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4.0 von 5 Sternen Mehr Interpretation als Erzählung
Dieses Buch ist nur eingeschränkt ein Bericht über die Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges, sondern hat, wie der Autor selbst im Nachwort schreibt, starke Züge eines Essays. Die Ereignisse selbst werden einigermaßen im Zusammenhang runtererzählt, wobei die zweite Kriegshälfte nicht unterschlagen wird. Wichtiger ist dem Autor...
Veröffentlicht am 14. April 2011 von Clemens Keuner

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles akustisches Wissenskompendium
Zwischen Reformation und Französischer Revolution bilden Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden die große Zäsur der europäischen Geschichte. Der Jenaer Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit faßt Ursachen, Abläufe und Wirkungen der großen Krise des 17. Jahrhunderts zusammen und erläutert...
Veröffentlicht am 27. Juni 2009 von Dr. Matthias Korner


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Interpretation als Erzählung, 14. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Taschenbuch)
Dieses Buch ist nur eingeschränkt ein Bericht über die Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges, sondern hat, wie der Autor selbst im Nachwort schreibt, starke Züge eines Essays. Die Ereignisse selbst werden einigermaßen im Zusammenhang runtererzählt, wobei die zweite Kriegshälfte nicht unterschlagen wird. Wichtiger ist dem Autor die Interpretation. Er ist ein Fan des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sowie dessen Verfassung und wird nicht müde zu betonen, dass es beim Kampf der Reichsfürsten gegen den Kaiser um die Wahrung der "deutschen Libertät" ging. Er hält sich nicht mit Urteilen zurück, unterstellt Handelnden grobe Fehler und bestimmte Personen (z.B. Kaiser Ferdinand II.) scheinen bei ihm generell schlecht wegzukommen. Im Verhältnis zu Darstellungen anderer Autoren setzt Schmidt eigene Schwerpunkte. Er bemüht sich deutlich um eine Einordnung von Entstehung, Ausmaß und Folgen der enormen Kriegsverwüstungen und räumt dem Prager "Frieden" und dessen letztendlichem Scheitern viel Platz ein.

Der Lesewert dieses Buches hängt stark vom Leser ab. Wer als vorgebildeter Leser eine Meinung oder eine historische Interpretation des Themas haben möchte, kann sich hier gerne bedienen. Wer Wert auf eine ausführliche Sachdarstellung auf überschaubarem Raum legt, dem sei eher Johannes Arndts Reclam-Heft zum Thema empfohlen. Tiefer interessierte Leser werden sich über das kommentierte Literaturverzeichnis auf über zehn eng bedruckten Seiten freuen. Als einführende Darstellung würde ich es nicht empfehlen, weil eine Orientierung ohne Vorkenntnisse nicht einfach ist. Außerdem fehlen Karten, grafische Darstellungen und Übersichten ebenso wie eine Zeittafel völlig. Da fand ich Golo Manns Artikel im Propyläen Weltgeschichte, Band 7, anschaulicher.

Die C.H.Beck-Wissen-Reihe ist halt immer eine Wundertüte: Man lässt einen Professor über ein Fachthema schreiben und schaut, was raus kommt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles akustisches Wissenskompendium, 27. Juni 2009
Von 
Dr. Matthias Korner "brundisium" (Ratingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Audio CD)
Zwischen Reformation und Französischer Revolution bilden Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden die große Zäsur der europäischen Geschichte. Der Jenaer Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit faßt Ursachen, Abläufe und Wirkungen der großen Krise des 17. Jahrhunderts zusammen und erläutert die Bedeutung der Ereignisse für das Alte Reich und die historische Entwicklung in Deutschland. 2007 wurde der faktenreiche und dichte Text durch den Schauspieler Bodo Primus in ein 2 1/2 stündiges Hörbuch eingelesen.

Primus hat mit seiner charakteristischen Stimme eine vorzügliche Leseleistung erbracht. Und trotzdem wird der in der europäischen Frühen Neuzeit weniger bewanderte Hörer von dem detail-, ereignis- und faktenreichen Text regelrecht überfordert. Vorbereitung auf die Thematik tut not. Auch hilft das mehrmalige Abhören der beiden CDs. Die Reihe Wissen aus dem Münchener C.H.Beck Verlag dient eben weniger der bloßen Unterhaltung als der - nomen est omen - Wissensvermittlung. Nur schwer vorstellbar ist andererseits, wie die komplexe Thematik leichter faßbar darstellbar wäre.

Fazit: Das 2 1/2 stündige Hörbuch ist anspruchsvoll und fordernd, als Einstieg jedoch nicht geeignet. Der am 30-jährigen Krieg Interessierte wird es als lohnendes akustisches Wissenskompendium zu schätzen wissen. Wem mehr an Unterhaltung gelegen ist, sollte die Finger davon lassen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelungenes Werk zu einem sehr komplizierten Thema, 24. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Audio CD)
Man merkt dem Text die Mühe an, die der Autor Georg Schmidt hatte, die extrem komplizierte Materie des Dreißigjährigen Krieges in einem 100-Seiten-Buch bzw. 158-Minuten-Hörbuch möglichst umfassend zu erklären, und dabei dennoch allgemein verständlich zu bleiben. Oftmals gelang ihm dieses Vorhaben jedoch nicht. Zuoft kommen umständlich verschachtelte Sätze und (für den Laien) unverständliche Fachtermini vor, so dass man Mühe hat, das Hörbuch schon beim "ersten Hören" zu verstehen.

