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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultur der Zeit in Verbindung zu Person, Denken und Werk Shakespeares
Auf der einen Seite ist Shakespeare „der“ Dichter „aller Zeiten“, zumindest der „meistbeforschte“, auf der anderen Seite liegt seine Person immer noch und immer wieder mehr im Dunkeln als im Hellen.

Hans Dieter Gelfert nun wendet sich in seiner bekannt systematischen Herangehensweise nach „Edgar Allen Poe“ und...
Vor 5 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Shakespeare
Wer S. schon vor- und rückwärts kennt wird an dem Buch Freude haben.
Ich habe mehr von der Zeit erwartet in der er lebte.
Vor 2 Monaten von L'audinella veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultur der Zeit in Verbindung zu Person, Denken und Werk Shakespeares, 11. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: William Shakespeare in seiner Zeit (Gebundene Ausgabe)
Auf der einen Seite ist Shakespeare „der“ Dichter „aller Zeiten“, zumindest der „meistbeforschte“, auf der anderen Seite liegt seine Person immer noch und immer wieder mehr im Dunkeln als im Hellen.

Hans Dieter Gelfert nun wendet sich in seiner bekannt systematischen Herangehensweise nach „Edgar Allen Poe“ und „Charles Dickens“ auch dieser Über-Figur der Dichtkunst, der Komödie und des Dramas eben „als Person“, den inneren Entwicklungen, zu.
Und, wie von ihm gewohnt, er vollzieht dies in gewissenhafter Gründlichkeit, ohne in Sprache, Form und Inhalt dabei zu sehr der abstrakten, theoretischen, wissenschaftlichen Diskussion anheim zu fallen. Auf der anderen Seite aber verbleibt Gelfert bei Weitem nicht in einer rein populärwissenschaftlichen Darstellung stehen, sondern lässt jederzeit spüren, dass er im Hintergrund fundiert die aktuellen Erkenntnisse der Forschung zu Grunde legt.

Ebenso, wie von Gelfert gewohnt, setzt er voraus, dass die „Atmosphäre der Zeit“, die kulturellen Eigenheiten, die relevanten Themen, das alltägliche Leben der Menschen im England des 16. Jahrhunderts von hoher Bedeutung für die Prägung von Person und Werk Shakespeares waren.
So ist nicht verwunderlich, um Shakespeare als „Kind seiner Zeit“ aufzuweisen, dass Gelfert im ersten Teil des Buches sehr detailliert die Zeitgeschichte aufwarten lässt und den Leser mit hineinnimmt in die „äußeren“ Wichtigkeiten der prägenden Lebensjahre des Dichters.

Eine Zeit geprägt von „verspäteter Renaissance“ und damit Hinwendung zu den „alten Formen“, damit in durchaus reibender Spannung zur Reformation und zur Aufklärung, ein Land an der Schwelle zur „modernen Welt“, dass in dieser Zeit die Grundlagen des kommende Empire legte, vor allem unter Elizabeth I..

Dem korrespondieren innerlich die Gegensätze von „Wissenschaft und Aberglauben“, von einer verstärkten Verehrung der Frau, einer Lust am Tragischen und einem deutlich geprägten „elisabethanischem Weltbild“ mitsamt einer Theaterkultur, die all diese auch widerstreitenden Entwicklungen widerspiegelte.

Im (kleineren) biographischen zweiten Teil des Buches führt Gelfert dann dies alles in seinem Kapitel über „Shakespeares Weltsicht“ prägnant zusammen.
Wie in den Stücken Shakespeares entweder dramatisch im Untergang oder durch „zur Vernunft bringen“ der jeweiligen Hauptfigur die jeweilige „Ordnung“ wieder hergestellt wird, in manchen Werken auch in monumentaler Tiefe und zeitlos angelegt, das ist ein deutlicher Hinweis auf die geprägte Sicht der Welt in Shakespeare selbst.

Wie er zudem die Problematiken (anders als in antiken Dramen) in die jeweiligen Personen „hinein verlegt“ und damit die Spannung zwischen „Vernunft und Leidenschaft“, alter „abergläubischen“ und emotionsgesteuerten Welt und „modernem“ Siegeszug der Vernunft ebenso in seinen Stücken oft und oft ausarbeitet und zugrunde legt.

„Alle seine tragischen Helden werden Opfer ihrer Leidenschaft, die über die Vernunft triumphiert“ (Tragödien, außer Hamlet) oder seine Helden sind jene, bei denen die Vernunft triumphiert über die Leidenschaft (Komödien).
Mithin positioniert sich Shakespeare auf Seiten der Vernunft, ganz Kind seiner Zeit.

Ehre und Natur, Gerechtigkeit und Gnade, Schein und Sein, Mann und Frau und manch weiteren, zentralen Themen geht Shakespeare nach, die in ihrer Haltung auf die „Zeichen der Zeit“ hin angelegt sind und von dieser geprägt waren, wie Gelfert sehr flüssig zu lesen und souverän dargestellt dem Leser biographisch in der Person und, im dritten Teil, ausführlich in der breiten und ebenso fundierten Auslegung der einzelnen Werke nachweist.

