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4.0 von 5 Sternen interessantes Buch
Ich habe das Buch gekauft, weil ich mich über Kaiser Wilhelmll informieren wollt. Das Buch ist sehr informativ und lasst sich gut lesen. Es macht Spaß das Buch zu lesen. Das Buch ist eine verkürzte Version (150 Seiten), enthält trotzdem alle wichtigen Informationen. Einen Punkt Abzug gibt es, weil im Buch Wilhelm negativer beschrieben wird als in...
Vor 3 Tagen von Sabine czech veröffentlicht

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anklageschrift gegen Wilhelm II
Der Verlag stellt das Buch als eine "differenzierte wie faszinierende, ganz und gar aus den Quellen gearbeitete Miniaturbiographie" vor. Dem ist im Hinblick auf die Erschliessung der Archivalien zuzustimmen, jedoch vermisse ich die Neutralität bei der Auswahl der Quellen und infolgedessen verengen sich die Schlussfolgerungen der Analyse auf einen bestimmten...
Vor 5 Monaten von Heinz F. veröffentlicht


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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anklageschrift gegen Wilhelm II, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Wilhelm II. (Taschenbuch)
Der Verlag stellt das Buch als eine "differenzierte wie faszinierende, ganz und gar aus den Quellen gearbeitete Miniaturbiographie" vor. Dem ist im Hinblick auf die Erschliessung der Archivalien zuzustimmen, jedoch vermisse ich die Neutralität bei der Auswahl der Quellen und infolgedessen verengen sich die Schlussfolgerungen der Analyse auf einen bestimmten Blickwinkel. Dieser Mangel an Objektivität kommt gut im Kapitel "Der Kaiser in der Julikrise 1914" zum Vorschein (S.109ff).

Das Kapitel welches Wilhelms Kurs im letzen Monat vor dem Kriegsausbruch nachzeichnet, basiert ganz offensichtlich wesentlich auf dem Quellenwerk "Die deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch", Sammlung Kautsky. Aus den vielleicht hundert Dokumenten die Wilhelm persönlich kommentiert hat, sucht der Verfasser genau jene paar heraus, die ihm dann zu dem Schluss kommen lassen, "So trifft ihn doch die schwere Schuld. - vielleicht die schwerste überhaupt -, die Urkatastrophe Europas heraufbeschworen zu haben" (S. 120f).

Es gibt in der Sammlung Kautsky Kommentare bzw. Randbemerkungen Wilhelms, die in die Publikation der diplomatischen Urkunden aufgenommen wurden, die m.E. eine so verengte Sicht der Dinge nicht zulassen. Einige Beispiele aus der Ausgabe von 1919:

Botschafter in Petersburg an Reichskanzler, 13.07.14, Band 1, S. 79 - "Nicht nur in der Presse, sondern auch in der Gesellschaft begegnete man fast nur unfreundlichen Urteilen über den ermordeten Erzherzog unter Hinweis darauf, dass Russland in ihm einen erbitterten Feind verloren hat." Kommentar Wilhelm: "Er wollte ja immer den alten 3 Kaiserbund wiederherstellen! Er war der beste Freund Russlands!"

Botschafter in Petersburg an Reichskanzler, 24.07.14, Band 1, S. 207 - "Man muss es als eine Ironie des Schicksals empfinden, dass zu der gleichen Zeit, zu welcher im Lager von Krasnoje Selo die russischen Garden den Gast des Zaren (Poincare) mit den Klängen der "Marsaillaise" begrüssen, in den Vorstädten Petersburg die Kosaken auf die Arbeiter einhieben, welche dieselbe Marsaillaise sangen." Kommentar Wilhelm: "das kommt vom Bunde der Absoluten Monarchie und der Sozialistischen Sansculotten Republik!"

Botschafter in Petersburg an das Auswärtige Amt, 30.07.14. Band 2, S. 131 - "Sansonow war nicht davon abzubringen, dass Russland Serbien nicht im Stich lassen könne. Keine Regierung würde ohne ernste Gefahren für die Monarchie eine solche Politik hier führen können." Kommentar Wilhelm: "Blödsinn! Diese Sorte von Politik bringt die ernstesten Gefahren für den Zaren mit sich!"

