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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Differenzierte Antworten auf komplexe Fragen
Mit seinem bemerkenswerten Curriculum Vitae und einer langen Reihe wissenschaftlicher Publikationen empfiehlt sich Univ.-Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt als einer der besten Kenner der Sozial- und Kulturgeschichte des albanischen Siedlungsraumes. Durch ein Interview das Schmitt am 25.02.2009 dem albanischen Journalisten Enver Robelli in Tirana zur Veröffentlichung der...
Veröffentlicht am 15. April 2012 von timediver®

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr aufschlussreich, aber schwere Kost
Den Inhalt kann ich als Fachfremde nicht bewerten, es ergibt sich aber der Eindruck großer Sorgfalt und Bemühung um Hinterfragung und Vollständigkeit.

Leider liest sich das Buch wegen der teils langen, verschachtelten Sätze recht mühsam. Es fehlt auch zum Teil der rote Faden bzw. eine Hauptaussage pro Kapitel - diese muss sich der...
Vor 23 Monaten von VP veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Differenzierte Antworten auf komplexe Fragen, 15. April 2012
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident (Taschenbuch)
Mit seinem bemerkenswerten Curriculum Vitae und einer langen Reihe wissenschaftlicher Publikationen empfiehlt sich Univ.-Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt als einer der besten Kenner der Sozial- und Kulturgeschichte des albanischen Siedlungsraumes. Durch ein Interview das Schmitt am 25.02.2009 dem albanischen Journalisten Enver Robelli in Tirana zur Veröffentlichung der albanischen Ausgabe seines Buches "Skanderbeg: Der neue Alexander auf dem Balkan" gegeben hatte, löste der Autor jedoch in Albanien einen Sturm der Entrüstung aus. Dort wurde Schmitts Behauptung, dass Skanderbegs Mutter Vojsava dem serbischen Adelsclan der Brankovici entstammte, wie auch sein Hinweis, dass der Familienname Kastrioti wahrscheinlich von dem griechischen Wort "Kastro" (Burg) abgeleitet wurde, als nationales Sakrileg aufgefasst. Obgleich Schmitt damit in keinster Weise die Bedeutung Skanderbegs als albanischen Nationalhelden in Frage stellen oder auch nur schmälern gedachte, ist er seitdem einer heftigen Polemik in den albanischen Medien und Internetforen ausgesetzt, die seinem Übersetzter Ardian Klosi zudem "Landesverrat" vorwerfen.

Bereits mit seiner 2008 erschienenen Studie "Kosovo: Kurze Geschichte einer zentralbalkanischen Landschaft" hat Schmitt deutlich gemacht, dass sich Geschichte nicht auf nationales Schwarzweißdenken reduzieren lässt. Gerade auf dem Balkan führten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts oftmals jenseits jedweder Nationalstaatlichkeit die ethnischen, religiösen, sozialen, ökonomischen und politischen Wechselwirkungen zu einem äußerst komplexen und differenziert zu betrachtenden historischen Ablauf.

Der im März 2012 in der beck'schen Reihe erschienene Band "Die Albaner" beschreibt die wesentlichsten Entwicklungen in Herrschaft, Gesellschaft und Kultur, indem es die Geschichte der Albaner neben dem balkanischen auch in einen europäischen und nahöstlichen Kontext setzt. Bereits in seinen Vorbemerkungen weist der Autor drauf hin, dass viele Teile der albanischen Geschichte in ihrer Interpretation umstritten sind. Zu den "Grundlagen der albanischen Geschichte" gehört die Diskussion um deren Beginn, die in einer politisch hoch umstrittenen Kontinuitätsdebatte kumuliert. Einer dezidierten Hinterfragung der illyrisch-albanischen Kontinuität folgt das zweite Kapitel, das die albanische Sprache zum Spiegel der albanische Geschichte macht. Gleichwohl die Albaner, bzw. ihre Vorfahren nicht romanisiert wurden, offenbaren sich in rund vier Fünfteln des Wortschatzes der albanischen Sprache die unterschiedlichen Epochen der Gesellschafts- und Kulturgeschichte der Albaner: Von der römischen Herrschaft über die Hirtensymbiose mit den romanisierten Vlachen (Aromunen), die slawische Landnahme und die Jahrhunderte währende Nachbarschaft zu Serben und Bulgaren, die Verbundenheit mit der byzantinischen Orthodoxie und der neugriechischen Welt, die venezianisch-katholische Einflussnahme bis zu einem halben Jahrtausend osmanischer Herrschaft. Das Kapitel "Herrschaft und Politik in der albanischen Geschichte" verdeutlicht u. a., dass auch in der "Moti i madh", der großen Zeit Skanderbegs, keine klaren Trennungslinien gezogen wurden, da sich in einerseits in seiner Gefolgschaft und andererseits auch bei den Osmanen neben Albanern aller Konfessionen auch orthodoxe Slawen, Vlachen und Griechen befanden. Die späteren albanischen Ayane, wie Ali Pascha von Tepelena banden Christen in ihr Machtsystem ein und dienten dem Sultan dann, wenn dies ihren eigenen Zielen nützte.

