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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Jammer des Lebens
Im Anfangskapitel geht es darum, Verdun strategisch zu erklären. Ging es wirklich um das Ausbluten der französischen Armee? Was ist von der Weihnachtsdenkschrift von Falkenhayn zu halten. Vertieft wird diese Frage nochmals in den Schlusskapiteln des Buches. Im Kapitel "Die Schlacht und die Historiker" kann man nachlesen, was französische und deutsche...
Vor 13 Monaten von Openuser veröffentlicht

versus
6 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch
Eines der seltenen militärhistorischen Bücher aus deutscher Feder. Detailliert aber ohne den Überblick zu verlieren werden Schlacht und Hintergründe erläutert. Dazu ausreichendes Kartenmaterial. Es fehlt mir die Dramatik die dieser Schlacht innewohnte und die Beschreibung des Kampfgeschehns an der Westfront bis zur Entscheidung bei Verdun. Auf...
Vor 14 Monaten von HoBo veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Jammer des Lebens, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Im Anfangskapitel geht es darum, Verdun strategisch zu erklären. Ging es wirklich um das Ausbluten der französischen Armee? Was ist von der Weihnachtsdenkschrift von Falkenhayn zu halten. Vertieft wird diese Frage nochmals in den Schlusskapiteln des Buches. Im Kapitel "Die Schlacht und die Historiker" kann man nachlesen, was französische und deutsche Historiker dazu bereits gesagt haben. Im Kapitel "Ein Blick auf die Quellen" wird die Tappen-Befragung analysiert. Tappen war Generalleutnant und ganz enger Vertrauter von Falkenhayn. Dann wird das Protokoll der Tappen-Befragung sogar abgedruckt.
In Frage steht nämlich, ob Falkenhayn einen britischen Entlastungsangriff provozieren wollte, welcher dann nach Zurückschlagung mit einem Gegenstoß beantwortet worden wäre. Auf diese Weise wäre wieder Bewegung in die Fronten gekommen. So ist es nun nicht gekommen, Falkenhayn hat sich verrechnet.

Da Münkler in seinem Buch diese Hypothese nicht untersucht, war mir die Diskussion nicht bekannt. Münkler spricht nur vom "Weißbluten".

Alle anderen Kapitel des Buches beschäftigen sich mit der Schlacht selber. Es gibt 60 interessante Fotos und 8 Karten. Abwechselnd werden Diskussionen und Entscheidungen der deutschen und französischen Heresleitungen sowie das Handeln der einfachen Soldaten dargestellt. Olaf Jessen macht deutlicher als Münkler, was die Soldaten erleiden mussten. Jessen schildert Giftgasangriffe oder Detonationen sehr anschaulich, beim lesen leidet man zwangsläufig.

Das klingt zum Beispiel so: "....Der Unteroffizier kriecht über den Menschenwall. In diesem Berg aus Leibern stoßen Lebende, beim Bemühen, Luft zu holen, grässliche Töne und Angstschreie aus. Laffont bemerkt, dass seine Maske nicht mehr arbeitet, er versucht zu entrinnen, aber seine Füsse versagen...".
Der Spezialbeton der Festungen hat dem Beschuss standgehalten, aber die Verteidiger wurden unvorstellbar traumatisiert. Zu den monströsen Einschlägen und Erschütterungen zwischendurch auch noch Giftgasangriffe. Der Leichengestank nahm den Soldaten den Atem.

Ich gebe zu, ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen, das Grauen findet darin kein Ende.

Das Buch von Jessen ist eine gute Ergänzung zum Münkler, welcher eher die Vogelperspektive einnimmt und politische und militärische Strategien erklärt. Aber es braucht eine Portion Mut, es sich in den Bücherschrank zu stellen. Neben meinem Schopenhauer hat es seinen Platz gefunden.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 300 Schlacht-Tage, 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
„Fest und treu steht die Wacht am Rhein“.
Das war zu Kriegsbeginn eine der durchschlagenden deutschen Parolen. Und ganz anders als in solch mythischer Überhöhung gedacht, stand tatsächlich in diesem Krieg (fast) alles lange still.

Stellungskrieg, zermürbendes Verbluten um ein paar Meter Raumgewinn oder Raumverlust. Ein Zustand, das belegen die aktuellen Auswertungen der Quellen, die aktuelle historische Diskussion und die Darstellung Jessens im Buch, der durch Verdun beendet werden sollte.

