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98 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kirchengeschichte als Krimi
Seit letzter Woche auf dem Markt ist das neue Buch von Hubert Wolf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio. Der Untertitel lautet: Eine wahre Geschichte. Angesichts der im Buch beschriebenen Abläufe würde ich es für eine schlecht erfundene und alle Klischees bedienende Sex-and-Crime-Story halten. Aber der Autor ist nicht Dan Brown, sondern der - aus meiner Sicht -...
Vor 18 Monaten von W. Franz veröffentlicht

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwieriges Buch
Bei der vielen, fachlich einwandfreien Arbeit die sich Herr Wolf gemacht hat, tun mir drei Sterne eigentlich weh.
Für seine Arbeit in den Bibliotheken hat er sicherlich 5, wenn nicht mehr Sterne verdient.
Aber hier geht es ja darum, anderen Lesern die Entscheidung zu erleichtern.

Auch ich hatte mich auf eine spannende Geschichte aus dem Kloster...
Vor 14 Monaten von Susanne veröffentlicht


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98 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kirchengeschichte als Krimi, 27. Februar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Seit letzter Woche auf dem Markt ist das neue Buch von Hubert Wolf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio. Der Untertitel lautet: Eine wahre Geschichte. Angesichts der im Buch beschriebenen Abläufe würde ich es für eine schlecht erfundene und alle Klischees bedienende Sex-and-Crime-Story halten. Aber der Autor ist nicht Dan Brown, sondern der - aus meiner Sicht - profilierteste und aktivste Kirchenhistoriker, den es im deutschsprachigen katholischen Bereich gibt. Leider beschreibt er keine schlechte Fiktion, sondern die historisch belegte Geschichte von Menschen, die auch bereit waren, über Leichen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen.

Hubert Wolf schreibt interessant, gut lesbar und strukturiert. Mit spitzer Feder, aber ohne Polemik oder Schaum vor dem Mund stellt er die komplexen kirchengeschichtlichen und theologischen Strömungen des 19. Jahrhunderts dar. Auf 70 Seiten werden in den Anmerkungen Quellen und weiterführende Literatur benannt, das Quellen- und Literaturverzeichnis umfasst weitere 19 Seiten, der eigentliche Textteil fast 450 Seiten. Viel zu lesen für wenig Geld.

Es geht nicht um eine Schwarz-Weiß-Sicht mit Guten und Bösen. Auch nicht um Benediktiner gegen Jesuiten, oder verführerische Nonne gegen an Himmelsbriefe glaubenden Neuscholastiker. Mir hat das Buch bis zur letzten Seite gefallen, weil es Wolf gelingt, die widersprüchlichen Interessen und Handlungsmotive der einzelnen Akteure lebendig zu schildern und sie durch kurze Beschreibungen der historischen Situation und der theologisch-kirchenpolitischen Großwetterlage anschaulich werden zu lassen.

Was nach der Lektüre bleibt, ist nicht die Heiligsprechung oder Verurteilung der Beteiligten, sondern die Erkenntnis, dass es immer eine Vielzahl von Handlungsmotiven, persönlichen Stärken und abgrundtiefen Schwächen gibt. Eine oft unkritische Verherrlichung von Päpsten (z.B. von Pius IX.) oder der 'guten alten Zeit' - wird weder der Geschichte noch der Gegenwart gerecht. Erst eine vertiefte und differenzierende Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Interessenslagen macht klar, dass es nie so war, wie es 'schon immer' war, und dass Geschichte auch wenn es um Kirchengeschichte geht, die Geschichte von Siegern ist.

Treue und Liebe sind nicht Synonyme für blinden Kadavergehorsam. Liebe versucht auch die unangenehmen und weniger schönen Seiten des/der Geliebten anzunehmen und sich immer mehr über die schönen und wertvollen Aspekte zu freuen. Das macht Kirchengeschichte so interessant :-)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hanebüchene Phantastereien als wahre Geschichte, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Johannes Paul II öffnete 1998 das Archiv der Kongregation für die Glaubenslehre und machte damit die Akten der Heiligen Römischen Inquisition erstmals für die Forschung zugänglich. 1999 fand Hubert Wolf, inzwischen seit über 20 Jahren Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster, dort, im bisher geheimsten aller Kirchenarchive, die Akten zum „Fall Sant'Ambrogio“. Aus diesen Prozessunterlagen schuf Wolf nach intensiver, akribischer Bearbeitung das vorliegende Werk.

