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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wichtiger Schritt zur Vergangenheitsbewältigung, 20. Oktober 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus: Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945 (Gebundene Ausgabe)
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Ein sehr mutiger Schritt ist es allemal, die Firmengeschichte der Dr.-Oetker Gruppe mit all ihren Verbindungen zum nationalsozialistischem Regime 1933 - 1945 wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen und zu veröffentlichen! Der Urenkel von Dr. Oetker und heutiger Unternehmensbeirat August Oetker (69) wollte einige Jahre nach dem Tod von Dr. Oetker mit offenem Visier antreten und schonungslose Transparenz demonstrieren.

Der Familienclan besitzt mit der "Hamburg Süd" die zweitgrößte deutsche Reederei, mit der Radeberger Gruppe den größten Brauereikonzern (unter anderem Schöfferhoffer, Jever, Clausthaler, Berliner Kindl, Schultheiss, Henkell-Sekt, Selters-Wasser und Bionade), die Oetkers haben ihre eigene Bank (Lampe), eine chemische Fabrik, eine Spedition, einen Verlag und Luxushotels wie das Brenners Park in Baden-Baden. Nicht alle Familienmitglieder waren mit dieser Veröffentlichung einverstanden, denn die Nähe zum Regime und die vielen Vorteile, die die Dr.-Oetker Gruppe während der Nazizeit wahrnehmen konnte, sprechen für sich! Die Autoren belegen dann auch die "sehr günstige" Übernahme eines Patrizierhauses in Hamburg, nebst Nebengrundstück, da deren Bewohner es vorgezogen hatten, für einige Jahre außer Landes zu gehen. Vor allem die Brauereisparte hätte ohne die Unterstützung des Regierung nicht aufgebaut werden können. Bei den Zwangsarbeitern im Konzern sah es etwas differenzierter aus. Man konnte keine außergewöhnliche Ausbeutung dieser Arbeitskräfte feststellen und die Firmengruppe leistete auch bis zum Jahre 2000 Kompensationszahlungen. Ja, Dr. Oetker war freiwilliges Mitglied der Waffen-SS und mit dem inneren Führungskreis der Nazi-Regierung befreundet. Auch nach dem Krieg machte er kein Hehl um sein braunes Gedankengut.

Die Autoren konnten die Firmenarchive, die teilweise Jahrzehnte unberührt waren, völlig frei sichten und sich eine objektive Meinung über die Verflechtungen der Firma mit dem Regime bilden. Dr. Oetker war wichtiger Zulieferer während des Krieges, es gab Zugeständnisse und Erleichterungen, von brutaler Vorteilsnahme und Ausbeutung kann jedoch keine Rede sein, meinen die Autoren nach der Analyse von zehntausenden von Dokumenten.

Ein bemerkenswerter Schritt der Oetker-Gruppe, der meinem Dafürhalten auch anderen Familienclans in Deutschland gut zu Gesichte stehen würde...!

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufarbeitung ist gut, Verantwortung übernehmen und Konsequenzen ziehen ist besser., 20. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus: Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945 (Gebundene Ausgabe)
Hut ab vor Dr. August Oetker – dem Urenkel des Firmengründers, der sich getraut hat eine Studie über seinen Familienclan während der Zeit des dritten Reiches, in Auftrag zu geben. Nur, was wäre das ganze Wert gewesen, wenn Herr Dr. Oetker nicht den Mut gehabt hätte in die Öffentlichkeit zu gehen und aus den Informationen der Studie ein Buch werden zu lassen?
Soweit so gut!

Worum es geht, wurde auf dieser Seite und in den meisten Medien ausgiebig besprochen und kommentiert: Entarisierung der Juden zum Vorteil der Wirtschaft!
Wer es hier nicht gelesen hat, dem ist sicher nicht entgangen, dass viele Radio und TV-Kanäle einen Beitrag zu diesem Thema geleistet haben. Da ist es wieder, das alte Leid der deutschen und ihrer Vergangenheit, das nicht ruhen will und auch nicht ruhen darf, damit sich selbiges niemals wiederholt.

Ab 1938 wurde ein Betriebs- und Grundstücksvermögen im Wert von 4 Milliarden Reichsmark an nicht-jüdische Unternehmer überführt.Die Familien Sachs, Neckermann, Dr. Oetker – und viele andere mehr - haben alle auf ihre Weise davon profitiert. Manche kauften die zurückgelassenen Immobilienwerte billig auf, andere profitieriten vom Diebesgut indem sie Zwangsarbeiter beschäftigten und Ausnahmeregeln für sich beanspruchten. Der größte Raubzug der Geschichte hatte viele Facetten. Einige davon kamen auch der Familie Dr. Oetker zugute.

Dieses Buch wurde im Einklang von 3 verschiedenen Autoren gemeinsam geschrieben. Es liest sich wie eine spannende Reportage. Den Autoren ist es gelungen ehrlich und unverblümt zu beschreiben, was ihr Auftraggeber von ihnen wissen wollte. Damit wurde dem Leser etwas gewährleistet, was heute nicht immer selbstverständlich ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert!, 26. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus: Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945 (Gebundene Ausgabe)
Absolut lesenswertes Buch für Leute, die sich für Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte und die Zeit des Nationalsozialismus interessieren. Über die Unternehmensgeschichte hinaus bietet das Buch einen guten Einblick in die Funktionsweise der Wirtschaft während der NS-Zeit.
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Dr. Oetker und der Nationalsozialismus: Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945
Dr. Oetker und der Nationalsozialismus: Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945 von Andreas Wirsching (Gebundene Ausgabe - 4. November 2013)
EUR 29,95
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