Gesellschaft und Lebenswelten waren in den unzugänglichen Gegenden des Balkans über ethnische und religiöse Grenzen hinaus von einer egalitären und herrschaftsfernen Segmentarität geprägt, in denen Gewohnheitsrecht zur Geltung kam. Mit Katholizismus, Orthodoxie, Islam und Bektashizma werden die albanischen Glaubenswelten, ihre religiösen Mischformen und ihr Nebeneinander dargestellt. Im Kapitel "Migrationsgeschichte" stellt Schmitt treffend dar, dass der ganze Balkan ein Raum starker Wanderbewegungen war, von denen keine ethnische Gruppe ausgenommen ist! Das letzte Kapitel beschreibt die Geschichte des 1912 in Vlora ausgerufenen Nationalstaates Albanien. Mit der Ablehnung des österreichisch-ungarischen Vorschlags auf der Londoner Konferenz am 31.07.1913 (die überwiegend albanische Westhälfte des Kosovo Albanien zuzuschlagen) durch Russland und Frankreich wurde der der Grundstein für den späteren Konflikt gelegt. Einer italienischen Besatzung folgten ein kurzzeitiges Großalbanien, zwei unterschiedliche Wege in und durch den Kommunismus "beiderseits der Berge" und schließlich zwei albanische Staaten, die in einem Epilog als transterritoriale albanische Gesellschaften beschrieben werden. Am Schluss bleibt die Hoffnung, dass neben den Abkommen mit NATO und EU auch der Aufbau einer verantwortungsvollen Zivilgesellschaft mit einer funktionierenden Demokratie, einer unabhängigen und zuverlässigen Justiz den albanischen Gesellschaften den Weg nach Europa eröffnen wird.

Da die verlegerische Konzeption keine Anmerkungen vorsah, muss sich der Leser mit einer Kurzbibliographie weiterführender Literatur begnügen. Neben Hinweisen zur Aussprache des Albanischen bietet abschließend eine konsequente Karte ohne Staatsgrenzen einen Überblick über den "südwestlichen Balkan".

5 Amazonsterne für einen Band, dem es gelungen ist differenzierte Antworten auch auf jene komplexe Fragen zu geben, die sich timediver® während seiner drei Reisen nach Albanien und ins Kosovo gestellt hatte.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr aufschlussreich, aber schwere Kost, 30. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident (Taschenbuch)
Den Inhalt kann ich als Fachfremde nicht bewerten, es ergibt sich aber der Eindruck großer Sorgfalt und Bemühung um Hinterfragung und Vollständigkeit.

Leider liest sich das Buch wegen der teils langen, verschachtelten Sätze recht mühsam. Es fehlt auch zum Teil der rote Faden bzw. eine Hauptaussage pro Kapitel - diese muss sich der Leser im Wust der Fakten und Daten teils selbst erschließen.

Wer durch den folgenden Satz nicht abgeschreckt ist, sollte das Buch kaufen.
"Die Axiome albanischer Nationalidentität wurden im 19.Jh. von den Vordenkern einer Nationalbewegung geschaffen, die Angehörige von drei Glaubensrichtungen - Islam (mit dem Derwischorden der Bektashi), orthodoxes und katholisches Christentum - zu einer Nation zusammenfügen wollten, und dies in einem regionalen Umfeld, in dem die religiöse und die nationale Zugehörigkeit zusammenfielen: Ein Grieche, ein Bulgare, ein Montenegriner waren immer orthodox." (S.101)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kondensiert, 25. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident (Taschenbuch)
Leider ist es Oliver Schmitt in diesem Buch nicht gelungen wie im Werk Skanderbeg: Der neue Alexander auf dem Balkan gelungen einen roten Faden zu spannen. Zu kondensiert werden verschiedenste Erkenntnisse der albanischen Geschichte auf kleinem Raum dargestellt ohne dies nachvollziehbar herzuleiten. Schmitt will gegenüber nationalorientierte Geschichtsschreibung eine Alternative bieten und wird so auch in Albanien, leider negativ, wahrgenommen. Er hat gute Argumentente und viel Hintergrundwissen zur albanischen Geschichte, besonders zum Entstehen des Kanun und den albanischen Solidargemeinschaften in den Bergen hat mich überzeugt.
Gegen der starren nationale Sichtweise zeigt das Buch aufgrund der zahlreichen Wissenspunkte eine Beliebigkeit und wenig stringente Argumentationskette. Ich hoffe Schmitt wird wieder in einem umfangreicheren Werk wieder ein Aspekt der Balkangeschichte darstellen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Infos, 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident (Taschenbuch)
Wer Spezialist für albanische Geschichte werden möchte, fange mit diesem Buch an. Eins vorweg: Es ist ein wissenschaftliches Buch. Dementsprechend keine Strandlektüre (zumindest für mich). Außergewöhnlich interessant und eine tolle Basis um mehr über ein Land zu erfahren, von dem man erschreckend wenig weiß. Ich kann dieses Werk jedem empfehlen, der vor hat nach Albanien zu reisen und den Anspruch hat, die Entwicklung einer Gesellschaft zu verstehen bzw. nachvollziehen zu können.

Fazit: sehr faktenbezogen und wissenschaftlich, aber gute Basis für weitere Bücher über Albanien, da man ein Gefühl für gesellschaftliche, politische, religiöse und sprachwissenschaftliche Entwicklungen bekommt
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Albaner, 19. Juli 2013
Zuviel Geschichte in einem Buch und deshalb zuwenig ausführlich für diese geschichtsträchtige, hochinteressante Region. Sonst gut verständlich und leicht zu lesen.
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Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident
Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident von Oliver Jens Schmitt (Taschenbuch - 8. März 2012)
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