Darin geht es um den Prozess gegen den Konvent der Nonnen vom regulierten Dritten Orden des heiligen Franziskus in Sant'Ambrogio della Massima in direkter Nähe des Vatikan. Die Gründerin des Konvents, Agnese Firrao, wurde von ihren Schwestern und manchen Klerikern wie eine Heilige vergöttert. Die ihr nachfolgende, sehr junge Novizenmeisterin Maria Luisa, wurde in diesem Kloster ebenfalls wie eine Heilige verehrt. Maria Luisa versuchte, die deutsche Fürstin Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen als Novizin im Kloster in ihre vielfältigen Machenschaften einzubinden. Als dies misslang und die Fürstin die im Kloster herrschenden Praktiken wie 'angemaßte Heiligkeit', lesbische Initiationsriten, Missbrauch des Beichtgeheimnisses und sogar Morde und Mordversuche beim Heiligen Tribunal des Sanctum Officiums anzeigte, kam es Mitte des 19. Jahrhunderts zum Prozess.

Wolf beschreibt sowohl die im Kloster herrschenden Zustände wie auch detailliert den Ablauf und Inhalt des über 2 1/2 Jahre gehenden Verfahrens der päpstlichen Inquisition. Dabei hat er sowohl die wichtigen und mächtigen Personen des Klosters, die dort lebenden Nonnen und Beichtväter, wie auch die ermittelnden und im Vatikan herrschenden Kleriker im Blick. Er charakterisiert facettenreich und einfühlsam die Nonnen und deren Umfeld, ihren Glauben, ihr Denken und Handeln. Dabei berücksichtigt der Autor immer auch die geschichtlichen und real existierenden Verhältnisse, beleuchtet neben den persönlichen Verstrickungen und Verfehlungen ebenso eingehend die Herrschaftsstrukturen und Machtkämpfe innerhalb der katholischen Kirche. Wolf schreibt immer spannend, ja fesselnd über das Leben im Kloster, die Lebensläufe der Protagonisten, die Untersuchungen der Inquisition und den eigentlichen Prozess.

Die das Buch abschließenden informativen und hilfreichen Anmerkungen, Quellen und Literaturverweise sowie das Personenregister umfassen beinahe 100 Seiten. Ein Glossar wäre für mich, der sich mit kirchlichen Begrifflichkeiten, Traditionen, Ritualen, historischen Entwicklungen oder Hierarchien nicht vertieft auskennt, hilfreich gewesen. Trotz dieses marginalen Mangels ist dieses lesenswerte Werk eindrucksvoll, erhellend, entlarvend und absolut aktuell.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine spannende und doch bedrückende Klostergeschichte im 19. Jahrhundert - sorgfältig dokumentiert., 2. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch liest sich so spannend wie ein Krimi und ist doch kein Fiction-Buch, sondern eine Auswertung von Protokollen der Untersuchungen von Geschehnisse in Rom des 19. Jahrhunderts. Der Autor, ein deutscher Professor für Kirchengeschichte, Hubert Wolf, konnte persönlich Einsicht in die Quellen nehmen. Er vermittelt einen Einblick in ein Nonnenkloster, in dem es einer jungen und schönen Novizenmeisterin gelingt, sich unter ihren Mitschwestern als Heilige auszugeben, die eine Empfängerin von Privatoffenbarungen sei. Unter diesem Deckmantel entfaltet sie homo- und heterosexuelle Tätigkeiten. Indem sie diese religiös verbrämt, sucht sie das Anstößige, ja Sündhafte ihres Tuns zu verschleiern. Schließlich versucht sie mehrere Mordanschläge auf eine Novizin, die dem deutschen Hochadel entstammt und die den Prozess ins Rollen bringt, der von der römischen Inquisition mit Nüchternheit und Verstand geführt wird. Dabei kommt heraus, dass hochgebildete Jesuiten, die im Kloster als Beichtväter tätig waren, der Nonne die gar brieflichen Himmelsbotschaften geglaubt haben. - Bedrückend ist über das Kloster hinaus der Einblick in die Welt der katholischen Traditionalisten im 19. Jahrhundert. Lobend erwähnt sei noch, dass der Autor Einrichtungen und Geschehnisse, die der kirchengeschichtlich oder theologisch nicht Gebildete kaum kennen kann, an Ort und Stelle erklärt.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwieriges Buch, 6. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei der vielen, fachlich einwandfreien Arbeit die sich Herr Wolf gemacht hat, tun mir drei Sterne eigentlich weh.
Für seine Arbeit in den Bibliotheken hat er sicherlich 5, wenn nicht mehr Sterne verdient.
Aber hier geht es ja darum, anderen Lesern die Entscheidung zu erleichtern.

