Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch sensibilisiert für die Thematik Atomwaffen, vermittelt viel Wissen und ist einfach spannend, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Eric Schlossers Roman "Command and Control" ist im Grunde kein klassischer Roman. Vielmehr ist er eine lange Reportage, die die Geschichten vieler Menschen zusammenfasst, die im September 1980 daran beteiligt waren, die Katastrophe in Arkansas zu verhindern. Der Autor bleibt sehr nah bei den Fakten und ergänzt sie durch historisches und technisches Hintergrundwissen.

Dennoch ist das Buch sehr spannend geschrieben, denn Schlosser versteht es gut, die Ereigniskette sukzessive zu entfalten. Aus einem kleinen Versehen, dem Fallenlassen eines Werkzeugs, entsteht eine Situation, die unzählige Menschenleben hätte kosten können. Die Message des Romans ist klar: Es gibt keine absolute Sicherheit! Fehler passieren immer und einen risikofreien Umgang mit nuklearer Technik kann es nicht geben.

Neben einer spannenden Lektüre in Romanform ist das Buch aber eben auch Ergebnis einer intensiven Recherche. Der Leser lernt sehr viel Geschichte und Technisches. Von der Funktionsweise der ersten Atombombe bis zur Musik der 1970er Jahre wird dem Leser ein breites Wissen mit auf dem Weg gegeben, um die Bedeutung der Ereignisse von 1980 in Arkansas zu verstehen.

Die Lektüre dieses Buches ist allen zu empfehlen. Es sensibilisiert für die Thematik Atomwaffen, es vermittelt viel Wissen und es ist einfach aufregend geschrieben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Gefahren der atomaren Rüstung - Tatsachenroman und historische Hintergründe, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Das Werk besteht durchgängig aus zwei Teilen: Einer in Romanform verfassten Nacherzählung eines Unfalls in einem Titan II Raketensilo in Cliffhanger-Manier, und parallel dazu nichts weniger als eine Chronologie der amerikanischen Atomrüstung, einschließlich der wechselnden Strategien etwa von der massiven Vergeltung bis zur "flexible response", Schilderungen politischer Krisen (Kuba etc.) sowie die Darstellung von Unfällen mit Atomwaffen aller Art: Abstürze von Bombern, Verluste von Atomwaffen, Beinahe-Explosionen, die nur noch durch eine letzte Sicherungsstufe verhindert wurden und Fehlalarme, die die Welt um ein Haar in die atomare Hölle geschickt hätten.

Der theoretische Teil brilliert mit einer unglaublichen Sachkenntnis und vielen Insiderinformationen. Man spürt, welch immenser Rechercheaufwand dahintersteht. Entsprechend umfangreich ist das Literaturverzeichnis. Viele Quellen wurden erst in den letzten Jahren freigegeben und sind von dem Autor erstmalig ausgewertet worden. Mit dem Stoff könnte er sicherlich eine Professur bestreiten.

Die Kunst des Autors besteht nun darin, trotz der Flut von Fakten eine entspannte Erzählform zu wählen und in lockerer Chronologie die Geschichte der Atomrüstung aufleben zu lassen. Das geschieht ganz unangestrengt, fast wie nebenbei. Doch wer einmal versucht hat, massenhaft Informationen locker zu präsentieren, zieht sofort den Hut vor dem Autor. Der angelsächsische Sprachraum hat da wohl eine besondere Tradition in dieser Art des Erzählens, bei der derjenige am meisten Achtung verdient, der komplexe Zusammenhänge einfach darstellt.

Da ich seit meiner Jugend am Thema des (inzwischen historischen) Ost-West-Konflikts mit seinem Rüstungswettlauf und den daraus hervorgehenden Gefahren bis hin zum „Atomkrieg aus Versehen“ interessiert bin, hat mir persönlich der „theoretische“ Teil noch mehr gegeben als die romanhafte Schilderung des Unfalls am Titan II Silo, die doch sehr ausführlich gehalten ist (ich sage bewusst nicht „langatmig“, denn sie ist wirklich gut und spannend geschrieben).

