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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur grandios!!, 6. April 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution (Gebundene Ausgabe)
Stökls "Russische Geschichte" ist zwar nach wie vor ein Standardwerk, aber inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen. Hildermeier setzt wirklich neue Maßstäbe: Endlich eine Geschichte Russlands, die auf dem Stand der heutigen Forschung ist und gleichzeitig wirklich in die Tiefe geht! Da das Buch doppelt so umfangreich ist, geht Hildermeier in vielen Bereichen auch dort ins Detail, wo Riasanovsky und Steinberg in "A History of Russia" Zusammenhänge nur kurz skizzieren können. Neben der politischen Geschichte werden zu jeder Epoche auch Wirtschaft, Gesellschaft sowie materielle und geistige Kultur behandelt. Ebenfalls praktisch sind die kurzen Zusammenfassungen am Ende jedes Großkapitels, da vielleicht nicht alle gleich über jede einzelne Epoche mehrere hundert Seiten lesen wollen. Kurz gesagt: Ein ganz großer Wurf und ein unschätzbares Geschenk für jeden, der sich wirklich ernsthaft mit russischer Geschichte befassen möchte!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassende und sehr gründliche Darstellung bis zur Oktoberrevolution, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution (Gebundene Ausgabe)
Knapp 1350 Seiten umfasst diese große Gesamtdarstellung der Geschichte Russlands, der damit einhergehenden sozialen Entwicklung und der kulturellen und gesellschaftlichen Grundlagen, die das russische Reich entscheidend geprägt haben (und bis heute nachwirken).

Natürlich geht es nicht um eine simple Erfassung der eher folkloristisch so genannten „russischen Seele“ im Werk, durchaus aber wird im Lauf der wechselhaften und vielfältigen Geschichte Russlands von Hildermeier deutlich herausgearbeitet, welche maßgeblichen Faktoren die „russische Mentalität“ geprägt haben und wie auch andererseits diese „Mentalität“ (im differenzierten Sinne des Wortes zu verstehen) wiederum geschichtliche Wendepunkte und Ereignisse in je konkrete Richtungen und Befindlichkeiten mit geführt haben.

Soweit verbindet Manfred Hiltermeier die gesamte Geschichte im Zeitraum des Mittelalters bis zur Oktoberrevolution, dass er abschließend fundiert eine „Neuberwertung der Rückständigkeit“ überzeugend darzulegen versteht, in der Hildermeier die „klassischen Thesen“ kritisch hinterfragt, durchaus den Kern beibehält, dass Russland sich selbst als über lange Perioden als „rückständig“ verstanden hat, spätestens seit Peter dem Großen auch offen formuliert. Deutlich benennt Hildermeier die in der Zarenzeit sich voll entfaltende und bis heute nicht überwundene absolute Zentralisierung als maßgeblichen Faktor. Ein Faktor, der autonome Entwicklungen und freie Entwicklungsanstöße aktiv unterdrückte.

„Europa hat Russland nie sonderlich wohlwollend behandelt“. Eine (west-) europäische Haltung, die zudem wichtige Pflöcke in die geschichtliche und soziale Entwicklung Russlands gesetzt hat. Ein „Aussondern und (teils) Alleine-lassen“ mit Folgen, auch wenn diese nicht bis zur sollständigen Ausgrenzung oder Abspaltung Russlands nach Asien hin führten.

Den zentralen Achsen folgend, legt Hildermeier fundiert und sehr detailliert die Geschichte Russlands vor. Zentralistische Herrschaft und ihre Entwicklung und Folgen, soziale Verfassung und gesellschaftliche Entfaltung, Wirtschaft, Industrie, Handel, Öffnung zu Europa hin, Konflikte und Kriege, Schritt für Schritt erwartet den Leser eine umfassende Darstellung mitsamt einem fast ausuferndem Literaturverzeichnis. Wobei die einzelnen Achsen immer wieder in ihrer Wechselwirkung mit dem Rest Europas gespiegelt und aufgezeigt werden. Deutlich wird, wie entscheidend die jeweiligen Beziehungen zu und mit Europa für die russische Entwicklung waren (und letztlich immer noch sind). Woraus auch für die Gegenwart Folgerungen ableitbar sind, wie auch viele der aktuellen inneren Entwicklungen Russlands und des Verhältnissen zu Europa und zur EU tief reichende historische Wurzeln besitzen.

