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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bisher unbekanntes Abenteuer aus der Antike
Abenteuer und ungelöste Rätsel sind der Stoff der Jungenherzen höher schlagen läßt. In meiner Jugend las ich mit glühenden Ohren über Ägypter, die wohl schon den afrikanischen Kontinent umrundet hatten, lange bevor die Römer nach der Macht griffen. Die Lektüre elektrisierte, weil sie einerseits zeigte, was mutige Menschen...
Vor 18 Monaten von Georges de Gueule veröffentlicht

versus
25 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zusammenfabulierung von analogen Zufällen
"Warum glaubt der Mensch.......und warum zweifelt er?"
(Titelgeschichte Der Spiegel am 22.12.2012)

Bezeichnenderweise wurde in der zitierten Nummer 52 des Hamburger Nachrichtenmagazins, die einen Tag nach dem angeblich vom Maya-Kalender prophezeiten Weltuntergang erschienen war, in der Rubrik Archäologie, unter der spektakulären Überschrift...
Vor 18 Monaten von timediver® veröffentlicht


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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bisher unbekanntes Abenteuer aus der Antike, 30. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Abenteuer und ungelöste Rätsel sind der Stoff der Jungenherzen höher schlagen läßt. In meiner Jugend las ich mit glühenden Ohren über Ägypter, die wohl schon den afrikanischen Kontinent umrundet hatten, lange bevor die Römer nach der Macht griffen. Die Lektüre elektrisierte, weil sie einerseits zeigte, was mutige Menschen schon in frühester Zeit zu leisten fähig waren und andererseits konnte man mit Freunden stundenlang über Was-wäre-wenn-Szenarien debattieren.

Nach einer kurzen Meldung im SPIEGEL Ende 2012 und in Erinnerung an die Lesefreuden meiner Jugend fieberte ich dem Erscheinungstermin von Hans Giffhorns Buch entgegen - und wurde in meinen Erwartungen nicht enttäuscht.

Der bis zu seiner Pensionierung an der Universität Hildesheim lehrende Kulturwissenschaftler dreht schon seit vielen Jahren Dokumentarfilme. Auf der Suche nach einer als ausgestorben geltenden Kolibriart hörte Giffhorn 1998 in Nordostperu zum ersten Mal vom Stamm der Chachapoya und ihrer bisher kaum erforschten Kultur. Er lernte einige Fakten kennen, die ihn zur Vermutung brachten, daß dieser Stamm Wurzeln im antiken Mittelmeerraum haben könnte und daß Vorfahren dieser Indianer nach der Eroberung Karthagos durch die Römer nach Südamerika geflüchtet sein könnten.

In der Einleitung seines Buchs beschreibt Giffhorn sein wissenschaftliches Vorgehen. Er betont, daß hierzu das Formulieren von Hypothesen gehört. Ziel müsse nicht die Suche nach deren Bestätigung sondern der Versuch ihrer Widerlegung sein. Er ahnt sicher, daß zumindest ein Teil der "Fachwelt" über ihn, den Kulturwissenschaftler mit der unerhörten These, nach deren Veröffentlichung herfallen wird.

In Teil 1 des Buchs schreibt er über die Rätsel der Chachapoya, die Tatsache, daß schon den eingeborenen Zeitgenossen vor der Ankunft der spanischen Eroberer 1 535 die große Gestalt, das blonde Haar und die weiße Haut mancher Chachapoya aufgefallen sei. Geschickt wird der Hinweis, daß in über 1500 Jahre alten Mumien beim Röntgen Hinweise auf Tuberkulose gefunden wurden, obwohl die Tuberkulose nachweislich erst im Gefolge der Rinder der europäischen Eroberer ihren Weg nach Amerika fand, platziert.

Im zweiten Teil werden die Seefahrernationen der europäischen Antike betrachtet und die Frage gestellt, wie eine Kultaxt, die einen Stierkopf zeigt, vor mindestens 1500 Jahren in das Amazonasgebiet gelangt sein könnte.

