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179 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine kommentierte Ausgabe, die nur bedingt in die Tiefe geht
Nicht Goethes Faust möchte ich rezensieren - das ist müßig. Wie könnte ich mir anmaßen, solch ein Werk zu beurteilen?
Ganz subjektiv: Ich liebe Goethes Faust und vor allem den 2. Teil, habe über die Klassische Walpurgisnacht meine Diplomarbeit geschrieben, und nehme das Buch immer wieder zur Hand um mich an einzelnen Passagen zu...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2003 von Rappel

versus
1 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Faust
Wer's mag .für meinen Sohn für die Schule aber für mich nicht. Sehr schlecht und blöd zu lesen .nie wieder faust
Vor 9 Monaten von Daniela Beyer veröffentlicht


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179 von 188 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine kommentierte Ausgabe, die nur bedingt in die Tiefe geht, 16. Oktober 2003
Nicht Goethes Faust möchte ich rezensieren - das ist müßig. Wie könnte ich mir anmaßen, solch ein Werk zu beurteilen?
Ganz subjektiv: Ich liebe Goethes Faust und vor allem den 2. Teil, habe über die Klassische Walpurgisnacht meine Diplomarbeit geschrieben, und nehme das Buch immer wieder zur Hand um mich an einzelnen Passagen zu erfreuen.
Mein Kommentar zielt auf die vorliegende Ausgabe ab. Jeder sollte Goethes Faust irgend wann einmal lesen - die Frage ist nur: in welcher Ausgabe?
Selbstverständlich in einer kommentierten! Besonders der Faust 2 ist ohne Kommentar kaum zu verstehen.
Es scheiden sich die Geister, wie weit ein guter Kommentar nur Erläuterung von Fakten, oder wie weit er interpretieren und damit Interpretationshilfe oder -beeinflussung sein soll. Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe hält sich relativ strikte an die erste Linie.

Dem Leser wird erklärt, was Greife sind, wer Helena war, und was Erichtho mit den Pharsalischen Feldern zu tun hat.
Für einen Faust Kommentar ist dieser von Trunz sehr kurz, was so manchem Leser bestimmt sehr sympathisch ist, weil es nicht jedermanns Sache ist, mehr Kommentar als Werk zu lesen.
Allerdings wird man auf viele Feinheiten des Faust beim Lesen mit diesem Kommentar nicht aufmerksam werden. Interpretatorischen Fragen geht Trunz kaum nach.
Meine erste Faust Lektüre habe ich mit diesem Kommentar hinter mich gebracht, und damals war ich durchaus dankbar, schnell und einfach die wichtigsten Infos zu mythologischen Figuren und Schauplätzen zu erhalten.
Im Laufe meiner Beschäftigung bin ich auf viele andere, wesentlich ausführlichere Kommentare gestoßen, wie dem von Dorothea Hölscher-Lohmeyer in der Münchner Ausgabe, dem von Geyer bei Reclam oder dem von Schöne bei Artemis. Alle haben ihre Stärken und Schwächen: Lohmeyer mit ihrem Hang zur Überinterpretation ist vielleicht das krasseste Gegenteil zu Trunz. Auch Geyer füllt 2 Bücher als Kommentator. Schöne ist vielleicht der Mittelweg zwischen den Extremen.
Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe ist meiner Meinung nach das Richtige für Faust-Anfänger oder für schnelles Nachschlagen handfester Information. In die Tiefe des Faust dringt man damit allerdings nicht.
Dazu heißt es lesen, lesen, lesen - nicht einmal, sondern viele Male. Hat jemanden die Liebe zum Werk einmal gepackt, wird er danach trachten, verschiedene Werke der Sekundärliteratur zu verwenden. Für den Anfang ist Trunz nicht schlecht.
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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert!, 15. April 2005
Goethes Faust ist wohl "DAS" Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur. Das Buch ist reich an Inhalt und insbesondere der zweite Teil schwer zu begreifen ohne Hintergrundwissen.
Trunz hat einen aufwendigen Anhang beigefügt, in dem er die Historie der Entstehung des Faust kommentiert, er die Bedeutung jeder einzelnen Szene erklärt (oft mit Verweisen auf Goethes Freund Eckermann) und sogar viele Verse genauestens erklärt.
Mir haben insbesondere die Kommentare zu den griechischen mythologischen Figuren des zweiten Teils geholfen, den Text und die Intentionen Goethes besser zu verstehen.