Auch ich hatte mich auf eine spannende Geschichte aus dem Kloster eingerichtet.
Doch diese kommt für mich zu kurz und viel zu zerissen an. Immer wieder unterbrochen von seitenlangen
Abhandlungen über die Kirchengeschichte. Und wer des lateinischen nicht mächtig ist, verbringt mehr bei google zum Nachschlagen als beim Lesen.
Die angegebenen Fußnoten sind für Kindle-Leser sinnlos, da mühsam oder gar nicht zu lesen.
In Buchform mögen sie beim Lesen helfen.

Also kein Buch für jemanden der einen spannenden und entspannenden Roman erwartet.
Sicherlich ein tolles Buch für Historiker und an der gesamten Kirchengeschichte interessierte.

Ich gestehe, ich habs nicht fertig gelesen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Nonnen von Sant'Ambrogio - fesselnde Geschichte, 9. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Packend, fesselnd und letztendlich auch schockierend. So hat sich mir dieses Buch offenbart.

Der Roman: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte ist eine Mischung aus Krimi, Glauben, dem Leid einer Frau und den dunklen Abgründen der Kirche.

Obwohl man im ersten Augenblick meinen mag, daß es sich hier um eine Geschichte aus dem Mittelalter handelt, wird man nach kurzer Zeit eines Besseren belehrt. Diese wahre Geschichte spielt sich im 19. Jahrhundert ab!
Genauer gesagt im Jahr 1856.
Alles dreht sich um eine Fürstin aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen, die obwohl sie dachte im Kloster ihre Ruhe finden zu können, dort genau das Gegenteil fand: Intrigen, Mord und ein Abgrund an sexuellen Exzessen.

Doch wie kam diese Geschichte ans Tageslicht?
Durch einen Zufall. Der Schriftsteller Hubert Wolf ist in den Vatikanischen Archiven auf diesen Fall gestoßen und war gefesselt von dieser wahren Geschichte, die nie vergessen werden darf!

Die Geschichte beginnt mit der Übergabe eines Briefes. Hier schildert die Nonne Fürstin Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen ihre Odyssee durch die Klostereigene Welt.
In Ihrem Brief klagt sie nicht nur das Kloster an. Das ganze Ausmaß wird durch eine Gerichtsverhandlung klar. Dieser Prozess soll ganze 2 ' Jahre dauern. Verhöre von Schwestern und Beichtvätern folgen, in deren Anhörungen nicht nur Sexualdelikte zum Vorschein kommen, sondern auch die Verehrung und Anbetung einer falschen Heiligen, der Maria Agnese Firrao.
In den ersten Seiten des Buches lernen wir die einzelnen Personen kennen, die hier immer wieder in Erscheinung treten. Neben vielen geschichtlichen Daten und Ereignissen, werden hier auch durch den Schriftsteller Begriffe und Lebensweisen der damaligen Zeit erklärt und erörtert.
Liest man sich weiter durch die Seiten, begreift man langsam, daß es sich hier nicht um ein leichtes Buch, sondern um ein sehr profundes und auch ergreifendes Buch handelt.