Der dritte Teil präsentiert dann eine Reihe von Szenarien, wie Karthager, balearische Steinschleuderer und im Nordwesten Spaniens beheimatete Kelten zusammengefunden haben könnten und wie diese gemeinsam über den Atlantik und den Amazonas bis ins Andenhochland des heutigen Perus gefunden haben könnten. Weil es außer zwei antiken Quellen, wonach die Karthager Land fernab der Küste Afrikas entdeckt hatten, keine weiteren Hinweise gibt, muß dieser Teil spekulativ bleiben. Aber Giffhorn müht sich redlich, die Plausibilität seiner Szenarien nachzuweisen.

Nachdem er in einer Zwischenbilanz zu dem Schluß kommt, daß Kelten vor über 2000 Jahren in die Anden gelangten, bringt er im vierten Teil seine aktuellsten und wissenschaftlich wahrscheinlich schwer zu erschütternden Beweise (die ich der Spannung halber nicht verraten möchte).

Giffhorn weist wiederholt darauf hin, daß weder offizielle Stellen Perus noch Brasiliens ein Interesse daran haben, die aktuelle Vorstellung von der Besiedlung aus Asien und späteren spanischen Entdeckung Südamerikas in Frage zu stellen. Dies erkläre auch die mangelnde Unterstützung durch einheimische Behörden und Hochschulen. Giffhorn ist sich sicher, daß Genanalysen an den reichlich vorhandenen Mumien der Chachapoya seine Thesen unterstützen würden.

Wer glaubt, daß es solche Haltungen von demokratischen Staaten im 21. Jahrhundert nicht mehr geben könne, möge sich mit der Diskussion um Shlomo Sands 2011 erschienenes Buch "Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand" beschäftigen. Als studierter Sozialwissenschaftler lehrt er an der Universität Tel Aviv Geschichte. Seine Gegner werfen ihm vor, sich auf dem von ihm diskutierten Teilgebiet der Geschichte nicht richtig auszukennen. Giffhorn wird sich wahrscheinlich ähnliche Äußerungen anhören müssen. Diese Art von Experten hätte Marie Curie 1911 nie den Nobelpreis für Chemie verliehen, schließlich hatte sie doch 1903 den Nobelpreis für Physik erhalten!

Ich kann nicht beurteilen, ob Giffhorn Recht hat, oder uns geschickt einen Bären aufzubinden versucht. Er sagt, daß er mit der Veröffentlichung seiner Erkenntnisse eine Diskussion lostreten möchte, die dann vielleicht zu eindeutigen und von fast allen Experten anerkannten Erkenntnissen führen wird.

