshandelten Papst Leo III., der in dafür zum römischen Kaiser erhob. Ein Kontrollanspruch den er in jedem Lebensbereich durch fromme Anweisungen mit Hilfe eines gestärkten Klerus durchzusetzen beabsichtigte, selbst jedoch nicht, wie im Falle des Monogamiegebotes danach handelte usw. [Wahrlich die Galionsfigur und der Protagonist der europäischen Einigung...] Kapitel fünf zeigt, dass ihm sein Sohn Ludwig, der Fromme genannt hierbei nicht das Wasser reichen konnte. Jedoch hat dieser in Folge seiner zweiten Ehe, die er trotz des kirchlichen Anspruchs einer über den Tod hinaus währenden Treue, im Jahre 819 mit der Welfin Judith geschlossen hatte, die zwei Jahre zuvor mit seinen Söhnen vereinbarte "divio imperii" zerstört, weil der gemeinsame Sohn Karl auch seinen Erbteil erhalten musste. Die Zerstörung des familiären Konsenses führte zu Revolten, Bruderkriegen, Absetzung des Vaters und zu fünf Teilreichen, die das bisherige Reich zu einem instabilen und polyzentrischen Gebilde machten, welches den Aufstieg der Aristokratie ermöglichte und unfähig war, sich gegen fremde Invasoren zu wehren. Während Kapitel sechs sich u. a. den Vorgängen widmet die später als Gründung Frankreichs und Deutschlands interpretiert werden sollten (Straßburger Eide) hat das letzte das „Ende ohne Untergang“ zu Gegenstand. Während in Italien die Herrschaft der Karolinger mit Kaiser Arnulf (von Kärnten) im Jahre 899, im Ostfrankenreich 911 mit seinem Sohn Ludwig IV. (das Kind) endete, dauerte sie im Westfrankenreich noch bis zum Tode Ludwig V. (der Faule) noch bis zum Jahre 987 an. Die Schaffung einer neuen kulturellen Homogenität und einer kirchlichen Hierarchisierung aufgrund der päpstlichen Leitautorität in Verbindung mit der Errichtung eines universalen Christentums ist das Vermächtnis der Karolinger, welches Europa noch bis zum Ende des Ersten Weltkriegs prägen sollte.

Als Materialien werden, neben einer Kurzbiographie und einem Personenregister, zwei Karten des fränkischen Machtbereiches im 7. Jahrhundert und um 900 n. Chr. sowie sechs Stammtafel geboten.

5 Amazonsterne für eine gelungene und ansprechende Kurzdarstellung.
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am 6. März 2015
Ich bin Student der Geschichtswissenschaften und habe dieses Buch für eine Buchvorstellung verwendet. Ich fasse mich kurz: Sehr informativ und das trotz extrem geringer Seitenzahl (um die 120). Alles wissenswerte dabei, wobei es teilweise durch Abkürzung der Namen zu Verwirrungen kam, da es viele Herrscher mit identischen Vornamen behandelt.
In manchen Kapiteln ließt es sich für meinen Geschmack etwas schleppend und bis ich "drin" war hat es auch ein wenig gedauert.
Inhalt 5 Sterne und 1 Stern Abzug für den teilweise schwerverständlichen Schreibstil und Namenskürzungen. Präsentation war überzeugend und auch der Prof war mit der Wahl zufrieden
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am 4. August 2015
Die C.H.BECK-WISSEN Büchlein sind alle sehr informative, sachliche, gut lesbare, mitunter spannende Erzählungen der vor-, früh-, hoch- und nachmittelalterlichen Geschichten der Deutschen.

Empfehlen würde ich all diese historischen Werke insbesondere der deutschsprachigen Jugend, der derzeit im Sinne der "politischen Korrektheit", nur Negativum für alles was deutsch und germanisch ist, eingeflößt wird.
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am 19. August 2014
Dieses Sachbuch befasst sich mit der Geschichte der Karolinger und der Entstehung des fränkischen Reiches. Das Buch ist so verfasst, dass es auch für jene, die sich nicht so mit dem Mittelalter befassen, verständlich ist. Hier wird eine Zeitspanne beschrieben, die vor dem Hochmittelalter, gelegen ist.
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