Handlung
Die Handlung des Buches spielt in Rom, im Juli 1859. Das Kloster Sant'Ambrogio - ein Klausurkloster - liegt im Zentrum der Römischen Altstadt. Die Nonnen leben in vollkommener Abgeschiedenheit und völlig Weltfremd. Sie dürfen das Gebäude nicht verlassen. Auch die Priester, die die Kommunion spenden oder die Beichte abnehmen, dürfen das Innere des Klosters nicht betreten. Eigentlich!
Die Nonne Fürstin Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen bittet um Hilfe, da man ihr nach dem Leben trachtet. Ein Vergiftungsversuch wird vereitelt, da sie vorher fliegen kann.
Aufgrund eines Briefes, den sie schreibt kommt es zu einem Prozess, in dem die Inquisition für damalige Verhältnisse Unglaubliches erfährt und aufdeckt. So werden im Kloster Sant' Ambrogio seit vielen Jahrzehnten Nonnen als Heilige verehrt. Ketzerische Rituale wie Segnungen per Zungenkuss und lesbische Initiationsriten junger Novizinnen werden praktiziert. Auch Visionen, Dämonenaustreibungen und sogn. Wunder sind allgegenwärtig.
Wer an diesen Riten zweifelt, wird einfach beseitigt. Und man schreckt in der Wahl der Art und Weise vor nichts zurück.
Doch wer denkt, daß hier die Nonnen selbstständig handeln, der irrt. Hinter all dem steht ein gewaltiges und mächtiges Netzwerk von Jesuiten, die nicht nur Kontakte zum Papst unterhalten, sondern ihn auch in ihrem Bann haben.
Wie komplex dieser Skandal ist, zeigt sich auch darin, daß ein vatikanischer Spitzentheologe als Beichtvater des Klosters unter falschem Namen dort übernachtet und sexuelle Handlungen mit einer Nonne vollzieht.
Brisant wird das Ganze dadurch, daß gerade dieser Theologe ein enger Vertrauter des Heiligen Stuhls ist und das Dogma der Unfehlbarkeit des Stellvertreters Christi auf Erden – des Papstes – mitformuliert hat.

Letztendlich ist das Ende der Gerichtsverhandlung schockierend aber keineswegs überraschend. Papst Pius der IX segnet alle Urteile ab, wohl auch im Interesse der Kirche und um alles mehr oder weniger bedeckt zu halten. Wie absurd das Ganze ist, zeigt sich in den Strafen: So bekommt der engste Berater des Papstes Joseph Kleutgen, der selbst zugibt hier gefehlt zu haben, eine Strafe von 2 Jahren. Alle Hauptbeteiligten kommen mit einem „blauen Auge“ davon bis auf die Nonne Maria Luisa, die mit 20 Jahren Inquisitionshaft bestraft wird.
Maria Luisa ist die Novizinmeisterin des Klosters. Sie war diejenige, die die Nonnen zwang mit ihr ins Bett zu gehen und dort sexuelle Handlungen „wider die Natur“ zu vollziehen.

Der Schriftsteller und Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf beschreibt in seinem Buch fesselnd und eindrucksvoll wie Hilflos sich der eingesetzte Dominikaner als Ermittler fühlt, als er mit diesen Abgründen von Sex und Ketzerei konfrontiert wird. Angesichts dessen, das es in der katholischen Kirchen keine gleichgeschlechtliche Sexualität geben darf, stößt er hier an seine Glaubensgrenzen.
Es geht ja hier nicht nur um körperliche Gewalt gegen Glaubensschwestern, sondern auch gegen die Gewalt im Geiste. Dass hier auch die Jesuiten eine große Rolle spielen, zeigt sich in den Aussagen der einzelnen Nonnen. So z.B. daß der Beichtvater die Äbtissin unkeusch küsst, indem er mit seiner Zunge über ihr Gesicht und ihre Lippen fährt. Es ging soweit, daß er seine Zunge in den Mund der Äbtissin steckt. Solche Praktiken waren zur damaligen Zeit selbst unter verheirateten Paaren durch die Kirche verboten worden! Somit also gleichzusetzen mit einer Todsünde!
Nach dem Erläuertungen von Hubert Wolf, ist hier ohne Zweifel der starke Einfluss der Kirche zu spüren. Damals war es gang und gäbe, um Macht und Einfluss mit allen Mitteln zu kämpfen und sich die Sympathien des Papstes zu sichern. So kann man auch dieses übernatürliche Schwärmertum erklären, mit dem im Kloster Nonnen als Heilige verehrt wurden.
Bedenkt man, daß der Fall Sant’Ambrogio eigentlich in Vergessenheit geraten sollte, so ist doch dieser Fall aktueller den je.
Dass hier alles „unter den Teppich“ gekehrt werden sollte, zeigen die Ereignisse aus dem Jahr 1862. So wurden die Urteile nicht veröffentlich sondern direkt unter Verschluss gehalten. Darüber hinaus wurde zwar das Kloster aufgelöst, jedoch ohne Erklärung. Sogar die Särge der verstorbenen Äbtissinnen wurden umgebettet, nichts sollte mehr an die Existenz dieses Klosters erinnern - noch nicht einmal ein Grabstein!
Für mich ein tolles und spannendes Buch!
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Tsunami in Rom", 12. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Ich hätte nicht gedacht, dass Kirchengeschichte so spannend sein kann! Wie oft ist Kirchengeschichte von der kirchlichen Hierarchie nur dann geduldet worden, wenn sie alle unangenehmen Wahrheiten harmonisierte; noch in jüngster Vergangenheit ist ein Kirchenhistoriker aus Münster regelmentiert worden. Ob solches auch dem Autor dieses Buches blüht? Ja sicher, wenn ein künftiger Papst nach Benedikt XVI. die uralte kirchliche Vertuschungspolitik wieder aufleben lässt! Denn immerhin haben etwa 150 Jahre ins Land gehen müssen, um in diesem Buch akribisch, spannend und mitunter humorvoll einen Inquisitionsprozess darzustellen zu können, nachdem er dem Aktenversteck des Vatikanarchivs entrissen wurde. Das ging nicht ohne eine höchstkirchliche Lizenz und ohne einen hartnäckigen, unnachgiebigen Kirchengeschichtler aus Münster.

