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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Biographie zur größten gedanklichen Meisterleistung der Menschheitsgeschichte, 9. Mai 2014
Von 
Marc Ahlburg (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die perfekte Theorie: Das Jahrhundert der Genies und der Kampf um die Relativitätstheorie (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn ich mit diesen Worten vielleicht ein wenig zu hoch greife, so finde ich doch, dass diese unfassbare Relativitätstheorie eines der größten Meisterleistungen menschlichen Denkens ist, die je zu Papier gebracht wurde. Selbst heute verzweifeln oder erfreuen sich Studenten, Gelehrte und Professoren an dieser Theorie, die vor knapp 100 Jahren von Albert Einstein erdacht wurde und die durch vielfältige Tests und Nachweise bestätigt wurde. Pedro G. Ferreira, seinerseits selber in der Relativitätsforschung tätig und begeisterter Anhänger dieser Theorie hat nun eine Biographie dieser Relativitätstheorie heraus gebracht, die ihre Entstehung und vor allem ihre Weiterentwicklung näher betrachtet.
Physik, Mathematik oder Astronomie war für viele sicher ein rotes Tuch in der Schule und die meisten haben sich damit bestimmt auch nicht weiter beschäftigt, als sie eine Ausbildung gemacht haben oder zur Uni gingen. Mir haben diese Fächer immer zugesagt und mich in den Ingenieurberuf geführt und auch die Relativitätstheorie und ihre ganzen Ableger, die sich mittlerweile in der Astronomie und anderswo tummeln, um mehr über die Anfänge unseres Universums zu erfahren, haben es mir immer wieder angetan und gelegentlich lese ich auch gerne ein Buch darüber. Es muss ja nicht mit Formeln und abstrakten Herleitungen gefüllt sein, sondern soll zum Nachdenken anregen, über unser Dasein und wie unsere Welt und das schwarze Etwas über unseren Köpfen funktioniert. Diese Voraussetzungen haben mich zu diesem Buch geführt, was eine Art Biographie der allgemeinen Relativitätstheorie darstellt, die Albert Einstein 1915 veröffentlichte und das Ganze, bis dahin existierende physikalische Verständnis, welches auf die Mechanik von Newton zurück zu führen ist, in Frage stellte beziehungsweise in einem Maß erweiterte, wie es die wenigsten Menschen zur damaligen Zeit erfassen konnten. Vor allem finde ich faszinierend, dass er sich diese Theorie allein durch Gedankenexperimente herleitete und zu Papier brachte. Erste Bestätigungen konnten erst im Jahre 1919 vorgenommen werden, als eine Sonnenfinsternis die Erkenntnis brachte, dass das Licht, welches ein Himmelsobjekt abstrahlt, durch die Gravitation von Planeten und Sternen, abgelenkt wird.
Sicher haben ein paar Physik- und Astronomieinteressierte in den Nachrichten Mitte März ein bedeutendes Ereignis erfassen können, dass ein nächster Schritt zur Vereinheitlichung der Quanten- und Relativitätstheorie sein könnte und einen Blick in die Anfänge unseres Universums erlaubt. Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Sachbuch erscheint und manche Aussagen, die in diesem Buch getroffen werden, von der Aktualität der Ereignisse bestätigt oder widerlegt werden. Als ich das Buch vor ein paar Tagen gelesen habe, kamen mir gleich die Neuigkeiten in den Sinn, die über die im Buch beschriebenen Gravitationswellen berichteten und die in diesem Buch ein ungelöstes Rätsel bleiben – so schnell kann es gehen.
Diese Biographie der Relativitätstheorie geht relativ chronologisch vor und man kann am Anfang noch gut folgen. Es werden Dinge genannt, die, so finde ich, zum allgemeinen Wissen der Menschheit geworden sind. Man muss nicht wissen, wie diese Theorie im Speziellen aufgebaut ist (und glaubt mir – im Buch ist von nichtlinearen, partiellen Differentialgleichungen die Rede – da würde selbst so manchem Mathematikstudent der Kopf rauchen), um zu verstehen, wie sie funktioniert. Vieles kann durch Beschreibungen und kleine Beispiele erklärt werden und wird dadurch auch verständlich. Doch desto weiter die Biographie in die Entwicklung von Einsteins Theorie vordringt, umso unübersichtlicher wird es im Buch. Immer mehr Personen bringen Ideen ein, wie man die Gleichungen anwenden kann. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts kristallisieren sich nach und nach zwei essentielle Dinge heraus, die mittels der Relativitätstheorie beleuchtet werden können und erklärbar sind. Zum einen wird immer deutlicher, dass unser Universum, wie wir es kennen, einen Anfang hat und diesen können wir mittels der Relativitätstheorie und den angeschlossenen Beobachtungen ermitteln und “beobachten”. Und zum zweiten die Vereinbarkeit der Quantentheorie mit der allgemeinen Relativitätstheorie zur sogenannten Quantengravitation. Beide Schlachtfelder können mit den weiter oben erwähnten Gravitationswellen neue Impulse erhalten, worauf Ferreira in seinem Buch auch hinweist und damit ist die Relativitätstheorie so aktuell wie nie.
Diejenigen, für die die oben genannten Fächer ein rotes Tuch sind, sollten dieses Buch mit Vorsicht genießen. Es ist zwar alles gut und verständlich vom Autor erklärt, aber teilweise sind die Ideen so abstrakt, dass sie das eigene Vorstellungsvermögen, auch das meinige, ganz schön fordert und auch an ihre Grenzen bringt. Ich für meinen Teil fand es ganz interessant zu sehen, wer alles in dem Süppchen über die Jahre mitgekocht hat und es sind mir auch einige bekannte Namen unter die Augen gekommen, die ich von meinem Studium her mit ihren Leistungen noch kannte (die nicht unbedingt mit der Relativitätstheorie zu tun hatten). Der ersten Hälfte des Buches konnte ich deshalb auch noch relativ gut folgen und mir das meiste vorstellen. Doch als es zu den Errungenschaften kam, die im letzten Drittel des 20.Jahrhunderts und zu Beginn des 21. in der Erforschung der Relativitätstheorie eine Rolle spielten, bin ich nicht mehr so gut mitgekommen und es wird auf jeden Fall mehrere Leseanläufe benötigen, um davon das Meiste zu erfassen. Zu viele Namen mit zu vielen Ideen haben bei mir den Lesefluss und das Verständnis für das Gelesene erheblich verlangsamt, da mit zunehmender Zeit seit Einführung der Relativitätstheorie die Quer- und Rückverweise natürlich zunehmen.
Insgesamt liest sich das Buch aber recht locker weg, auch wenn ich der Meinung bin, dass es mit gewissen Vorkenntnissen leichter fällt, in dieses Buch zu finden und es zu genießen. Die Sprache ist nicht zu theoriegeschwängert, so dass man trotzdem auch ohne jedwede Vorkenntnis einfach in dieses Buch kommen kann. Ich empfehle es aber auch denjenigen, die Interesse an der Geschichte der Relativitätstheorie haben, denn diese ist spannend und birgt viel Potential zum Nachdenken, womit ich auch den Bogen zu meiner Überschrift schlagen möchte, denn wo, wenn nicht in der Relativitätstheorie und ihrer Erforschung unseres Universums, kann so vortrefflich über unser Sein und unsere Welt philosophiert und gestritten werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom hochdichten Urzustand des Universum bis zum heutigen expandierten Stadium, 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die perfekte Theorie: Das Jahrhundert der Genies und der Kampf um die Relativitätstheorie (Gebundene Ausgabe)
Natuerlich gibt es heutzutage keine ”perfekte Theorie”, vielmehr lediglich Theorien, die bestimmte Teilbereiche der Physik korrekt beschreiben. Dies gilt mit Sicherheit auch fuer die Einsteinsche Gravitationstheorie, die Allgemeine Relativitätstheorie (ART), deren Grenzen heute schon absehbar sind und deren Wirkungsgeschichte in diesem Buch erzählt wird. Der Portugiesische Physiker Pedro G. Ferreira, Professor fuer Astrophysik an der Universität Oxford, berichtet — ohne Formeln, Diagramme oder Bilder — was aus der 1916 endgueltig formulierten ART geworden ist. Und dies in einer mitreißenden, aber stets sachlichen und bestens recherchierten Weise.