Diese klare Struktur und die sehr intensive, teils auch kleinteilige Bearbeitung der wesentlichen „Entwicklungsachsen“ ist eine der großen Stärken dieses monumentalen Werkes, denn in dieser Form werden alle wichtigen Zusammenhänge verdeutlicht, die Wechselwirkungen benannt und die Entfaltung zwischen „Hinwendung“ und „fast Ausgrenzung“ zu Europa, aber auch innerhalb des geographisch riesigen Raumes des russischen Reiches selbst in den Mittelpunkt der Darstellung gerückt.

Wie schon die Bearbeitung der „Geschichte der Sowjetunion von 1917 – 1991“ ist es Manfred Hiltermeier ohne Zweifel auch mit diesem „vor gelagerten“ Werk gelungen, ein hervorragendes und baldiges Standardwerk der Geschichtswissenschaft vorzulegen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifellos ein neues Standardwerk, 28. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution (Gebundene Ausgabe)
Das 1346 Seiten zuzüglich Anhang starke Buch Hildermeiers ist zweifellos ein Standardwerk, das für Jahrzehnte den Maßstab für eine zusammenfassende Darstellung der russischen Geschichte bilden wird.

Die Darstellung ist gegliedert nach großen historischen Perioden, nämlich 1. Kiewer Rus; 2. Mongolenzeit; 3. Moskauer Reich; 4. Epoche Peters d. Gr. und Katharinas d. Gr.; 5. Zeit bis 1855; 6. Zeit von 1855 bis 1917.

Die Binnengliederung dieser Großabschnitte ist nicht genau identisch, folgt aber immer in etwa demselben Grundmuster, nämlich: a) ein oder mehrere Abschnitte zur politischen Geschichte, eventuell noch einmal untergliedert in Innen- und Außenpolitik und/oder in zeitlich untergliederte Unterabschnitte, z.B. die Herrschaftszeiten einzelner Monarchen; b) ein bis zwei Abschnitte zu Wirtschaft und Gesellschaft; c) ein bis zwei Abschnitte zu materieller Kultur (einschließlich Lebensverhältnisse der einfachen Leute) und geistiger Kultur (einschließlich Religion und Künste); d) ein zusammenfassender Schlussabschnitt, in dem der Autor die behandelte Großepoche noch einmal "Revue passieren" lässt.

Ganz am Ende folgt sodann eine Art Resümee und Kurzzusammenfassung des Gesamtwerks.

Diese Gliederungsstruktur finde ich ausgesprochen gelungen. Ihre Klarheit bietet dem Leser jederzeit Halt und Übersicht; auch erlaubt sie (was bei einem so dicken Werk wichtig ist), Lesepausen an der richtigen Stelle zu setzen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, ganz überwiegend frei von sprachlichen Marotten und einem bei deutschen Wissenschaftsautoren oft anzutreffenden Ton verschwurbelter Gelehrsamkeit, selbstverständlich aber auch frei von Plattitüden. Das Buch ist daher fast ebenso erfreulich und spannend zu lesen wie entsprechende "opera magna" großer Historiker aus dem englischen Sprachraum.

Eine gewisse Grundbildung sowohl an Allgemeinbildung, als auch an historischer Bildung sind für die Lektüre des Buches gewiss hilfreich bis notwendig. Dennoch ist das Buch unbedingt auch für den Nicht-Fachhistoriker zu empfehlen, der sich einmal richtig umfassend über Russland informieren möchte und dabei noch Lesevergnügen zu schätzen weiß.

In der Sachdarstellung ist der Autor ausgesprochen kenntnisreich. Es wird deutlich, dass er zur Vorbereitung dieses Werks umfangreiche eigene Detailstudien bestrieben hat, auf der anderen Seite legt er auch hinreichend offen, dass er für verschiedene Unter-Epochen oder sachliche Unter-Thematiken sich auf die Auswertung der bisher vorliegenden Spezialwerke beschränken musste (was, wie ich finde, bei einem solchen Monumentalwerk nicht anders sein kann). An einer Stelle führt er sogar zu einem Sonderproblem aus, dass einige Autoren zu einem Befund kommen, andere zu einem anderen Befund, und dass er diesen Streit nicht endgültig entscheiden kann, da hierzu tiefgründige eigene Spezialforschungen erforderlich wären, die für die Zwecke dieses Buches zu weit gingen. Das finde ich eine erfreuliche Offenheit.

Die Darstellung konzentriert sich, was der Autor auch methodisch offenlegt und begründet, auf die "Sicht aus dem Zentrum" und auf den europäischen Reichsteil. Regionalgeschichte und die Geschichte der kolonisierten Völkerschaften z.B. im fernen Osten wird bestenfalls angetippt. Das muss man wissen, es ist aber gut begründbar und daher kein Mangel.