Die feststeckenden Fronten auflösen, einen „Bewegungskrieg“ wieder initiieren, in die Offensive gelangen, vielfach und sehr akribisch und fundiert legt Olaf Jessen in diesem Buch nicht nur die Schlacht und deren Verlauf dar, sondern zeigt die Überlegungen und Ziele vor der Schlacht auf, wie er auch ebenso sorgfältig den weiteren Folgen der Schlacht (auch den durch Verdun 1916 beschleunigten Eintritt der USA in den Krieg) nachgeht.

Die längste Schlacht der Weltgeschichte, das „Sinnbild des totalen Krieges“ mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Über 700.000 gefallene Soldaten, „furchtbarer als die Hölle“.

Verdun 1916 ist einer der entscheidenden Wendepunkte der „Urkatastrophe“ des ersten Weltkrieges mit all seinen Folgen für die Neuordnung der Landkarte Europas, die Entstehung der Sowjetunion, die Vorbereitung des Bodens für den zweiten Weltkrieg.

Die „Urschlacht des Jahrhunderts“, wie Jessen diese 300 Tage benennt.
Eine Schlacht, die nicht nur im Blick auf die hundertausendfachen einzelnen Menschenleben unfassbare Folgen hatte, sondern in der auch eine nie zuvor erlebte Materialschlacht tobte, den Krieg auf eine ganz andere Ebene hob, die moderne Luftwaffe in ihrer Entwicklung entscheidend anstieß und für starke Verschiebungen auf politischer Ebene und jener der Heerführung beider Seiten sorgte.

All dies legt Jessen dem Leser intensiv und sehr verständlich argumentiert und verfasst vor Augen. Dabei geht er auch auf die zivilisatorische Bedeutung der Schlacht ein. „Vorher Licht – nachher Schatten“, mithin der „Abschluss des bürgerlichen (zivilisierten) Zeitalters“.

Und es ging nicht um die Idee einiger Heerführer (wie derer eines Erich von Falkenhayn vom „Verbluten der französischen Armee“), es ging um den „unmenschlichsten strategischen Plan des ganzen Krieges“.

Was aber genau ging vor in der deutschen Heerführung`? Warum nahm die französische Seite überhaupt diese Schlacht in dieser Form an?

So schaut Jessen auf den gut 400 Seiten sorgfältig hinter die Kulissen, wechselnd beständig die Perspektive und zeigt auf, dass hier durchaus strategische Planung in zivilisatorischer Perversion wirkte, dass die „Schlächterei“ keine „geistlose“ war, wie Sebastian Haffner formulierte, sondern durchaus von kühler Überlegung angegangen wurde.

„Wir müssen mehr Feinde töten, als die von unserer Seite töten können“, das ist mit eines der Denkmuster, an dem sich die Grenzen humanistischen Denkens aufzeigen, das nicht erst seit 1916 und nicht nur bis 1918 die Geisteshaltungen Europas mit prägte.

Von den Plänen über den Aufmarsch, das wogende hin und her, die Zermürbung über die entscheidende Krise bis zur letzten Entscheidung und das Nachspiel dieser Schlacht findet der Leser im Buch in bester Form den aktuellen Stand der Quellenauswertung und eine klare Positionierung Jessens in der historischen Bewertung, die das Buch zu einer sehr empfehlenswerten und beeindruckenden Lektüre gestaltet.

Viel mehr schwingt in den Interpretationen und Darstellungen mit, als nur eine Beschreibung jener 300 Tage. Und das in jederzeit flüssiger und verständlicher Darstellung in Form und Stil des Buches und mit außerordentlich breiten Literatur- und Quellenverweisen versehen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Minutiöse und perspektivenreiche Darstellung, 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Diese Darstellung von Olaf Jessen überzeugt nicht nur durch die quellenfundierte Herangehensweise, sondern auch durch den permanenten Wechsel zwischen militärtaktischen Erläuterungen und persönlichen Erwägungen und Eindrücken. Beeindruckend und zugleich erschreckend sind dabei insbesondere die Schilderungen des Geschehens direkt von der Front.

"(...) Durch die Kugel zu sterben, scheint nicht schwer; dabei bleiben Teile unseres Wesens unversehrt; aber zerrissen, in Stücke gehackt, zu Brei zerstampft zu werden, ist eine Angst, die das Fleisch nicht ertragen kann (...)"

