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77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem kann ich als ehemaliger Biobauer voll zustimmen
Ich bin ausgebildeter Landwirtschaftsmeister und habe jahrzehntelang als Biobauer gearbeitet. Tiere mochte ich schon , aber es war für mich normal sie zu benutzen; bloß fühlte es sich immer weniger gut an. Vor zehn Jahren konnte ich dann nicht mehr, ich wollte meine Kühe nicht länger als Milchmaschinen benutzen, ihnen die Kinder wegnehmen und sie...
Vor 10 Monaten von Jan Gerdes veröffentlicht

versus
8 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unerträglich konsequent
Ich gehöre zu den Menschen, die alle Tierrechtler vermutlich als unerträglich inkonsequent oder gar heuchlerisch bezeichnen würden. Ja, ich weiß um die Missstände in der Massentierhaltung, ich weiß um die (nachgewiesenen oder vermuteten) Auswirkungen des gigantischen Fleischkonsums auf Umwelt und Klima. Ich weiß, dass viele...
Vor 5 Monaten von Jeremias veröffentlicht


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77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem kann ich als ehemaliger Biobauer voll zustimmen, 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Ich bin ausgebildeter Landwirtschaftsmeister und habe jahrzehntelang als Biobauer gearbeitet. Tiere mochte ich schon , aber es war für mich normal sie zu benutzen; bloß fühlte es sich immer weniger gut an. Vor zehn Jahren konnte ich dann nicht mehr, ich wollte meine Kühe nicht länger als Milchmaschinen benutzen, ihnen die Kinder wegnehmen und sie wenn sie nicht mehr konnten zum Schlachter schicken. So gründete ich einen Lebenshof und ein Altersheim für Kühe.
Mir ist das, was Sezgin beschreibt, sehr vertraut, aus beiden Perspektiven. Was sie über die Landwirtschaft sagt, stimmt, und was sie daraus folgert, stimmt auch. Im ersten Kapitel schreibt sie allgemein über Ethik, im zweiten über Tierversuche, im dritten über das Töten von Tieren. Das lehnt sie ab. Aber sie geht noch weiter und zeigt im vierten Kapitel mit vielen Argumenten , warum eine gute Tierhaltung nicht existiert und nicht funktionieren kann.
Die vielen Beispiele, die sie aus der landwirtschaftlichen Literatur und Praxis heranzieht, sind alle zutreffend und können selten außerhalb der Branche gelesen werden; das verbindet sich gut mit den eher philosophischen Passagen. Am Ende gibt sie einen Ausblick, wie wir mit Tieren leben können, wenn wir sie nicht mehr nutzen: sozusagen freundschaftlich , oder jedenfalls friedlich. Genau das wünsche ich mir auch!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fantastisches Buch !, 4. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Vorab: für dieses Buch benötigt man Zeit und Ruhe. Ich habe im letzten Jahr keine interessanteres Buch lesen dürfen. Viele Aspekte klären den Blick darauf, wie viele Menschen denken ( und nicht denken) und wieso das Verhältnis der meisten Menschen zu den Tieren absurd und paradox ist. Für alle, die daran arbeiten, dies zu ändern, ist dieses Buch ein Wissensquell! Dass Hilal Sezgin für Jornalismus ist, spricht aus vielen Zeilen dieses Buches. Alleine der brilliante Stil ist so umwerfend gut, dass es einen Sonderplatz in jeder Buchsammlung verdient .Für eine tiefere Auseinandersetzung mit Tierethik ist dies ein wirklich wichtiges Buch!!!! Was bleibt, ist die Erkenntnis, das wir alle Kreaturen mit Würde behandeln müssen. Oder besser: müssten. Den persönlichen Schluss muss jeder Leser natürlich selbst ziehen, aber lesen sollte Pflicht sein! Denn so mancher dürfte nach dem Lesen dieses Buches erkennen, dass sein Mitleid für andere Wesen ein authentisches Gefühl ist, das er zulassen sollte. Ich werde dieses Buch jedem kaufen, an dem mir was liegt!
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57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Tiere haben Rechte, 29. Januar 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Die Fragen, die Frau Sezgin im Buch stellt, sind unbequem - selbst für Vegetarier. Denn es geht ihr nicht nur um die Frage, ob wir Tiere essen dürfen, sondern ob es überhaupt ethisch vertretbar ist, dass sie zum Vorteil des Menschen in irgendeiner Form leiden müssen, dass sie ausgenutzt und ausgebeutet werden.