Der knallige Titel sollte nicht zu dem Schluss fuehren, dass dies die uebliche, mit ueberteibenden Schlagworten garnierte Heldenstory ueber Einstein und andere ist. Vielmehr bleibt der Autor auf dem Boden der Tatsachen und beschreibt zurest den Kampf um die Formulierung der ART, sodann deren Auseinandersetzung mit den Beobachtungsdaten hauptsächlich im astrophysikalischen und kosmologischen Bereich, vom hochdichten Urzustand des Universum bis zum heutigen expandierten Stadium. Dies wird in Szene gesetzt durch eine Charakterisierung der Hauptakteure, die an diesem Prozess der Weiterent-wicklung der AR teilnahmen, durch Beschreibung derer Treibfedern und Ziele und, vor allem, derer wechselseitiger Beeinflussung. So entsteht ein lebediges Bild, das es dem Leser leicht macht, sich in die entsprechende Epoche hinein zu versetzen.

Der Leser sollte eine gewisse Liebe zur Naturwissenschaft besitzen, braucht aber keine physikalischen Spezialkenntnisse, um dem Diskurs folgen zu können. Wer sich fuer die Schwerkraft und deren Theorie, die ART interessiert — vom Oberklassen-schueler bis zum Ruheständler — dem kann dieses begeisternde Buch nachdruecklich empfohlen werden, zumal es bis zur vordersten Forschungsfront fuehrt.
̈
Kleinere Fehler bei der Uebersetzung sollen angemerkt werden: Bereits der Untertitel des Buches wurde falsch uebersetzt. Aus einem "A Century of Geniuses...” wurde ”Das Jahrhundert der Genies..” Schrödingers Buch ueber “Space-time Structure” wurde nicht vom Deutschen ins Englische uebersetzt, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Auch studierte Sciama nicht mit Dirac,
sondern bei ihm als Hörer und Student. Der Schweizer Marcel Großmann wird durchgehend, auch im Original, seines zweiten enn’s beraubt.

Alles in Allem ein gelungenes Buch, dem ich eine weite Verbreitung wuensche.
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5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 14. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die perfekte Theorie: Das Jahrhundert der Genies und der Kampf um die Relativitätstheorie (Gebundene Ausgabe)
Man muss kein Physiker sein, um seine Freude an diesem Buch zu haben. Klar strukturiert gibt es einen gelungenen chronologischen
Überblick, ausgehend vom genialen Ansatz Albert Einsteins bis zur aktuellen Physik. Neben exzellenter Fachkenntnis glänzt Ferreira
auch mit der Beschreibung der "Genies", die für meisten von Unbekannte sind, wenn sie nicht grade nen Nobelpreis erhalten haben.
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5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch, 3. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Spannend geschrieben gibt das Buch einen tiefen Einblick in die Geschichte der Relativitätstheorie der letzten 100 Jahre. Empfehlenswert für alle, die sich für Astronomie interessieren.
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Die perfekte Theorie: Das Jahrhundert der Genies und der Kampf um die Relativitätstheorie
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