Hinzu kommt, dass Jessen viele schonungslose Details wie versagende Schließmuskeln bei den Soldaten vermerkt, die erst die unbegreifliche Situation des Geschehens rund um Verdun begreiflich machen. In den analytischeren Passagen liegt zudem eine weitere Stärke des Verfassers Olaf Jessen, denn dieser versteht es in exzellenter Weise, zentrale Aspekte präzise auf den Punkt zu bringen.

Auch wenn an einzelnen Stellen Karten zu finden sind, wäre in diesem Punkt durchaus noch Verbesserungsbedarf gewesen, weil teilweise durchaus die eine oder andere Detailkarte noch hilfreich gewesen wäre - vor allem da die abgedruckten Übersichtskarten, insbesondere jene auf der Innenseite des Buchrückens, recht unübersichtlich sind. Hilfreich ist dagegen das vorangestellte Verzeichnis der Hauptpersonen, um sich in dem Gewirr der Entscheidungsträger zurechtzufinden.

Alles in allem: eine gelungene Aufarbeitung, welche die Schlacht von Verdun minutiös und perspektivenreich nachzeichnet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die längste Schlacht!, 16. August 2014
Von 
Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek "Hans" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Viele Historiker meinen, dass für das Deutsche Reich der Krieg schon 1914 verloren war. Die Begründung liegt in dem Misslingen des Schlieffen-PLans jener gewaltigen Umfassungsbewegung des deutschen Heeres. Unter Missachtung aller Regeln des Völkerrechts hat die deutsche Wehrmacht in einer gewaltigen Umfassungsaktion durch das neutrale Belgien versucht, die Front der Aliierten von Norden aufzurollen. Dieser Plan ist misslungen. Das Ergebnis war ein Stellungskrieg. Um ein paar Meter Raumgewinn wurde unter unsäglichen Opfern mit gewaltigem Materialeinsatz erbarmungslos gerungen. Zum ersten mal war durch den Einsatz moderner Waffen(Maschinengewehre, grokalibrige Geschütze) der Verteidiger dem Angreifer überlegen. Operative Durchbrüche waren, wenn überhaupt,nur mit einer geschätzten fünffachen Übermacht zu erzielen.Die deutsche oberste Heeresleitung wusste, dass sie diese Art des Krieges überwinden musste. Neueste Quellen beweisen, dass die OHL unter General Falkenhayn plante bei Verdun einen operativen Durchbruch "über die Bande" zu erzielen, um die Statik des Krieges aufzubrechen.
Jessen gelingt es in diesem Buch unter Heranziehung neuester Quellen diese gewaltige Auseinanderesetziung aus verschiedensten Perspektiven zu betrachten. Sorgfätig wählt der der Autor die Perspektive der strategischen Ebene, wie auch der operativen Ebene. Und da spielt sich die humanitäre Katastrophe ab, hier wird gestorben, verstümmelt usw. Die Frontsoldaten, vor allem die Infanterie, müssen die Wirkung der modernen Kriegsführung ertragen. 700000 Opfer sprechen eine beredte Sprache. Als klar war, dass ein operativer Durchbruch nicht mehr zu erzielen war, entglitt das Geschehen den Entscheidungsträgern vollends. Die einzige sinnvolle strategische Entscheidung, der Rückzug auf die Ausgangsstellungen, wurde nicht getroffen. Jessen führt an, dass Friedrich der Große, dies wohl getan hätte. Aber Falkenhayn war nur der Oberbefehlshaber, nicht der König. So war am Ende diese 300-tägigen Ringens alles wie vorher.
Das Buch ist flüssig zu lesen. Das Kartenmaterial ist etwas unübersichtlich. Aber dennoch eine unbedingte Kaufempfehlung!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mythos vom "Weißbluten", 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Der renommierte Historiker Olaf Jessen analysiert hier die Vorgeschichte, den Ablauf und den Nachhall jener Schlacht, die im kollektiven Gedächtnis quasi zum "Stalingrad des Ersten Weltkrieges" geworden ist. Es geht um das monatelange Ringen deutscher und französischer Truppen um die Festung Verdun und die lange gültige Theorie, die deutsche Seite (namentlich der damalige Generalstabschef Falkenhayn) habe aus einer ebenso blutrünstigen wie auch strategisch sinnfreien Haltung heraus ausgerechnet an dem stärksten Punkt der französischen Verteidigungslinie angegriffen, um dort den Gegner "weißbluten" zu lassen.