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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr kann man für so wenig Geld nicht erwarten..., 7. Mai 2000
Von Ein Kunde
Die Geschichte von Goethes Faust dürfte in groben Zügen ja hinreichend bekannt sein: Der gelehrte Faust gibt sich nicht mehr nur mit seinem Wissen zufrieden, sondern will etwas erleben und schließt dafür einen Pakt mit dem Teufel... Daher sei hier vor allem gerade auf die vorliegende Textausgabe aus dem Beck-Verlag, sonst vor allem für juristische Fachliteratur bekannt, eingegangen. Auf den ersten 420 von ca. 780 Seiten bekommt der Leser der Tragödie ersten und zweiten Teil sowie den Urfaust geboten, allesamt äußerst lesenswert auch für all diejenigen, die dies nicht ohnehin schon in ihrer Schulzeit getan haben. Danach folgt eine Zusammenstellung von Briefen Goethes, in denen er sich selbst zu seinem Werk äußert, und schließlich ein ausführlicher Kommentarteil von Erich Trunz mit Erläuterungen zu antiquierten Ausdrücken, Übersetzungen lateinischer Redewendungen, Erklärungen zu teilweise religiöser Symbolik etc. Das Ganze ist schön in rotem Leinen gebunden und ist mit weniger als 15 DM äußerst preiswert. Auf dieses Stück klassischer deutscher Literatur sollte wirklich niemand verzichten! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gute Zusammenstellung, 13. September 1999
Von Ein Kunde
Goethes „Faust 1" dürfte wohl in Deutschland fast jedem bekannt sein und eventuell auch mit der Erinnerung an den eigenen Deutschunterricht verbunden sein. Um so interessanter dürfte es sein, sich dieses Werk mal wieder zu Gemüte zu führen und eventuell auch den Urfaust und Faust 2 gleich mit. - Dieses Vorgehen macht einem diese Ausgabe, in der zu einem unglaublich günstigen Preis alle drei Werke vereint sind, schmackhaft: Dass an dem Goethe-Werk nichts verändert wurde, ist selbstverständlich, aber trotzdem ist diese Ausgabe etwas besonderes:von den 777 Seiten bestehen ganze 350 Seiten aus Kommentar, Nachworten und Anmerkungen, die zum Verständnis des Textes, der Zusammenhänge und der Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen den drei Faust-Werken beitragen. Mit einer unvergleichbaren Genauigkeit, die aber ganz und gar nicht schwerfällig ist, schafft es Erich Trunz dem Leser durch seine Kommentare und Anmerkungen alle möglichen Fragen zu beantworten, ohne dem Leser das Nachdenken zu ersparen. Dieses Buch ist nicht nur für Alle geeignet, denen die Faust-Werke Goethes noch im Bücherschrank fehlen, sondern auch für jene, die gern eine kommentierte Ausgabe von allen drei Werken hätten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Werk, 24. Juli 2004
Goethes "Faust" als Gesamtwerk - sprich Teil I + II - ist und bleibt DAS ausgereifteste und bedeutendste Werk der deutschen Literatur und nimmt neben wenigen anderen Werken ebenfalls einen, wenn nicht den höchsten, verdienten Platz im Olymp der Weltliteratur ein. Sicherlich nicht leicht lesbar und zugänglich, präsentiert sich dem Leser, der sich auf das Mammutwerk einlässt, mit Goethes "Faust" einer der interessantesten Ansätze über die Behandlung menschlicher Urfragen und das Wesen der Menschheit. Lyrisch vollendet und nicht mehr zu übertreffen, stellt das Werk zudem mit den Figuren Faust und Mephisto die wahrscheinlich wichtigsten Charaktere vor, die jemals so für ein Buch konzipiert wurden.
Erich Trunz' überlegene Ausgabe glänzt im übrigen durch einen ausführlichen Anhang- und Kommentarteil und ist aufgrund des exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch für Schüler und Gelegenheits-Leser sehr wohl geeignet.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit einem besonders gründlichen Kommentarteil, 24. Juni 2003
Der eigentliche Inhalt des Dramas dürfte den meisten bereits durch die amazon-Rezensionen bekannt sein, daher erachte ich es nicht für nötig, ihn hier zu wiederholen. Er baut auf der alten Faust-Sage auf. Bei Goethe jedoch ist diese mal in solch philosophisch tiefsinnigen, mal in so witzig-satyrischen, spritzigen und "ergetzlichen" Dialogen eingepackt, dass man sie gerne wieder und wieder liest und sich wünscht, sie würden niemals enden. Wahrlich, ein Meisterstück! Jedoch ist der erste Teil weit vergnüglicher zu lesen, als der zweite, der ziemlich in die Breite geht und viele Motive aus der griechischen Mythologie und Traditionen des deutschen Kaiserhofes miteinander verwebt und daher gute Kenntnisse darüber voraussetzt. Einige Passagen sind hier in langen epischen Versen, wie z.B. Trimetern verfasst, die den Bezug zur Antike betonen. Dadurch staut sich der Lesefluß im zweiten Teil stellenweise beträchtlich und kann manchen ermüden. Andererseits besticht dieser Teil mit einer sehr reichen Bilderwelt. Er is wesentlich phantasievoller und märchenhafter als der erste, es treten viele Fabelwesen, wie Nymphen, Sirenen, Greife, Sphinxe, Lamien, Schönheiten und Schreckgestalten neben Philosophen und Figuren des Kaiserhofs auf, alles mutet, wie ein phantastischer imaginärer Reigen an. Ja, selbst Ameisen, Kraniche, Pygmäen und der Erzbischof kommen zu Wort. Eine gewaltige Mixtur! Goethe meinte selbst über seinen Faust in der Paralipomena zu Faust I:
....... "Gibts ein Gespräch, wenn wir uns nicht betrügen,
....... Mehr oder weniger versteckt?
