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5.0 von 5 Sternen „Brandstatt“ ist ein Roman über die Selbstbefreiung einer jungen Frau aus einer schon seit ihrer Jugend anhaltenden Krise
Die Juroren des letzten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs haben dieses Erstlingswerk von Anousch Mueller als viel zu unausgereift beurteilt und ihm damit großes Unrecht getan.

Vielleicht ist „Brandstatt“ (noch) nicht der richtig große Roman, aber das waren auch viele andere Debütromane nicht. Doch Anousch Mueller schreibt authentisch...
Vor 10 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Mit dem Ahnen des Unergründlichen wuchsen wir alle auf, ..."
"...so wie schon unsere Vorfahren in Geheimniskrämerei, Andeutungen und Schweigen erzogen worden waren."

Bei >Brandstatt< handelt es sich um eine eigentümliche Geschichte eingebettet in eine dörfliche Szenerie im ehemaligen Osten Deutschlands.

Die Handlung beginnt im Jahr 1992, mit der Aussage, dass das junge Mädchen Lydia Noll...
Vor 14 Monaten von Regina Berger veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Brandstatt“ ist ein Roman über die Selbstbefreiung einer jungen Frau aus einer schon seit ihrer Jugend anhaltenden Krise, 20. Dezember 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Brandstatt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Juroren des letzten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs haben dieses Erstlingswerk von Anousch Mueller als viel zu unausgereift beurteilt und ihm damit großes Unrecht getan.

Vielleicht ist „Brandstatt“ (noch) nicht der richtig große Roman, aber das waren auch viele andere Debütromane nicht. Doch Anousch Mueller schreibt authentisch und vor allen Dingen höchst glaubwürdig. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest ein Teil ihrer eigenen Lebensgeschichte, die sie hier ihrer Ich-Erzählerin Annie Veit in den Mund legt.

Annie Veit ist Studentin in Berlin, als sie im Sommer 2009 einem Mann wieder begegnet, den sie seit 1993 nicht mehr gesehen hat, aber auf eine ihr selbst unerklärliche Art nach wie vor begehrt. Schon als sie 14 Jahre alt war und noch in dem kleinen thüringischen Dorf lebte, wo sie 1979 (wie die Autorin selbst) geboren und aufgewachsen war, hat sie sich in diesen Jan Pajak verliebt. Ihre schöne und exaltierte Mutter hatte wohl eine Beziehung zu diesem Mann, wie die pubertierende Annie ihr nachspionierend herausfindet. Und auch sie selbst beschreibt in Andeutungen eine eigene sexuelle Begegnung mit Jan Pajak, vor der dieser aber zurückschreckt.

Zu dieser Zeit im Juli 1993 verschwindet das Mädchen Lydia Noll und Jan Pajak gerät in Verdacht, sie missbraucht zu haben. Er verlässt bald seinen abgelegenen Hof, die „Brandstatt“, und auch Annie geht bald nach Berlin.

Es sind diese drei Zeitebenen, auf denen Anousch Mueller ihren Roman ansiedelt. Da sind die Erinnerungen Annie an ihre Kindheit in den achtziger Jahren, die Zeit nach 1989 und vor allem das Jahr 1993, als Lydia Noll verschwindet und Annies Leben als Studentin in Potsdam Anfang der Nuller-Jahre. Dort lebt sie mit dem überheblichen Intellektuellen Leo zusammen, mit dem sie vieles aushält und dem sie eine auch für sie selbst unerklärliche Leidenschaft entgegenbringt. Bis sie Jan Pajak wiedersieht und nicht ruht, bis sie ihm wieder begegnet, und mit ihm all das auslebt, was damals ihrer Mutter und auch ihr selbst nicht möglich war.