Die Autorin bringt im Buch selbst erlebte Beispiele, die wirklich traurig machen und zu Herzen gehen. Etwa wenn die Kälber ihren Müttern weggenommen, und in kleinen Plastikhütten eingesperrt werden, während die Mütter vom Stall her nach ihren Kindern schrein. Sie fragt daher zurecht: Kann man einer Säugetiermutter Schlimmeres antun, als ihr das Kind wegzunehmen (und umgekehrt) - obwohl genau das unser heutiger Milchkonsum zur Voraussetzung hat? Dürfen wir Tiere einsperren und quälen, nur weil sie uns so nützlich sind, wir nicht nur Arzneimittel an ihnen testen, sondern sogar Kosmetika und Putzmittel?

Die Antwort zu jeder dieser Fragen müsste eigentlich bei jedem ethisch denkenden Menschen ein klares Nein sein. Und trotzdem passiert tagtäglich das Geschilderte. Und warum? Weil wir die Gewalt gegenüber den Tieren gern verdrängen, weil sie hinter verschlossenen Fenstern und Türen stattfindet, damit sie der empfindsame Normalbürger nicht sieht. Das Verdienst des Buches ist es daher aus meiner Sicht, dass es aufrüttelt und uns Menschen daran erinnert, dass auch Tiere Empfindungen, Schmerzen, Wünsche und Rechte haben - und wir Menschen die moralische Pflicht, diese ernst zu nehmen und zu respektieren.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen so isses, 29. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
ich bin KEIN Vegetarier, meine Frau ist Veganerin und überzeugte Tierschützerin: wir diskutieren viel über "Rechte von Tieren" und das Buch von Hilal Sezgin ist eine hervorragende Zusammenstellung, was aus philosophischer und wissenschaftlicher Sicht zum Thema heute gesagt werden kann.

Ich bin mir nach dem Lesen relativ sicher, dass in 100 Jahren die meisten Menschen nicht mehr verstehen, wie wir mit den Tieren in Massenzucht etc. umgehen, so wie wir heute nicht mehr verstehen, dass vor 200 Jahren Menschen in Sklavenhaltung gezwungen wurden.

gibt es einen fairen Umgang, der das Essen / Nutzen von Tieren einschließt? Aus meiner Sicht ja, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Jedenfalls sollte sich jeder der Diskussion stellen, jeder sollte zumindest wissen, was sein Fleischkonsum (Lederkonsum, Gummibärchen, Eiernudeln etc.) als Grundlage hat und wer danach als "educated decision" immer noch Fleisch isst etc. macht es dann mit einem anderen Bewusstsein als vorher.

Sehr gutes Buch, gut recherchiert, sehr gut geschrieben: 7 von 5 Sternen
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 29. Januar 2014
Von 
Stefan Kammler "Stefan" (Neustadt/Wied) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, worüber ich mich immer noch sehr freue! Auch wenn das Thema des Buches ein ernstes ist, habe ich es in einem Rutsch gelesen. Das Buch beleuchtet das Thema Tierrechte aus philosophischer Sicht, ist aber nie abstrakt, trotz der Thematik leicht zu lesen. Es berührt, es klärt auf, es unterhält zugleich, und es lässt hoffen, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die sich den Tierrechten annehmen und so langfristig die Welt zu einer besseren machen. Für Mensch und Tier. Dieses Buch wird einen Anteil daran haben!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo "Tiere essen" von Foer aufhört, fängt Sezgins Buch an., 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Ich hab mir vor paar Tagen die ebook-Variante gekauft. Die knappen 300 Seiten waren im nu durchgelesen. Der Stil ist leicht und locker, angenehm zu lesen und leicht verständlich. Da wo "Tiere essen" aufhört, knüpft das Buch von Sezgin, mit der Philosophie an der Hand, an und geht die nächsten Schritte. Die studierte Philosophin beschäftigt sich mit den Anfängen der Tierethik, berichtet über aktuelle Debatten und wägt auch mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz das Für und Wider ab. Die Hauptkapitel sind eingeteilt in "Was heißt hier Ethik?", "Dürfen wir Tiere quälen", "Dürfen wir Tiere töten?", "Dürfen wir Tiere nutzen?" und "Wie können wir mit Tieren leben?". Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, dazu hab ich noch einiges gelernt. Ich kann es uneingeschränkt jedem empfehlen.