Egal wie die Diskussion ausgehen wird, ich fühlte mich brillant unterhalten und bewundere, wie Giffhorn, der doch "nur" Kulturwissenschaftler ist, so viele Wissenschaftsrichtungen, wie Archäologie, Geschichte, Genetik, Geografie, Meteorologie und noch viele andere schlüssig zur Untermauerung seiner Thesen zusammenführt. Mir bescherte sein Buch zwei spannende Leseabende, die mich an mein Abenteuerinteresse in meiner Jugend erinnerten. Der Bucheinband spricht mich grafisch übrigens nicht an, aber das wunderschöne Papier dazwischen trug zum wohligen Genuß beim Lesen ebenfalls erheblich bei.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte Amerikas, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Die Mehrheit der Archäologen ist überzeugt, dass es in der Antike keine Atlantik-Überquerungen gab. Ich ging stets davon aus, dass sie recht haben. Und als ich dann noch von Kelten in Peru las, vermutete ich, dass wieder einmal ein Haufen wilder Spekulationen und nicht nachprüfbarer Behauptungen präsentiert wird.
Das passt jedoch nicht zum seriösen Ruf des C.H.Beck-Verlags. So kaufte ich das Buch und stellte fest: Genau das Gegenteil ist der Fall. Die umfangreichen Forschungen und ihre Ergebnisse werden spannend, anschaulich und klar vorgestellt. Systematisch und logisch entwickelt der Autor eine rundum plausible und realistische Theorie, die durch eine überwältigende Fülle von oft überraschend zwingenden Indizien aus vielen unterschiedlichen Bereichen bestätigt wird. Und diese Indizien werden sorgfältig mit Farbfotos, Hintergrundinformationen und Quellennachweisen belegt.
So konnte ich nicht anders als mein altes Verständnis der Entdeckungs- und Besiedlungsgeschichte Amerikas über Bord zu werfen. Außerdem bin ich jetzt von der Geschichte und der Kultur der peruanischen Chachapoya fasziniert.
Eines der aufregendsten und wichtigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend und mit Fragezeichen, 1. Februar 2013
Von 
Mario Koch (Rogeez) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Respekt, Anerkennung und ein großes Dankeschön an den Autor dieses Buches. Die Theorie, die von Hans Giffhorn hier vertreten wird, ist nicht neu. Seit Jahren gibt es Spekulationen darüber, woher das Volk der Chachapoya im Norden der peruanischen Anden stammt. Aber im Gegensatz zu allen bisherigen Vertretern der Einwanderungstheorie belässt es Giffhorn nicht bei Vermutungen und Behauptungen. Akribisch hat er in den letzten Jahren alle Informationen zusammengetragen, die dazu dienen können, seine These zu belegen oder auch zu widerlegen.
Giffhorn hat erkannt, dass er sich Verbündete suchen muss, um seine These hieb- und stichfest zu präsentieren. Seit Jahrzehnten arbeitet die internationale Archäologie mit einer Vielzahl von anderen Wissenschaften eng zusammen, weil sich nur so die vielen komplexen Zusammenhänge erkennen lassen, die eine bisher unbekannte Kultur ausmachen. Giffhorn hat das erkannt und scheut sich nicht davor, so viele Fachleute wie möglich in seine Forschungen mit einzubeziehen.
Nach Jahren intensiver Forschung präsentiert er nun auf knapp dreihundert Seiten, zusammen mit aussagekräftigen Karten und zahlreichen Abbildungen seine Forschungsergebnisse in einem Buch, eine Fernsehdokumentation wird folgen. Giffhorn listet exakt alle Fakten auf, die ihn zu der Annahme veranlassen, zu glauben, dass das Volk der Chachapoya aufgrund einer Einwanderung aus Europa/Nordafrika seine Wurzeln zum Teil in der Antike der Alten Welt hat. Er verweist auf steinerne Bauten im Andenhochland, rote Haare bei der indianischen Bevölkerung, Tuberkulose-Funde, Schädelkult, eine besondere Form der Steinschleuder, Spiralmuster, figürliche Darstellungen, Totenkult und mehr. Akribisch untersucht er jeden einzelnen seiner Belege und präsentiert im Ergebnis eine Arbeitshypothese, die es in sich hat:
Danach hat sich am Ende des 3. Punischen Krieges, der mit der Niederlage der Karthager gegen das Römische Reich endete, eine Gruppe von Karthagern, Kelten und Einwohnern von Mallorca per Schiff auf den Weg nach Südamerika gemacht, der den Karthagern zu dieser Zeit bereits bekannt war. Über eine Zwischenstation im Amazonasdelta gelangten diese Auswanderer den Amazonas flussaufwärts bis ins peruanische Andenhochland und vermischten sich dort mit der einheimischen Bevölkerung.
Und als die Inka das Territorium der Chachapoya erobern wollten, trafen sie auf großgewachsene, zum Teil hellhäutige Krieger, die ihnen mit größerem Mut entgegentraten, als alle Gegner bisher.