In den Wertungen und Interpretationen (einschließlich der politischen und moralischen Bewertungen) ist Hildermeier sehr sachlich, differenziert und insgesamt zurückhaltend. Er ist erkennbar nicht von dem Ehrgeiz getrieben, das bestehende Bild der russischen Geschichte umzustürzen und als jemand in die Wissenschaftsgeschichte einzugehen, der alles ganz neu gesehen hat. Gerade dadurch wirkt der Autor meist sehr überzeugend.

Auch wenn ich dem Buch guten Gewissens 5 Sterne gegeben habe, hätte man manches noch einen Tick besser machen können. Ich will mich nicht bei kleineren und kleinsten Fehlerchen und Unebenheiten im Detail aufhalten, sondern zwei, drei "Großaspekte" benennen:

1. Es überzeugt nicht, die Epoche Peters und Katharinas, die zeitlich sehr lang war und außerdem auch voller "revolutionärer" inhaltlicher Ereignisse, in einem einzigen Großabschnitt zu behandeln und dann (wie oben dargestellt) erst die gesamte politische Geschichte und danach, 200 Seiten später, die Kultur und Religion zu behandeln. So wird schon in den Seiten um 400 die große Kirchenreform Peters (Abschaffung des Patriarchats, Einrichtung des Heiligen Synod) angetippt und ab dann immer vorausgesetzt, dass der Leser weiß, worum es geht, aber dann wird erst ab Seite 673 erklärt, was da wirklich passiert ist (im wie üblich nach hinten gestellten Religion-und-Kultur-Teil).

2. Darüber hinaus bleibt gerade die Darstellung der doch sehr faszinierenden Person Peters des Großen etwas blaß und dünn. Iwan der Schreckliche und Katharina die Große werden umfassender und viel farbiger gezeichnet.

3. Die Darstellung der Künste ist nicht ausgewogen. In manchen Epochen ist sie breit und fast umfassend, in anderen wird sie nur angetippt. Manchmal wird viel zur Architektur geschrieben, manchmal fast gar nichts zur Architektur und dafür mehr zur Dichtung. Absolut unverständlich ist, dass der wohl "größte" russische Dichter Puschkin (dessen Werk ja auch eine politische Dimension hat) praktisch gar nicht behandelt wird.

4. Aus meiner Sicht der schwerste Mangel: Es gibt kein einziges Bild (!). Der Autor schreibt zwar oft sehr eindringlich über optische Eindrücke (z.B. den des Kreml-Gebäudes oder den der typischen russischen Kleidung, oder das Aufkommen erster Ölgemälde, die westliche Einflüsse in Stil und Perspektive erkennen lassen), aber der Leser kann nichts davon nachvollziehen. 20 oder 30 gut ausgewählte Farbbilder von wichtigen Gebäuden, Kunstwerken, Personen, Trachten, Alltagsgegenständen usw. hätten das Buch nochmal um eine Klasse besser gemacht. Auf derselben Linie liegt, dass es zwar (schwarz-weiße) Karten gibt, die auch sorgfältig gearbeitet sind. Aber etwas mehr Karten und etwas mehr Farbe in den Karten hätten sehr gut getan.

5. Der Untertitel behauptet "bis zur Oktoberrevolution". Tatsächlich geht das Buch aber nur bis zur Februarrevolution. Das Jahr 1917 bis zum Oktober wird nur in wenigen Sätzen angetippt. Das ist der Sache nach sicher gut zu begründen, aber der Untertitel führt den Käufer in die Irre.

Das tut dem ausgezeichneten Gesamteindruck aber alles keinen Abbruch.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Europäische Dimensionen der russischen Geschichte, 30. Juni 2013
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution (Gebundene Ausgabe)
Der im März 2013 erschienene Band gehört als mittlerweile zehnter zur "Historischen Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung". In der 2006 vom Münchner Verlag C. H. Beck begonnenen Themenreihe werden bedeutende Monographien aus den von der Stiftung geförderten Feldern publiziert. Die gemeinsam vom Verlag und der Stiftung entwickelte Reihe, ermöglicht ausgewiesenen Wissenschaftlern ihre herausragenden geisteswissenschaftlichen Forschungsleistungen aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen. Von den bisherigen Veröffentlichungen seien die Grundlagenwerke des Prähistorikers Dr. Hermann Parzinger über "Die frühen Völker Eurasiens: Vom Neolithikum bis zum Mittelalter" und Prof. Dr. Osterhammels "Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts" besonders erwähnt.