So ist ein Bericht entstanden, der es durchaus mit einem schauerromantischen Dan Brown aufnehmen kann - nur ohne alle abstruse Schauerromantik! Schaurig genug sind schon die moralischen und "frommen" Verirrungen, und noch schauriger die Reaktion einer Kirchenführung, die gerade dabei war, das antimodernistische Kirchenzeitalter einzuläuten. Und wie schaurig die Wundergeschichten, denen keine Autorität entgegentrat, vielleicht deshalb, weil dem Wunderbegriff eine zentrale Rolle im autoritären Glaubenssystem zugemessen wurde. Wenn es nicht so traurig-schaurig wäre, müsste man lachen darüber, wie hier eine gewitzte Nonne Macht über ihre Mitwelt erringt, weil sie sich auf Wunder berufen kann. Welchen Vorbildern eiferte sie nach? Wie schäbig hat man ihr diese Lernfähigkeit vergolten!

Posthum ist dem Inquisitionsrichter zu danken, der sich weder von der Mauer des Schweigens der Nonnen und Beichtväter entmutigen, noch von vatikanischen Intrigen einschüchtern ließ. Zu danken ist auch dem Archivar, der die Akten des peinlichen Verfahrens in den endlosen Vatikan-Regalen verstellte und sie so vor Vernichtung schützte. Ganz besonderer Dank gehört dem Autor dieses Buches, der seinen fabelhaften Fund nicht verheimlichte, sondern der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Wenn mir bisher oft genug fiktionale Romane als die wahrere Wirklichkeit erschienen, so hat hier die Wirklichkeit ihre Nase vorn! Wenn dann die Schaudergeschichten von gestern in moderneren Geschichten auferstehen, dann ist der Kirchengeschichtler aus Münster dafür nicht verantwortlich: Kein anderer als der päpstliche Ermittler Monsignore Scicluna nennt es in einem Interview: "Tsunami in Rom" - Google sei Dank! - [...]

Da muss man doch auf den Gedanken kommen, dass irgendetwas nicht stimmen kann an der Struktur dieser Kirche und der Unbelehrbarkeit von Ewiggestrigen. Wird eine Kirche überleben, wenn sie weitere Jahrhunderte verstreichen lässt, um endlich dem antimodernistischen Zeitalter abzuschwören? Arme Kirche, lässt Dich Deine Erstarrung gleichgültig darüber werden, wenn Du Dir Deine Märtyrer selber schaffst? Armer Gott, der Du auf so krummen Linien gerade schreiben musst!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert und informativ - sachlich und doch auch emotional, 29. August 2013
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Eine wahre und doch fast unmöglich zu glaubende Geschichte habe ich letztens gelesen. Sie ist mir sehr zu Herzen gegangen und hat mich bewegt.

