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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke STASI-Fakten und -Fragen
Ilko-Sascha Kowalczuk kommt kompakt, kompetent und konkret gleich zur Sache, wenn es um die Sachlichkeit einer Auseinandersetzung um die STASI in der sogenannten DDR geht. Auf über 400 Seiten bietet der Projektleiter in der STASI-Unterlagen-Behörde seine Einsichten und Einblicke zum DDR-Alltag an und geht auch auf Anfragen und Anklagen ein.
Dabei...
Vor 16 Monaten von Neuschäfer veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen so la la
Den Anspruch auf unparteiische bzw. sachliche Darstellung ohne Emotionen erfüllt das Buch nicht. Schade, es wäre Zeit, das Thema mal umfassend und ohne sticheln aufzuarbeiten. Rein inhaltlich sicherlich ordentlich recherchiertes Buch.
Vor 4 Monaten von H. Nestler veröffentlicht


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke STASI-Fakten und -Fragen, 19. April 2013
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR (Taschenbuch)
Ilko-Sascha Kowalczuk kommt kompakt, kompetent und konkret gleich zur Sache, wenn es um die Sachlichkeit einer Auseinandersetzung um die STASI in der sogenannten DDR geht. Auf über 400 Seiten bietet der Projektleiter in der STASI-Unterlagen-Behörde seine Einsichten und Einblicke zum DDR-Alltag an und geht auch auf Anfragen und Anklagen ein.
Dabei relativiert er manches und wird manchem damit bestimmt auch zudienste sein. Doch die Herausforderung ist ja gerade die Annäherung an die Realität.

Der Autor warnt vor einer Überschätzung der STASI und wartet auf mit dem Gedanken, dass es eine lückenlose Überwachung von Post und Telefon, ein Spitzel in jeder Kneipe, die Verstrahlung von Oppositionellen usw. zwar auch, aber vielleicht auch etwas anders nuanciert gegeben hat.
Auch die STASI liess sich hinters Licht führen und war noch lange ncht über alles und jeden informiert. Dennoch war klar, dass sie nahezu alles wusste, mithörte und kontrollierte. Doch nicht weniges war nach Meinung des Historikers durchaus überspitzt bezüglich der Spitzel dargestellt. Hinsichtlich der Schweigespiral-Vorstellung kann man davon ausgehen, dass die STASI selbst den Mythos der Allmacht und Allpräsenz schürte, um den Anpassungsdruck zu erhöhen.

Dieses Buch bringt durchaus narrativ die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit zum Tragen und geht dem nach, wer seine Gründer waren. Dazu hinterfragt er manches scheinbar gesichertes Wissen und Gewissheiten.
So kann die Zahl der IM vielleicht beträchtlich geringer gewesen sein als vielerorts angenommen. Ähnlich wie Ludwig Große, Thüringen, macht er deutlich, dass man sich nicht als Historiker vor den Karren STASI binden darf und erst recht nicht alle seine Begriffe, Kategorien und Formulierungen übernehmen sollte.

Für den Autor war die DDR eben mehr als die STASI und damit weniger nur eine Säule, sondern die ganze, gesamte SED für das Gepräge des DDR-Staates verantwortlich.

Eine wichtige Stimme, die vieles aufzeigt, ohne einem die Meinung aufzunötigen.

Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nützliches Buch, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR (Taschenbuch)
Sehr wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema. Habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mir direkt ein weiteres Buch des Verfassers gekauft. Bei dieser Gelegenheit: Die Podcasts der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sind wirklich gut.
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3.0 von 5 Sternen so la la, 25. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR (Taschenbuch)
Den Anspruch auf unparteiische bzw. sachliche Darstellung ohne Emotionen erfüllt das Buch nicht. Schade, es wäre Zeit, das Thema mal umfassend und ohne sticheln aufzuarbeiten. Rein inhaltlich sicherlich ordentlich recherchiertes Buch.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuschend, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich sehr neugierig auf eine wissenschaftliche Analyse des DDR Geheimdienstapperates war, habe ich dieses Buch erworben.
Leider wurde ich bis auf einige wenige Informationen enttäuscht.
Der Autor weißt im Verlauf des Buches immer wieder auf den wissenschaftlichen Charakter des Buches hin, missachtet allerdings maßgebliche Vorrausetzungen für eine wissenschaftliche Analyse. Man spürt dass der Autor sich dem Thema mit einer fertigen Meinung nähert und somit kein Wertungsfreies, Fakten-basiertes Bild entwickelt.

Das ist sicher schwierig, aber leider führen Interpretationen des Autors zu fehlerhaften Aussagen, welche sich leicht durch Recherche hätten wiederlegen lassen können. Darüber hinaus erfolgt auch hier eine äußerst einseitige Betrachtung dieses Apparates. Selbst bei Guido Knopp konnte ich gestern erfahren, dass es auch gute Gründe für einen Geheimdienst in der DDR gab unter der Voraussetzung des kalten Krieges. Entsprechende Analysen werden vom Autor nicht durchgeführt. Dafür erfährt der Leser das der einstiege Spionagechef Wolf sein Buch "Die Troika" unter Zuhilfenahme des MfS Apparates schrieb. Empört nutze ich "Google" um weite-res zu erfahren, musste aber feststellen, dass die Fakten wesentlich weniger brisant sind, als die suggestive Sprache des Autors vermuten lässt.

Bezüglich der perfiden Zersetzungs und Unterdrückungsmethoden gegen die Opposition, gibt es keine wirklich neuen Informationen.

Ich würde das Buch nicht wieder kaufen.
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6 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Meinungsstarkes populärwissenschaftliches Buch, 29. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR (Taschenbuch)
Ilko-Sascha Kowalczuk selbsterklärtes „Ziel beim Schreiben bestand darin, das MfS als Teil der Diktatur im SED-Staat und in der DDR-Gesellschaft zu verorten“.

Forsch erklärt der Historiker in seiner Einleitung, „der zeitgenössische und weit verbreitete Quellenbegriff ‚Kalter Krieg‘ kommt in diesem Buch ebenso wenig vor wie andere von einigen Historikern favorisierte Termini wie etwa ‚Systemkonkurrenz‘“. Mit dieser geschickten Herauslösung der MfS-Geschichte aus dem historischen Zusammenhang gelingt es dem Autor, ein Bild von der „Geheimpolizei“ zu zeichnen, das sie regelmäßig als irrationale und durchgeknallte Truppe vorführt, die massenhaft und wahllos unschuldige Menschen "abholt", "foltert", "verurteilt" und "einsperrt".

Kowalczuk beschreibt das Wirken der „Geheimpolizei“ und den Umgang mit den Menschen, die mit ihr zu tun hatten sehr wertend und ergreift in einer Art Partei, wie es eher in einer Kampfschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung oder eines KgU-Altkämpfers zu erwarten gewesen wäre. Ein Historiker sollte etwas mehr Distanz zum Forschungsobjekt halten.

Dass dies möglich ist, hat der Historiker Bernd Stöver in seinem Buch Die Befreiung vom Kommunismus. Amerikanische 'Liberation Policy' im Kalten Krieg 1947-1991 2002 in beeindruckender Weise bewiesen.

Geschichtsbücher die mit dem Ziel geschrieben werden, etwas beweisen zu wollen, sind extrem gefährdet, passende Ereignisse zu überhöhen und unpassende Ereignisse abzumildern oder zu verschweigen und Schlüsse zu ziehen oder Dinge zu behaupten, die ein wunschgemäßes Bild zeichnen sollen, aber oft nur Spekulation sind.

Auf Seite 183 schreibt Kowalczuk, dass das „Neue Deutschland“ am 24. Januar 1988 veröffentlicht habe, dass „Roland Jahn die ‚heißersehnte DDR-Opposition‘ vom Westen aus unterstütze, was ja stimmte, und das dieser geheimdienstlich angebunden sei, was nicht stimmte.“ Woher, um alles in der Welt, nimmt Kowalczuk die Gewissheit, dass Roland Jahn 1988 nicht „geheimdienstlich angebunden“ war?

Aufmerksamkeit hat dieses Buch nach Erscheinen erregt, weil Kowalczuk die Zahl von 189.000 Inoffiziellen Mitarbeitern als „zu hoch“ eingeschätzt habe. Kowalczuk musste sich den Vorwurf der „Verharmlosung der DDR“ gefallen lassen und erweckte ein wenig den Eindruck, er sei „Opposition“ in den Reihen seines Arbeitgebers, der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Dabei geht es Kowalczuk nicht darum, den Kreis der „Denunzianten“ und „Spitzel“ einzuschränken, ganz im Gegenteil: „Künftige Forschungen werden zu erweisen haben, ob es sinnvoll ist, GMS pauschal in die Statistik einzurechnen. Stichproben jedenfalls ergaben, dass dies nur pauschal möglich ist, wenn man, was GMS meist waren, auch Kaderleiter, ehemalige MfS-Angehörige, Lehrer für Marxismus-Leninismus, ehrenamtliche Parteisekretäre, FDJ-Funktionäre, Staatsbürgerkundelehrer, Betriebsdirektoren, stellvertretende Prorektoren, Gesellschaftswissenschafter, Sicherheitsbeauftragte, ehemalige NVA-Offiziere, Polizisten, LPG-Vorsitzende und einer Vielzahl anderer systemtreuer Funktionäre (…) als IM klassifiziert…“ (S. 221)
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Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR
Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR von Ilko-Sascha Kowalczuk (Taschenbuch - 12. Februar 2013)
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