....... So ein Ragout von Wahrheit und von Lügen,
....... Das ist die Köcherei, die mir am besten schmeckt."
Über diese Ausgabe: sie enthält Faust I, II, Urfaust, Nachwort, einiges zur Entstehungsgeschichte und Textgestalt, ultralange Anmerkungen und Briefwechsel bzw. Gespräche Goethes über sein Werk und und und, alles in allem ist dies eine perfekte Ausgabe für diejenigen, die perfekt über dieses Drama Bescheid wissen möchten. Und deshalb sei hier noch eine Warnung ausgesagt: man lese die Anmerkungen nur, wenn man wirklich etwas wesentliches nicht versteht, denn diese sind wirklich ZU ausführlich. Zu jedem Akt gibt es gleich seitenweise Deutungen, Interpretationen nebst Hinweisen, wie Goethe auf die eine oder andere Geschichte gekommen ist, wo seine Quellen lagen und welche Bilder und Plastiken er zu hause besaß, die er zum Entwurf der Tragödie benutzt haben mag. Die literarisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Versmaß kommt auch nicht zu kurz. Diese Informationen mögen für den Interessierten durchaus nützlich sein und gäben keinen Anlaß zur Kritik, wenn in ihnen nicht ständig entscheidende Stellen der Handlung vorweggenommen würden. Da schlägt man z.B. nach, um mehr über eine bestimmte mythologische Gestalt zu erfahren und liest gleichzeitig, welche Bedeutung dieselbe im nächsten oder sogar letzten Akt haben wird, wie und warum sie auftreten und was alles noch geschehen wird! Da will man ausrufen: "Beim Element!", wenn man die Spannung bis zum Schluß erhalten möchte, sollte man diese Kommentare sehr vorsichtig oder überhaupt nicht lesen. Sie verraten regelmäßig das komplette Geschehen eines Aktes in Prosa. Sie sind zudem vermengt mit Aussagen von Literaturwissenschaftlern, die dem Leser ihre Sicht über Faust, Gott und die Welt verkünden möchten. Befreit von der subjektiven Wahrnehmung der Kritiker sind nur die Aussagen des Dichters selbst über seinen Faust in Briefen und Gesprächen mit seinen Freunden (z.B. Eckermann). Nichtsdestotrotz macht der Kommentarteil einen sehr soliden Eindruck und ist wirklich erschöpfend, es bleibt fast keine Frage mehr offen. Für Schüler oder Studenten kann er deshalb äußerst hilfreich sein, für Liebhaber von Goethes Dichtung eher überflüssig. Und für studierende wissbegierige Goethe-Liebhaber? Ach! Die wird's vielleicht zerreißen! So wie Faust sagt:
....... "Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,
....... Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
....... Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
....... Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel -
....... Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
....... Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen"
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe, 5. August 2003
Faust ist zweifelsohne eines der wichtigsten Werke der deutschen Literatur überhaupt. Ich habe bis jetzt nur den ersten Teil gelesen und der hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist phantastisch, wie viel tiefe Gedanken und durchaus auch Humor in diesem Werk stecken, von der herausragenden dichterischen Leistung Goethes ganz zu schweigen.
Neben den Werk selbst finde ich auch diese Ausgabe ausgezeichnet. Sie enthält Faust I und Faust II plus den Urfaust und einen sehr ausführlichen Kommentarteil, in dem kaum eine Frage zum Faust offen bleibt.