Weil der Autor bei seinen Forschungen erkannt hat, wie vehement sich viele gegen die von ihm vertretene These stellen, hat er alles versucht, um Ungenauigkeiten auszumerzen und um klare Belege zu präsentieren. Die Liste seiner Indizien und Belege ist beeindruckend und zeigt, dass sich Giffhorn und seine Mitstreiter die Arbeit nicht leicht gemacht haben. Aber neue Theorien haben es immer schwer – und es gibt noch eine ganze Anzahl von Streitpunkten in der hier vorgelegten Beweiskette:
So behauptet der Autor, dass es nur bei den Chachapoya und nirgendwo sonst steinerne Rundbauten in Amerika gäbe. Dabei liegt ein Gegenbeispiel gar nicht so weit entfernt: denn die Tairona-Kultur in Kolumbien ist für ihre steinernen Hausfundamente bekannt - und auch dort gibt es runde Bauten.
Auch verweist der Autor auf die Spirale als besonderes Merkmal der Chachapoya-Kultur. Doch gerade die Spirale tritt beispielsweise an der peruanischen Küste bei der Nasca-Kultur sehr oft auf – und nicht nur dort. Ebenso ist das Argument, dass die Chachapoya-Festung Kuelap plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht nicht ganz nachvollziehbar. Auch die Pyramide von Caral hatte anscheinend keine Vorgängerbauten in dieser Dimension. Zudem präsentiert Giffhorn einige wichtige Funde (Schädel mit Trepanationsöffnungen, bronzene Axt), deren Herkunft leider nicht eindeutig ist weil sie nicht in einer wissenschaftlich dokumentierten Grabung gefunden worden sind. Dadurch wird der Spekulation zu viel Raum gegeben.
Schwierig scheint mir auch die Einordnung der im Buch genannten Amazonas-Keramik. Hier nur aufgrund von Mustern zu vermuten, diese Keramik müsste europäisch beeinflusst sein, ist eine These, die auf sehr wackligen Füßen steht. Und wenn gesagt wird, dass die Chachapoya-Keramik deutliche Einflüsse aus dem Amazonasgebiet zeigt, dann sollte nicht vergessen werden, dass die südamerikanische Keramik ihren Ursprung grundsätzlich im Amazonasgebiet hat. Vom Amazonas aus hat sich die Keramik über ganz Südamerika verbreitet.
Der Leser muss sich vor Augen halten, dass die von Giffhorn angesprochenen Kulturparallelen im Grunde genommen nichts aussagen. Denn genauso gibt es angeblich eindeutige Kulturparallelen zwischen China und Mexiko. Und trotz der berühmten Flotte des Admirals Zheng He lassen sich solche Beziehungen bis heute nicht belegen.
Hingegen sind andere Fakten nicht von der Hand zu weisen: für die roten Haare gibt es mittlerweile sogar DNA-Tests und man kann viele der oben genannten Belege in zweierlei Hinsicht deuten.
Trotz einiger Schwächen in der Argumentation hat Hans Giffhorn hier eine spannende Geschichte präsentiert und es bleibt abzuwarten, ob sich noch mehr und vor allem überzeugendere Belege für die von ihm vorgestellte Theorie finden lassen. Spannung und viel Stoff für Diskussionen bietet dieses Buch auf jeden Fall.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Lektüre über ein bisher ungelöstes Rätsel, 15. Juni 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Hans Giffhorn schreibt über ein Thema, welches alles andere als gesichert ist und muß daher hauptsächlich mit Hypothesen und
Annahmen arbeiten. Trotzdem verläßt er nie die Richtlinie wissenschaftlichen Arbeitens und hinterfragt seine Hypothesen kritisch und objektiv. Es finden sich auch sehr überraschende Neuigkeiten über archäologische Funde, verknüpft mit Ergebnissen neuester
wissenschaftlicher Untersuchungen. Ein Buch über ein spannendes Thema, von dem man sicherlich noch mehr hören wird.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine kriminologische Zeitreise, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
eine Forschungsreise nach Peru zu einem vergessenen Andenvolk, dass neben den Inkas eine weitere Hochkultur entwickelt hatte.
Mit viel Spursinn, Recherchen und wissenschaftlichen Untersuchungen, hat Hans Giffhorn Fakten, Indizien und Hypothesen zu einem Bild über die Herkunft, Leben und Untergang der Chachapoya geschaffen.
Vergleich mit Kulturen in der Alten Welt wurden gestellt und spannend in dem Buch wiedergegeben.
Fazit: ein spannendes und wissenvermittelndes Buch, dass sich lohnt zu lesen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wissenschaftliche Detektivgeschichte!, 12. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Endlich! Seit längerer Zeit habe ich nach einer Publikation Ausschau gehalten, die sich mit der Frage präkolumbischer Kontakte zwischen Alter und Neuer Welt beschäftigt und zugleich den Standards wissenschaftlichen Arbeitens gerecht wird.

Recherchiert man etwas im Internet zum Thema, dann landet man, wie ürbigens auch Giffhorn im Buch beklagt, schnell auf Esoterik-Seiten. Das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb es so schwer ist, innerhalb der etablierten Wissenschaft einigermaßen unvoreingenommen darüber zu sprechen. Gerade aber die Vorsicht und die argumentative Schlüssigkeit, mit der Giffhorn zur Erhärtung seiner Hypothese von präkolumbischen Einwanderern aus dem Mittelmeerraum in die Andenregion zu Werke geht, verleiht dem Buch jene Seriosität, auf die es bei heiklen wissenschaftlichen Fragen ankommt. Giffhorn zieht keine voreiligen Schlüsse und deckt die Schwachstellen seiner Argumentation selbst auf. Er wiegt Befundlagen gegeneinander ab, um sich nach hinreichender Begründung auf eine Seite zu stellen, die seine Hypothese stützt.

Giffhorn hat das Buch wie eine Detektivgeschichte aufgebaut. Zunächst legt er die soweit bekannte Faktenlage zu der immer noch wenig erforschten Kultur der Chachapoya vor, bei der immer wieder frappierende Erkenntnisse hervorstechen: Es treten Funde zu Tage, die auf eine Hochkultur hindeuten, die scheinbar aus dem Nichts hervorgangen ist; der aber nicht nur Vorläufer fehlen, sondern der es obendrein auch an nennenswerten Parallelen auf dem südamerikanischen Kontinent mangelt. Allerdings mangelt es nicht an Parallelen in der Alten Welt: Wieso gibt es auffallende und bemerkenswerte Ähnlichkeiten zwischen den Artefakten und der überlieferten Sozialstruktur des Andenvolkes der Chachapoya und Keltenvölkern aus dem antiken Mittelmeerraum?

Giffhorn entwickelt zu der Indizienkette, die auf präkolumbische Kontakte hindeutet, verschiedene Szenarios, deren Plausibilität er dadurch erhärtet, das er jedes Szenario, angefangen von der Situation von Kelten und Karthagern (Punier) zur Zeit der Punischen Kriege bis zur angenommenen Einwanderung von der heutigen Brasilianischen Küste aus, unterfüttert mit - wenn auch spärlichen - Quellenfunden, archäologischen und historischen Befunden. Keines der Indizien ist für sich genommen der schlagende Beweis, allerdings ergeben sie zusammen eine plausible Hypothese. Die weiteren Entwicklungen in der Chachapoya-Forschung (und nicht nur hier) werden deren Stichhaltigkeit erweisen.
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25 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zusammenfabulierung von analogen Zufällen, 9. Februar 2013
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
"Warum glaubt der Mensch.......und warum zweifelt er?"
(Titelgeschichte Der Spiegel am 22.12.2012)

Bezeichnenderweise wurde in der zitierten Nummer 52 des Hamburger Nachrichtenmagazins, die einen Tag nach dem angeblich vom Maya-Kalender prophezeiten Weltuntergang erschienen war, in der Rubrik Archäologie, unter der spektakulären Überschrift "Entdeckten die Kelten Amerika?" ein kurzer Artikel veröffentlicht, in dem das Erscheinen von Hans Giffhorns Buch avisiert wurde.

Dem Professor im Ruhestand für Kulturwissenschaften und Dokumentarfilmer Hans Giffhorn ist es in seinem, im Januar 2013 vom Münchner C.H.Beck Verlag publizierten Buch tatsächlich gelungen, durchaus verblüffende Phänomene der rätselhaften, nordperuanischen Chachapoya-Kultur zusammenzutragen. Angefangen bei der gewaltigen Festung Kuelap mit ihrer über 1200 Meter langen, an vielen Stellen 8 Meter dicken und 20 Meter hohe Mauer, die vom verschwundenen Volk der "Wolkenmenschen" oder "Nebelkrieger" (wie sie von ihren Nachbarn, den Inkas genannt wurden) aus tonnenschweren Steinen auf 3000 Metern über dem Meeresspiegel erbaut wurde. Als einzige unter den präkolumbischen Ethnien Südamerikas kannten die Chachapoya kreisrunde Steinhäuser, einen aufwendigen Totenkult, Kopftrophäen, Steinschleudern, Spiralornamente und noch einiges mehr, was die klassische Archäologie sonst nur in den euro-asiatischen Raum verortet. Diese Bestandsaufnahme geht ebenso in Ordnung, wie der als Frage formulierte Titel des Buches und andere Thesen, welche im Buch ebenfalls vorsichtig zunächst als Fragen gestellt werden.

Die Wortwahl die beim Spagat des Autors zwischen Chachapoya einerseits und Karthagern/Kelten andererseits bemüht wird, ist jedoch oftmals von bloßen Vermutungen oder Wunschdenken geprägt. Während eine Steinschale ein "europäisch wirkendes" Porträt aufweist, würden "überraschend viele" Symbole am Pedra do Inga keltiberischen Schriftzeichen "ähneln". Tatsächlich sind es jedoch nur 5 von 23, die eine entfernte Ähnlichkeit aufweisen können. Die mit einem konischem Bohrer durchgeführte Technik der Trepanation weise Ähnlichkeit zu einer Bohrtrepanation vor, die von einem, "den Kelten nahestehenden Stamm auf der Balkanhalbinsel" durchgeführt worden sei.

Auch der Umgang mit den zitierten Quellen wird häufig locker gehandhabt. Den spanischen Konquistadoren sei aufgefallen, dass "die Menschen weiß und manchmal blond gewesen seien". In der Chronica del Perú des Pedro de Cieza de León (um 1520 – 1554) heisst es jedoch tatsächlich: "Los Chachapoyas son los más blancos y hermosos de todos los nativos que he visto en las Indias" (Die Chachapoyas sind die weißesten und schönsten aller Eingeborenen die ich in Indien gesehen habe). Auch Pedro Pizarro (1515 – 1602), der in seiner Chronik "Relación del descubrimiento y conquista de los reinos del Perú" alle indigenen Peruaner (!) als weiß bezeichnet , kommt bei Hans Giffhorn nicht zu Wort. Vielmehr zitiert er "diese weißen und hochgewachsenen Menschen" mit Anmerkung Nr. 32 "bei Lerche 1996, S. 50". Ein Blick in die Anmerkungen verschafft jeder keine Klarheit, sondern Verwirrung, denn unter Nr. 32 sind sechs weitere Quellen aus den Jahren 1986 bis 2011 angeführt. Letztendlich bleibt die Frage offen, ob das Zitat aus Peter Lerches Buch stammt, welches den Titel "Chachapoyas: guía de viajeros" trägt. Bei einer als "keltischen Gott mit Stierhörnern" ausgewiesenen Skulptur handelt es sich tatsächlich um eine als Fürsten bezeichnete Gestalt, die eine sogenannte Blattkrone trägt.

Einige Formulierungen des Autors weisen zudem Plattheiten und Allgemeinplätze auf die kaum noch zu überbieten sind, wie "Befunde der Archäologen lassen eine Gesellschaftsform vermuten, die etwa der der Kelten im vorrömischen Gallien und Spanien entsprach" oder "gewisse Parallelen zu den Kelten bestanden im unbedingten Freiheitswillen und einer in Häuptlingstümer gegründeten Gesellschaft in der die Frauen eine besondere Rolle spielten". Die angeblich im westbrasilianischen Urwaldsumpf von einem Indio entdeckte, "offenbar antike Bronzeaxt" mit ihrer Verzierung in Form es gehörnten Tieres ist bereits dubios, wird aber in Verbindung zu den Chachapoyas auch nicht glaubwürdiger. Erfreulicherweise distanziert sich Giffhorn von den rassistischen und sexistischen Theorien des Jaques de Mahieu, der behauptete, dass die Wikinger bereits 967 nach Amerika gereist wären und dort die Herrscherkaste der Inkas begründet hätten. Ebenso erteilt er den haarsträubenden Hirngespinsten des Gene Savoy, der über Verbindungen von im Dienste König Salomos stehenden Phöniziern zu den Indianern Perus gewusst haben wollte, eine deutliche Absage.