Dieses Buch ist weit mehr als ein Tatsachenroman. Es stellt eine hervorragende Quelle für Studenten dar, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, ebenso für Fachkundige, die hier neue und weitergehende Informationen erhalten. Gleichwohl ist es auch von Menschen lesbar, die bisher vom Thema völlig unbeleckt sind. Das hinzubekommen verdient höchste Anerkennung, zumal die Gefahren durch Atomwaffen nach wie vor hochaktuell sind, aber wohl erst wieder in den Massenmedien auftauchen, wenn etwas schief gelaufen ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt lebt noch immer mit dieser lebensbedrohenden Gefahr!, 18. September 2013
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Die Technik mag so verlässlich sein wie nur irgend möglich. Allein durch des Menschen Fehlbarkeit wird jedes noch so sichere System wieder unsicher und damit unter Umständen lebensbedrohend für uns alle. Eric Schlosser beleuchtet besonders die amerikanische Seite. Wie er selbst schreibt, fehlen ihm Informationen zur sowjetischen/russischen Seite.

Schon oft habe ich mich gefragt, wie es wohl unmittelbar an solch gefährlichen Anlagen/Raketen/Bomben aussehen mag. Der Autor beschreibt detailreich, Kenner der Szene werden ihre Freude daran haben, für mich waren seine Schilderungen auch eindrücklich genug. Was mich besonders schockiert: selbst Leute ohne Ausbildung gehören zum Team derer die für die Wartung zuständig sind.

Schlosser zeigt wie schnell Gefahren entstehen können wenn etwas unvorhergesehenes von menschlicher Seite her geschieht und sei es nur wenn ein Steckschlüsseleinsatz auf das Schubgerüst fällt und dabei ein Schaden entsteht. "Im nächsten Moment spritzte Brennstoff aus der Rakete wie Wasser aus einem Gartenschlauch." Dahin war plötzlich alle Sicherheit!

Unbegreiflich wie man selbst 17 - jährige junge Männer an solch gefährliche Anlagen schicken kann. Schlosser beschreibt Situationen/Havarien über deren Gefährlichkeit man nur den Kopf schütteln kann und ich mir die Frage stelle: Wieso kam es bislang nicht längst zu einem ungeplanten Inferno? Beim Lesen wurde mir mehr als ein Mal ganz anders zumute!

Pleiten, Pech und Pannen an extrem gefährlichen militärischen Anlagen der USA schildert Eric Schlosser. Der Autor meint, wahre Sicherheit gäbe es nur im kontrollierten Abbau/Rückbau aller Anlagen. Selbst Obama hat dies angekündigt. Geschehen ist bislang nichts. Was mich noch mehr wundert: Die amerikanische Öffentlichkeit entdeckt dieses Thema nicht für sich, ich hoffe in Deutschland wäre dies anders?!

Fazit: Auch wenn Eric Schlosser Unfälle und Havarien oft mit politischen Entwicklungen der Geschichte (kalter Krieg, Kuba, Irak) in Zusammenhang bringt - diese gefährlichen Anlagen sind noch immer aktiv. Die Welt lebt noch immer mit dieser lebensbedrohenden Gefahr!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Höchst interessant!, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer wissen möchte, warum die Menschheit noch existiert, der kommt an diesem Buch nicht vorbei! Es war Glück und wenig Verstand! Soviel sei gesagt....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Erschreckend!!!, 11. April 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Gott sei Dank wissen wir nicht mir Sicherheit, wie oft wir an nuklearen Katastrophen haarscharf vorbei geschlittert sind. Die "Supermacht" USA behandelt die verherrendste Waffe stellenweise sorgloser als der normal denkende Mensch ein Benzinfeuerzeug. Vor diesem Hintergrund sieht man die Nachrichten über andere Atommächte, die im Grunde eigentlich Entwicklungsländer sind, mit anderen Augen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Gutes Buch zu ernstem Thema, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Anhand zahlreicher Unfälle mit Atomwaffen schildert der Autor die Gefahren, die alleine durch das Lagern und Bereithalten dieser Waffen auf uns lauern. Einzig die Verschachtelung der Haupterzählung - dem Unfall in einem Titan 2 Raketensilo - und die Berichte über weitere Unfälle und Diskussionen um die Befehlsstrukturen haben mich beim Lesen etwas gestört. Sonst öffnet das Buch die Augen dafür, dass Technik nicht unfehlbar ist und man immer mit dem unerwarteten und unvorhergesehenen rechnen muss.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Die Welt - ein Pulverfass, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit (Gebundene Ausgabe)
Bald siebzig Jahre ist es her, das zwei Atombomben über Japan nieder gingen, die die Städte Hiroshima und Nagasaki quasi dem Erdboden gleich machten und tausende von Menschen sofort oder durch die Spätfolgen in den Tod schickten. Es waren die einzigen beiden Atombomben, die jemals abgeworfen wurden. Liest man jedoch "Command and Control", das neue Buch des amerikanischen Journalisten Eric Schlosser, ist es kaum zu glauben, dass bis heute keine weitere atombombenbedingte Katastrophe eingetreten ist.

