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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enzyklopädie der europäischen Hexenverfolgung, 8. Dezember 2009
Von 
chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich wollte ich mir nur einen kleinen Überblick darüber verschaffen, wie und warum es zu den bekannten Ausmaßen der Hexenverfolgungen kam.
Doch Brian P. Levack schreckt mit seinem Buch nicht davor zurück, dieses dunkle Kapitel in der europäischen Rechtsgeschichte von allen Seiten und vorallem sehr ausführlich zu beleuchten. Und anders ist dies auch gar nicht möglich, da die Verfolgung der Hexen zu verschiedenen Zeiten und in den einzelnen Regionen unterschiedlich stark ausgeprägt statt fand.

Neben einer Definition des Begriffes "Hexerei" und der Ausbreitung des Hexenglaubens, versucht er, trotz mangelnder Aufzeichnungen aus dieser Zeit, ein klares Bild über die Größenordnung der Verurteilungen und Hinrichtungen zu zeichnen.
Er beschreibt, wie "Beweise" durch Folterung oder Zeugenaussagen beschafft wurden und welche Gründe dazu führten, das sich selbst die nahestehensten Menschen gegenseitig verdächtigten, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen zu sein.
Nach der systematischen Analyse des Einflusses durch die Religion und des gesellschaftlichen Umfeldes, erklärt Levack, warum bevorzugt ältere Frauen der Hexerei verdächtigt wurden und wo in Europa, diese regelrechte Jagd auf Hexen, die schlimmsten und die geringsten Ausmaße annahm.

Die insgesamt sehr zahlreich angesammelten Zahlen und Fakten sowie die vielen Betrachtungswinkel Levack's gleichen schon fast den Ausmaßen einer Enzyklopädie. Und das ist auch gleichzeitig der einzigste "Kritikpunkt".
Wer sich grob informieren möchte, wird sicherlich einige Seiten überblättern können. Wer hier jedoch für eine Abhandlung recherchiert, findet Material im Überfluss. Das veranschaulichen auch die rund 50 Seiten mit Quellenangaben, Namen- und Ortsregister, sowie Angaben zur weiterführenden Literatur.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakt und differenziert, 29. September 2007
Die Hexenverfolgungen gehören sicher zu den traurigsten Kapiteln vergangener Jahrhunderte. Levack gelingt es dieses überaus sachlich und kompetent aufzuarbeiten.Dabei geht er erst einmal der Frage nach, was Hexerei überhaupt ist und wie diese in dem von ihm behandelten Zeitraum zwischen 1450 und1750 überhaupt verstanden wurde. Hier geht er auch den geistigen Grundlagen der Hexerei nach und zeigt, dass diese nicht gerade vom "Himmel" gefallen ist, sondern vielmehr ein erklärliches Produkt ihrer Zeit ist. Dabei macht Levack aber auch schnell klar, dass die Hexenjagd keine homogene Erscheinung ist, also zu allen Zeiten und Orten mit gleicher Intensität betrieben wird, sondern sich oftmals in sehr lokalen Erscheinungsformen äußert. Nach der Ausbreitung des Hexenglaubens widmet sich Levack den rechtlichen Grundlagen der Strafprozesse gegen Hexen und des Einflusses der Reformation auf diese. Neben den zahlreichen Einblicken in die soziale Umwelt dieser Zeit erfährt der Leser auch etwas über die Eigendynamik, die die Hexenverfolgungen entwickeln und warum diese letztlich im 18. Jahrhundert abebben. Gut ausgearbeitet eist das Buch zahlreiche weitere Literaturhinweise auf und verfügt über ein gut ausgearbeitetes Sach- und Namensregister, das ein schnelles Nachschlagen ermöglicht. Hinzu kommt, dass das Buch anregend geschrieben ist und jeden ansprechen sollte, der sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Es bietet einen sehr guten Einstieg ins Thema.
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65 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wissenschaftliche Ergründung der Hexeneverfolgungen, 1. Mai 2001
Von Ein Kunde
Brian P. Levacks Buch „Hexenjagd" ist eine wissenschaftliche Betrachtung der Hexenverfolgungen in Europa zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit der Entwicklung des Konzeptes von Hexerei, wegen dessen Leute verfolgt, angeklagt und verurteilt wurden. Die soziologischen, rechtlichen und religiösen Gründe, die zur Entstehung von Hexenjagden beitrugen, werden klar und übersichtlich aufbereitet und als glaubwürdige Theorien durch Prozeßakten und andere Dokumente unterlegt. Ebenso werden deutlich die regionalen Unterschiede herausgearbeitet und aufgezeigt, warum z.B. die Hexenverfolgungen in Deutschland und der Schweiz viel größere Ausmaße annahmen als in Südeuropa oder England. Anhand der selben Kriterien, soziologischer, religiöser und rechtlicher Einflußfaktoren, wird auch der Niedergang und das Verschwinden der Hexenprozesse dargelegt. Ingesamt wird mit einigen Vorurteilen und gängigen Meinungen über die Hexenjagden im „finsteren Mittelalter", die eben nicht im Mittelalter, sondern erst in der Neuzeit stattfanden, aufgeräumt. Das Buch ist eine durchaus spannende und interessante Lektüre, die sich diesem Thema ohne Vorurteile und wissenschaftlich nähert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Übersicht, 12. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hexenjagd: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa (Taschenbuch)
Bereits im Studium habe ich mich intensiv mit Hexenprozessen und Inquisitionsverfahren auseinandergesetzt.
Grund genug ein paar Jahre nach dem Studium das Thema mal wieder anzugehen und nach einiger Recherche, habe ich mich für vorliegendes Werk entschieden. Eindrucksvoll uns spannend werden hier Faktoren udn Theorien beschrieben, wie es zur Hexenverfolgung in Europa, speziell in Deutschland und Großbritannien, kam. Immerwieder werden Sachverhalte aus vorangegangenen Kapiteln aufgegriffen, so dass nicht nur einen wunderbaren roten Faden ergibt, sondern auch in sich schlüßig ist. Aus rhetorischer Sicht leider nicht selbstverständlich in solchen Werken.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen mit vernünftigen Zahlenmaterial und interessanten Sichtweisen, ist bei diesem Werk von Brian Levack gut aufgehoben. Sowohl interessierte Laien, als auch Studenten/Schüler die sich in das Thema einlesen dürfen oder müssen finden in diesem Werk einen guten Zugang zum Thema.

