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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Lektion in Sachen Quellenkritik
Wenn man diese Neubiographie des Kaisers Caligula liest, fragt man sich schon, was Historiker in der Vergangenheit eigentlich unter wissenschaftlichem Arbeiten verstanden haben. Und ich spreche hier nicht von Personen wie Tacitus, die als Historiker bezeichnet werden, in Wirklichkeit aber noch weit von der Arbeitsweise entfernt waren, von der wir heute behaupten, sie...
Vor 14 Monaten von Minnhera veröffentlicht

versus
0 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein beeindruckendes Buch
Hatte mir von dem Buch auch mehr erwartet. Ist sehr langatmig geschrieben. Wer viel Geschichte mag, für den ist es gut. Ich habe es nicht zu ende gelesen und schnell wieder auf die Seite gelegt.
Vor 5 Monaten von Bayerisches Funkenmariechen veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Lektion in Sachen Quellenkritik, 22. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Caligula: Eine Biographie (Taschenbuch)
Wenn man diese Neubiographie des Kaisers Caligula liest, fragt man sich schon, was Historiker in der Vergangenheit eigentlich unter wissenschaftlichem Arbeiten verstanden haben. Und ich spreche hier nicht von Personen wie Tacitus, die als Historiker bezeichnet werden, in Wirklichkeit aber noch weit von der Arbeitsweise entfernt waren, von der wir heute behaupten, sie liefere objektiv nachvollziehbare Ergebnisse.
Warum hat es so lange gedauert, Verleumder als solche zu entlarven, warum ist erst im (späten) 20. Jahrhundert aufgefallen, daß z.B. Sueton gut und gerne lügt? Ich selbst kenne Suetons Kaiserbiographien und mir ist aufgefallen, daß er sogar an anerkanntermaßen „guten“ Kaisern wie dem großen Augustus kaum ein gutes Haar läßt. Doch auch mir ist nie in den Sinn gekommen, unterschiedliche Kaiserbiographien darauf zu überprüfen, ob bestimmte Fakten über eine Person stringent berichtet wurden, oder ob sie sich allein schon zeitlich widersprechen.
Jedenfalls verwundert und schockiert es, mit Aloys Winterlings geschärftem Blick noch einmal die antiken Berichte über den dritten römischen Kaiser durchzugehen und festzustellen, daß unterschiedliche Zeitgenossen, Biographen und Historiker geradezu einen Sport daraus machten, ihn zu verunglimpfen. Im Vergleich mit anderen Texten der Autoren, die so über Caligula herzogen, wird rasch deutlich, daß viele von ihnen ausschließlich vom Wunsch getrieben waren, das Objekt ihrer Schreibe niederzumachen.
Im Fall Sueton kann man hier nicht einmal von einem Einzelfall sprechen – er schießt sich nicht nur auf Caligula, sondern auf das Kaisertum allgemein ein und scheint als Autor von einer tiefgreifenden, persönlichen Abneigung dagegen geprägt gewesen zu sein. Das wird anhand seiner Kaiserbiographien schon sehr offensichtlich und hätte eigentlich Mißtrauen wecken müssen – wie kann man einem Mann so bedingunglos nach dem Mund reden, der bemüht scheint, sämtliche Negativschlagzeilen seiner Zeit mit den perversesten Gerüchten zu einem grotesken Bild zu vermischen?
Auch im Fall Seneca, der sich später als größter Heuchler Roms outete, der in seinen Schriften Wasser predigte und sich selbst am Wein fast totsoff, hätte man aufgrund offen vorliegender Hinweise leicht erkennen können, daß er keinen guten Informanten in Sachen Kaiserhaus abgibt. Spezialisten für die Biographien Claudius’ (Kaiser Nr. 4) bzw. Neros (Kaiser Nr. 5) wissen, wie er nach Claudius’ Tod (als Nero sein Schüler (!) und noch nicht zu überragender Macht gekommen war) mit der „Verkürbissung“ ein widerliches Zeugnis seines Opportunismus ablegte. Über den gerade verstorbenen Kaiser, dem Seneca viel verdankte, verfaßte er eine Satire, als gäbe es nichts eiligeres zu tun.
Zusammenfassend kann man also sagen: Bei aller Faszination für die „wahre Biographie“ Caligulas, die Winterling durch quellenkritische Arbeit zu rekonstruieren versucht, schlagen die Wogen der Empörung doch so hoch, daß sie häufig diesen ehrenvollen Versuch verdecken. Wichtig und lehrreich, auch für geschichtlich weniger bewanderte Leser, ist das Büchlein aber dennoch. Es zeigt, wieviel schon im 1. Jahrhundert gelogen wurde und wie gern man – damals wie heute – die graphische Schilderung prominenter Skandalgeschichten der Wahrheit vorzieht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Den Caesarenwahnsinn aufgeklärt, 25. März 2012
Von 
Tino Ehrhart "Leseratte" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Caligula: Eine Biographie (Taschenbuch)
Aloys Winterling zeigt in akribischen Vergleichen der Aussagen von Biographen wie Dio, Iosephus oder Sueton, dass die Mähr vom wahnsinnigen Kaiser Gaius Caesar nicht der Wirklichkeit entspricht.
In zu viele Widersprüche haben sich die Biographen verstrickt, die Winterling mühsam analysiert, mit anderen Quellen vergleicht und berichtigt.
Somit kommt ein wesentlich differenzierteres Bild des jündsten Kaisers des römischen Imperiums zu Tage.
Nicht wahnsinnig sondern realistisch und geschickt waren die Taten des "Caligula". ja sogar logische Folgen von Verschwörungen, Verrat und doppelter Moral.
Er hielt den Senatoren und Konsulen den Spiegel vor. Mit zynischem Witz oder mit der direkten Konfrontation von Tatsachen.
Gelernt haben die adligen Herren daraus nichts, sondern sich nur gegenseitig weiter denunziert, ermordet und in die Absurdität gebracht, so dass Ihnen nur der Weg des Kaisermordes und der späteren Verleumdung blieb um nicht selbst als unfähig dazustehen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant und detailreich, 15. April 2012
Von 
sweethomegheim (Irgendwo in Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Caligula: Eine Biographie (Taschenbuch)
Man hat ihm als Kind eigens kleine Soldatenstiefel "caligulae" anfertigen lassen und deswegen kennt man ihn nur unter diesem Spitznamen, denn eigentlich hiess er Gaius.

Er war der Amtsvorgänger von Neros Adoptivvater Claudius und galt lange als wahnsinnig.

In dieser sachlichen Biographie wird mit den Legenden und Anekdoten um den Herrscher mehr oder weniger "aufgeräumt" und man lernt einen Mann kennen, der sehr klug war und die Alleinherrschaft über Rom durchgesetzt hat.

In seinem Leben war für den Cäsarenwahn jedenfalls kein Platz!

Klare Kaufempfehlung!
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0 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein beeindruckendes Buch, 23. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Caligula: Eine Biographie (Taschenbuch)
Hatte mir von dem Buch auch mehr erwartet. Ist sehr langatmig geschrieben. Wer viel Geschichte mag, für den ist es gut. Ich habe es nicht zu ende gelesen und schnell wieder auf die Seite gelegt.
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Caligula: Eine Biographie
Caligula: Eine Biographie von Aloys Winterling (Taschenbuch - 8. Februar 2012)
EUR 14,95
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