Der SPIEGEL schreibt abschließend zur Buchbesprechung:
"So klar Sezgins eigene Schlussfolgerung ist, so angenehm unaufdringlich ist dieses Buch. Es ist weder anklagend noch bevormundend. Es ist kein Aufruf zum Medikamenten-Boykott und auch keine Kampfschrift. Es ist einfach ein sehr kluges und sehr nachdenkliches Buch. Es ist zwar streng in seiner Logik, aber sanft im Ton. So schreibt Sezgin etwa, sie sei vor der Recherche für das Buch davon ausgegangen, dass es überzeugende Gründe für die Notwendigkeit medizinischer Tierversuche geben müsse: "Wenn ich mich nur genügend in die Materie vertiefte, würde ich diese guten Gründe finden, die Tierversuche zwar als etwas Tragisches, aber dennoch moralisch Zulässiges, sogar Notwendiges erscheinen ließen. Es kam anders." Und so ist dieses Buch das ideale Buch für Leser, die glauben, dass es gute Gründe für alle möglichen Ausnahmen gibt. Und bereit dafür sind, dass es anders kommt."
[...]

p.s.: von der autorin kann ich noch "landleben - von einer die auszog" empfehlen. das buch konnte mich damals bei erscheinen auch sehr begeistern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiere sollen und müssen in unserer Ethik herumlaufen, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Eigentlich müsste man jeden Satz aus diesem Buch zitieren. Hilal Sezgin legt mit Artgerecht ist nur die Freiheit ein moralphilosophisches Handbuch vor, das intelligent, verständig und so deutlich wie nachvollziebar zeigt, dass und warum nichtmenschliche Tiere einen Platz in unserer Vorstellung von Ethik haben sollten, ja: brauchen.

Sezgin bezieht in ihre Diskussion nicht nur die Geschichte und aktuelle Standpunkte der Tierethik ein und lässt diejenigen, die direkt oder indirekt von Tieren profitieren, zu Wort kommen, sondern bringt viele Einzelbeispiele aus eigener Beobachtung und eigenem Erleben ein. Da gibt es etwa die Geschichte der Henne Keira, die, aus einem Bio-Freiland-Betrieb stammend, bei der Autorin nach dem berüchtigten Ausstallen ein Zuhause und ein Leben bekam. Nach einem vermuteten Schlaganfall stellte sich die Frage, wie es mit ihr weitergehen sollte – sie schien apathisch und nicht mehr am Leben interessiert. Der Tierarzt wurde gerufen, um sie zu erlösen. Plötzlich jedoch aß sie wieder, nahm am Leben teil. Dann wieder der Rückfall in Regungslosigkeit. Das Ganze wiederholte sich einige Male, der Tierarzt wurde einige Male gerufen und wieder abbestellt. Schließlich fuhr Sezgin mit Keira zur Vogelklinik nach Hannover. Die spezialisierte Tierärztin dort sah keine Hoffnung mehr, es sei das beste, das Tier einzuschläfern. Sezgin erzählt diese Geschichte im Rahmen ihrer Ausführungen zur Euthanasie, doch es stecken ganz grundlegende Fragen darin: Wie würden wir, wie sollen wir moralisch richtig handeln? Wie gehen wir mit der Verantwortung um, die wir gegenüber Tieren haben, die mit, bei oder sogar für uns leben? Und haben wir das Recht, auf solch drastische Weise in ihr Leben (indem wir ihren Tod herbeiführen) einzugreifen? Diese Fragen stellen sich im übrigen nicht nur in Bezug auf das an sich schon komplexe Thema Euthanasie, sondern lassen sich überhaupt auf unser Verhältnis zu Tieren übertragen und Sezgin geht ihnen in verschiedenen Zusammenhängen wie dem Tierexperiment und der Nahrungsmittelproduktion nach.