Fazit: Die wenigen zitierten Kommentare von Wilhelm belegen doch, dass er ganz klar sah, dass die Politik des Zaren und der russischen Regierung zuallererst Russland selbst schädigt - wie es dann ja auch der Fall war. Außerdem erkannt er die Problematik der Entende, Serbien Schutz zu gewaehren, indem der Zar sich mit einer Republik verbündet - um sich "auf seitens von Banditen und Königsmördern stellen würde, selbst auf die Gefahr hin einen Europ. Krieg zu entfesseln. Einer solchen Mentalität ist ein Germane unfähig, die ist Slavisch oder Lateinisch." (Band 2, S. 9) Bei einer differenzierten Betrachtungsweise hätte der Autor auf diese polemischen, aber ja nachweislich weitsichtigen Kommentare eingehen müssen. Da er dies nicht unternimmt, also entlastendes bzw. differenzierendes weglässt, kommt mir die Publikation wie eine Art Anklage in Versailles vor - zu schwarz-weiß, kaum Grautöne.

Wegen der guten Lesbarkeit 2 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen interessantes Buch, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wilhelm II. (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gekauft, weil ich mich über Kaiser Wilhelmll informieren wollt. Das Buch ist sehr informativ und lasst sich gut lesen. Es macht Spaß das Buch zu lesen. Das Buch ist eine verkürzte Version (150 Seiten), enthält trotzdem alle wichtigen Informationen. Einen Punkt Abzug gibt es, weil im Buch Wilhelm negativer beschrieben wird als in anderen. Der Preis ist sehr gut und der Versand hat auch gut geklappt. Ich würde das Buch jedem empfehlen. Auch jemand der nicht so gerne liest, weil es wenige Seiten hat und leicht zu lesen ist.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ebenso kompakt wie kompetent!, 22. September 2013
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wilhelm II. (Taschenbuch)
Auf fast 150 Seiten hat John C.G. Röhl sein opulentes Werk über Wilhelm II. zusammengeschrieben, ohne seine ganz eigene Sicht aufzugeben oder Wesentliches zu Wilhelm II. zu vernachlässigen. Ebenso kompakt wie klar malt das Buch einen Kaiser vor Augen, der in vielerlei Hinsicht kompliziert war und gerne als Kriegstreiber eingeschätzt wird. Doch gerade Letzteres leugnet bzw. relativiert der Historiker Röhl konsequent und einleuchtend. Man sollte sich Geschichte nicht zu einfach machen.

In einem chronologischen Vorgehen werden sieben Abschnitte präsentiert, wobei zunächst die Persönlichkeit des Kaisers in Blick genommen wird. Hintergründe und Hinweise auf Herkunft und Gesundheit runden das Bild ab, ohne dass es letztlich zu einer ganz und gar abgerundeten Bewertung kommen kann. Vieles ist und bleibt ambivalent, anstößig und anders. Dies zeigt sich dann auch auf dem Weg zur Macht ...
Teil 4 widmet sich den Affären des "skandalumwitterten Souveräns" und zeichnet ein menschliches Bild, während nahezu eine "Bestie" gezeichnet wird in Kapitel 5, in dem es vorrangig um die zahlreichen außenpolitischen Krisen des "streitsüchtigen Kriegsherrn" geht. Teil 6 geht des Spuren des "größenwahnsinnigen Gottesstreiters" (1914 - 1918) mit seinen utopischen Kriegszielen nach, um das Buch dann mit den Einsichten des uneinsichtigen "rachsüchtigen Exulanten" (1918 - 1941) ausklingen zu lassen.

Das Buch zeigt, dass Wilhelm II. wesentlich, aber am allerwenigsten allein für den Beginn und Verlauf des I. Weltkriegs verantwortlich war und entlarvt, wie sehr die Militärs Aufmerksamkeit und Einfluss genossen.

Ein außergewöhnlich leicht zu lesendes und ausgesprochen ansprechendes Buch zu einer wesentlichen Passage Deutscher Geschichte.

Überaus empfehlenswert!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und prägnant, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wilhelm II. (Taschenbuch)
Diese verkürzte Fassung erspart die zeit- und finanzintensive dreibändige Biographie von Röhl. Alle wesentlichen Thesen und Aspekte sind enthalten.

Allerdings ist Röhls Darstellung des letzten Deutschen Kaisers nicht immer fair. Der Skandal um die homosexuellen Höfling um Wilhelm II wird allzu breit getreten und den negativen Seiten des ambivalenten Monarchen oftmals deutlich mehr Raum gegeben als angemessen.