Ort ist das Kloster Sant` Ambrogio in Rom. Es geschieht ein Mord an einer Nonne, diese trägt einen Adelstitel und das wiederum führt dazu, dass ein Inquisitionsprozess ins Rollen gebracht wird. Dieser Prozess bringt vieles ans Tageslicht, was man kaum glauben kann:

Ekstase, Missbrauch, Zungenküsse, Sex und Mystik usw. sind Worte, die hier auftauchen, die in ein Kloster nicht passen, aber dort an der Tagesordnung standen. Unweit vom Vatikan liegt dieses Kloster.

Die Akten des Prozesses waren 100 Jahre gut und sicher im Vatikan versteckt gehalten worden. Hubert Wolf, der Autor des Buches, deckte sie auf und forschte …
Herausgekommen ist ein Sachbuch in Romanform (Genre Krimi), welches brisant ist und spannend zugleich.

Gliederung:
========

Auflistung der handelnden Personen
Prolog „Rette, rette mich!“
Erstes Kapitel „Solche Schändlichkeiten“ …
Zweites Kapitel „Die delicatezza der Angelegenheit als solcher“ …

Neuntes Kapitel „Betrübt und reuevoll“ …
Epilog – Das Geheimnis von Sant'Ambrogio im Urteil der Geschichte

Anhang

Ich erwähnte oben, um was es im Buch geht, nun möchte ich euch meine Gedanken zum Buch mitteilen – was habe ich empfunden, als ich das Buch las …

Zuerst einmal sei gesagt, dass man dieses Buch kopfschüttelnd liest, weil man irgendwie gar nicht glauben kann, dass so etwas passiert sein kann, aber der Autor hinterlegt sachlich und detailliert recherchiert mit Fakten, so dass man glauben muss …
So etwas kann man sich nicht aus den Fingern saugen.
Im Jahr 1859 in Rom …. Eine Nonne, die ihr Leben in Gefahr sieht – sie kann fliehen und es kommt zu einem unglaublichen Prozess. Nonnen werden in genanntem Kloster als Heilige verehrt. Es ist die Rede von Visionen und Dämonenaustreibungen, um nur einiges zu nennen. Besonders brisant die Kontakte zum Papst, die auf Grund des Netzwerkes von Jesuiten vorliegen, die in diese Skandale eingebunden sind.

Der Autor schreibt diese wahre Geschichte wie einen Krimi und lässt den Leser Stück für Stück an seinen Aufdeckungen teilhaben. Er erzählt von dem Missbräuchen und skandalösen Riten und Begebenheiten – und all das bindet er ein in die Geschichte um den Vatikan und die Macht des Papstes, die nicht weit weg sind von Sant'Ambrogio.

Emotional, spannend und auf fast 500 Seiten aufdeckend kann der Leser diesen Skandal nachvollziehen in seinem ganzen Wahnsinn und das Weitreichende dessen, was damals passierte begreifen.

Die Schreibweise ist spannend, emotional und doch auch sachlich zugleich. Man kann sehr gut die guten und schlechten Seiten der Charaktere herausfiltern. Den brisanten Inhalt stellt er hochwertig strukturiert und nachvollziehbar für den interessierten Leser dar. Der Autor stellt die Motive der Charaktere sehr gut dar und macht es dem Leser leicht, die gesamten Ausmaße dessen, was passiert ist, zu begreifen.

Das Buch klappt ein Kapitel Kirchengeschichte auf am Beispiel des Falles der Nonnen von Sant`Ambrogio – so kann man es zusammenfassend sagen. Dieses dunkle Kapitel Kirchengeschichte ist aber vom Autor nicht als Hetz- oder Hassschrift, sondern im Gegenteil als fundiert fast wissenschaftlich untermauerte Darstellung kritisch dargelegt, wobei es dem Leser ermöglicht wird, sich selbst seine Gedanken zu machen.