Eine sehr gute Ausgabe eines großartigen Werkes und wenn man bedenkt, dass sie mehr als 700 Seiten hat, auch eine günstige.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das faszinierendste Buch, das ich je gelesen habe!, 4. März 2003
Von Ein Kunde
Faust ist ein Meisterwerk - voll und ganz! Nicht nur die spannend erzählte Geschichte des Gelehrten Faust und die ausgefeile hervorragende Sprache (man wundert sich mitunter, das Goethe so natürlich wirkende Gespräche in solch vollendete Reime packen konnte!) sind faszinierend, sondern auch und v.a. die Sentenzen! Es scheint, als hätte Goethe in dieses Werk seine ganze Lebensweisheit gesteckt! Immer wieder, in den unterschiedlichsten Situationen fällt mir ein Zitat aus Faust ein, das die jeweilige Situation besser beschreibt als alles andere! In diesen Sentenzen steckt so viel Wahrheit und Weisheit - es ist einfach nur faszinierend!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Ausgabe, 4. August 1999
Von Ein Kunde
Über Goethes Werk an sich müssen sicher nicht mehr viele Worte verloren werden. Jede neue Ausgabe seines "Faust" sollte also besonders unter dem Gesichtspunkt bewertet werden, was sie über den eigentlichen Text hinaus dem Leser zur Verfügung stellt. Die vorliegende Sonderausgabe zum 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes am 28.8. diesen Jahres kommt zusätzlich mit dem Originaltext des "Urfaust" und zusätzlich einem Anhang, der nicht anders als gigantisch genannt werden kann. Über 300 Seiten an erstklassig und seriös recherchiertem Hintergrundwissen zu Autor, Epoche und dem langwierigen Werdeprozeß des Werkes, dazu ein sehr umfangreicher textkritischer und -erläuternder Apparat. Den Abschluß bildet eine ausführliche Bibliographie zu beiden Teilen des Faustes, zum Urfaust und zu Goethes Person selbst. Die vorliegende Ausgabe ist zudem optisch sehr geschmackvoll in rotem Einband mit Gold-Lettern gestaltet, das Papier ist nicht zu dünn - dennoch bleibt das Buch trotz seines enormen Umfangs von 777 Seiten verhältnismäßig schmal und läßt sich auch gut lesen. Der überaus moderate Preis läßt schließlich keine Ausreden mehr zu, selbst wer Goethes "Faust" schon mindestens einmal im Bücherregal stehen hat, kommt an dieser Ausgabe nicht vorbei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend!, 6. Oktober 1999
Was kann man über dieses Buch schon sagen? Nichts wurde unerwähnt gelassen, trotzdem fühle ich mich verpflichtet meine eigenen Gedanken dazu zu schreiben. Ich fürchte allerdings das mir die Wortgewandtheit eines Johann Wolfgang von Goethe fehlt.
Doch zum Buch. Fast jeder, auch die die den Faust noch nicht gelesen haben, kennen die Grundgeschichte. Mephisto wettet mit Gott um Fausts Seele. Es entspinnt sich eine Tragödie daraus. Natürlich. Eigentlich hat die Geschichte nichts so außergewöhnliches. Doch dann, irgendwie doch. Auf einer Ebene schreibt Goethe mit dem Faust auch einen Teil seiner eigenen Biographie, oder wenigstens hatte ich stellenweise diesen Eindruck. Die Gestalt des Faust ist so beschrieben das sie faszinierend wird, vom Teufel verführt und fast gehört Faust schon Mephisto, doch eben nur fast. Erschreckend anziehend fand ich Mephisto. Der Teufel ist nicht wirklich böse, obwohl er diesem Begriff in jeder hinsicht gerecht werden würde. Zu Beginn, im Prolog, singen die Engel von der Schöpfung und wie wunderbar sie doch ist. Während Mephisto zynisch lächelnd auf das deutet was daran nicht stimmt. Der Teufel scheint ein wesentlich realistischeres Wesen zu sein, als die anderen.
Doch ich beabsichtige nicht den Teufel, welchen Namens auch immer, als Held des Buches darzustellen. Interessant war nur, wie etwas eigentlich böses, gleichzeitig so sympatisch sein kann. Es gibt noch viele andere Personen im Faust, darunter Gretchen sicher eine der wichtigsten.
Es endet wie es enden muß, obwohl mir persönlich das Ende nicht allzusehr zusagt. Am Ende schleicht sich die Sorge in den inzwischen alt gewordenen Faust und nach seinem Tod kämpfen die Engel mit Mephisto und seinen Dienern um die Seele. Die Frage wer gewinnt dürfte sich eigentlich erübrigen.
Der erste Teil des Faust war irgendwo besser gelungen, während sich der zweite manchmal etwas sehr dehnt. Besonders interessant ist der Urfaust in dem viele Dinge die "Hoffnung" geben fehlen. So erklingt hier in Gretchend Gefängnis kein "Ist gerettet".
Abschließend möchte ich sagen das der Faust absolut genial ist. Er sollte von jedem gelesen werden und man sollte auch ein wenig darüber nachdenken.
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Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust
Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust von Johann Wolfgang Goethe (Gebundene Ausgabe - 13. Oktober 2010)
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