1980 fiel in einem Raketensilo in Damaskus bei routinemäßigen Wartungsarbeiten an einer Titan II Rakete – der größte Raketentypus des amerikanischen Waffenarsenals, bestückt mit einem Atomsprengkopf – ein Steckschlüsseleinsatz für einen Schraubenzieher herunter. Eine nicht sehr dramatisch erscheinende Begebenheit, die jedoch beinahe katastrophale Folgen nach sich gezogen hat. Das Werkzeug beschädigte die Hülle der Rakete, Treibstoff trat aus. Fluchtartig mussten sich die Arbeiter vor den giftigen Treibstoffdämpfen in Sicherheit bringen. Bereits hier war der erste Tote dieses Tages zu beklagen. Weitere sollten folgen.
So spannend wie in einem Wissenschaftsthriller von Frank Schätzing beschreibt Schlosser die Ereignisse, die nach dem Unfall geschehen sind. Er berichtet von den verzweifelten Technikern, die unter Einsatz ihres Lebens bemüht waren, die Rakete zu retten und von macht- und planlosen Politikern und Führungskräften, die wichtige Entscheidungen hinauszögerten und die Öffentlichkeit absichtlich über die Ereignisse im Unklaren ließen. Geschockt macht man sich immer wieder bewusst, dass dies keine fiktionale Geschichte ist, sonder eine reale Begebenheit und somit bis heute eine real existierende Gefahr.
Die Titan II Rakete in Damaskus war mit einem voll funktionsfähigen Atomsprengkörper ausgestattet, der weitaus mehr Schaden hätte anrichten können, als die Bomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen. Wäre es zu einer Explosion gekommen, hätte das für die USA eine Atomkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bedeutet.

Noch immer besitzt die USA ein Atomwaffenarsenal, das jederzeit zum Einsatz gebracht werden kann. Bereits menschliches Versagen oder ein simpler technischer Defekt können verheerende Folgen nach sich ziehen. Ganz zu schweigen davon, was ein Atomkrieg bedeuten würde. Schlosser zeigt neben der Unfall-Geschichte, die Ereignisse, Entscheidungsprozesse und Zusammenhänge des Kalten Krieges auf. Dass es in diesen Jahren nicht zu einem Atomkrieg zwischen den USA und der ehemaligen Sowjetunion gekommen ist, grenzt schon bald an ein Wunder.

Schlosser führt dem Leser schonungslos die Gefahr vor Augen, die heute immer noch weltweit in Silos und diversen Waffenarsenalen schlummert. Da die Gedanken an diese Bedrohung in meinem Alltag bisher kaum existent waren – frei nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ – ist "Command and Control" für mich eines der wichtigsten Bücher der letzten Zeit, das in der Lage ist, einen aus der selbstverschuldeten Ahnungslosigkeit aufzurütteln.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atomwaffen ausser Kontrolle, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Teilweise nicht leicht zu lesen. Aber da ich mich mit dieser Materien schon lange beschäftige, hat mir die Zusammenfassung viel weiteres Hintergrundwissen gegeben. Wir standen oft am Abgrund der Apokalypse. Irgendwann wird der Glücksfaden reissen.

Insgesamt scheint mir dass sich die Sowjetunion mit mehr Augenmass verhalten zu haben.

Leider vermisse ich Dokus und Analysen zu den Atommächten China, Indien, Pakistan, Israel, GB, Frankreich und Nordkorea.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit
Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit von Eric Schlosser (Gebundene Ausgabe - 16. September 2013)
EUR 24,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen