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4.0 von 5 Sternen Gute Übersicht über die Entwicklung der Protochemie mit wenigen Lücken, 17. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Alchemie (Taschenbuch)
Gut erscheint es mir , dass der Autor sich vor allem mit der Entwicklung der Proto-Chemie innerhalb der Alchemie beschäftigt und deren esoterische Seite nur sehr kompakt behandelt. Ignoriert werden die orphischen, mystischen,
kabbalistischen und esoterischen Aspekte aber keineswegs. So wird z.B. die enge Beziehung von C.G.Jung zur Alchemie ausführlicher behandelt.
Sicherlich auch hilfreich für den Leser ist es , dass die Anforderungen an seine chemischen Kenntnisse auf das Notwendige beschränkt worden sind.
Gut behandelt werden daher z.B. die handwerkliche "Chemie" des alten Ägyptens und der Übergangszeit, sowie die
Alchemie der Araber und vor allem die Entwicklung und Widerlegung der Phlogiston-Theorie von Becher bis Lavoisier.
Kaum behandelt werden die Chinesische Alchemie, die Entwicklung des Schießpulvers und das Alchemie-Projekt
von Rudolf II in Prag .
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Spekulation zur Wissenschaft, 10. April 2011
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Alchemie (Taschenbuch)
"Wahrlich, ohne Täuschung, sicher und das Allerwahrste. Was unten ist, ist so, wie das was oben ist: und was oben ist, ist so, wie das was unten ist, damit die Wunder des einen Dinges zusammengebracht werden."
(Tabula Smaragdina)

Die beiden eingangs zitierten, dem Hermes Trismegistos zugeschriebenen Sätze bekräftigen die Existenz einer Makrokosmos-Mikrokosmos-Analogie, über die als Grundlage des Systems einer quasi-wissenschaftlichen Magie bereits vor 3000 Jahren in Mesopotamien spekuliert wurde. Der erste Lehrsatz der "Hermetik" sollte das naturwissenschaftliche Weltbild bis in das 17. Jahrhundert hinein prägen und dann bis in die Gegenwart in Esoterik und Okkultismus des Abendlandes fortwirken....

...erfreulicherweise knüpft der in der Reihe "C.H.Wissen" im Februar 2011 erschienene Band "Geschichte der Alchemie" nicht an dieses parawissenschaftlich-religiöse Denken an. Der Autor Claus Priesner bedient sich als promovierter Chemiker und ausgewiesener Experte für Alchemie bei seiner Darstellung vielmehr stets der gebotenen wissenschaftlichen Skepsis und Distanz. So zum Beispiel auch bei der Beschreibung von Naturmagie, Arkanwissenschaften und Divinatorik.

Nach einer kurzen Einführung in das antike "Traumland Ägypten" schildert der Autor die über 2000jährige Geschichte einer der wohl ältesten menschlichen Naturphilosophien und ihre Nachwirkungen in sieben Kapiteln.

Wie die Gestalt des Hermes Trismegistos, der dreimal größte Hermes, eine Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot ist, sind auch die Wurzeln der Alchemie im ägyptischen Tempeldienst, bei den griechischen Philososphen und den Mysterienkulten beider Religionen zu finden. Die klassische Elementenlehre ging von einer Materia prima, der wandelbaren Urmaterie und einer Qinta essentia, dem unwandelbaren fünften Element, das später auch als Qintessenz bezeichnet wurde, aus. Ziel aller Experimente mit der veränderlichen Hyle war die die finale Materia Ultima, der Stein der Weisen. Die sich entwickelnde Alchemie wurde besonders von der Gnosis, die von dem altpersischen Dualismus von Materie und Geist ausging, beeinflusst. Mit Hilfe der Alchemie versuchte der Adept die Veredlung des Vorhandenen, das sogenannte Opus Magnum zu vollziehen. Zu einem frühen Symbol der Alchemisten, die sich damals noch als Hermetiker bezeichneten, gehörte die sich selbst in den Schwanz beißende Ouroboros-Schlange, die den ewigen Kreislauf der Natur, ihren Wandel aber auch die Einheit des Kosmos symbolisierte.

Mit den islamischen Eroberungen wurde die hermetische Kunst fortan als Al-kimiya bezeichnet. Über diesen Weg gelangte sie zusammen mit ihrer Schwesterdisziplin, der Astrologie (bei der den einzelnen Himmelskörpern verschiedene Metalle zugewiesen wurden) auch in christliche Abendland. Auf diesem Wege gelangten auch Arabismen wie Alkali, Alnatron, Almagra (Amalgam) und Al-iksir (der Stein), aus dem das Wort Elexir entstand, nach Europa. Während das Feuer dem Geist (Spiritus) gleichgesetzt wurde, entsprach die Luft der Seele (anima). Feuer und Luft gehörten zum "Prinzip Sulphur" (Schwefel), Wasser und Erde hingegen zum "Prinzip Mercurius". Bei letzterem spielte die Wandlung des Quecksilbers die zentrale Rolle. Der Begründer der abendländischen Naturforschung, Roger Bacon (1214/20 - nach 1292) war der Überzeugung, dass die perfekte Mischung eines Elexirs nicht nur unvollkommenes "krankes" Metall veredeln, sondern auch einen kranken Menschenleib heilen könnte.

In der Renaissance gewann die Magie der Worte und Zahlen, besonders die Kabbala, Macht in der Alchemie. So glaubte auch der Arzt und Alchemist Paracelsus daran, dass neben gewöhnlichen Erkrankungen auch durch die Wirkung schwarz-magischer Kräfte ursächlich für körperliche Leisen sind. Zur Zeit des Barocks versuchten sich Betrüger und andere Scharlatane in der Herstellung von Gold und entdecken dabei u. a. das Porzellan. Mit der Aufklärung schieden sich Aberglaube und Vernunft. Die französische Revolution und die ihr nachfolgende bürgerliche Gesellschaft führte schließlich zur Entstehung der modernen Chemie. Die Prinzipien der alchemistischen Transmutation haben nicht nur in einer dubiosen Esoterik, sondern u. a. auch literarisch-philosophisch in Goethes Faust und psychologisch in der "Alchemie der Seele" von Carl Gustav Jung überlebt.

Ein kurzes Verzeichnis und ein Personen- und Sachregister bilden den Abschluss einer wissenschaftlichen Abhandlung, die timediver® an seine 34 Jahre zurückliegende Teilnahme am Chemie-Leistungskurs erinnern lässt: Denn theoretisch lässt sich jedes chemische Element in ein beliebig anderes umwandeln, es bedarf dazu lediglich eines entsprechenden, in den meisten Fällen sicherlich unverhältnismäßigen Aufwandes.

5 Amazonsterne.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ - Verständlich - Interessant, 2. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Alchemie (Taschenbuch)
Dieses Buch ist für Alchemieeinsteiger wie mich genau das richtige. Es wird der Anfang der Alchemie beschrieben, Fachausdrücke werden erklärt und es werden im groben die Denkweisen der Alchemisten aufgezeigt. Da häufig auf Namen und Jahreszahlen eingegangen wird, wurde es vorallem ab der Hälfte etwas holprig zu lesen. Die geballte Faktenmenge und der riesen Informationsgehalt ist zwar positiv, weil man viel Infos bekommt. Negativ ist jedoch, dass man schnell den Überblick verliert, vor allem wenn man zum ersten Mal mit diesem Thema zu tun hat. Lieferung war schnell und einwandfrei.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut wertvoll und hilfreich., 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Alchemie (Taschenbuch)
Ein tolles und überaus hilfreiches Buch, sowohl für den Einsteiger als auch den Fortgeschrittenen.

Bedauerlicherweise hilft auch dieses Werk nicht gegen die üblichen Pseudowissenschaftler die Gesinnung vor Tatsachen stellen. Zur Klarstellung: Alchemie ist nicht ausschließlich die Suche nach dem Stein der Weisen! Nahezu sämtliche Erkenntnisse der Alchemie sind - gegebenenfalls differenziert und verfeinert - in die naturwissenschaftliche Chemie übernommen. Fast alle alchemistischen Labormethoden werden bis heute angewandt. Wesentliche Laborchemikalien waren bereits früh bekannt und korrekt beschrieben. Schließlich waren analytische Verfahren der Gewerkenprobierer essentiell für den Bergbau. Also keine Rede von "widerlegt"!
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Geschichte der Alchemie
Geschichte der Alchemie von Claus Priesner (Taschenbuch - 18. Februar 2011)
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