Alles in allem äußerst lesenswert !!!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen interessant, spannend, unfassbar, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Durch Blogg Dein Buch bin ich auf dieses Buch aus dem Verlag C.H. Beck aufmerksam geworden. Und die Inhaltsangabe hat mich dann doch gereizt. Welche Machenschaften gingen vor direkt vor der Nase des Vatikans und somit des Papstes? Waren die Nonen mit dem Teufel im Bunde? Welche Drahtzieher standen dahinter? Und vor allem: Warum hat dies keiner richtig wahrhaben wollen? All diese Informationen findet man in „Die Nonnen von Sant'Ambrogio“.

Gleich zu Anfang wird einem Katharina von Hohenzollern vorgestellt, die nach schwerer Krankheit endlich in dem Kloster Sant'Ambrogio versucht, ihren Frieden zu finden und den Rest ihres Lebens dort verbringen möchte. Doch schon nach kurzer Zeit macht sie Entdeckungen, die sie daran zweifeln lassen, ob im Kloster alles mit rechten Dingen vorgeht. Als sie dann noch vermutet, dass ihr durch Giftanschläge nach dem Leben getrachtet wird, wendet sie sich an ihren Cousin und bittet um Hilfe. Ihr Cousin kann sie aus dem Kloster herausholen und gleich danach beschuldigt Katharina das Kloster und vor allem die Klostervorsteherin, Maria Luisa, ihr nach dem Leben getrachtet zu haben und sogar mit dem Teufel im Bunde zu sein.

Der Autor nimmt sich diesem „Fall“ an und stellt minutiös dar, was 1859 passiert sein könnte. Er sichtet Akten, Papiere, Bücher und rekonstruiert den Alltag, das Leben und die Verschwörungen.

Zeitweise war mir der Ton etwas zu trocken und so habe ich für diesen 544 Seiten langen Bericht auch etwas länger gebraucht als gedacht. Trotzdem hat mich zwischendrin immer wieder die „Spannung“ gepackt und ich wollte die Hintergrundfakten in mich aufnehmen.

Anstrengend war die sehr kleine Schrift, musste ich das Buch doch öfters zur Seite legen, um mich von dieser Anstrengung zu erholen.

Es war sehr interessant zu erfahren, was den genau in diesem Kloster so vor sich gegangen ist. Die Tatsache, dass dieses Kloster auch noch gegenüber des Vatikans steht und sich somit diese Teufeleien direkt vor dem Auge des Papstes zugetragen haben, lässt mich doch wieder daran zweifeln, ob in der katholischen Kirchen alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Die letzten knapp 100 Seiten widmet der Autor einer Danksagung und den Quellenangaben, die recht umfangreich sind. Respekt vor dem Autor, dass er dies alles gesichtet hat.

Fazit:
Interessant, was hinter den verborgenen Türen der Kirche so vor sich ging oder gar noch geht!
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28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Subjektiv betrachtet 2 Sterne - Objektiv eher 4, 13. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Der Klappentext von Hubert Wolfs “Die Nonnen von Sant’Ambrogio” klingt atemberaubend und nach einem richtig spannenden Buch – also habe ich mich auch genau darauf eingestellt, rechnete mit einem skandalösen historischen Roman nach einer wahren Geschichte. Nun ja… DAS war dieses Buch leider nicht, und zwar in jeder Hinsicht.

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, stellte ich nach einer Flut von Jahreszahlen und Namen fest, dass es sich um ein Sachbuch handelt – was an sich noch kein Problem wäre. Aber leider konnte mich das Buch einfach absolut nicht fesseln.

Hubert Wolf hat ordentliche Arbeit geleistet, das muss man dem Autor wirklich lassen. Das komplette Buch ist von Fußnoten übersäht und diese werden im Anhang, der mit seinen rund 100 Seiten richtig mächtig ist, aufgelöst. Darin findet man in erster Linie natürlich Quellenangaben aus den römischen Archiven, aber auch viele Infos über wichtige Personen der Zeit und zusätzlich werden verschiedene Begriffe umfassend erklärt.

Schlägt man das Buch auf, findet man einen Ausschnitt des damaligen römischen Stadtplans, auf dem das Kloster eingekreist ist – dieser Ausschnitt ist recht detailgetreu und erstreckt sich über zwei Buchseiten. Darauf folgt ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und ein Personenregister, denn bei den Nonnen kann man schon mal leicht durcheinander kommen, da fast jede ein “Maria” im Doppelnamen trägt.