Die Fragen, ob wir Tiere quälen, töten und/oder nutzen dürfen, die den einzelnen Kapiteln als Überschriften zugeordnet sind, beantwortet Sezgin mit einem sehr klaren Nein. Schließlich stellt sie sich und uns die Frage, wie wir denn überhaupt mit Tieren zusammenleben können. Eine Aufforderung an uns alle lautet als Schlussfolgerung aus Sezgins vorangegangener Diskussion: “Die erste und wichtigste Entscheidung wäre zu sagen: Diese Leben sind nicht die unseren, wir haben keine Vollmacht für sie und wollen uns eine solche nicht weiter anmaßen. Wir werden also keine Tiere mehr fangen, verschleppen, züchten und einsperren oder töten, weil niemand das Recht hat, dermaßen vollständig über das Leben Unbeteiligter zu bestimmen.” Denn nur, wenn wir das Recht dieser Unbeteiligten auf ihr eigenes Leben, das als Gut an sich wertvoll ist, respektieren, kann es so etwas wie ein Zusammenleben mit ihnen “als Nachbarn und Mitbewohner”, statt “als Nutztier oder Kuscheltier” überhaupt erst geben. Ein bisschen weniger Eingesperrtsein, ein bisschen mehr Auslauf, ein paar mehr der berühmten “Bauern um die Ecke” ändern eben nichts daran, dass im System an sich der Fehler begründet ist. Sezgin plädiert daher dafür, dass wir wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen für unsere Handlungen. Ganz praktisch wirbt Sezgin daher für den ethisch motivierten Veganismus als Basis dieses neuen (Zusammen)Lebens, das nichtmenschliche Tiere als an ihrem Leben interessierte Individuen anerkennt und in moralische Überlegungen als Mitglieder einbezieht, gerade und besonders auch dort, wo wir es abseits von unnötigen Tierversuchen und Fleischproduktion mit Dilemmata zu tun haben, die schwer zu lösen sein mögen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intuition akademisch untermauert, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Mir hat es sehr sehr gut getan, das Buch von Hilal Sezgin zu lesen. Ich bin begeistert von ihrer Sorgfalt und der akademischen Untermauerung ihrer Thesen. Für mich ist es eine Bestätigung, dass meine intuitiven Moralvorstellungen, all das, was mein Herz und mein Mitgefühl mir sagen, auch noch Sinn und Verstand haben.
So habe ich während des Lesens immer wieder laut "Ja, genau!" gesagt und mich sehr gefreut wie schön meine Gefühle wissenschaftliche Bestätigung erfahren.
Bei all dem Sachverstand ist der typische Hilal Sezgin Humor, den ich in an ihren Kolumnen und Facebook Einträgen so schätze, an vielen Stellen herauszulesen. Ich habe mir das Buch in kürzester Zeit "einverleibt". Danke schön für dieses wertvolle Geschenk!
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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbres Buch, 27. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Die Autorin beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte der Tiehethik in verständlicher Sprache und setzt sie zu den verschiedenen Bereichen, in denen Tiere von Menschen genutzt werden, in Beziehung. Dabei hinterfragt sie das uns so selbstverständlich erscheinende Recht des Menschen, Tiere für eigene Zwecke nutzen zu dürfen, unter ethischen Gesichtspunkten. Hilal Sezgin stellt klar, dass Tiere genau wie Menschen fühlende Lebewesen sind, die ein Interesse daran haben, ein gutes Leben zu führen. Sie schildert die Bedürfnisse von Tieren und Menschen und ihre Reaktionen auf Leid, Stress und Todesangst. Dabei macht sie deutlich, dass das Leiden der Tiere in Versuchslaboratorien, Mastställen und Schlachthöfen so unerträglich ist, dass es in keinem Verhältnis zum (erwarteten) Nutzen für den Menschen steht. Auch mit dem Mythos von der "artgerechten Tierhaltung" räumt Hilal Sezgin auf. Sie stellt klar, dass es - allen Vorstellungen von Bauernhofidylle zum Trotz - nie Nutztierhaltung ohne Tierquälerei gegeben hat und dass so etwas unter den heutigen ökonomischen Bedingungen erst recht nicht funktionieren kann. Die Autorin beantwortet die Frage, ob Menschen in idustrialisierten Gesellschaften Tiere nutzen dürfen, aus ethischer Sicht mit einem klaren "Nein". Und das nicht nur, weil die moderne Tierhaltung und der steigende Fleischkonsum zu einer gravierenden ökologischen Bedrohung geworden sind, sondern schlicht und einfach, weil wir Menschen sind. Weil wir wissen, dass die Tiere in Freiheit leben wollen und leiden, wenn man sie einsperrt, quält und ihnen ihnen das Leben nimmt. Das ist es, was uns vom Löwen, der im Gegensatz zu uns auf das Töten von Beutetieren angewiesen ist, unterscheidet. Wider besseren Wissens weiter an der Nutztierhaltung festhalten zu wollen, wäre schlicht unmenschlich oder menschenunwürdig..