Es mag vielleicht an der verkürzten Form liegen, aber Wilhelm II wird deutlich negativer geschildert, als er in einigen neueren Biographien erscheint. Wegen dieser nicht ganz fairen Betrachtung einen Punkt Abzug.
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzbiografie des Vaters fast aller Katastrophen, 21. September 2013
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wilhelm II. (Taschenbuch)
"Der Kaiser ist sein eigener Reichskanzler. Von ihm sind alle wichtigen
politischen Entscheidungen der letzten zwölf Jahre ausgegangen."
(Maximilian Harden in Die Zukunft, Nr. 40,. Jg. 1902, S. 340)

Wie Wilhelm II. ist auch Prof. Dr. emer. John Charles Gerald Röhl (Jahrgang 1938) der Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter. Aufgrund einer Reihe von Publikationen gilt er international als einer der besten Kenner des Zweiten Deutschen Kaiserreiches. Für sein dreiteiliges, über 4000 Seiten umfassendes "opus magnum" "Wilhelm II., Die Jugend des Kaisers 1859-1888" (2008), "Wilhelm II., Der Aufbau der Persönlichen Monarchie 1888-1900" und "Wilhelm II.: Der Weg in den Abgrund 1900 - 1941: Bd.3" (2009) wurde Röhl am 16. März 2013 im geschichtsträchtigen Selingenstadt der achte Einhard-Preis für biographische Literatur verliehen. Mit seinem, in der Reihe C.H.Beck Wissen erschienenen Band bietet Röhl nun eine biografische Miniatur seines Meisterwerks. Anders als bei anderen Bänden der Reihe, die vorwiegend 128 Seiten vorweisen können, wurden Röhl für seinen Extrakt vom Verlag 144 Seiten zugebilligt.

In seinem Vorwort erinnert der Autor zunächst an die Tabuisierung Wilhelms II. in der Weimarer Republik und dem "Dritten Reich" in der "vaterländischen Geschichtsschreibung" mit der die "Versailler Kriegsschuldlüge" zurückgewiesen werden sollte. (timediver® möchte dem noch hinzufügen, dass durch die vorrangige Aufarbeitung der Nazizeit, auch nach dem Zweiten Weltkrieg das Thema nicht nur eher vernachlässigt wurde, sondern Kaiser Wilhelm II. in einer teilweise romantischen Verklärung als "nicht so schlimm" eingeschätzt wurde. Der Begriff vom Ersten Weltkrieg als "The great seminal catastrophe of this century" (Urkatastrophe des 20. Jahrhundert) sollte dann auch erst im Jahre von George Frost Kennan (1904 – 2005) in seinem Buch "The Decline of Bismarck's European Order: Franco-Russian Relations, 1875-1890: Franco-Prussian Relations, 1875-1890" geprägt werden.) Das Wissen, welches sich auf den Grundlagen moderner Forschungsergebnisse zusammenfassen lasse, habe nach der Überzeugung Röhls das Bild des letzten deutschen Kaisers um mehrere Schattierungen verdunkelt.

"Wilhelm, der Letzte" ist der Titel eines zweiseitigen Überblicks, den der Autor seinem Vorwort folgen lässt. Hierbei stellt er fest, das sich das Leben Wilhelms (1859 – 1941) chronologisch beinahe genau mit dem Aufstieg und Zusammenbruch des ersten deutschen Nationalstaates (1861 – 1945) unter der mächtigen des Militärstaates Preußen deckt. Bis zum Kriegsentschluss, an dem er maßgeblich beteiligt war, besaß Wilhelm II. als "Herrscher vor Gottes Gnaden" in allen wichtigen Fragen der Personal-, Militär, Außen- und Rüstungspolitik das letzte Wort. Nachdem er den Reichsgründer und Lotsen Bismarck entlassen hatte, konnte der hochgradig ruhelose, emotionale und selbstverliebte Monarch seine "persönliche Monarchie" Schritt um Schritt ausbauen. Der von ihm geförderte Servilismus byzantinischer Prägung, sein zur Schau getragenes aggressives und martialisches Autokratentum und sein säbelrasselnder Militarismus wurden vielerorts im Volk als Affront und Rückfall ins 18. Jahrhundert.

