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am 12. September 2011
Um es vorweg zu nehmen: Der Band aus der Reihe C.H. Beck Wissen bietet eine gute und fundierte, übersichtliche Einführung in die Geschichte Luxemburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Dieser sehr weit gesteckte zeitliche Rahmen ist jedoch auch Anlass für eine kleinere Kritik: die am Beginn des Bandes stehenden Ausführungen von der Alt- zur Jungsteinzeit wirken etwas lieblos, so dass die Vermutung nahe liegt, dass sie nur der Vollständigkeit halber eingefügt wurden. Auch die nachfolgenden Kapitel über die Treverer und die folgenden mittelalterlichen Jahrhunderte wirken ein wenig steril, so dass man den Eindruck gewinnt, es handele sich nicht gerade um die Lieblingsepochen des Autors. Dieses Manko erklärt sich nur zum Teil daraus, das es damals noch nichts spezifisch luxemburgisches in dem geographischen Gebiet des heutigen Großherzogtums gab.

Mit dem "Zeitalter der Luxemburger in Europa" steigert sich der Informationsgehalt und das Lesevergnügen spürbar, auch wenn Kaiser Sigismund, um nur ein Beispiel zu nennen, durchaus etwas mehr Platz hätte gewidmet werden dürfen.
Die Stärken des Buches liegen dann auch folgerichtig in den nachfolgenden Kapiteln, die sich mit dem späten Mittelalter und der Neuzeit befassen, insbesondere mit der Lage Luxemburgs zwischen französischer und deutscher Einflusssphäre. Gerade diese geographische Lage ist es, die Luxemburg politisch, wirtschaftlich und kulturell geprägt hat. Die Zugehörigkeit zur einen wie zur anderen Seite, aber auch die Emanzipationsprozesse von den großen Nachbarn werden gut nachvollziehbar beschrieben.

Die neueren Entwicklungen, wie etwa Globalisierung, Klimawandel und die Abhängigkeit von den Finanzmärkten, sind weltweite Phänomene, die zeigen, dass auch Luxemburg keine Insel der Glückseligen ist, auch wenn ein Blick auf das Entgelt- Niveau und die Anzahl der täglichen Pendler oder auch die dauerhaft in Luxemburg sesshaften Ausländer etwas anderes vermuten lassen.
0Kommentar14 von 17 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In diesem kleinen Buch erhält der Leser einen kompakten Überblick der luxemburgischen Geschichte. Beginnend mit der Prähistorie, der Kelten- und Römerzeit, wo mehr die Bedingungen der Gesamtregion erläutert werden, entsteht mit der Gründung der "Lucilienburhuc" 963 der eigentliche Partikularismus. Das Gebiet leidet fortan unter der Konkurrenz der sich entwickelnden Grossreiche Frankreich und Heiliges Römisches Reich, wobei sich im Zwischenraum Platz für Puffer bietet, wie Burgund oder die Niederlande. Neben der grossen Zeit der Luxemburger, wo einige den Kaisertitel erreichen, zeigt Michel Pauly aber ebenfalls die dunklere Epoche der Besatzungszeiten, wo zumeist Habsburger und Franzosen sich ablösten. Später kann Luxemburg seine Abhängigkeit von den Niederlanden abschütteln und seine Unabhängigkeit auch nach den 2 Weltkriegen behaupten, wo man Mitbegründer der EU wird. Der Autor gibt neben dem politischen Werdegang auch Einblicke in die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.

Insgesamt ein gelungenes Buch, welches eine schnelle Zusammenfassung von Deutschlands kleinem Nachbarn vermittelt.
0Kommentar5 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Michel Pauly, Professor für "transnationale Luxemburger Geschichte" an der lokalen Universität, durfte seine rund 120 Seiten zu Luxemburg verfassen. Die becksche Reihe mag ich normal als gelungene erste Einführung in ein Gebiet, zusammenfassend, doch zumeist auf dem Stand und fair.

Das kann man auch der "Geschichte Luxemburgs" zugestehen. Angesichts der Überschaubarkeit des "Groß"herzogtums kann sie wohl kaum anders, als umliegende Regionen und Mächte einzuschließen. Für die Nachbarn ein kleiner Puffer, hat Luxemburg dennoch Nationen- und Mythenbildung von oben betrieben, wie so viele andere Nationalstaaten auch. Dem wie Pauly ein bisschen Kontra zu geben, kann ich nur beipflichten.
Pauly beginnt jedoch, pflichtbeflissen irgendwelche Funde aufzuzählen - warum nicht einfach erst im Mittelalter oder gar im 19. Jahrhundert starten? Das Luxemburg nach dem Zweiten Weltkrieg und im EU-Kontext kommt so noch zu kurz. Für eine größere Luxemburg-Karte mehr wäre auch sicher noch Platz gewesen.

Doch es überwiegt, dass für einen raschen Überblick für ziemliche Ignoranten wie mich das Buch seinen Zweck erfüllt. Gute vier Sterne.
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