Im Zuge eines guten Dutzend von Reisen in die Russische Föderation und die Ukraine sowie - mit Ausnahme von Tadschikistan - in alle ehemaligen Unionsrepubliken der Sowjetunion einschließlich der De-Facto-Staaten Transnistrien, Abchasien und der Republik Bergkarabach, ist timediver® an vielen Orten unmittelbar von der Geschichte Russlands berührt worden. Zur Vor- und Nachbereitung bestimmter Themen standen in deutscher Sprache bisher nur die erstmals bereits 1962 erschienene "Russische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" von Günther Stökl oder mehr oder weniger populärwissenschaftliche Publikationen. zur Verfügung. Kurze und knappe Kompendien wie die "Geschichte Russlands" von Dr. Bert Hoppe oder prächtig ausgestattete Bände à la "Das Reich der Zaren: Aufstieg, Glanz und Untergang" oder "Im Rußland der Zarenzeit 1696 - 1917. Lebendige Geschichte" erfüllten inhaltlich und auch in ihrem Preissegment durchaus ihren Zweck. Weder die eine noch die andere Form ist jedoch geeignet, eine komplexe und über tausendjährige Geschichte erschöpfend darstellen zu können. Bestenfalls können hierbei nur das Wichtigste oder einzelne historische Aspekte umrissen werden. Um darüber hinaus etwas etwas Konkreteres oder gar Spezielles erfahren zu können, musste die jeweils zitierte, weiterführende Literatur herangezogen werden.

Obgleich Prof. Dr. Manfred Hildermeier zu seiner "Geschichte Russlands. vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution" abschließend noch mit 42 kleingeschriebenen Seiten zitierter Literatur aufwartet, bietet sein Buch zusammen mit seiner im Jahre 1998 erschienenen "Geschichte der Sowjetunion 1917 - 1991: Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates" beinahe eine historische "Rundumversorgung" zum größten Land der Erde. Aber nur beinahe, denn neben dem Band zur Sowjetunion lässt auch die 1504seitigen "Geschichte Russlands" erkennen, wo der Professor für Osteuropäische Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen seine Forschungsschwerpunkte gesetzt hat. Während den ersten 700 Jahren von der Staatsbildung bis zum Untergang des "Ersten Russischen Reiches" (Kiew)und der Mongolenherrschaft bis zum Tode Iwan IV. Wassiljewitsch gerade einmal 273 Seiten gewidmet sind, stehen für den Zeitraum des 17. bis 20. Jahrhunderts über 1000 Seiten zur Verfügung. Hierbei beschränken sich die geistigen, geographischen, wirtschaftlichen und kriegerischen Dimensionen fast ausschließlich auf Europa, zu dem das unter dem "Mongolenschock" um Jahrhunderte zurückgeworfene Russland den lange verlorenen kulturellen Anschluss suchte. Während der "Eroberer Sibirens", Ermak Timofeevič (um 1525 - 1585), als nur kurz erwähnt wird, muss Hildermeier an verschieden Stellen mit dezidierten Folter- und Hinrichtungsszenen aufwarten,um eine Verrohung und einen Sadismus zu dokumentieren, der damals jedoch nicht nur alleine in Russland anzutreffen war. Demgegenüber werden Leser, die etwas über Russlands "Great Game" mit Großbritannien im Zentralasien des 19. Jahrhunderts oder zum verlorenen Krieg gegen die Japaner (1905) erfahren möchten, in diesem Band nicht fündig werden. Der Text wird durch 37 Tabellen und Diagramme zu sozialen, wirtschaftlichen und demoskopischen Themen sowie mit 11 historischen Karten, vornehmlich des europäischen Russlands und seiner Nachbarn, aufgelockert. Neben der bereits genannten zitierten Literaturbilden die Stammbäume der Rjurikiden- und Romanov-Dynastie, ein Abkürzungsverzeichnis, 63 Seiten Anmerkungen, ein Personen- sowie ein Sach- und Begriffsregister die abschließenden Materialien eines Bandes, der im Hinblick seiner Ausrichtung nach Europa sicherlich ein neues wissenschaftliches Standardwerk darstellt.

Lediglich aus dieser Perspektive kann es auch mit 5 Amazonsternen bewertet werden.
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Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution
Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution von Manfred Hildermeier (Gebundene Ausgabe - 30. August 2013)
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