Röhl hat seine Kurzfassung in sieben chronologische Abschnitte (Kapitel) untergliedert. Kapitel 1 ist dem "gepeinigten Preußenprinzen" gewidmet, der infolge der Komplikationen bei seiner Geburt lebenslang durch eine linksseitige Armplexus-Lähmung gezeichnet bleiben sollte, was seine Mutter als eine Tochter der britischen Königin Viktoria und spätere "Kaiserin Friedrich" mittels fragwürdiger medizinischer Peinigungen und rigorosen Erziehungsmethoden zu kompensieren versuchte. Während das ambivalente Verhältnis zur Mutter und der Konflikt Wilhelms mit seinen Eltern bis zu seiner Thronbesteigung im Dreikaiserjahr 1888 thematisiert werden, bietet Röhl kaum Anhaltspunkte zur Vaterrolle Friedrichs III. Die gnadenlose Berufung auf sein Gottesgnadentum, die Entlassung Bismarcks und die allmähliche Degradierung der nachfolgenden Reichskanzler zu Höflingen „seiner Majestät“ und das großkotzige und uferlose Auftreten Wilhelms II. als Weltpolitiker, der die friedenssichernde Politik Bismarcks aufgegeben hatte und zudem den Antagonismus zu einem über Jahrhunderte treuen Verbündeten (Großbritannien) entstehen lässt sind Gegenstände der beiden nachfolgenden Kapitel. Während sich das vierte Kapitel mit den Affären des des "skandalumwitterten Souveräns" und das fünfte mit den außenpolitischen Krisen des "streitsüchtigen Kriegsherrn" befassen, zeichnet und belegt Röhl in den letzten beiden Kapiteln das Bild des "größenwahnsinnigen Gottesstreiters" (1914 – 1918) mit seinen utopischen Kriegszielen und des "rachsüchtigen Exilanten" (1918 – 1941).

Röhl macht deutlich, dass Wilhelms ungezügelte Emotionalität, seine damit verbundene Selbstgefälligkeit, Radikalität und oftmalige Wechselhaftigkeit der Spiegel seines anachronistische Herrschaftsverständnis und manichäisch vereinfachtes Weltbild waren, welches in einem widerwärtigen antidemokratischen, rassistischen und antisemitischen Vokabular gipfelte, das bereits die Parolen des Hetzers Julius Streiches und die verbrecherischen Methoden des Holocaust vorwegnahm. Bei seinem Sturz blieb ihm das gewaltsame Ende anderer Autokraten erspart. Ganz im Gegenteil sorgte die von ihm verhasste Republik für sein standesgemäßes Auskommen im niederländischen Haus Doorn, wo der als Kriegsverbrecher von der Entente gesuchte Phantast, davon träumte, dass ihn die Nazis wieder auf den Thron hieven würden.

Der Begriff des "Persönlichen Regiments Wilhelms II." bestimmt zwar den Röhl zugeschriebene Paradigmenwechsel in der deutschen Geschichtswissenschaft, geht jedoch auf einen Brief des Reichskanzlers von Bernhard von Bülow (1849–1929), an Philipp Graf zu Eulenburg vom 23. Juli 1896 zurück. Das Eingangszitat verdeutlicht, dass diese wilhelminische Autokratie bereits im Kaiserreich bekannt war und auch öffentlich angeprangert wurde. Der Terminus verdeutlicht vielmehr, dass Röhls Gesamtwerk auch in seiner Komprimierung gerade keine anglozentrische "damnatio memoriae" darstellt. Die bis in die 1980er Jahre im angloamerikanischen Raum vorherrschende Ansicht, dass Wilhelm II. ein "schwachen Herrscher mit begrenztem politischem Einfluss" gewesen sei, wird auch heute noch bzw. wieder von dem australischen Historiker Christopher Munro Clark (Jahrgang 1960) vertreten. Sein "Wilhelm II.: Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers" (2009) und "Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog" (2013) sind ein Gegenentwurf zu Röhls weitaus umfassenderen Biografie. (Hierbei stellt der in England lebende Clark nicht nur das Postulat eines "preußisch-deutschen Sonderweges" in Abrede, sondern läuft auch Gefahr, als Apologet Wilhelms II. und eines, bereits vor ihm bestehenden, hegemonialen Militärstaates angesehen zu werden.)

Auch John C. G. Röhls komprimierte Biografie verdient 5 Amazonsterne.
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Wilhelm II.
Wilhelm II. von John C.G. Röhl (Taschenbuch - 26. August 2013)
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