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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend geschriebene Überblicksdarstellung
Raphael Brendel vom Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München, charakterisiert das Buch als "eine gut lesbare, unterhaltsame und informative Darstellung" für interessierte Laien. Das stimmt wohl, ich habe das Buch gerne zu Ende gelesen, fand es spannend, informativ, und auch stilistisch gut geschrieben. Es gibt für die...
Vor 4 Monaten von Openuser veröffentlicht

versus
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen
Rene Pfeilschifter, Althistoriker an der Uni Würzburg, hat sich bereits in seiner Habilitationsschrift "Der Kaiser und Konstantinopel" eingehend mit der Spätantike befasst. Mit dem nun vorliegenden, preiswerten Band richtet er sich indessen an ein breiteres Publikum jenseits der fachwissenschaftlichen Öffentlichkeit. Das ist nur zu begrüßen, denn...
Vor 5 Monaten von Johannes Marian veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 29. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Spätantike: Der eine Gott und die vielen Herrscher (Taschenbuch)
Rene Pfeilschifter, Althistoriker an der Uni Würzburg, hat sich bereits in seiner Habilitationsschrift "Der Kaiser und Konstantinopel" eingehend mit der Spätantike befasst. Mit dem nun vorliegenden, preiswerten Band richtet er sich indessen an ein breiteres Publikum jenseits der fachwissenschaftlichen Öffentlichkeit. Das ist nur zu begrüßen, denn die letzten Jahrhunderte des Altertums stellen seit einer Weile einen Schwerpunkt der Forschung dar, und viele Annahmen, die noch immer als vermeinliche Tatsachen an den Schulen vermittelt werden ("spätantiker Zwangsstaat", "barbarische Invasionen"), sind längst in Zweifel gezogen oder gar widerlegt worden. Für jeden Leser, der sich eine etwas ausführlichere Darstellung als Hartwin Brandts sehr knappe und inhaltlich konservative Skizze "Das Ende der Antike" leisten möchte, ist Pfeilschifters Einführung daher durchaus geeignet. Er baut seine Erzählung chronologisch auf, beginnt mit Kaiser Diokletian im späten 3. Jarhundert und behandelt dann, wie es in der Forschung inzwischen üblich ist, die folgende Zeit bis ins frühe 7. Jahrhundert, endet also nicht mit dem überholten Epochendatum 476 und widmet insbesondere der Zeit Justinians recht breiten Raum. Seinen Stoff meistert Pfeilschifter dabei insgesamt souverän; allerdings vermisst man eine wirkliche Leitidee, einen ordnenden, eigenständigen Ansatz, der über ein bloßes Referat hinausginge. Die These, Westrom sei untergegangen, weil das Imperium geteilt gewesen sei, kann zum Beispiel nicht überzeugen; immerhin hätte es dann 200 Jahre gedauert, bis auf die vermeintliche Ursache eine Wirkung gefolgt wäre. Vor allem aber ist die Auswahl der weiterführenden Literatur insgesamt nicht sehr glücklich geraten; so vermisst man nicht nur wichtige Einführungen wie Walter Pohls "Völkerwanderung" oder Henning Börms "Westrom", sondern sogar Alexander Demandts Handbuch "Die Spätantike", das zwar nicht mehr unumstritten, aber doch nach wie vor unverzichtbar ist. Literatur zu den sassanidischen Persern, immerhin die zweite Großmacht der Spätantike, deren prägender Einfluss auf die Mittelmeerwelt in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, sucht man ganz vergebens. Insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass Pfeilschifters Beherrschung des Stoffes uneinheitlich ist: In jenen Bereichen, zu denen er selbst Spezialstudien vorgelegt hat, kann seine Darstellung ingesamt durchaus überzeugen; in anderen Feldern hingegen zeigen sich erstaunliche Lücken und Nachlässigkeiten, und nicht jeder Gedanke wurde konsequent zu Ende gedacht. Das ist bedauerlich, gerade angesichts des Umstandes, dass dieses Buch aufgrund des sehr günstigen Preises vermutlich eine hohe Verbreitung finden dürfte.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend geschriebene Überblicksdarstellung, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Spätantike: Der eine Gott und die vielen Herrscher (Taschenbuch)
Raphael Brendel vom Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München, charakterisiert das Buch als "eine gut lesbare, unterhaltsame und informative Darstellung" für interessierte Laien. Das stimmt wohl, ich habe das Buch gerne zu Ende gelesen, fand es spannend, informativ, und auch stilistisch gut geschrieben. Es gibt für die Spätantike nur wenige alternative Bücher. Demandts Geschichte der Spätantike habe ich nur ergänzend benutzt, weil sein Buch nur muehsam zu lesen ist.

Man findet in der Wikipedia einen sehr guten und ausführlichen Beitrag zur Spätantike, wer diesen mit Querverweisen nutzt ist selbstverständlich auch sehr gut informiert. Trotzdem macht es mehr Spaß, so ein Buch zu lesen, das aus einem Guss erzählend durch die Geschichte führt.

Selbstverständlich finden Fachleute Auslassungen, würden Schwerpunkte verlagern, kritisieren Interpretationen. Als Laie merkt man das nur, wenn man solche Kritik rezipiert. Die meisten Rezensenten sind ungluecklich ueber Pfeilschifters Erklaerung, warum das roemische Reich unterging (wegen der Teilung des Reichs). Allerdings findet man in der Literatur keine Antwort, die bei Fachleuten ungeteilte Zustimmung finden wuerde (siehe Demandt 2014).

Zwar konzentriert sich Pfeilschifter auf die Kaisergeschichte. Aber es gibt auch viele Kapitel mit Einlassungen zum Mönchwesen, Rechtsordnung, oder kirchlichen Auseinandersetzungen.
Vieles davon war mir nicht bekannt, erscheint mir aber trotzdem lohnenswert, es zu wissen, da es Auswirkungen bis in unsere Zeit hat. Daher hat sich der Kauf des Buches für mich insgesamt gelohnt.
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Die Spätantike: Der eine Gott und die vielen Herrscher
Die Spätantike: Der eine Gott und die vielen Herrscher von Rene Pfeilschifter (Taschenbuch - 11. März 2014)
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