Ein intensives, hoch spannendes Buch, dass in sich den aktuellen Strand des wissenschaftlichen Diskurses über Shakespeare aufnimmt und die Verwobenheit des Dichters als „Kind seiner Zeit“ in eben dieser Zeit mit ihren Wandlungen und weichenstellenden kulturellen Entwicklungen präzise benennt. Und dies alles im Werk des Dichters dann detailliert nachweist.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre, die immer den Blick in das „Innere des Dichters“ im Mittelpunkt der Betrachtungen hält.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfüllte Erwartungen, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: William Shakespeare in seiner Zeit (Gebundene Ausgabe)
Es ist die Leistung von Hans-Dieter Gelfert, genau das, gerade so viel und mit genau der erhofften Gründlichkeit die kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Umstände und Umbrüche des 16. Jahrhunderts - und auch darüber hinaus - zu beschreiben, dass ich genau das alles wissen wollte und nicht einen Aspekt weniger.
Ich habe mich mit meinen Fragen zu Shakespeare und seiner Zeit gespiegelt gefühlt; und auch mit denen, die sich mir erst im Laufe der Lektüre gestellt haben.
Ich habe Zusammenhänge und Verknüpfungen entdeckt, wo ich keine vermutete hatte; - letztlich auch solcherart, wovon ich dachte, das beträfe doch nun wirklich nur mich und mein persönliches Umfeld.
Ich fühle mich von der Lektüre bereichert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste über Shakespeare in deutsch!, 14. März 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hebt einigen Unsinn auf , bringt zusammengefasst das, was man über Shakespeare wirklich weiss und schildert die Stücke so anregend, dass man zum Lesen verführt wird!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimnissen auf der Spur, 13. April 2014
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: William Shakespeare in seiner Zeit (Gebundene Ausgabe)
Sechs Seiten hat „Die Zeit“ dem bedeutendsten Dramatiker in ihrer Ausgabe vom 10. April 2014 gewidmet, um schließlich zum Urteil „Und doch bleibt ein Geheimnis“ zu kommen. Hans-Dieter Gelfert, emeritierter Professor für englischen Literatur an der Freien Universität Berlin, machte sich ebenfalls dazu auf, mehr Licht in Leben und Werk des „Größten“ zu bringen. Und dass ihm dies gelungen ist, liegt sinnigerweise daran, dass er nicht die Absicht hatte, jedes Geheimnis zu lüften. Denn das würde bei einem Mann, dessen Leben so lückenhaft dokumentiert ist, lediglich zu wilden Spekulationen führen.

Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis macht den Ansatz klar, den Hans-Dieter Gelfert wählte. Denn von den 470 Seiten sind weniger als 100 dem Leben von William Shakespeare gewidmet. Der deutsche Anglist nähert sich dem Schöpfer von Othello, Jago, Julia, Hamlet, Lear, Falstaff, Richard III. und anderen Figuren der Weltliteratur, indem er Gesellschaft, Politik und Kultur der Shakespearezeit beschreibt. Das mag langweilig klingen, ist es aber nicht. Denn Hans-Dieter Gelfert ist ein glänzender Erzähler, der ein kaum überblickbares Quellenmaterial geschickt mit dem Wissen verwebt, das sich in unser kulturelles Gedächtnis eingegraben hat.

Diesem Buch das Etikett „populärwissenschaftliche“ anzuhängen, könnte zum Missverständnis führen, gesicherte Fakten würden zu wenig berücksichtigt. Aber der Anhang zeigt, dass sich Hans-Dieter Gelfert auch intensiv mit der wissenschaftlichen Diskussion beschäftigte.

Robert Musil soll einmal gesagt haben, Shakespeare sei es gelungen, eine Welt zu erschaffen aus nichts als Luft. Damit meinte der Autor von „Der Mann ohne Eigenschaften“, dass Shakespeares Figuren keiner Wirklichkeit entnommen sind, die sich in einer bestimmten Zeit festmachen lassen. Trotzdem tragen sie natürlich Züge, die von den damaligen Gesellschaftsstrukturen stark beeinflusst wurden und von Hans-Dieter Gelfert anschaulich herausgearbeitet werden.

Der vierte Teil widmet sich den großen Dramen von William Shakespeare, wobei „Hamlet“ eine Sonderstellung einnimmt. Da es bei so vielschichtigen Komödien, Tragödien und Romanzen selbstverständlich keine endgültigen Interpretationen gibt, sind auch die von Hans-Dieter Gelfert nicht in Stein gemeißelt. Aber er macht seine Auslegungen und Meinungen zumindest nachvollziehbar. Und dort, wo er gängigen Deutungen widerspricht, nimmt er oft Bezug auf die vorangehenden Erläuterungen zu Shakespeares Zeit.
Mein Fazit: Zum 450. Geburtstag von William Shakespeare erscheint mit diesem Buch eine Würdigung, die Shakespeares Werk geschickt in den zeitgenössischen Kontext einbettet. Ohne sich in wilden Spekulationen zu verlieren, fasst Hans-Dieter Gelfert bekanntes Wissen zusammen, ergänzt es durch eigene Forschungsarbeiten und kommt damit vielen Geheimnissen zumindest etwas näher.
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2.0 von 5 Sternen Shakespeare, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: William Shakespeare in seiner Zeit (Gebundene Ausgabe)
Wer S. schon vor- und rückwärts kennt wird an dem Buch Freude haben.
Ich habe mehr von der Zeit erwartet in der er lebte.
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0 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wiedergekaut und doch nicht verdaut, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: William Shakespeare in seiner Zeit (Gebundene Ausgabe)
Ihr hört, was der gelehrte Mann uns schreibt,
Und hier, so glaub’ ich, kommt der Doktor schon.

kaufmann von venedig
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William Shakespeare in seiner Zeit
William Shakespeare in seiner Zeit von Hans-Dieter Gelfert (Gebundene Ausgabe - 21. Januar 2014)
EUR 26,95
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