„Brandstatt“ ist ein Roman über die Selbstbefreiung einer jungen Frau aus einer schon seit ihrer Jugend anhaltenden Krise. Authentisch und mit wahrhaftiger Stimme geschrieben, hat mich der Roman trotz vielleicht einiger stilistischer Schwächen überzeugt. Er berührt durch die schmerzhaften Veränderung der Ich-Erzählerin zur reifen Persönlichkeit, und mit der Frage, was eigentlich mit Lydia Noll geschehen ist, ist eine bis zum Ende anhaltende Spannung aufgebaut.

Ich bin auf Anousch Muellers zweiten Roman gespannt, und hoffe sehr, dass sie ihn trotz der ungerechten Kritik und der mangelnden Beachtung ihres Erstlings auch schreibt.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Mit dem Ahnen des Unergründlichen wuchsen wir alle auf, ...", 20. August 2013
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brandstatt: Roman (Gebundene Ausgabe)
"...so wie schon unsere Vorfahren in Geheimniskrämerei, Andeutungen und Schweigen erzogen worden waren."

Bei >Brandstatt< handelt es sich um eine eigentümliche Geschichte eingebettet in eine dörfliche Szenerie im ehemaligen Osten Deutschlands.

Die Handlung beginnt im Jahr 1992, mit der Aussage, dass das junge Mädchen Lydia Noll vermisst wird. Weiter dreht sich die Erzählung um die junge Annie Veit in den Jahren 2009 bis 2011. Annie wird in der Thüringer Provinz groß, bei Eltern, die eingehüllt in einem Mantel aus Schweigen und einer Art duldsamer Selbstgenügsamkeit ihr Dasein fristen.
Auf dem Dachboden findet Annie Briefe aus früheren Jahren, als der Eigenbrötler des dörflichen Aussiedlerhofes eine Liebesaffäre mit ihrer Mutter hatte. Dieser Jan Pajak vom Brandstatt-Hof soll nicht nur der Liebhaber ihrer Mutter bleiben. Ihm soll auch in Annie`s Leben eine entscheidende Rolle zuteil werden. Doch bis es soweit kommt, lebt Annie mit dem narzisstischen Leo zusammen. Bei ihm, wie auch in ihrer Kindheit hat Annie zu viele Kränkungen erfahren, als dass Sie selbst damit fertig werden würde. In einer psychosomatischen Klinik versucht sie ihre Störungen zu kurieren. Sie ist einsam, weil ihr in ihrem Leben schon so Vieles verweigert wurde. Von ihren Eltern das Urvertrauen, von Leo die Liebe, und von Jan die Wahrheit. Alle Menschen, die Annie etwas bedeuten, haben ihr etwas versagt: jegliche Gewissheit, die ihr Sicherheit und Halt gegeben hätte. So versucht sie weiterhin in ihrem Leben klarzukommen und herauszufinden, was es mit der vermissten Lydia Noll auf sich hat.

>Brandstatt< beschwört an den Rändern vergilbte Bilder mit morbidem Inhalt herauf. Die Autorin selbst verwendet in Ihrem Roman mehrfacht das Wort "brandschatzen". Das passt zum Erzählstil: das "Niederbrennen zum Entzug der Lebensgrundlage"; insbesondere auf emotionaler Ebene.

>Brandstatt< erschien mir beim Lesen ohne klaren Handlungsfaden, fast ein wenig verworren. Mir fehlt es an der Kernaussage der Erzählung. Am Ende der Lektüre bin ich nicht weiter wie zu Anfang. Aus dem Grund fällt mir auch meine Buchrezension schwer.

Am Aussagekräftigsten scheint mir der Satz, den ich in der Überschrift zitiere. Hervorzuheben ist die plakative Darstellung des Umfeldes von Annie. Somit von mir eine Sternevergabe rein für den gelungenen Schauplatz vor ländlicher Kulisse, die Handlung hingegen bleibt eher hintergründig, unergründlich und ist für mich nicht in Sterne zu packen.
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Brandstatt: Roman
Brandstatt: Roman von Anousch Mueller (Gebundene Ausgabe - 12. Juli 2013)
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