Olaf Jessen stellt richtig, dass erstens die Verteidigung rund um Verdun zu Gunsten anderer, vermeintlich wichtigerer Frontabschnitte massiv ausgedünnt worden war und dass zweitens die deutsche Militärführung sehr wohl einen Plan gehabt hatte, der dann doch etwas durchdachter war, als es spätere Simplifizierungen über die "Blutpumpe" und "Knochenmühle" vermuten ließen.
Falkenhayn - und übrigens auch dem Deutschen Kaiser, der in anderen Büchern immer wieder gerne als militärischer Trottel hingestellt wird - war klar, dass an der Westfront mit den gegebenen Mitteln kein Massendurchbruch erzielt werden konnte. Damit waren sie den Alliierten voraus, die eben einen solchen immer noch als Mittel der Wahl ansahen. Doch musste ja irgendwie die Rückkehr zum Bewegungskrieg initiiert werden. So verfiel Falkenhayn auf einen im Prinzip raffinierten Plan - durch eine Eröffnungsoffensive wollte er die Allliierten binden, ablenken, zu einem übereilten Entlastungsangriff bewegen und dann an geeigneter - und dementsprechend ausgedünnter - Stelle einen "Durchbruch über die Bande" erzielen (S. 60, 361-362). Falkenhayn - dem die Niederlage vor Verdun und die Ablösung vom Posten des Generalstabschefs ewig nachging - wird dadurch zumindest ein Stück weit rehabilitiert, zumal Jessen auch auf die internen Scharmützel unter den deutschen Generälen hinweist, die sich gegenseitig wenig schenkten, bzw. sich sogar gegenseitig diverser Charakterschwächen bezichtigten (S. 61). Das "Verbluten", bzw. "Weißbluten" wurde von Falkenhayn erst in dem Moment als wichtigste Begründung für die Schlacht um Verdun relevant, als er erkannte, dass der Übergang zum Bewegungskrieg eben nicht erzielt werden würde (S. 220, 359). Daran war vor allem der Umstand schuld, dass der erste Vorstoß auf Verdun eben nicht jene Härte (Truppenstärke) hatte, die nötig gewesen wäre, um den Alliierten einen hastig eingeleiteten Entlastungsangriff aufzuzwingen (S. 235). Mit etwas anderer Herangehensweise hätte der Plan "durchaus Erfolgsaussichten" gehabt (S. 340).

Jedenfalls wollte Falkenhayn nicht als Verlierer in die Geschichte eingehen, und zahlte dafür den Preis, fortan als Schlächter zu gelten - obwohl die Alliierten recht bald genau die selbe Strategie anpeilen sollten, wie auch der deutsche Generalstabschef, aber dafür eben weniger martialische Worte wählten, als jener (S. 338-339).

Wenn er schon dabei ist, räumt Jessen gleich noch weitere Mythen rund um die Schlacht von Verdun aus: So leisteten etwa die französischen Jäger im Caures-Wald bei weitem keinen derart heroischen und aufopferungsvollen Widerstand, wie es später die französische Propaganda glorifizierte (S. 121-123, 345). Auch die "Voie sacrée", die "Heilige Straße", war mitnichten die einzige oder gar wichtigste Verbindung zwischen Verdun und der französischen Etappe (S. 198, 345). Wie der Historiker Hans Fenske (Der Anfang vom Ende des alten Europa: Die alliierte Verweigerung von Friedensgesprächen 1914-1919) weist auch Jessen auf die Völkerrechtswidrigkeit der alliierten Seeblockade hin, welche 772.736 deutsche Zivilisten das Leben kostete (S. 209).

Aus der Schlacht um Verdun zogen beide Seiten nach dem Krieg ihre jeweils eigenen Schlüsse: Während die Franzosen der Sieg im Glauben bestärkte, eine gut gebaute Festung sei in der Defensive letztlich doch verlässlich - weswegen sie den Ausbau der Maginot-Linie forcierten - suchten die Deutschen nach unkonventionellen Wegen, künftig das Grauen eines Stellungskrieges um jeden Preis zu vermeiden. Heinz Guderian - der 1916 bei Verdun als Nachrichtenoffizier gedient hatte (S. 207) - wurde schließlich zum Mitbegründer der modernen Panzerkampfführung, welche 1940 entscheidend zum deutschen Sieg im Westen beitragen sollte.