Giffhorns Frage, ob transatlantische Kontakte ein Tabu in der Geschichtsforschung darstellen und sein Hinweis, dass in manche Theorien noch schnell Atlantis und Außerirdische eingewoben werden, sind jedoch berechtigt. Seine Indizien, dass Amerika von den Phöniziern entdeckt worden sein könnte sind durchaus plausibel. Warum sich jedoch keltisch-karthagische Auswanderer nach ihrer Landung auch noch zu Fuß und auf dem Amazonas über 4500 Kilometer quer durch Südamerika in das peruanische Hochland aufgemacht haben sollten, bleibt jedoch mehr als zweifelhaft. Neben der Entstehung von kulturellen Parallelen, besteht durchaus auch die Möglichkeit, dass Amerika zuerst vom Pazifik aus entdeckt wurde, was auch das dortige Auftreten von Tuberkulose erklären könnte.

3 Amazonsterne für eine durchaus interessante Lektüre, deren Vermutungen man glauben kann oder nicht.

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Zusatz:

Nachdem timediver® die "Festung" Kuelap und das Museum von Leymebamba besucht und darüberhinaus recherchiert hat, muss ich Giffhorns These als zusammenfabulierten Humbug bezeichnen.

So ist z. B. der angeführte "DNA-Beweis" lediglich ein Indiz dafür, dass die Chachapoya vom Tiefland des Amazonas in das Hochland gekommen waren, was angesichts der räumlichen Nähe plausibel ist. (Kuelap liegt im peruanischen Departemento "Amazonas", dessen Haupstadt San Juan de la Frontera de los Chachapoyas ist.)

Weitere DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass sich einzelne "blonde Indios" auf versprengte Spanier zurückzuführen lassen.

Der als "aufwendig" bezeichnete Totenkult der Chachapoya war gegenüber demjenigen der Inka primitiv, weil er keine Mumifizierung vorsah. Er zeigt zudem kein Merkmal, welches eine Übereinstimmung mit dem Bestattungsformen der Kelten oder Phönizier sein könnte.

Schädeltrepanationen und deren verschiedene Techniken gab und gibt es überall auf der Welt. Ein Vergleich der aufgefundenen Schädel mit keltischen Kopftrophäen ist ebenso an den Haaren herbeigezogen wie der bezüglich der Steinschleudern. Gegenüber den hohen metallurgischen Fähigkeiten der Kelten (Waffen, Gerätschaften und Schmuck)können die Chachapoya nur sehr wenige, marginale Artefakte vorweisen. Auch die im Buch bemühten Spiralornamente und geometrischen Muster sind bestensfalls einzelne und damit unbedeutende Paradigmata, die kein "Pars pro toto" erlauben.

Und Rundhütten gab und gibt es auch in Äthiopien, die Liste von Gegenargumenten lässt sich beliebig fortführen.....

timediver® muss daher seine Bewertung auf einen Amazon-Stern revidieren.