Aus meiner Sicht sollte jedoch zwingend der "Hexenhammer" und "Hexen und Hexenprozesse in Deutschland" von Wolfgang Behringer als ergänzende Literatur verwendet werden. Mit diesen drei Werken zusammen, erhält mein recht umfangreiches Bild über Dimension, Motivation und Ablauf von Hexenprozessen in Deutschland und Europa.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die geschichtliche Sicht der Hexenverfolgung, 14. Mai 2005
Dieses Buch ist mir durch Zufall in die Hände gefallen. Es handelt von der geschichtlichen Seite der Hexenverfolgung zwischen 1450 und 1750. Einführend berichtet der Autor über Hintergrund des Hexenwahns, der damaligen sozialen Situation und weitere Hintergründe, die eine solch große Hetzjagd ermöglichten. Weiterin belichtet Brian Levack die verfolgung auf den unterschiedlichen Kontinenten. Dieses Buch war mir eine wertvolle Hilfe für meine Facharbeit mit dem Thema "Witch persecution in England and America". Sehr zu empfehlen!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Andere Aufarbeitung, 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hexenjagd: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa (Taschenbuch)
Das Thema wird von vielen gelesen und doch fehlen mir immer Fakten; diese ganzen Schreiberlinge erwähnen jede Menge Zahlen, Prozesse...aber niemand hat auch nur ein Original von diesen Dokumenten mal eingedruckt. Es lässt sich viel erklären, aus irgendwelchen Archiven ? belegen. Nur ist nie etwas tatsächlich dabei. Schade, suche weiterhin nach einem Buch, das auch aus dieser Zeit ist und von diesen Quellen nicht nur schreibt, sondern abdruckt. Sehr neutrale Schreibrichtung, ohne Hetze und sonstigen Schnörkelkram. Der Autor hat bei allem gründlich gearbeitet; weiter so.
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Hexenjagd: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa
Hexenjagd: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa von Brian P. Levack (Taschenbuch - 16. September 2009)
EUR 14,95
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