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5.0 von 5 Sternen Totgesagte leben länger - vom Wiederaufleben der Religion in den Gesellschaftswissenschaften
Dass die Religion mit fortschreitender Aufklärung durch menschliche Vernunft entbehrlich werden könnte, war einer der größten Irrtümer dieser Intellektuellen-Hybris. Jeder der im vorliegenden Band versammelten Beiträge belegt dies eindrucksvoll.

Sowohl in Summe als auch je für sich ziehen die Beiträge eine...
Vor 9 Monaten von Majomie veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Breites Meinungsspektrum - nicht unbedingt für Hinz und Kunz
FORM
Das Buch ist eine Sammlung von erweiterten Vortragstexten verschiedener Autoren. Wie in jedem Sammelband sind die Beiträge von unterschiedlicher Qualität. Die Themen sind zudem sehr weit gestreut: Von der Religiosität in den USA oder Russland über prinzipielle Betrachtung darüber, was die (griechischen) Klassiker zu sagen hatten,...
Vor 10 Monaten von Kritischer Leser veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totgesagte leben länger - vom Wiederaufleben der Religion in den Gesellschaftswissenschaften, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart (Taschenbuch)
Dass die Religion mit fortschreitender Aufklärung durch menschliche Vernunft entbehrlich werden könnte, war einer der größten Irrtümer dieser Intellektuellen-Hybris. Jeder der im vorliegenden Band versammelten Beiträge belegt dies eindrucksvoll.

Sowohl in Summe als auch je für sich ziehen die Beiträge eine überzeugende Bilanz der gegenwärtig wieder verstärkt wahrgenommenen Rolle von Religion für das politische Gemeinwesen. Im Interesse einer möglichst umfassenden Analyse des Themas werden mit den Vereinigten Staaten (Gumbrecht), Russland (Freeze) und dem Islamischen Staat (Fradkin) kulturelle Kreise gesondert behandelt, in denen die religiöse Prägung - bzw. zu Zeiten des Kommunismus deren versuchte Überwindung - besonders hervorsticht. Eine gesonderte Beleuchtung Europas fehlt zwar, doch darf man dies sicherlich als in der Einleitung (Graf) ebenso wie im Epilog (Meier) erkenntnisleitend zugrunde gelegt betrachten. In gewisser Weise der europäischen Entwicklung zugewandt kann auch die von Habermas unterstrichene Rolle der Religion als Stabilisator eines vernunftgeleiteten Gemeinwesens verstanden werden. Die soziologische Perspektive steuert Joas bei. Die geschichtsphilosophische Seite beleuchten Bartlett (mit Fokus auf Aristoteles) und Schäfer (die jüdische Antike instruktiv erklärend). Agamben schließlich eröffnet in seinem Beitrag eine Zugangsmöglichkeit zum Thema aus der Dualität von Sein und Sollen als je eigene Ontologien.

Zusammenfassend bleibt zu konstatieren, dass es den Herausgebern in ausgezeichneter Weise gelungen ist, auf knappem Raum eine Gegenwartsdiagnose von beträchtlicher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung vorzulegen. Die weiterführende Frage drängt sich auf, ob das erkannte Wiederaufleben der Religion nicht nur Symptom einer sich noch in der Bildung befindlichen Globalgesellschaft ist, ob anders gefragt es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Säkularisierung erneut auf größerer Basis ihre Vorherrschaft (zumindest im intellektuellen Diskurs) zurückgewinnt. Nach der Lektüre des vorliegenden Buches darf man das durchaus bezweifeln.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was kommt nach der Moderne? -- Postmoderne = Postsäkularismus?, 16. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart (Taschenbuch)
Und was bedeutet die Wiederkunft der Theonomie auch in unseren formal gehüteten politischen Verhältnissen? Diese "Diagnose der Gegenwart" eröffnet den Blick in die Zukunft. Das, "was fehlt" in der Moderne und ihrer letztlich defätistischen kantischen "Vernunftmoral" ist der Blick zurück zu den großen politischen Debatten der Antike.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Breites Meinungsspektrum - nicht unbedingt für Hinz und Kunz, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart (Taschenbuch)
FORM
Das Buch ist eine Sammlung von erweiterten Vortragstexten verschiedener Autoren. Wie in jedem Sammelband sind die Beiträge von unterschiedlicher Qualität. Die Themen sind zudem sehr weit gestreut: Von der Religiosität in den USA oder Russland über prinzipielle Betrachtung darüber, was die (griechischen) Klassiker zu sagen hatten, über Islam und Christentum bis zur „Archäologie des Befehls“. Liest man die schriftstellerische Vita der Autoren im Anhang, dann könnte ein Nicht-Soziologe oder Nicht-Theologe fast abgeschreckt werden. Erschreckt wird man teilweise bei einigen Beiträgen von Sätzen, die sich über acht bis zehn Zeilen erstrecken. Man muss sie zweimal lesen um zu verstehen, was gemeint ist. Man könnte es auch verständlicher ausdrücken. Wenn die Beiträge, wie im Klappentext erwähnt, aus Vorträgen hervorgegangen sind, dann ist den Zuhörern bei solchen Wurmsätzen sicherlich manches entgangen.