Ein wunderbares, engagiertes Buch, weil die Autorin den Mut zur Wahrheit hat. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alle sollen auf Fleisch verzichten - eine Illusion, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen (Taschenbuch)
Die Autorin weist zu Recht darauf hin, dass Tiere rechtlos sind. Das beklagte schon vor fast zweihundert Jahren der Philosoph Arthur Schopenhauer, Mitbegründer des ersten Tierschutzvereins in Frankfurt. Er führt diesen Mangel auf das Dogma von der gänzlichen Verschiedenheit von Mensch und Tier zurück, das dem Schöpfungsritus des Alten Testaments entstammt und vom Christentum übernommen wurde. Der Grundfehler resultiere aus der Schöpfungsgeschichte, in der Tiere wie Sachen behandelt werden „und ohne alle Empfehlung zu guter Behandlung“.

In der Schöpfungsgeschichte, 1. Buch Moses, heißt es:
>>Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!
Das Christentum, so Schopenhauer, habe diese Vorstellungen übernommen und damit die gesamte Tierwelt rechtlos gemacht.<< (PII, § 177, 393f).

2002 wurde im Grundgesetz das Staatsziel Umweltschutz auch auf den Tierschutz ausgedehnt (Artikel 20a). Eine praktische Bedeutung hat das nicht. Es handelt sich um ethischen Tierschutz, den die Autorin in diesem Buch ausführlich behandelt.
Die Autorin befasst sich in ihrem Buch hauptsächich damit, was man den Tieren antut, zum Beispiel mit der Massentierhaltung. Sie setzt auf Bewusstseinswandel. Würden alle auf Fleisch verzichten, wäre schon viel geholfen. Ist das realistisch? Es ist sicher vernüftig, dieses Problem einmal näher zu beleuchten, wie die Autorin dies macht. Aber das die meisten Vegetarier oder gar Veganer werden, ist wohl so schnell nicht vorstellbar. Da wir ein demokratisch verfasster Staat sind, müsste sich die Mehrheit schon für mehr Tierschutz entscheiden, was in absehbarer Zeit auch nicht zu erwarten ist. Aber haben wir nicht ein Tierschutzgesetz? Ohne „vernünftigen Grund“ darf man einem Tier kein Leid zufügen. Würde man diese Bestimmung konsequent anwenden, gäbe es weder Massentierhaltung noch die Jagd. Den Hirsch, den ein Jäger mit einem Schuss großes Leid zufügt, indem er ihn verletzt, um ihn dann den großmöglichsten Schaden zufügt, indem er ihn tötet. Es gehört sehr viel Phantasie dazu, das Freizeit-Vergnügen von Hobby-Jägern als einen vernünftigen Grund zu bezeichnen. Wir brauchen das Fleisch nicht, um zu überleben und das Geweih des Hirschen als Trophäe schon gar nicht.

Fazit
Ein interessantes und nützliches Buch. Es fehlt der gesellschaftliche und politische Aspekt. Was sollten wir ändern? Bewusstseinsänderung ist notwenig, reicht aber nicht aus.
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