Chachapoyas, den 15.02.2014
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5.0 von 5 Sternen Spannend, macht neugierig auf weitere Forschungsergebnisse., 24. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Sehr interessant, das lesen dieses Buches lohnt sich auf jeden Fall. Der Autor hat sich sehr viel Zeit gelassen bevor er an die Öffentlichkeit gegangen ist. Das Buch scheint Seriös recherchiert, mit verblüffenden Ergebnissen. Da kommt mit Sicherheit noch einiges von Überraschungen auf uns zu.
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4.0 von 5 Sternen interessante Hypothese, 29. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Hans Giffhorn stellt seinen Lesern in dem vorliegenden Buch das geheimnisunwitterte Volk der Chachapoya vor. Diese, einst im nordwesten Perus beheimatete, Kultur stellt die Fachwelt vor diverse Rätsel:

- Da gibt es seltsame hellhäutige, rothaarige bis Blonde Nachkommen der Chachapoya. Dieses Phänomen wird bereits von den Chronisten der spanischen Konquistadoren und alten Geschichten der Inka beschrieben.
- die steinernen Rundbauten sind für die Anden einzigartig.
- eine Kriegerkultur, die ihre Frauen sehr hoch schätzt.
- Steinschleudern, die an den Mittelmmerraum erinnern.

In einem geschichtlichen Diskurs wird die politische Situation im Mittelmeerraum beschrieben. Die Ursachen und der Verlauf der punischen Kriege und welchen einzigen Ausweg die Seemacht Karthago vielleicht genommen hat.

Der Autor bringt dem Leser eine spannende Hypothese über einen möglichen Ursprung der Chachapoya nahe. Trotz vieler starker Indizien, wie DNA Analysen, fehlt letztendlich der entscheidende Beweis. Jedoch sind die Chachapoya und der unwegsame nordosten Perus auch noch kaum erforscht. Man darf also gespannt sein, was uns die Wissenschaft noch an Beweise liefern könnter.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal Flagge gezeigt, 5. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya (Gebundene Ausgabe)
Die Gilde der wenigen diktatorischen deutschen und ein Teil der US-amerikanischen Amerikanisten wird allerdings gegen die Theorie Sturm laufen, aber leider konnten Sie nicht verhindern , dass es so etwas wie den Kennewick-Man, den Spirit-Cave-Man (den Ainu Japans verwandte Individuen) und die Australneger der ersten Besiedlung Südamerikas (Höhle Pintas coloradas in Brasilien), außerdem 15.000 Jahr alte europäische Gene in den Knochen der Objiwa-Indianer Nordamerikas,den Schlachtplatz der Mastodonten in Mexico von 150.000 BC, gegeben hat. Ich finde die ganzen steinzeitlichen Denkweisen der Archäologen nur abstrus, inkl. der Theorie der transsibirischen Migration. Wenn ein einziger der Archäologen, die dies propagieren, Kenntnis vom Leben der sibirischen Ureinwohner hätte, die Theorie wäre niemals aufgestellt worden. Wie kann ein Mensch tausende Meter starke Eisschilde durchqueren, der immerhin in Sibirien die Chance hat, Wölfe, Bären, Mammuts und viele andere Tiere zu jagen und realtiv gut zu überleben.

Die Theorie des Autors setzt aber in der ausgehenden Antike ein, wo Menschen in Europa schon weitgehend technisiert waren und es Schiffe gab, die ohne Weiteres zwischen alter und neuer Welt pendeln konnten. Wenn man nicht alle Argumente in so einem Buch zusammenstellen kann, dann ist dies eine Frage der Aufwände die man betreiben will und kann. Für meine Begriffe ist das Buch eine 80%ige Lösung der Chachapoya-Fragen. Der Rest wäre nur sehr aufwändig zu lösen. Dafür sollte man aber auch lesen, dass es nur ungenügende Ausgrabungen an Ort und Stelle gibt-wie übrigens überall in Peru. Wer das nicht glaubt, soll doch mal selbst nach Peru fahren (aber nicht im klimatisierten Reisebus mit Märchenerzähler-Guide inklusive). Last not least, von all den Kommentatoren glaube ich, dass nicht einer über die Kultur der Kelten in Europa einen Überblick , inkl. der genetischen Vielfalt dieser Leute geben könnte. Natürlich gibt es blonde Kelten, haben diese Leute noch nie einen Iren gesehen? Wenn eine Genanalyse hier Klarheit schaffft, sollte man es sich verkneifen, wie der Blinde von der Farbe sprechen zu müssen!
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