INHALT
Wenn man den Artikel des Mitherausgebers, des Theologen und Ethikers F. W. Graf gelesen hat, dann könnte man sich den einen oder anderen Artikel sparen. Er fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und das in einer verständlichen Sprache. Graf stellt fest, dass trotz Säkularisierung Politik und Religion sich auch heute noch durchdringen. Er wendet sich aber gegen eine religiös untermauerte sogenannte Leitkultur und meint, dass Bürger sich von Religionsanhängern distanzieren dürfen, wenn die nicht belehrbar scheinen. Es scheint nicht möglich zu sein (S. 43) „die ganz Frommen mit Gründen der Vernunft zu überzeugen.“ Auch J. Habermas hält Leitkultur für eine (S. 291) „bornierte Vorstellung“. Habermas stellt fest, dass Säkularisierung der Staatsgewalt nicht gleichbedeutend ist mit Säkularisierung der Bürgergesellschaft. Die USA sei dafür ein Beispiel.

B. Agamben kommt in seinen Ausführungen zum Schluss (S. 252): „Insgeheim werden unsere Gesellschaften … von Religiion, Magie und Recht … regiert.“ Jedoch meint H. Joes, dass sich Gläubige von der (falschen) Vorstellung verabschieden müssten, der Mensch sei auf Religion hin angelegt und ohne sie, würde nur der moralische Verfall eintreten. G. L. Freeze beschreibt, untermauert mit vielen statistischen Daten, wie sich die Religion in Russland während und nach dem kommunistischen System entwickelt hat. Die Gläubigen seien zu scharfen Kritikern der Kirche geworden, auch wegen der Staatsnähe der Kirchenvertreter und der Korruption. Das heutige Russland sei ein Beispiel für (S. 110) „Glauben ohne Kirchenbindung“. Und H. Fradkin lässt in seinem Beitrag erkennen, dass der Islam keineswegs als homogene Einheit betrachtet werden kann und die Idee vom Gottesstaat sich wahrscheinlich nicht realisieren lässt – allein wegen der vermutliche erheblichen ökonomischen Nachteile, die damit verbunden wären. Auch das Nachwort (Epilog) des zweiten Mitherausgebers, des Philosophen H. Meier, ist noch aufschlussreich. Er hebt warnend den Finger und meint, dass der politisch-religiöse Radikalismus keinesweg nur eine Erscheinung des Islam sei. Dies hieße die damit verbundenen Herausforderungen zu verkennen.

MEINUNG
Insgesamt ein Sammelband mit einen breiten Themenspektrum zu „Politik und Religion“, an manchen Stellen mit etwas geschwollener Ausdrucksweise zweier Autoren. Dennoch ist der eine oder andere Beitrag – je nach Interessenlage - durchaus lesenswert. Man muss sich für das Thema aber wirklich interessieren. Daher ein Sammelband nicht unbedingt für Hinz und Kunz.
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1 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politik, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart (Taschenbuch)
Jeder in Eurem Laden kann sehen, dass ich alle Bücher von Graf mir kaufe, weil der so super schreibt. Also, was soll die Fragerei?
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Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart
Politik und Religion: Zur Diagnose der Gegenwart von Friedrich Wilhelm Graf (Taschenbuch - 16. September 2013)
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