Ich habe mir fest vorgenommen, das Buch ganz zu lesen. Jedes Mal, nachdem ich das Buch zur Seite gelegt habe, weil ich eigentlich keinen Nerv mehr hatte und den Erklärungen längst nicht mehr folgen konnte, habe ich das Buch später trotzdem wieder zur Hand genommen. Bis zu Seite 260 (von den insgesamt 444 ohne Anhang) – ab da habe ich das Buch mehr oder weniger abgebrochen und nur noch grob drübergeblättert. Das Buch und ich können einfach nicht zusammen und das mag etwas heißen, denn normalerweise breche ich ein Buch nie ab.

Ich denke es lag an zwei Faktoren. Zum einen ist das Buch zu ausschweifend geschrieben. Man beschränkt sich nicht auf das Wesentliche – den Skandal – und wiederholt alles mehrfach, indem Aussagen verschiedener Marias, also Nonnen, zum gleichen winzig kleinen Themenabschnitt gedruckt wurden. Zu anderen hatte es wahrscheinlich persönliche Gründe, dass mir das Werk nicht liegt, da ich auf die Thesen der katholischen Kirche mit Ärger reagiere. Deshalb möchte ich betonen, dass die Bewertung von 2 Sternen meine persönliche, subjektive Wertung ist!

Wer sich der katholischen Kirche nicht dermaßen verschließt, sich für Geschichte interessiert und sich außerdem noch leicht durch Sachtexte liest – für den dürfte “Die Nonnen von Sant’Ambrogio” eine Offenbarung sein, da es sehr gründlich recherchiert wurde.

Fazit:

Ein Buch mit dem ich persönliche Differenzen hatte, das aber objektiv betrachtet richtig gut ist.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wertvolle fachtheologische Forschungsarbeit, 1. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Dieses neue Werk über P. Joseph Kleutgen ist nicht nur ein schockierendes Sittengemälde des Vatikans um das Jahr 1850 n. Chr., sondern auch eine wertvolle fachtheologische Quellenpublikation. J. Kleutgen war nämlich nicht nur ein heuchlerischer katholischer Priester, sondern hat auch cum ira et studio mit dazu beigetragen, einen theologischen Gegner zu vernichten. Durch seine Gutachten sind die Werke des Wiener Religionsphilosophen Anton Günther (1783-1863) am 8.1.1857 auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt worden, Verurteilung seiner gesamten Lehre selbstverständlich inklusive (am 15.6.1857). Kleutgen verwendete als Maßstab hierfür nur die sogenannte Neuscholastik und die herrschende Meinung römischer Theologen. Die Texte Günthers und wichtige Quellen hatte er nur oberflächlich gelesen oder zitierte sie aus der Sekundärliteratur. Verstehen konnte er mit seinem juristisch-dogmatistischen Denken das berechtigte Anliegen Günthers, den Kampf gegen Pantheismus und Hegelsche Philosophie, jedoch überhaupt nicht. (Das habe ich 1974 ausführlich in meiner theol. Diplomarbeit dargelegt.) "Suus cuique Isaac", das Leitmotiv aus Günthers Noviziatszeit, wurde so durch seine lehramtliche Verurteilung wieder bittere Wirklichkeit.

Das vorliegende Werk zeigt auf: Die Theologie Kleutgens mit ihren hohen Idealen erweist sich angesichts seiner dokumentierten Untaten als ein absurdes Theaterstück; Leben und theologischer Anspruch stehen in kontradiktorischem Gegensatz zueinander. Aktuell und brisant ist dieses Buch hier deshalb, weil es die Psychodynamik einer "Wiederkehr des Verdrängten" deutlich macht. Bram Stoker hat "the return of the repressed" in seinem "Dracula" als blutigen Vampir-Horror beschrieben. Und mit neuscholastischer Definitionsmacht wie bei Kleutgen erfolgen auch heute noch Verurteilungen von unerwünschten theologischen Standpunkten, z. B. in Bezug auf Soziallehre, Antisemitismus-Kritik, Feministische Theologie oder moraltheologische Fragen. Auch insoweit hat dieses Buch eine hohe fachwissenschaftliche Aktualität.
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Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte
Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte von Hubert Wolf (Gebundene Ausgabe - 16. Dezember 2013)
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