So leicht diese Kritik fällt, muss man jedoch eingestehen, dass man den Dreißigjährigen Krieg kaum besser auf so kleinem Raum hätte verständlich machen können. Die Komplexität dieses Textes hat eben mehr der Gegenstand als der Autor zu verschulden.

Besonders unsinnig ist jedoch, dass Bodo Primus die Zitatnachweise im Text (etwa "Bog, 7" oder "Parker, 305f.") mitliest, obwohl dem Hörbuch natürlich keine Bibliographie anhängt. Die Quellen der Zitat hätte man somit ohnehin in der gedruckten Ausgabe nachlesen müssen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann die Wirrnisse des 30jährigen Krieges nicht ordnen, 24. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Audio CD)
Als eifriger Hörbuchkonsument stelle ich immer wieder Fest, dass nicht alles was geschrieben wurde geeignet ist, später als Hörbuch verarbeitet zu werden. So auch das vorliegende Hörbuch. In zweieinhalb Stunden ist das Knäuel aus den unterschiedlichen Interessen einer Vielzahl der am Krieg beteiligten Parteien und Bündnisse, mit all ihren zwischenzeitlich abgeschlossenen Verträgen, Kriegserklärungen und Winkelzügen nicht zu entwirren. Wer ohne konkrete Vorstellung über die Geschehnisse dieser Kriegsjahre ist, wird höchstens jene Fakten in Erfahrung bringen, die er vielleicht eh schon wusste (Prager Fenstersturz, Reformation, Gegenreformation, die Schweden gegen den Kaiser, Wallenstein, Tilly). Ansonsten verirrt er sich in der Vielzahl der Details.

Zur Repetition für den Unterricht oder die Prüfung mag dieses Hörbuch geeignet sein, für den unterhaltenden Einblick in die europäische Geschichte eher nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bemühter Versuch, einer komplizierten und umfangreichen Thematik auf 100 Seiten Herr zu werden, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Taschenbuch)
Der renommierte Historiker Georg Schmidt hat mit diesem Werk den Versuch unternommen, den 30jährigen Krieg nicht nur darzustellen, sondern auch zu erklären. Leider sind dafür 100 Seiten etwas zu wenig. So werden einige Vorgänge zu kurz angerissen, um sie wirklich zu durchdringen. Für den Laien dürfte es außerdem schwer sein, den Überblick über die Ereignisse nicht zu verlieren. Dennoch bietet das Werk einige interessante Gedanken, so setzt sich Schmidt beispielsweise zu Beginn des Buches mit den Ursachen für die Krise des 17. Jahrhunderts auseinander und macht dort kurz und prägnant deutlich, dass die Ursachen des 30jährigen Krieges nicht allein an konfessionellen Konflikten ausgemacht werden können (wie vor allem viele Laien denken und wie es - leider - oft auch im Geschichtsunterricht vermittelt wird), sondern auch andere Faktoren wie z.B. die "Kleine Eiszeit" (aus der soziale Missstände resultierten)zu den Krisenerscheinungen des 17. Jahrhunderts beitrugen. Gut geschrieben ist diese sehr kurze Monografie außerdem. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 100 Seiten etwas zu knapp sind, um den 30jährigen Krieg in seiner Komplexität darzustellen und zu erklären. Nach der Lektüre bleiben somit noch einige Fragen offen. Zu empfehlen ist dieser Band also nur als "Appetithappen" für alle, die sich mit dem Thema auseinadersetzen wollen. (Vielleicht wäre es besser gewesen, in der Reihe "Beck Wissen" keine Monografie zum gesamten Krieg herauszugeben, sondern diesen zu splitten, z.B. "Der dreißigjährige Krieg 1: 1618-1635" und "Der dreißigjährige Krieg 2: 1635-1648") Wer eine wirklich detailierte und (ebenfalls) gut geschriebene Monografie lesen möchte, um einen Überblick zu gewinnen, sollte eher auf das Werk von Johannes Arndt, das bei Reclam erschienen ist, zurückgreifen. Dieses Buch ist zwar umfangreicher (255 S.), wird aber der Komplexität der Thematik eben dadurch eher gerecht. Insgesamt nur 3 Sterne für Schmidts gut und interessant geschriebenes Büchlein, das für den 30jährigen Krieg leider zu kurz geraten ist (was daran liegt, dass die Bücher der Reihe "Beck Wissen" immer nur um die 100 Seiten haben).
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Der Dreißigjährige Krieg
Der Dreißigjährige Krieg von Georg Schmidt (Taschenbuch - 20. Mai 2010)
EUR 8,95
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