Mehrere Karten und schwarz-weiß Abbildungen runden das Werk von Olaf Jessen ab. Besonders positiv ist der umfangreiche quellenkritische Anhang zu bewerten, der jedes Historikerherz höher schlagen lassen wird.

Luft nach oben gibt es freilich auch: Die Darstellung der eigentlichen Schlacht (der Mittelteil des Buches) wirkt stellenweise etwas dünn und lieblos. Das mag daran liegen, dass Jessen das Vorgehen weniger einzelner Einheiten beschreibt, wodurch andere Gefechtsabschnitte automatisch außen vor bleiben. Eine (ganz) genaue Beschreibung der Schlacht darf hier also nicht erwartet werden. Das Kartenmaterial ist nicht schlecht, für ein Standardwerk allerdings auch nicht besonders. Ich stelle immer wieder fest, dass in älteren Büchern viel mehr - oftmals auch in eine zusätzliche Tasche eingebrachtes - Kartenmaterial vorhanden war. Heute muss anscheinend bei den Verlagen so gespart werden, dass ein solches Vorgehen nicht mehr möglich zu sein scheint - SCHADE!

Für alle, die sich an vielen Karten erfreuen, hier noch ein Buch-Tipp (siehe meine Rezension dort):
Der Krieg in Italien 1943-45: Brennpunkt Cassino-Schlachten
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Detailed description of the German offensive in 1916, 25. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
The book's focus is the part of the battle during the German advance from February till June 1916. The book contains several maps that are very detailed and placed in chronically order of the narrative. This provides a visual overview of the depicted events while reading about them. Also throughout the book there are pictures and these pictures showing either soldiers that are taking part in the offensive at that time or events taking place in the narrative. This is something I have never seen up to this point in any other book and personally I liked it a lot.
The author did a lot of research and did not simply copy from other books like some authors do. One example is the lengthy appendix at the end of the book of which the most interesting to me was that there is actually no proof that Falkenhayn's Christmas letter ever existed. The only evidence of that letter is Falkenhayn's autobiography written after the war, which is not really a proof at all as he simply states that he wrote that letter to the emperor at that time laying out the overall strategy to bleed the French army white.
The book shows that the actual goal of the offensive changed shortly after the beginning of the battle. The true goal was to force the French to use up the reserves on futile uphill attempts to reconquer the lost ground. Problem with that strategy was that that high ground was never reached by the German army and the German forces where blown to pieces in positions not suitable for defense and without proper shelter. Furthermore once the French had used up their reserves in these attacks or the English used up theirs in a relief attempt somewhere else, the German Army planned to break through somewhere on the western front and return to the war of movement. That changed after the original goal was never reached and the reported false numbers of French losses where suggesting that the French losses were bleeding the French Army white.

Overall a great read, though very detailed and hence not for someone who is looking more or less for an overview over the battle.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdun die Urschlach des Jahrhunderts, 8. November 2014
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Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Ich bin sehr erschüttert über diese doch genauen Schilderungen dieser Schlacht . Mann kann sich ja kaum vorstellen was diese Soldaten durchgemacht haben . Mann sollte jedem der von Gloreichen Schlachten träumt dieses Buch ans Herz legen Es hatt auf jedem Fall meine Pazifistische Einstellung gestärkt
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packendes Buch, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Hab das Buch im Urlaub verschlungen. Es ist zwar chronoligisch und step by step aufgebaut, man hat aber trotzdem immer den Eindruck, es handelt sich bei dem Buch um einen Roman.

Es beleuchtet aber vor allem auch die Zweifel, Fehler, Missverständnisse innerhalb der deutschen und französischen Führung auf, wie man das in Dokumentationen selten so dargestellt bekommt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!!!, 19. Juni 2014
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Gut recherchiertes Werk, sehr gut erzählt!!! Der Verlauf der Schlacht und vorangegangenen Entscheidungen in den Stäben ist packend beschrieben. EMPFEHLENSWERT
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kriegswahnsinn, 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch beschreibt nicht nur die historischen Abläufe und Hintergründe sondern gibt auch eine realistische Darstellung darüber welches unendliche Leid die Soldaten in den Schützengräben zu erleiden hatten. Wer eine Ahnung davon bekommen will zu welchem Wahnsinn Menschen fähig sind sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts
Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts von Olaf Jessen (Gebundene Ausgabe - 21. Juli 2014)
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